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kyowa sd 2p sieht doppelt

Begonnen von schubidu, Mai 14, 2021, 12:00:23 NACHMITTAGS

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schubidu

hallo!

ich bin hier ganz frisch, infos zu mir findet ihr hier:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=41081.0

mir ist in der bucht für mmn. guten kurs ein kyowa sd 2p i inkl. der originalbeleuchtung mit trafo und dem holzkasten mit 2 schlüsseln zugeschwommen.

das teil ist von 1976 und in der tür hängt sogar noch das original inspektionszertifikat.
vom baujahr paßt es perfekt in meinen fundus.

optisch bin ich völliger laie. eigentlich wollte ich nur ein mikroskop um mir die flächen an meinen schneidwerkzeugen zu betrachten (oder mal nen span im finger ziehen zu können).

leider fehlt eine bedienungsanleitung (wobei die eigentliche bedienung selbsterklärend ist), bzw. habe ich folgendes problem:

anscheinend hat sich ein prisma verschoben. zumindest erklärt mir das netz dies als ursache, da ich kein ruhiges bild erhalte, wenn ich durch beide okulare schaue.
nur links oder nur rechts durchschauen liefert ein scharfes bild, aber es macht auch den eindruck, als wären die bilder zueinander verschoben.

wenn ich versuche mit etwas augenabstand zu den okularen die schieblehre zu betrachten, sehe ich den 70 mm strich doppelt um exakt 2 mm verschoben.

beim zusammenfügen des mirkoskops kann man feststellen, daß sich das rechte okular nur schwer einschieben läßt. das läßt mich vermuten, daß es doch wohl mal nen schlag oder ein umfallen abbekommen hat, und sich dadurch u.u. das prisma verschoben hat.
oder die tuben sind nicht mehr parallel.

ich habe nach prismenjustage gesucht und auch was gefunden (u.a. dieses forum), aber leicht hört sich das justieren für einen laien nicht gerade an.

kann mir hier jemand weiterhelfen, der ein kyowa schon mal zwischen den fingern hatte?

oder würde sich vielleicht jemand finden, der mir das für nen fairen taler repariert?
oder kennt hier jemand im rhein/main- gebiet jemanden, den ich mal fragen könnte?
ich bin hier in hessen, frankfurt.

der verkäufer würde es auch zurück nehmen, aber es gefällt mir eigentlich zu gut.
wenn ich ne bezahlbare reparaturmöglichkeit finde, würde er mir ggf. auch was vom kaufpres erstatten.
unsummen will ich jedoch auch nicht versenken.

ich hab auch schon die idee gehabt, das teil über eine berufsschule, oder in einer lehrwerkstatt reparieren zu lassen. mit einem lehrmeister, der für/mit seinen lehrlingen auch mal über den tellerrand schauen möchte, sicherlich eine interessante möglichkeit.

für tips wäre ich sehr dankbar.

stefan

ps.: fotos kann ch im moment noch nicht anhängen, da die im ipad als jpeg abgelegt sind, hier aber nur jpg möglich sind.
ich arbeite dran.
gruß stefan

Thomas Böder

Zitat von: schubidu in Mai 14, 2021, 12:00:23 NACHMITTAGS
ps.: fotos kann ch im moment noch nicht anhängen, da die im ipad als jpeg abgelegt sind, hier aber nur jpg möglich sind.
ich arbeite dran.

Das Problem kenne ich leider.
Sind eigentlich nur ein paar Klicks im CMS des Forums.
So muss ich immer den Rechner anmachen, um mal ein Bild hochzuladen.
Es gibt auch keine iOS App, die explizit HEIC oder JPEG in JPG umwandelt.

Grüße, Thomas.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

schubidu

hier (hoffentlich) die ersten fotos.
gruß stefan

schubidu

ah, die lösung (aber es werden nicht alle bilder angezeigt).

statt aus der fotomediathek des ipads über durchsuchen und die jpeg vorher z.b. in den goodreader kopieren. dort liegen sie als jpg.

gruß stefan

schubidu

Zitat von: Thomas Böder in Mai 14, 2021, 12:08:46 NACHMITTAGS
(...)

