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Hallo an alle

Begonnen von Lacerta Infinity, Dezember 26, 2009, 21:45:26 NACHMITTAGS

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Nomarski

Hallo Felix,

optimale Verhältnisse hast du sicherlich, wenn du bei jedem Umschwenken nachzentrierst. Wenn du fotografieren willst, ist das auch auf jeden Fall ratsam. Es liegt aber auch bei dir, ob dir das reicht, wenn eben nicht 100%ig geköhlert ist.

Viele Grüße
Bernd

Lacerta Infinity

Ich merke eigentlich keinen Unterschied ob es ganz genau zentriert ist. Aber wenn ich die Leuchtfeldblende nicht ganz offen lasse, sondern richtig einstelle habe ich mehr Kontrast, vorallem ab dem 10er.
Du hattest auch mit dem Kondensor recht, mit kommt vor wenn man den etwas absenkt hat man etwas mehr Kontrast.

LG und Danke,
Felix
Liebe Grüße,
Felix

Viel Spaß beim Mikroskopieren!
- www.felix-grabner.at -

Klaus Henkel

Zitat von: Lacerta Infinity in Dezember 28, 2009, 18:17:29 NACHMITTAGS
Hallo,
ich habe noch eine Frage. Muss der Kondensor eigentlich bei jedem Objektiv genau zentriert sein? Beim 4er und 10er passt das so ungefähr aber beim 40er nicht mehr, außerdem verstellt sich der Kondensor bei der Vergößerung meistens ein bisschen, wenn ich das Objektiv umschwenke, den das Einrasten macht so einen Klick wodurch eine kleine "Erschütterung" entsteht.

Hallo Felix!
Es ist nicht der Klick, durch den der Kondensor aus dem Zentrum gerät und dann wieder zentriert werden muß. Es sind die Schraubgewinde von Objektiven und Obkjektivrevolver, die zu vernünftigen Kosten nicht alle zusammen präzise aufeinander abgestimmt und gefertigt werden können. Die Mik-Hersteller könnten das - spielend - aber wir könnten dann so ein Mik nicht mehr bezahlen. Deshalb ist es vorteilhafter, daß der Benutzer diese kleine Zentrierung, die nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergeht, vornimmt.

Nimm den Kondensor aus seiner Halterung und schau Dir die Mechanik genau an, mit welcher er "mittig" gehalten wird. Die ist recht krude, und je weniger sie gekostet hat, d. h. je weniger präzise und aufwendig sie gebaut ist, um so anfälliger ist sie selbstverständlich auch gegen "Klicks". Die Probe: Kondensor einsetzen, richtig justieren (für das Zehner), dann seitlich mit der Fingerspitze dagegen klopfen. Im Normalfall sollte er dabei ein klein wenig "aus der Fasson" geraten. Tut er das nicht, dann ist die Mechanik gut.

Nach jedem Objektivwechsel muß neu zentriert werden, so wie dann ja auch die Leuchtfeldblende der Obj.öffnung angepaßt werden muß.
Müßte. Sollte. Jeder wie er will. In der Mikrofibel habe ich kategorisch beschrieben und gefordert, wie es korrekt gemacht wird, um allerhöchste Abbildungsqualität zu erreichen. Manch eine(r) will oder kann das aber gar nicht, weil es die Qualität der Mik-Optik nicht hergibt.

Do san mir Bayern fei tollerand.

MfG KH

Lacerta Infinity

#48
Also ich habe es probiert, wenn ich auf den Kondensor "klopfe" verrückt das Blendenbild nicht, aber wenn ich auf den Tubusträger oder den Kopf klopfe dann schon, obwohl ich den Trinokularkopf gut angeschraubt habe ???

Danke und LG,
Felix
Liebe Grüße,
Felix

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Nomarski

Zitat von: Lacerta Infinity in Dezember 28, 2009, 19:37:16 NACHMITTAGS
Also ich habe es probiert, wenn ich auf den Kondensor "klopfe" verrückt das Blendenbild nicht, aber wenn ich auf den Tubusträger oder den Kopf klopfe dann schon, obwohl ich den Trinokularkopf gut angeschraubt habe ???

