Autor Thema: Versuche zu einem interaktiven Histopanorama  (Gelesen 195 mal)

reblaus

  • Member
  • Beiträge: 4226
Versuche zu einem interaktiven Histopanorama
« am: Mai 05, 2021, 15:56:46 Nachmittag »
Hallo -

es ging mir wie manchen Kollegen mit astronomischem Hintergrund: Nachdem Wetter und Fußbeschwerden die geplanten Landschaftspanoramen mit biologischen Hintergrund etwas erschwerten, habe ich stattdessen mal geschaut, ob man dafür an einem flächigen Mikroskopschnitt üben kann.
       Von Ronald Schulte besitze ich 1,5 µm dicke Schnitte (Technovit, Toluidinblaufärbung) von einer Jungmaus, und die sind großflächig genug, dass sich ein komplettes Panorama lohnt und gleichzeitig so scharf, dass es den Einsatz einer 100x-Immersion für tiefere Blicke wert ist. Ronald hat mir erlaubt, mal einen Zwischenstand dieses Anfängerprodukts hier zur Diskussion zu stellen, obwohl ja sowohl im Forum als auch auf seiner Homepage (Links im  Panorama) bereits Fotos davon existieren, die schöner und schärfer sind.

Also hier das Übungspanorama: Schnitt durch einen Mauskopfs frontal auf Nasenhöhe (ca. 50 Fotos mit dem PlanNeo 10x). Darauf Hotspots zu kleineren Panoramen (zwischen 10-30 Fotos mit dem PlanApo 100x), nebst einigen Infos, die recht schlicht gehalten sind, weil das Panorama auf meiner Homepage allgemein zugänglich ist.

https://www.phylloxera.de/mauskopf-na/index.html

Bitte also um Kommentare!
Einige Probleme habe ich auch bereits selbst erkannt. Z.B. muss die Auflösung des 100x PlanApos noch besser ausgenützt werden, denn zum einen wären trotz des recht dünnen Schnittes gestackte Einzelbilder angebracht, wie es Oliver hier mustergültig demonstriert hat:
http://www.thum.li/Mikro/Dracaena/Bild-14_gross/index.html ,
zum anderen hätte HDR hilfreich sein können um massiv gefärbte Stellen besser von einigen zarten Zellinnereien differenzieren zu können. Es gibt also viel zu tun - warten wir es ab.

Zur Methode:
1. Aufnahmen mit Canon EOS R auf dem Axioskop 50 - allerdings nicht in Vollformat sondern auf 1,6x gecropt).
2. Herstellung der Panoramen
a) meist durch Entwickeln der RAW-Dateinen direkt in PTGui, grob nachbearbeiten, stitchen, als JPG-Panorama ausgeben und dieses dann nochmals mit DxO Fotolab feinbearbeiten,
    oder
b) Entwicklung der RAW-Dateinen mit DxO zur TIFF16, danach Stitchen mit PTGui zu JPG-Panoramen.
3. Konfektionieren zur WEB-Ausgabe mit Pano2VR

Viele Grüße

Rolf
 

othum

  • Member
  • Beiträge: 384
Re: Versuche zu einem interaktiven Histopanorama
« Antwort #1 am: Mai 05, 2021, 16:51:01 Nachmittag »
Hallo Rolf,

ist doch sehr schön (wobei mich auch etwas stört, dass die Zoomrichtung am Mausrad "falsch" rum ist).

Zum Thema HDR: Ich denke, das wäre nicht nötig, wenn Du das Pano als 16-bit Version weiter bearbeiten könntest und nicht an der Stelle schon auf 8-bit gehen müsstest. Der Kontrastumfang der modernen Sensoren, insbesondere der großen, gibt das eigentlich her. Ich kenne DxO nicht, kann das *.psb Dateien importieren? Dann hättest Du eine 16-bit Schnittstelle für Dateien, die zu groß für TIFF sind, könntest dann in DxO die Gradation anpassen und dann erst auf 8-bit komprimieren.

Beste Grüße, Oliver
Zeiss Axiovert S100 HF/Ph/DF, Auflicht-FL
Zeiss Axioskop 50 HF/Ph/Pol, Auflicht-HF/DF/Pol
Kamera: Pentax K-1

reblaus

  • Member
  • Beiträge: 4226
Re: Versuche zu einem interaktiven Histopanorama
« Antwort #2 am: Mai 05, 2021, 18:40:19 Nachmittag »
Hallo Oliver -

das ist eine Grundsatzfrage - hole ich mit dem Mausrad was her oder fahre ich damit irgendwo hin? In der Tat bin ich auch schon mal drüber gestolpert, wenn ich mal zwischendurch krpano benutzt habe, bei dem die Defaultstellung andersrum ist. Aber bei Pano2VR ist es ja jetzt mit einem Häkchenklick umgestellt ...

Das DxO kann Paintshop-Dateien zwar importieren, aber nur TIFF und JPG exportieren. Aber ich mach mir da erst mal keine Gedanken, weil ich von den minimalen Bildbearbeitungsfunktionen, welche der PTGui-Panorama(vor)editor bietet, ganz angetan bin. Man kann ja die Form der Gradationskurve verändern und diese verschieben und auch die Farbtemperatur einstellen - und alles in 16 Bit.  Wenn ich stattdessen die JPG-Datei verwende, welche die EOS R zusammen mit dem RAW ausgibt, finde ich das Resultat jedenfalls deutlich schlechter.
Will dann aber doch noch einige Vergleich anstellen und die Routine steigt auch langsam ...

Viele Grüße

Rolf


Viele Grüße

Rolf




Die EOS gibt ja zu der RAW-Datei auch immer die JPG-Datei aus und wenn ich das PTGui mit dieser füttere statt mit RAW war das Resultat eher schlechter als wenn ich von d