Autor Thema: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen  (Gelesen 2444 mal)

anne

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #45 am: Februar 21, 2021, 14:44:41 Nachmittag »
Hallo zusammen,
da es hier so häufig um A. pellucida geht, bin ich aufmerksam geworden.
Ich habe heute morgen eine Mischung von Diatomeen gemixt die aus Gyrosigma balticum, Pleurosgima angulatum und Amphiplura pellucida besteht. Es kann auch ab und an eine Surirella gemma dabei sein oder eine Triceratium favus.
Also eine optimale Mischung um die Auflösung zu testen. Da ich Streupräparte mache, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Schalen direkt am Deckglas liegen sehr hoch.

Besteht hier Interesse an Streupräparaten?
Ein paar davon könnte ich machen.
lg
anne

deBult

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #46 am: Februar 21, 2021, 15:27:24 Nachmittag »
Anne: as always ... YES please.

Maarten
Reading the German language is OK for me, writing is a different matter though: my apologies.

Olympus BH2, CH2 plus an Oly HSC mono for travel.
The correct number of scopes to own is N+1 (Where N is the number currently owned).

Carlos

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #47 am: Februar 21, 2021, 15:41:28 Nachmittag »
Hallo Anne,
Natürlich habe ich großes Interesse! Egal womit eingedeckt.
Eingedeckt mit Pleurax oder Zrax wäre natürlich super!
Gruß Carlos
« Letzte Änderung: Februar 21, 2021, 16:56:40 Nachmittag von Carlos »

limno

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #48 am: Februar 21, 2021, 16:41:40 Nachmittag »
Hallo Anne,
da wäre ich auch gerne dabei!
Danke für Dein Angebot!
Heinrich

So blickt man klar, wie selten nur,
Ins innre Walten der Natur.

Peter Reil

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #49 am: Februar 21, 2021, 16:45:08 Nachmittag »
Hallo anne,

Interesse habe ich natürlich daran. Vielleicht habe ich ja auch mal kein Frusterlebnis damit.  ::)

Liebe Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, Olympus CHK, Olympus SZ 30

Marcus_S

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #50 am: Februar 21, 2021, 18:00:18 Nachmittag »
Moin!

Da es hier ja mittlerweile auch um Auflösung an Diatomeen geht, da hab ich eben mal schnell mein Diatomeenpräparat angeleuchtet, es sollte sich hier um einen Ausschnitt einer Surirella gemma handeln. Geknipst zwar nur mit dem (natürlich imergierten) 60er, denn das war gerade angeschraubt. Dafür aber mit dem

1) Olympus-Kondensor (trocken) NA 0,9
2) auf Olympus angepaßten achr. - apl. Pathologenkondensor NA 1,4 (Zeiss), allerdings mit Glycerin immergiert.

Beide Bilder direkt nacheinander geknipst, den Kondensor unter dem aufgelegten Präparat getauscht. ASI178MM, Histogramm auf rund 70 % ausgesteuert, 9 Rohbilder in der Aufnahmesoftware gemittelt. Aufgenommen mit IF550-Grünfilter und zwei IR-Filtern, auf volle Apertur bei schärfstmöglich abgebildeter LFB geköhlert. Maßstab rechnerisch 87 nm/px, rund 2,8 Kamerapixel pro Airy-Scheibchen, also gerade so eben ausreichend abgetastet.
Dann die Rohbilder mit IrfanView unbearbeitet nebeneinander montiert, mit Beschriftung versehen und als jpg gespeichert (Bild 1), und auch noch einmal mit IrfanView etwas unscharf maskiert und im Kontrast verbessert (Bild 2). Scharfgestellt habe ich jeweils nach besten Fähigkeiten auf den eingekringelten Bereich. Der Balken in dem Bild zeigt eine Strecke von 2µm.

Nach meiner Meinung nimmt der Kontrast deutlich ab, dafür die Bildhelligkeit dramatisch zu, die Auflösung aber auch. Visuell ist der Bildeindruck mit immergiertem Kondensor für mich einfach nur schön, detailliert und zart. Kein so bolleriger Kontrast wie beim 0,9er-Kondensor. Zumindest das Glyceringeschlabber lohnt und der Kondensor ist auch schnell gewechselt. Zu irgendwelchen Abstoßungsreaktionen (Zeiss an Olympus) scheint es auch nicht zu kommen.
Wegen gefärbt - ein kunstgerechtes Blutausstrich-Präparat habe ich nicht, vielleicht finde ich aber in den alten Wohldenberg-Präparaten zumindest einen brauchbaren Schnitt. Muß ich mal gelegentlich wühlen. Oder wäre ein gefärbtes Bäckerhefe-Präparat auch akzeptabel? Sowas ließe sich ja erzeugen.