Das Problem kenne ich leider.
Sind eigentlich nur ein paar Klicks im CMS des Forums.
So muss ich immer den Rechner anmachen, um mal ein Bild hochzuladen.
Es gibt auch keine iOS App, die explizit HEIC oder JPEG in JPG umwandelt.

Grüße, Thomas.

hi thomas!
komisch, ich darf dich nicht anschreiben.
ich nutze den goodreader. in den gr kann ich fotos vom ipad importieren.
im gr sind sie dann als jpg abgelegt.
wenn ich dann beim anhängen nicht auf die fotos gehe, sondern auf durchsuchen klicke, komme ich an den inhalt vom gr.

ohne den gr wäre ein ipad für mich nur ein bruchteil wert.
der gr war schon zu ipad-beginn der viewer für pdf und alles mögliche andere, der in der lage war pdf's zu betrachten die 2 mb groß waren (2 mb auf einer seite, z.b. eine techn. zeichnung in din/a 0) ohne abzuschmieren.
gruß stefan

Thomas Böder

Es wäre aber trotzdem viel einfacher, wenn man die Fotos ohne Umwege hochladen könnte.
Diese wunderbare Forum hier, ist das einzige wo es nicht geht. 🤓
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

kmueho

Hallo Stefan,

wenn man die Fotos der beiden Okulare übereinander legt (was Skalierung und Positionierung erfordert), sieht man, dass der Fehler nicht groß ist. Jedenfalls nichts, was Auge/Gehirn nicht ausgleichen könnten.

Falls du trotzdem doppelt siehst, liegt das nicht an Prismen oder der Objektiv-Einstellung, sondern an der Positionierung der Okulare.

Zitatum exakt 2 mm verschoben.
Ist das horizontal, vertikal oder ein Gemisch aus beidem?

Ich vermute mal vertikal. Da muss es eine einfache Einstellmöglichkeit geben. Die gibt es auch bei Nicht-Stereo-Mikroskopen mit Binokularen. Wenn da die vertikale Position nicht sauber eingestellt ist, hat man auch ein unangenehmes Doppelbild. Ich denke nicht, dass eine aufwändige Reparatur erforderlich ist.

Viele Grüße,
Kai

schubidu

hallo kai!

danke.
die verschiebung ist eher horizontal, also auf dem "gemeinsamen" bild, wenn ich etwas zurück gehe, liegt der strich der 70 vom rechten okular auf der 72 vom linken.
skalierte bilder, um das zu messen, bzw. übereinander legen zu können klingt logisch, aber ob du es glaubst oder nicht, die beiden fotos durch die okulare sind die ersten bilder die ich je durch ein okular geschossen habe.

wie kann ich denn da mit einfachen mittel zwei bilder machen, die sich vergleichen lassen?

falls es was zum einstellen gäbe, liegt sowas eher außerhalb oder innerhalb des mikroskops?

den augenabstand habe ich schon mehrfach versucht so auszurichten, daß ich sauber sehe, ohne erfolg.
es ist eher so, daß ich einen anderen winkel zum okular einnehmen müßte. und so sehe ich entweder was durchs rechte oder durchs linke.
gruß stefan

kmueho

#8
Hallo Stefan,

dass die Bilder horizontal nebeneinander stehen ist seltsam. Denn unsere Augen können das per normalem Parallaxenausgleich korrigieren...

Auf diesem Bild sieht es so aus, dass das (wenn man davositzt) linke Okular eine Dioptrien-Korrektur hat. Und der Okulartubus sieht auch irgendwie kürzer aus.

Hast du schonmal daran gedreht? Vielleicht begründet das auch (teilweise) die unterschiedliche Größe der Fotos und auch den Effekt, dass sich die Bilder nicht so gut übereinander bringen lassen.