Danke und LG,
Felix
Das ist aber nicht so tragisch, die neuen Spiegelreflexkameras mit Liveview lösen erschütterungsfrei aus. ;D

Lacerta Infinity

Stimmt, die Spiegelvorauslösung. Aber woran könnte das liegen. Also der Kopf ist fest genug angeschraubt!

Danke und LG,
Felix
Liebe Grüße,
Felix

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Nomarski

ZitatStimmt, die Spiegelvorauslösung. Aber woran könnte das liegen. Also der Kopf ist fest genug angeschraubt!

Ohne das Mikroskop vor mir stehen zu haben kann ich dir das schlecht sagen. Möglich, daß eine oder meherer Schauben nicht richtig angezogen sind. Man kann es zwar nachprüfen, ob alles richtig angezogen ist. Die Justierschrauben dürfen natürlich dabei nicht verstellt werden. Deswegen laß mal lieber alles so wie es ist. ;)

Gruß
Bernd

Lacerta Infinity

Hallo,
ich habe noch eine Frage deswegen schließe ich hier nochmal an. Mein Mikroskop ist ja ein Infinity mit diesen Objektiven:
http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=19&lng=de#mikrz-obj-lac

Komischerweise ist bei dem Mikroskop der Kondensor nicht auf Farbfehler korrigiert? Obwohl ich mir ziehmlich sicher bin, dass der richtige dabei ist!
Wenn ich mir jetzt ein Objekt ansehe mit relativ starken Kontrasten, sprich dunkles Objekt mit Hellem Hintergrund, so treten manchmal sehr leichte Farbsäume auf.
So meine Frage jetzt könnte es am Kondensor liegen dass diese Abbildungsfehler auftreten?

Danke und LG,
Felix
Liebe Grüße,
Felix

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Nomarski

Hallo Felix,

es handelt sich bei den Objektiven um Planachromaten, die nur gegen Bildfeldwölbung korrigiert sind.
Apochromate oder gar Planapochromate sind auch gegen Farbfehler korrigiert.
Wie bereits angesprochen, solltest du falls an der Leuchtfeldblende Farbsäume zu sehen sind, diese etwas weiter öffnen. Wie sieht es mit diesen beobachteten Farbsäumen aus, wenn du mit dem Kondensor leicht in der Höhe variierst?

Gruß
Bernd

Detlef Kramer

Hallo

Kondensoren sind in den seltensten Fällen, d.h. nur bei teuren Mikroskopen und als Sonderausstattung, achromatisch korrigiert. Das habe ich noch bei keinem Ost-Asien-Import gesehen. Daraus folgt zwangsläufig, dass, vor allem bei höheren Vergrößerungen, die Feldblende mit Farbsäumen abgebildet wird. Das hat aber keine Auswirkung auf die Abbildung des Objekts.

Beste Grüße

Detlef Kramer
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Lacerta Infinity

Hallo,
danke mal für Eure Antworten.

@ Detlef Kramer: Ich spreche ja davon, dass ich bei Objekten die ich mir ansehe ein leichter Farbsaum bei hell-dunkel Übergängen zu sehen ist. Ich wollte nur wissen ob das mit dem Kondensor zusammenhängt.

Danke und LG,
Felix
Liebe Grüße,
Felix

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Werner Jülich

Das Mikroskop ist für einfache Ansprüche gedacht und ich habe keinen Zweifel, dass dies nicht so ist. Farbsäume an kontrastreichen Strukturen ausserhalb der Bildmitte wird man akzeptieren müssen. Normalerweise ist bei sauber zentriertem System der Anteil durch das achromatische korrigierte Objektiv dominierend. Nehmen Sie die Aberrationen einfach als gegeben hin, ich würde jetzt erst mal den Umgang gründlich erlernen.

