Hauptmenü

Metaphot Busch Rathenau

Begonnen von Jürgen Ibs, Januar 01, 2010, 18:52:57 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Kay Hoerster

Hallo Herr Ibs,

in Ergänzung zu Herrn Stellmachers Angaben ist im Buch 'Kurt Michel: Die Mikrophotographie (Die wissenschaftliche und angewandte Photographie, 10. Band), S. 488ff, mir liegt allerdings die Ausgabe von 1957 vor)' erwähnt, daß der Entwickler Ramsthaler des 'Metaphot' ebenfalls für Reichert das 'MeF' entwickelt hat. In diesem Buch ist die Funktionsweise und der Einsatz des 'MeF' ausführlicher erklärt mit dem Hinweis, daß der grundsätzliche Aufbau und die Funktionsweise weitgehend übereinstimmen.
Eventuell finden sich im WWW auch zum 'MeF' weitere Informationen.

Mit freundlichem Gruß

Kay Hörster
Mit freundlichen Grüßen
Kay

Jürgen Ibs

Liebe Mikrofreunde,

herzlichen Dank für die fundierten Infos. Literatur ist schon bestellt und ich hoffe die Objektive, Okulare usw. damit einordnen zu können. Auch die Entwicklungsgeschichte scheint ja interessant zu sein. Busch ist lt. einer Broschüre über den Univertor und Vertikal-Illuminator sehr stolz vor allem auf seinen Anteil an der Entwicklung der Auflichtbeleuchtung, die an diesem Mikroskop auch noch funktioniert.
In den Ritzen der Schubladen, die das Zubehör aufnehmen sollen, fand sich ein Foto mit der Beschriftung "Dauerbruch", was immer das ist (gebrochennes Metallstück?). Die gen. Broschüre hat als Titel zwei Auflicht-Aufnahmen von Gußeisen 360x, Dunkelfeld und Hellfeld. 

Ebenfalls Grüße aus der verschneiten Nachbarschaft und an alle anderen

Jürgen Ibs
Ein freundschaftliches "du" ist immer willkommen - nicht nur dadurch ist das benachbarte Skandinavien vorbildlich.

Meine Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34.0

Nomarski

Hallo Herr Ibs,

ZitatIn den Ritzen der Schubladen, die das Zubehör aufnehmen sollen, fand sich ein Foto mit der Beschriftung "Dauerbruch", was immer das ist (gebrochennes Metallstück?).

Der Begriff "Dauerbruch" kommt aus der Werkstoffkunde. Es könnte sein, daß sich noch andere Metallstücke befinden, z.B. "Gewaltbruch". Aus den Bruchflächen läßt sich z.B. einiges zum Versagen von Bauteilen herleiten.

Gruß
Nomarski

Jürgen Ibs

Hallo Herr Nomarski,

dann weiß ich ja, in welche Richtung ich suchen muss. Das Gerät stammt wohl aus Hagen (Sauerland), dort existierten Metallverarbeitende Betriebe.
Vielen Dank für Ihre Mühe.

Jürgen
Ein freundschaftliches "du" ist immer willkommen - nicht nur dadurch ist das benachbarte Skandinavien vorbildlich.

Meine Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34.0

Klaus Herrmann

#19
Hallo Jürgen,

hier gibts erste Info dazu:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwingbruch

Hat nur wenig mit Sauerbruch  ;) zu tun, obwohl er auch bei den Medizinern gebräuchlich ist bei Knochenbrüchen!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Peter V.

#20
Hallo!

Also, was ist denn hier heute los?

Wuppertal im Ruhrgebiet.....Hagen im Sauerland......??

Ich befürchte, da bestehen doch einige Wissensdefizite, was die feinen regionalen Grenzen hier im Herzen Nordrhein-Westfalens betrifft.  ;D

Obwohl - ich gebe ja zu: Hagen nennt sich ja schon mal "Das Tor zum Sauerland" ( gehört aber formal noch zum Ruhrgebiet ) und Wuppertal grenzt direkt an das Ruhrgebiet, gehört aber zum "Bergischen Land".

Verstanden?? Setzen!!

Aber beide Regionen sind auf jeden Fall geprägt von der Stahlindustrie, sodaß in Hagen durchaus solche Geräte häufiger zu finden waren. Im Kaltwalzmuseum im Schloss Hohenlimburg ( ein Stadtteil von Hagen, in dem man sich übrigens tatsächlich eher als Sauerländer denn als Ruhrgebietler fühlt  ) ist beispielsweise ein wunderschönes Leitz Panphot ausgestellt.

Herzliche Grüße
Peter

PS: Für mich ist aber auch alles südlich von Frankfurt "Bayern"  ;)
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Klaus Herrmann

Lieber Peter, da kocht meine lokal-patriotische Seele aber über:

ZitatPS: Für mich ist aber auch alles südlich von Frankfurt "Bayern" 

Bayern liegt eindeutig im Ausland - kann sogar sein, dass es nicht mal in die EG aufgenommen wurde - von einem Antrag habe ich wenigstens noch nichts gehört! ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

beamish

Immerhin liegt Frankfurt auf einer Variante des "Weißwurstäquators":
http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fwurst%C3%A4quator

Herzlich,

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Klaus Herrmann

Na nu is aber alles Wurscht. Was lese ich da:

Zitatnördlich des Weißwurstäquators das Siedlungsgebiet der Piefkes, also der als arrogant und besserwisserisch wahrgenommenen Bundesdeutschen
.

