Autor Thema: überlagert?  (Gelesen 598 mal)

bergarter

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überlagert?
« am: März 12, 2021, 10:34:27 Vormittag »
grüß euch

eben beendet

nun fragt sich, was ist hier los?
Durchwachsen sich zwei oder überlagern sie sich.
Was passiert, wenn das adrett gekämmte Licht durch zwei ungleiche Kristallgitter wandern muß,
hier etwa diese gelbe Farbe als Resultat?
Die  gelbe Farbe in der Zeichnung ist wie es im Mikroskop aussieht, im Foto zu hell.

 grüß euch
 Gerd
« Letzte Änderung: März 12, 2021, 13:04:43 Nachmittag von bergarter »

Rawfoto

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Re: überlagert?
« Antwort #1 am: März 14, 2021, 19:00:04 Nachmittag »
Hallo Gerd

Eine Lichtreflexion kannst du ausschließen nehme ich an?

Gespannte Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

bergarter

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Re: überlagert?
« Antwort #2 am: März 14, 2021, 19:22:45 Nachmittag »
grüß Dich

ja, würd` ich das sonst zeichnen?

Die Fragestellung haben, denke ich auch die meisten Mitlesenden verstanden ?
deswegen könnten Mehrwissende - diesen- durchaus  Klarheit geben,
zumindest  aussagen, das es Durchdringung, Einwachsen wäre.

Danke, das Du mir die Gelegenheit gibst, das zu schreiben

 grüß Dich
 Gerd
« Letzte Änderung: März 15, 2021, 11:24:10 Vormittag von bergarter »

piu58

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Re: überlagert?
« Antwort #3 am: März 19, 2021, 06:18:59 Vormittag »
Ich kann ziemlich ausschließen, dass die Kristallite sich in einer Art Zwillingsbildung durchdringen. Diese hätte auf jeden Fall eine starke Störung der Kristallstruktur im großen Kristall hervorgerufen. Es geht aber ganz normal weiter, eine Art Epitaxiewachstum.
Bleibt dran, am Okular.
--
Uwe

hugojun

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Re: überlagert?
« Antwort #4 am: März 19, 2021, 09:45:51 Vormittag »
Hallo Gerd,
eine Vergrößerung am Bildschirm bringt leider nicht mehr Auflösung.
Vielleicht ist eine Detail-Aufnahme aussagekräftiger. Am Mikroskop könnte man noch zusätzlich
die Tiefe an den Enden beobachten; Raumlage!
LG
Jürgen

bergarter

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Re: überlagert?
« Antwort #5 am: März 19, 2021, 11:01:46 Vormittag »
grüß euch Uwe und Jürgen

Ein Bild 25 * 8  kann ich noch einstellen.
Ich sehe deutlich, wie sich die weißen Linien der Zwillingslamellen unter dem gelben Bereich weiß fortsetzen.
Leicht scheinen sie hier auch durch, und außerhalb des großen Kristalls geht der Kleine grau weiter.
Fotos sind leider nicht meine Stärke.
Was bedeutet - die Tiefe an den Enden beobachten  und Raumlage ?

 grüß euch
 Gerd
« Letzte Änderung: März 19, 2021, 11:06:12 Vormittag von bergarter »

hugojun

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Re: überlagert?
« Antwort #6 am: März 19, 2021, 11:22:29 Vormittag »

Was bedeutet - die Tiefe an den Enden beobachten  und Raumlage ?


Hallo Gerd,
na ja, ich meine, ob der gelbe Kristall auskeilt oder flach ist oder über dem Plagioklas oder darunter liegt.
Ganz rechts ist er ja grau, das ist wohl seine eigene Doppelbrechung, im Plagioklas scheint er in Subtraktion Lage zu liegen (Gelb) 

LG
Jürgen

bergarter

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Re: überlagert?
« Antwort #7 am: März 19, 2021, 12:10:12 Nachmittag »
grüß Dich Jürgen

ich habe in der Zwischenzeit versucht eine Dickenbestimmung zu machen.
Ich hab dazu ein 25 faches und ein 50  faches Objektiv verwendet, andere, 40 oder 63 habe ich nicht.
Beide Kristall der gelbe und danach der darunter scharf gestellt geht mit einem Skalenhub von 3 Strichen
 -ich hab ein Leitz Laborlux - und nehme dann an das  - laut Müller Raith ein Skalenteil 2 mymeter ( mymeter = 0,001) wäre, also der gelbe wäre 0,006 mm dick ? ( scheinbare Dicke )
Die Rechnung bei Müller Raith zur wahren Schichtdicke hab ich nicht gemacht, das Beispiel dort geht um einen Kristall zwischen zwei Glasflächen.
Über dem dickeren Plagioklas also, er nimmt aber draußen grau an d. h. da wäre er dann wesentlich dicker?
Auskeilen tut er glaube ich nicht, ich seh mir das nochmals jetzt im 63 er an, aber je stärker die Vergrößerung, desto unschärfer wird es .
 Die  Sache mit den Subtraktionsfarben ist mir noch nicht richtig klar, ich habe seit dem Orthopyroxen mit Subtrakionsfarben in Gerhard `s  Lherzolithschliff versucht die Sache zu verstehen.
 Uwe
Dann viel mir noch ein  -  Epitaxie ist ja glaube ich, das Aufwachsen eines Kristalls auf einer Oberfläche.
 Wenn das also so wäre, müßte ich in dem Dünnschliff genau  und fast parallel über eine solche Fläche mit dem aufgewachsenen Kristall geschliffen haben.

 grüß euch
Gerd
« Letzte Änderung: März 19, 2021, 14:41:10 Nachmittag von bergarter »

hugojun

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Re: überlagert?
« Antwort #8 am: März 19, 2021, 16:18:25 Nachmittag »
Hallo Gerd,
es scheint mir, der Kristall ist faserig, biegsam, weil er leicht geschwungen erscheint.
Vielleicht ein Glimmer (Längs-positiv), wie sind die Kompensator -Lagen? Der Plagioklas könnte sowohl +Charakter
als auch – Charakter haben (Anorthit -Gehalt?).
LG
Jürgen

bergarter

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Re: überlagert?
« Antwort #9 am: März 19, 2021, 18:13:59 Nachmittag »
grüß Dich Jürgen

ein Ende sieht durchaus faserig aus.
Ich habe  leider kein LPL gemacht, aber angeschaut schon, es gibt keinen Pleochroismus.

 Mit Konoskopie sehe  ich nur  in seltensten Fällen was, ich hab aber auch heute Mittag 4 Fotos gemacht, obwohl ich darauf  nichts sehe, es könnten ganz undeutlich zwei Balken von außen nach innen wandern beim drehen.
Es sind zwei vom Plagioklas, zwei vom gelben Kristall.
 Ich wollte die eigentlich wegwerfen, löschen, aber hier sind sie doch.
 Jetzt habe ich mir schon eine andere Stelle gesucht zum zeichnen,
es gibt keine Fotos mehr.

 aber zwar unscharf  gescannt - habe ich noch eine Stelle gezeichnet

 grüß Dich
 Gerd
 
« Letzte Änderung: März 19, 2021, 18:26:19 Nachmittag von bergarter »