Viele Grüße,
Kai

kmueho

Nachtrag:

Hallo Stefan,

mir kommt gerade ein ganz simpler Verdacht: Hast du die beiden Okulare auf deinen Augenabstand eingestellt?

Viele Grüße,
Kai

Gerd Schmahl

#10
Hallo Stefan,

ein Doppelbild kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten sind verrutschte Prismen oder gelöste bzw. falsche Tubusbefestigung. Eine Prismenjustage habe ich hier mal beschrieben und gerade heute wieder für einen Foristen einen MBS-10-Tubus gerichtet, an dem beide Fehler summiert waren. Das Gerät war vom Tisch gestürzt und der Käfig, der sowohl ein Prisma birgt, als auch eines der Tubusrohre trägt war verbogen und ließ sich nicht zurückbigen (Alu-Guss bricht leicht - hab ich mir nicht getraut). Hier musste nicht nur das Prisma neu justiert werden, sondern auch noch das Tubusrohr schräg an den Käfig geschraubt werden, um die Verbiegung auszugleichen. Das war die schwerste Justage, die ich bisher gemacht habe, aber es hat geklappt.
Die Grundprinzipien sind die gleichen, der konkrete mechanische Aufbau aber ganz sicher anders als bei Deinem Gerät. Wenn Du wissen willst wie stark die Abweichung ist, musst Du Dir einen kleinen runden Gegenstand suchen (z.B. kleinen Knopfzelle), der recht genau in das Bild passt, so dass nur ganz wenig Platz bleibt bis zum Sehfeldrand. Wenn Du dann die Bilder vergleichst, müssen bei guter Justage beide Okulare den runden Gegenstand mittig wiedergeben. Das ist auch unabhängig vom richtigen Einstellen des Augenabstandes.

Das Anschreiben der Leute hier im Forum geht auf zwei Arten:
Was immer geht ist die PM. Dazu auf die Sprechblase unter dem Avatarbild klicken und nicht auf den Benutzernamen (da gehts zum Profil des Nutzers und das geht Dich nichts an und deshalb kommt dann die Meldung "Sie haben keinen Zugriff auf diesen Bereich!"
Die zweite Moglichkeit ist die e-mail, aber das geht nur, wenn der jeweilige Nutzer die freigegeben hat. Dann ist ein Briefumschlag unter dem Avatarbild, auf den Du klicken kannst.

Beste Grüße
Gerd
EDIT: Dein Gerät hat übrigens ein paar mehr Prismen: Unten im Tubus dürfte es ähnlich aussehen wie im MBS-10, dann hast Du aber nochmal in jedem Tubusrohr in der Verdickung ein Umkehrprisma zur Bildaufrichtung, denn Dein Mikroskop ist nicht vom Fernrohrtyp, sondern hat zwei "normale" Mikroskope in einem Winkelt zueinander montiert und bei denen wären die Bilder seitenverkehrt und auf dem Kopf. Das erkennt man an den zwei Objektiven, während der andere Typ ein sehr großes Objektiv hat.
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

schubidu

guten morgen kai & gerd!

danke für eure tips.

vorab: wie kann ich hier, wie ihr, in form text1/foto1/text2/foto2 usw. schreiben.
ich hab es bisher nur geschaft die fotos am ende anzuhängen.
das mit den pn's habe ich jetzt auch gerafft. in anderen foren landet man beim klick auf den namen auf dem profil des users (natürlich sieht man da nur das, was man sehen darf).

so, zum mikroskop:

ich habe mich heute morgen in ruhe mal dran gesetzt.
ein klares stereobild habe ich auch da nicht hin bekommen.
mit dem augenabstand habe ich auch rumgetestet, um ggf. eine falsche einstellung auszuschließen.

am rechten okular konnte ich feststellen, daß die obere abdeckung (die die beiden linsen und die distanzhülse fixieren) nicht richtig angezogen war.
also wasserpumpenzange geholt und ordentlich festgeknorzt.... (ne quatsch).