Werner Jülich

Peter V.

#57
Hallo!

Vielleicht ist mir im Rahmen dieses langen threads ja irgendetwas entgangen, aber eines verstehe ich nicht: Hier ist immer die Rede von Farbsäumen der Feldblende. Farbsäumen der mikroskopierten Objekte etc. und es wird munter darüber diskutiert.
ABER: Warum wird nicht einmal ein einziges Foto davon gezeigt???
Wie kann man über Farbfehler diskutieren, ohne das Ausmaß einmal mittels eines Fotos beurteilen zu konnen?
Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, daß man beim normalen Mikroskopieren auffällige Farbsäume an den Objekträndern sieht. Das kenne ich in wirklich störendem Ausmaß allenfalls von echten Spielzuegmikroskopen in der Noch-unter-Bresser-Klasse! Das dürfte auch bei einem China-Mikroskop in der Preisklasse von immerhin  800 EUR aber nicht vorkommen!
Ich schließe aus den eingangs getätigten Aussagen des Fragestellers, daß Felix kein erfahrener Mikroskopiker ist und insofern eigentlich noch nicht allzu "verwöhnt" sein düfte und ihm schon kleinste Fehler auffallen.
Deshalb erstaunt es mich einfach, dass die Farbfehler an mikroskopierten Objekten so ausgerpägt sein sollen, dass sie bereits einem Anfänger störend auffallen. Oder hast Du - Felix - Dich schon so auf das Aufspüren kleiner Fehler konzentriert, dass Du sie förmlich suchst ( ist nicht böse gemeint ).
Ich sage es mal ganz platt: Dieses Mikroskop kann eigentlich gar nicht so schlecht sein, dass man damit nicht akzeptabel mikroskpieren könnte, wenn auch nicht auf Axioskop-Neofluar-Niveau.
Oder - wie gesagt - ich habe im Laufe dieses langen threads etwas nicht mit bekommen oder falsch verstanden.


Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

isoplexis

ZitatEhrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, daß man beim normalen Mikroskopieren auffällige Farbsäume an den Objekträndern sieht

Das kommt wohl auf das Objekt an.

Wenn ich manche Faser mit dem 40 er beobachte, habe ich auch bei meinem neues Zeiss mit Planachromaten immer einen Farbsaum in der Bildmitte (das Ding war erst vor einem Monat bei der jährlichen Wartung und funktioniert bestens).

Man darf nicht vergessen, dass manches Objekt wie eine kleine Linse wirkt.

Sollten diese Säume allerdings auch bei ganz normalen 0 8 15 Objekten auftrenen, würde ich mir schon Gedanken machen.

Vielleicht sind die Säume beim TE auch ganz normal ausgeprägt, denn als ich zum ersten mal in ein Mikroskop geschaut habe, habe ich mich auch über das "schlechte Bild" gewundert, man hat eben noch keine richtige Vorstellung davon, was gut und was schlecht ist.
Ich dachte am Anfang auch, so Bilder wie von Herrn Kreutz wären normal und der Standard. Man sieht sowas ja auch immer in Büchern usw.

Peter V.

Hallo!

ich habe jetzt bewusst noch einmal durch ein China-Mikroskop ( allerdings 160 mm-Optik, Klasse ca. 500 - 600 EUR ) geschaut und kann bis zum 40er-Objektiv beim besten Willen nicht die geringsten Farbäsume ( auch nicht im Randbereich ) erkennen.

Ich denke also nicht, dass man mit erkennbaren Farbsäumen ( auch nicht bei einem China-Mikroskop ) dieser Preisklasse leben muss und glaube auch nicht, dass das bei China-Mikroskopen "normal" ist.
Entweder ist das Mikroskop tatsächlich "schlecht" oder es hat einen ernsthaften Fehler.

Aber nochmal: Ohne ein Foto ist das natürlich alles Spekulation.

Herzliche Grüße
Peter
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