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Fehlersuche

Begonnen von Siegfried, September 10, 2021, 13:22:58 NACHMITTAGS

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Siegfried

Hallo
Ich experimentiere ja gerne.
Seit meinem letzten Umbau am Mikroskop habe ich nur auf den Fotos verdächtige dunklere Flecken.
Mit rotem Punkt gekennzeichnet.
Ich habe schon alles probiert:
Optiken gereinigt, Sensor gereinigt, alles was drehbar ist gedreht, Kondensor, Interferenzkopf, Fototubus usw.
Auch dem Bild dreht sich alles mit, nur die Flecken bleiben wo sie sind.
auch wenn ich Objektträger bewege, bleiben die Flecken wo sie sind.
Wer hat noch einen Rat?
Durch die Okulare ist alles in Ordnung. Im Kamera  Live-View ist es zu sehen.

    Gruß von Siegfried

Aljoscha

Hallo Siegried,

dreh mal die Kamera. Wenn die Flecken mitdrehen ist es halt doch Dreck auf dem Sensor. Einen Sensor sauber zu bekommen ist gar nicht so einfach.

Sensorflecken kannst Du sichtbar machen, indem Du ein Objektiv auf 22 oder besser 32 abblendest und dann eine weiße Wand mit Zeitautomatik fotografierst. Dabei die Kamera während der gesamten Belichtungszeit hin und her bewegen.

Viele Grüße

Alexander

Peter V.

#2
Hallo Siggi,

was ist denn beim letzten "Umbau" verändert worden? Und vorher waren die Flecke defintiv nicht da? Also, ich würde mal den Objektiv-Arretierungsknopf der Kamera eindrücken und die Kamera drehen, so als wenn Du sie vom T2-Adapter (oder was auch immer) entkoppeln wolltest. Schau, ob sich die Flecken dann bewegen. Wenn nicht, ist es definitiv der Sensor (oder ein sonstiges Problem der Kamera).

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

raimcomputi

Zitatdreh mal die Kamera. Wenn die Flecken mitdrehen ist es halt doch Dreck auf dem Sensor. Einen Sensor sauber zu bekommen ist gar nicht so einfach.

ZitatAlso, ich würde mal den Objektiv-Arretierungsknopf der Kamera eindrücken und die Kamera drehen, so als wenn Du sie vom T2-Adapter (oder was auch immer) entkoppeln wolltest. Schau, ob sich die Flecken dann bewegen. Wenn nicht, ist es definitiv der Sensor (oder ein sonstiges Problem der Kamera).
Was stimmt denn jetzt? Müssen sich die Flecken bewegen beim Drehen der Kamera, oder nicht? :-\

Gruß Raimund

liftboy

Ach herrjeh!
ist doch einfach:
Präparat bewegen... Flecken bewegen sich: Dreck auf oder im Präparat
bewegt sich nichts... Kamera drehen: Flecken bewegen sich: Dreck auf dem Schutzglas oder dem Chip
Flecken bewegen sich nicht: Dreck in der Zwischenoptik

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Peter V.

#5
Hallo,

die ganz einfache Regel lautet: Wenn sich bei Drehen Flecken n i c h t mitbewegen, liegt die Störung o b e r h a l b der "Trennstelle".
Wenn also nur noch die Kamera gedreht wird und alle anderen Komponenten fix bleiben und sich dabei die Flecke nicht mitdrehen, liegt die Störung definitiv in der Kamera.

Diese Aussage

Zitatdreh mal die Kamera. Wenn die Flecken mitdrehen ist es halt doch Dreck auf dem Sensor. Einen Sensor sauber zu bekommen ist gar nicht so einfach.

ist falsch.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Aljoscha

Zitat von: Peter V. in September 10, 2021, 15:10:41 NACHMITTAGS


Diese Aussage

Zitatdreh mal die Kamera. Wenn die Flecken mitdrehen ist es halt doch Dreck auf dem Sensor. Einen Sensor sauber zu bekommen ist gar nicht so einfach.

ist falsch.

Herzliche Grüße
Peter

Hallo Peter,

Da muss ich dir widersprechen. Wenn die Flecken in der Kamera sind, werden sie gedreht, wenn man die Kamera dreht. Sie verändern dann ihre Lage relativ zum Bild des beobachteten Objekt.

Wie soll etwas, dass fest mit der Kamera verbunden ist, sich nicht mitdrehen, wenn man die Kamera dreht? Das widerspricht allen Naturgesetzen.

Viele Grüße

Alexander

Peter V.

#7
Hallo Alexander,

da haben wir (oder eher Du?) ein begriffliches Problem.

Mit "Mitdrehen" ist üblicherweise gemeint, dass eine Störung mit der Drehung auf dem Bild im Sucher/Kameramonitor/PC-Bild (oder wo auch immer) die Lage verändert. Wenn der Fleck immer an der gleichen Stelle im Bild bleibt, spricht man von "nicht mitdrehen".