ich habe die linsen vorsichtig raus geholt und vom gröbsten staub befreit.

dann habe ich gefühlt, daß auch der rechte tubus nicht richtig fest geschraubt war.
ich habe ihn also erst einmal demontiert und da sind mir dann direkt am gewinde mehrere sehr feine späne über den weg gelaufen.
nach dem entfernen dieser späne habe ich den tubus wieder angeschraubt und das selbe links gemacht. hier habe ich keine späne gefunden.

also alles wieder zusammen (tiefer bin ich noch gar nicht vorgedrungen) und getestet.
und plötzlich habe ich ein sauberes stereobild.

der augenabstand ist tatsächlich auch ein wichtiger faktor, aber ab jetzt ist es easy den passend einzustellen.

natürlich habe ich versucht den fehler zu reproduzieren, aber kein erfolg.

ich kann mir eigentlich nur vorstellen, daß der tubus schief eingeschraubt wurde und dadurch der unterschied entstanden ist; oder die späne zu einer schieflage des tubus geführt haben.
dieser fehler würde auch meine beschreibung weiter oben bestätigen, daß ich eher das gefühl hatte in unterschiedlichen winkeln durch die okulare gucken zu müssen.

das rechte okular läßt sich nur mit nachdruck in den tubus einsetzen. hier gibt es ganz klar eine unrundheit am tubus, die auf einen schlag hindeuten.
durch den schlag könnte auch das gewinde was abbekommen haben.
eine verschiebung der prismen, oder einen verbogenen käfig, wie gerd beschrieben hat, scheint es jedoch nicht zu geben.

genial!
und für das, was ich machen will, genügt es völlig.
danke für die tips.

wenn jemand mehr infos zu dem mikroskoptyp hat bzw. findet, oder tiefer in das teil eindringt, würde ich mich freuen dran teilhaben zu können.

ps.:
ich bin ein schwein!
gleich mal in den garten gegangen und ne ameise geschnappt.
unterm mikroskop sah ich dann, wie sie sich verzweifel gegen die pinzette wehrt.
mit einem "sorry" schnell wieder in den garten gebracht.

jetzt warte ich mit der fliegenklatsche in der hand auf besuch.
komisch, sonst sind immer welche unterwegs.
vermutlich verstecken die sich irgendwo weil sie wissen, daß ich jetzt ein mikroskop habe.

ich wünsche ein schönes we.
gruß stefan

kmueho

Zitatdaß auch der rechte tubus nicht richtig fest geschraubt war.

Hallo Stefan,

wenn du den Fehler reproduzieren möchtest, dann schraube den mal wieder etwas los/locker. Dann hast du wieder den "Silberblick", wenn du ins Mikroskop schaust ;)
Will heißen, dass das mit hoher Wahrscheinlichkeit die Fehlerursache war.

Viele Grüße,
Kai

Werner

Es gibt noch mehr Fehlerquellen als die Okulartuben.
In den kurzen Zylindern sitzen Porroprismen, warscheinlich zweiter Art (ähnlich im Fernglas, da ist es meist erster Art).
Hierbei gibt es nur EINE Justagestellung, bei der alles paßt. Wie die Prismenjustage gelöst ist, hängt vom Hersteller ab, es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Bei den Bildern fiel mir auf, daß "Links" eine stärkere Bildfeldkrümmung als "Rechts" aufweist. Die Lage und der Fokus der Linsensysteme oder Einzellinsen können hier eine Ursache sein.
Das Mikroskop könnte einen Sturzschaden haben, auch wenn man äußerlich nichts sieht.

Gruß - Werner

Herbert Dietrich

Hallo Stefan,

so ist es richtig:  Ameise wieder in den Garten gebracht, dickes Lob von der Ameise.

ich sammle wo ich welche finde , tote Insekten und habe so immer genügend Material zum Ansehen.

Um lebende Insekten zu beobachten kannst Du Dir so eine Falle bauen:

Herzliche Grüße
Herbert