Na da hammers doch! ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

beamish

Hallo Klaus,

ich als tiroler Weltenbürger darf doch so eine Quelle nennen, oder?  ;D

Herzlich,

Martin
Zeiss RA mit Trinotubus 0/100
No-Name China-Stereomikroskop mit Trinotubus
beide mit Canon EOS 500D

Jürgen Ibs

Hallo,

Geographie schwach, Mühe allein genügt nicht, setzen, sechs; ich weiß. Merke: Hagen = Tor zum Sauerland, aber noch das Ruhrgebiet, nicht im Sauerland. Ergo: Hamburg: Tor zur Welt, aber noch nicht die Welt. Ansonsten frei nach Tucholsky: Deutsche, meidet Bayern, KH möge nachsichtig sein (seine bayerische Ruhe bleibt immerhin gewahrt).
Der, der das Metaphot einst erwarb von seiner Firma, arbeitete in Hagen, wohnte aber bei Drolshagen, was er stur als Sauerland ausgab. Ich hoffe, das stimmt zumindest.
Im Übrigen wurde bei mir einmal eine Bewerbung abgewiesen, weil Lübeck in der DDR liege (1990). Das war eine Behörde in Koblenz, man wollte so kurz nach der Wende keine ehemaligen DDR-Bürger einstellen, wegen unsicherer Qualifikation.

Nun ja, hauptsache ich verstehe das Metaphot so langsam. Die Reinigung vom Ruhrgebietsstaub wird wohl noch dauern. Vielleicht kann die Nachfolgefirma in Rathenow ja eine Reinigungslösung für die Objektive angeben, die den Kitt nicht löst.

Herzliche Grüße eines nicht nur im Westen Deutschlands und in Metallkunde gänzlich Unwissenden

Jürgen
Ein freundschaftliches "du" ist immer willkommen - nicht nur dadurch ist das benachbarte Skandinavien vorbildlich.

Meine Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34.0

Florian Stellmacher

Lieber Jürgen,

als ich das unten angeführte ebay-Angebot sah, fragte ich mich spontan, was aus dem Busch Metaphot geworden ist. Ist es inzwischen einsatzbereit?

http://cgi.ebay.de/INVERSES-MIKROSKOP-Vickers-mit-viel-Zubehoer_W0QQitemZ230439285289QQcmdZViewItemQQptZWissenschaftliche_Ger%C3%A4te_1?hash=item35a7407229

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Detlef Kramer

Hallo Jürgen,

ZitatVielleicht kann die Nachfolgefirma in Rathenow ja eine Reinigungslösung für die Objektive angeben, die den Kitt nicht löst.

80 % Benzin + 20 % Isopropanol (das Rezept stammt zwar von Zeiss, sollte aber auch für für CZJ-Produkte stimmen).

Und gräm Dich nicht um die geografischen Verwirrungen. Der Main gilt als "Weißwurst-Äquator", allerdings nur bis Aschaffenburg; dort endet das bayerische Ausland "(Deutschland braucht Bayern, Bayern braucht Deutschland", sprach einmal ein dortiger Landesfürst). ;D ;D ;D

Gesamtdeutsche herziche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Jürgen Ibs

Hallo Florian, Hallo Detlef,

vielen Dank für das Interesse und das Rezept, das bald Verwendung finden wird.

Das Metaphot ist noch nicht einsatzbereit. Es harret einer ehrenvollen pädagogischen Aufgabe: Ein Gruppe von Schülerinnen und Schülern einer Mikroskopie-AG  - jene mit technisch-physikalischen Begabungen - soll versuchen, es wieder gangbar zu machen. Dazu müssen sie nicht nur den Strahlengang und die Funktion des Geräts verstehen, sie müssen die div. noch erhaltenen Teile (leider nicht alle) zuordnen, sich über mögliche Restaurierungsmaßnahmen  z.B. bei Firma Busch, kundig machen und die Arbeiten durchführen. Der Erfolg ist dann ein funktionierendes Metaphot. Nicht gerade wenig Arbeit, aber es dürfte sich lohnen. Ich hoffe jedenfalls, dass die Schülerinnen und Schüler anbeißen.

Grüße

Jürgen
Ein freundschaftliches "du" ist immer willkommen - nicht nur dadurch ist das benachbarte Skandinavien vorbildlich.

Meine Vorstellung:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34.0

Florian Stellmacher

Lieber Jürgen,

es gibt in Lübeck eine Mikroskopie-AG? Das ist ja toll! Zu meiner Schulzeit fand ich dort keinen einzigen Mitstreiter.

Herzliche Grüße
... und Glückwunsch zur AG!

Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)