Die künstlerisch sehr anspruchsvolle Skizze möge es verdeutlichen. Sie soll eine Kamera auf einem Tubus darstellen. Darunter das Bild mit den "Flecken" auf einem angeschlossenen Monitor etc.
Wird die Kamera direkt am Objektivbajonett z.B. um 90 Grad gedreht und die Flecke im Bild bleiben 1) an der gleichen Stelle, ist die Kamera ursächlich. Verändern die Flecke wie in 2) ihre Position, liegt die Ursache "unterhalb" der Stelle, an der gedeeht wurde.


Herzliche Grüße
Peter
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Aljoscha

Zitat von: Peter V. in September 10, 2021, 16:02:15 NACHMITTAGS


da haben wir (oder eher Du?) ein begriffliches Problem.



Hallo Peter

In der Tat handelt es sich hier um ein begriffliches Problem.

Wenn ich die Kamera drehe, bleiben die Sensorflecken auf dem Sensor an der gleichen Stelle. Allerdings dreht sich der Sensor samt Flecken und Kamera relativ zum ruhig liegenden Beobachtungsobjekt. Waren die Flecken links oben im Bild sind sie nach einer 180°-Drehung rechts unten. Sie haben sich relativ zum beobachteten Objekt bewegt.

Man kann also durch Drehen der Kamera feststellen, ob es sich um Sensorflecken handelt.

Viele Grüße

Alexander

Siegfried

#9
Liebe Ratgeber
Der Fehler ist gefunden.
Ich hatte gestern die Panzerfaust mit 63mm Linse auseinandergelegt
und innen etwas ausgedreht um ein Olympus-Okular etwas näher an die 63mm Linse zu bringen.
Die 63mm Linse habe beim Zusammenbau auch gut gesäubert.
Aber anscheinend doch nicht gut genug.
Ich habe sie jetzt nochmal ausgebaut und es waren noch kaum sichtbare Verunreinigungen doch noch vorhanden.
Verunreinigungen entfernt und siehe da, die Flecken auf dem Foto sind weg.
Die Verunreinigungen habe ich erst unter der Stereolupe gesehen.
Da die Panzerfaust ja über Bajonett mit der Kamera verbunden ist, haben sich die Flecken nicht mitgedreht.
Nun habe ich doch noch eine Frage:
Wie soll das gehen, wenn ich den Bajonettarretierungsknopf an der Kamera drücke und die Kamera drehe,
ist sofort der Life-View auf dem Monitor weg bzw. bei Canon Utility auf meinem PC.
Wie soll ich dann sehen, was mit dem Fleck passiert?

  Gruß von Siegfried

Peter V.

Hallo Sigfried,


Zitat
Wie soll das gehen, wenn ich den Bajonetarritierungsknopf an der Kamera drücke und die Kamera drehe,
ist sofort der Life-View auf dem Monitor weg bzw. bei Canon Utility auf meinem PC.

Aha! Genau das befürchtete ich auch zunächst, habe es daher an meiner 650D ausprobiert und war freudig überrrascht, dass es da nicht so ist. Ich konnte die Kamera bis in die Position, in der man sie abnehmen kann, drehen, ohne dass sich der Live View aussschaltete; evetuell hängt das vom Kameramodell ab? ich werde s gleich nochmal mit einer anderen Canon probieren.

Nun ist es bei der Panzerfaust etwas problematisch, bei vielen anderen Adaptionen kommt ja z.B. ein T2 Ring zum Einsatz, dessen gewinde man dann alternativ drehen kann.

Herzliche Grüße
Peter
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Siegfried

#11
Hallo Peter
Also bei mir geht Life-View immer aus, wenn das Bajonett abgedreht wird.
Auch bei normalem Kameraobjektiv.
Sowohl bei der 5d Mkii, bei der 600D und auch bei der 450D.
Habe es gerade nochmal probiert.
   Gruß von Siegfried

Peter V.

Hallo Siegfried,

keine Ahnung, woran es liegt, aber ich kann sowohl die 650D als auch die 5D MKII an den Adaptern (M42 und T2) probelmlos drehen, ohne dass die Kamera sich ausschaltet.

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Siegfried

#13
Hallo Peter
Also, bei mir haben alle Bajotte Kontakte um auch alle Helligkeitseinstellungen life zu übertragen.
Ich habe jetzt mal einen Adapter M42 ohne Kontakte genommen, da geht Life-View beim Abschrauben nicht aus.
An der Panzerfaust habe ich  einen Adapter mit Kontakten.
Hängt bestimmt damit zusammen.
    Gruß von Siegfried

reblaus

Hallo -

da bin ich etwas verwirrt - die elektrischen Kontakte beim Anschluss einer EOS ans Mikroskop werden doch eigentlich gar nicht mehr benutzt bzw. es sind im Bajonett gar keine mehr vorhanden. Selbst wenn man ein Kameraobjektiv als Relaisobjektiv über dem Kompensationsokular benutzt wird dessen eventuell vorhandene Blende doch gar nicht mehr betätigt ...

Fragende Grüße

Rolf