Autor Thema: Vorher und Nachher - Was die digitale Nachbearbeitung leisten kann  (Gelesen 813 mal)

reblaus

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Re: Vorher und Nachher - Was die digitale Nachbearbeitung leisten kann
« Antwort #15 am: Mai 04, 2021, 20:50:07 Nachmittag »
Hallo Kai -

danke für die sehr lehrreiche Info! Jetzt kann ich mir endlich eine Vorstellung machen, was bei der unbemerkten Bildbearbeitung in einem Smart/Iphone so passiert. Bisher las ich das nur im Rahmen von Lob oder Verdammungsurteilen ...

Viele Grüe

Rolf

kmueho

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Hallo Gerd,

nein, viel banaler: Der jute, alde Photoshop.
Ich benutze die Version aus der CS6.

Dort gibt es das unter Layer->Smart Objects->Stack Mode->Median

Aber auch alle anderen Schritte mache ich damit.

Viele Grüße,
Kai


Hallo Kai,
auch ich möchte mich bedanken für diesen Beitrag. Eine Frage bleibt bei mir.
Zitat von: kmueho
Von jeder Gruppe wurden die Median-Werte (also die, die bei den meisten Bildern übereinstimmen) der einzelnen Bildpunkte zu einem neuen Bild zusammengerechnet.
Wie machst Du das konkret mit welchem Programm und Menüpunkt? Geht das auch mit PICOLAY?
Beste Grüße
Gerd

Peter V.

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Hallo,

Hallo zusammen,

ich finde das Thema sehr interessant und bin auch immer "erleichtert", wenn ich mal unbearbeitete Bilder zu Gesicht bekomme. Mittlerweile würde ich sogar sagen, dass man mit entsprechenden Kenntnissen selbst schlechtes Bildmaterial in ganz gutes Material "verwandeln" kann.

hier ein prägnantes Beispiel: Im Rahmen eines Mikrofoto-Workshop in Hagen vor vielen Jahren haben Martin Kreutz und Michael Plewka mit ihrem üblichen Workflow das gleiche "grottenschlechte" Ausgangsbild bearbeitet, um einmal zu zeigen, was man da noch herausholen kann.

Herzliche Grüße
Peter
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anne

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Hallo zusammen,
für mich ist eigentlich entscheidend über eine Nachbearbeitung das Bild zu erreichen welches ich am Okular sehe!
 Natürlich mache ich auch Dreck weg um das Objekt alleine darzustellen. Ich finde jedoch Bildbearbeitung die als Ergebnis ein Bild zeigt, welches mit dem tatsächlich am Okular gesehenen Bild nichts mehr zu tun hat übers Ziel raus.
Aber, gerne anschauen tue ich mir diese verfremdeten Bilder trotzdem😉.
lg
Anne

Jürgen Boschert

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Hallo zusammen,

ich glaube wir Mikroskopiker sehen das Thema Bildbearbeitung eher sehr konservativ. Man schaue einmal, was (Profi-)Astronomen für Algorithmen nutzen, um zu brauchbaren Bildern zu kommen.
Beste Grüße !

JB

Soki

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Hallo,


hier ein prägnantes Beispiel: Im Rahmen eines Mikrofoto-Workshop in Hagen vor vielen Jahren haben Martin Kreutz und Michael Plewka mit ihrem üblichen Workflow das gleiche "grottenschlechte" Ausgangsbild bearbeitet, um einmal zu zeigen, was man da noch herausholen kann.

Herzliche Grüße
Peter

Hallo Peter,

ich habe mich bei meiner Aussage an genau dieses Beispiel erinnert, dass du in einem anderen Thread verlinkt hattest (ein klasse Beispiel übrigens). Da haben die beiden wirklich Unglaubliches geleistet. Natürlich hat das mit dem Ausgangsbild nicht mehr viel zu tun, aber es ist nicht nur ästhetischer, sondern der Bildinhalt ist auch wesentlich deutlicher.
Das würde meine Fähigkeiten der Bildbearbeitung bei weitem übersteigen.

Grundsätzlich bin ich schon bei Anne, dass man immer das Bild im Okular „im Auge“ behalten sollte. Beim Stacken ist das wiederum schwierig, weil man hier mehrer Schärfeebenen und Bilder vereint, sodass sich Bildfehler multiplizieren.

Grüße,
Simon

rhamvossen

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Hallo Jürgen,

Zitat
ich glaube wir Mikroskopiker sehen das Thema Bildbearbeitung eher sehr konservativ. Man schaue einmal, was (Profi-)Astronomen für Algorithmen nutzen, um zu brauchbaren Bildern zu kommen

Ich denke das ist der Unterschied zwischen ein "Profi" und ein begeisterten Amateur. Die Profi-Astronomen schauen heutzutage nicht mehr durchs Teleskop. Und Leute die nur Beruflich mit einem Mikroskop arbeiten sind meistens nicht interessiert ob das Bild gut oder schön aussieht. Mit einige Nachbearbeitung kriegen sie die Informationen die sie wollen. Die Anforderungen sind höher für viele Amateure. Beste Grüsse,

Rolf

Siegfried

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Hallo zusammen
Ich schließe mich hier Anne und Simon an.
Das real Gesehene durch's Okular auf dem Foto wiederfinden ist auch mein Bestreben.
Die Umsetztung dessen ist auch immer eine Frage der persönlichen Wahrnehmung.
Meine Frau sieht halt auch manches anders als ich. ;)
Aber letzendlich muß es meiner Sichtweise gefallen.
   Gruß von Siegfried

reblaus

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Hallo Rolf -

Du hast das Problem genau getroffen! Während meines Berufslebens war das mikroskopische Bild ein Beweisfoto und eine Bearbeitung über das hierzu nötige Maß wurde schon aus Zeitgründen nur selten vorgenommen - vielleicht mal um mit einem schönen Wandbild bei Besuchern anzugeben  ;D.

Insofern bin ich als homo ludens froh, dass ich heute so tolle Werkzeuge habe um meinen jetzt nutzlosen Tätigkeiten nachgehen zu können. Zweifellos ist ein Klick in ein Bildbearbeitungsprogramm angenehmer als unter einer roten Lampe mit einem Stück Papier in einer schweflig riechenden Flüssigkeit herumzupantschen um aus einem fehlbelichteten Negativ noch was brauchbares rauszuquälen.
Aber Mückenschisse auf den Bildern lasse ich immer noch drauf - sie sind ein Beweis für deren Echtheit.

Viele Grüße

Rolf



Stuessi

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Hallo,

meine Bildbearbeitungen sollen immer möglichst einfach sein und schnell gehen. So würden mir beim gezeigten Beispiel die beiden Schritte Umwandlung in s/w-G-Kanal und leichte Kontrastverstärkung genügen. Das Ergebnis sieht dem Gesehenen dann noch ähnlich.




Viele Grüße,
Rolf
« Letzte Änderung: Heute um 16:16:29 von Stuessi »