Viele Grüße von

Marcus

Peter V.

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #51 am: Februar 21, 2021, 18:47:27 Nachmittag »
Hallo,

Ich vermute, es wird neben uns beiden weitere Mikroskopiker geben, die sich über die mouches volantes bei Gebrauch der Ölimmersion 100:1 immer wieder ärgern.

Schönen Sonntag und viele Grüße

Ole

Mouches volantes ist wirklich eine Euphemisierung - manchmal wäre Vers flottantes passender... :-\

Herzliche Grüße
Peter
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Marcus_S

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #52 am: Februar 21, 2021, 19:41:58 Nachmittag »
... Und auch wenn gefärbte Präparate mit einer SW-Kamera ziemlich einfarbig sind, so gibt das doch einen Eindruck...

Ein Wohldenberg-Schnitt von 2005 (Blüte d. Lärche, Etzold FCA). Geknipst wie oben (60er-Objektiv, hier aber mit Tageslichtfilter KB-4 für besseren Kontrast). Bild mit Irfanview montiert, das Bilderpaket leicht geschärft und im Kontrast verbessert, zum Abschluß beschriftet.

Mit dem 0,9er sieht man fast alles, was man auch mit dem 1,4er sieht, aber eben nur fast alles. Mit dem trockenen 0,9er-Kondensor werden die feinsten Feinheiten in Struktur und Helligkeit verschmiert. Interessant ist: für mein Auge gibt ein ein auf etwa 80 % abgeblendeter immergierter 1,4er - Kondensor ein besseres Bild als ein 0,9er trocken. Ob's für den beruflichen Alltag lohnt, das weiß ich nicht. Für den Genuß nach Feierabend lohnt das auf jeden Fall.


Nochmal Grüße von

Marcus

Rene

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #53 am: Februar 22, 2021, 01:06:10 Vormittag »
Nice comparison Marcus. I agree, you hit the sweetpoint with your latest image.

Best wishes, René

d65

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #54 am: Februar 22, 2021, 22:43:44 Nachmittag »
Besteht hier Interesse an Streupräparaten?
Ein paar davon könnte ich machen.

Ich wäre ebenfalls interessiert.
Steffen

mlippert

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #55 am: Februar 22, 2021, 23:01:07 Nachmittag »
Hallo Micha,
Zitat
Rein optisch sehe ich einen ganz kleinen Unterschied, nur dummerweise reicht selbst beim 100er meine 2 MP Kamera nicht aus, um alles aufzulösen.
Die Kamera kann maximal nur die Bildinformationen wiedergeben, die von Deinem  100-fach Leitz NPL Fluotar 1.32. Objektiv im Zwischenbild abgelegt werden.

Ist richtig. Ich kann aber sagen, dass auf dem Kamerabild im Zentrum weniger Details sichtbar sind als im visuellen Bild. Das dürfte zum einen daran liegen, dass 2 MP nicht wirklich 2 MP sind, sondern 2MP/2.5 Farben, zum anderen sicher daran, dass man für einen guten Bildeindruck ein gewisses Übersampling braucht. Klar kann ich Frequenz X mit Frequenz 2x+0.2 sampeln, aber das gibt die Form nicht sonderlich schön wieder. Dazu kommen dann auch noch Kompressionsartefakte und De-Bayering in der Software...
Mein abgedecktes Zwischenbild ist leider extrem groß. Die Kamera deckt alles ab was das Objektiv liefert, man sieht in den Ecken teilweise schon das Ende des Bildkreises. Normalerweise hat man einen kleineren Ausschnitt.

Soki

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #56 am: Februar 23, 2021, 07:43:19 Vormittag »
.

Besteht hier Interesse an Streupräparaten?
Ein paar davon könnte ich machen.
lg
anne

Hallo Anne,

sehr gerne, das wäre toll!

Danke und Grüße,
Simon
Focus Stacking mit dem Mikroskop:

https://www.instagram.com/micro_and_macro_life/

anne

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Re: Ölimmersion des Kondensors bei Blutausstrichen
« Antwort #57 am: Februar 23, 2021, 07:55:29 Vormittag »
Hallo zusammen,
die ersten Präparate sind leider alle schon vergeben.
Ich muss erst neue Präparate machen.
Wer noch Interesse hat, schreibe mir bitte eine PN, dann sammle ich.
lg
Anne