Autor Thema: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900  (Gelesen 1430 mal)

Helli

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Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« am: August 23, 2022, 12:18:09 Nachmittag »
Hallo Zusammen
Ich besitze ein "Antikmikroskop" von E. Leitz Wetzlar mit der Nummer 65842, wahrscheinliches Baujahr 1903.
Es wurde all die Jahre immer wieder benutzt, stand aber jetzt fast ein Jahr lang im Kasten.

Leider ist inzwischen der Feintrieb festgegangen, ein lösen ist mir nicht gelungen.

Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Möglichkeit, den Feintrieb reparieren zu lassen.
Ich habe im Internet gesucht und nur zwei Betriebe gefunden von denen einer solche Reparaturen nicht mehr macht und der andere mich lediglich auf die gelben Seiten verwiesen hat.

Hier im Mikroskopie-Forum konnte ich sehr viel Know-How und Expertise vorfinden, was mich zur folgenden Frage ermutigt:
                 Kennt jemand von euch eine Firma oder einen Experten, der das Mikroskop reparieren Kann?

Für einen Hinweis bzw. Ratschlag wäre ich sehr dankbar
__________
Helli
« Letzte Änderung: August 24, 2022, 10:59:00 Vormittag von Helli »

Peter Reil

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Re: Festgegangener Feintrieb
« Antwort #1 am: August 23, 2022, 14:24:40 Nachmittag »
Hallo Helli,

wenn du uns Bilder des Mikroskops zeigen würdest, könnte dir besser geholfen werden.

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, Olympus CHK, Olympus SZ 30

plaenerdd

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Re: Festgegangener Feintrieb
« Antwort #2 am: August 23, 2022, 21:44:26 Nachmittag »
Hallo Helli,
die Nummer erlaubt zwar eine Zuordnung zum Baujahr, aber nicht ohne weiteres zum Mikroskoptyp. Deshalb wären die von Peter gewünschten Bilder so wichtig. Einfach beim Schreiben der Antwort unterhalb der Editions-Maske auf "Anhänge und andere Optionen" klicken und dann die Bilder auf dem Rechner auswählen. Wäre gut, wenn die vorher auf Bildschirmgröße verkleinert werden (Bildbreite max 1600pix, meist reichen 800). Und den Betreff ändert Du am besten schon im ersten Beitrag auf "Festgegangener Feitrieb LEITZ-Mikroskop um 1900", damit der den richtigen Leuten gleich ins Auge springt.
LG Gerd
« Letzte Änderung: August 23, 2022, 21:47:31 Nachmittag von plaenerdd »
Fossilien, Gesteine und Tümpeln mit
Durchlicht: Olympus VANOX mit DIC, Ph, DF und BF; etliche Zeiss-Jena-Geräte,
Auflicht: CZJ "VERTIVAL", Stemi: MBS-10, CZJ SMXX;
Inverses: Willovert mit Ph

Helli

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #3 am: August 24, 2022, 10:57:50 Vormittag »
Danke Peter und Gerd!!
Ich werde Bilder im Lauf des Tages machen

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Helli

Helli

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #4 am: August 24, 2022, 15:19:48 Nachmittag »
Anbei ein Foto von dem Mikroskop.


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Helli
« Letzte Änderung: August 24, 2022, 15:21:53 Nachmittag von Helli »

Zeitz-Fan

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #5 am: August 24, 2022, 17:30:50 Nachmittag »
Hallo Helli,

ich möchte Dir meine Bewunderung für Dein schönes, altes Leitz Mikroskop aussprechen.

Zum Problem kann ich leider nichts beitragen.
Ich würde mich aber über die konstruktive Lösung der Feineinstellung auch interessieren und hoffe, daß ein Spezialist darüber berichten wird.

Viel Erfolg

Mit den besten Grüßen
Manfred

Lupus

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #6 am: August 24, 2022, 17:53:38 Nachmittag »
Hallo,

vielleicht hilft der innere Aufbau der Feineinstellung etwas weiter ....

Hubert

plaenerdd

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #7 am: August 24, 2022, 18:18:40 Nachmittag »
Hallo Helli,
ich würde mal einen Haarföhn (keinen Heißluftföhn!) auf den Feintrieb in der Säule richten und das Stativ so warm werden lassen, dass es sich gerade noch anfassen lässt. Aber Achtung: Nicht die Optiken (Objektive, Okular und Kondensor) mit erwärmen; wenn 's geht vorher herausschrauben! Das Erwärmen hat schon manche feste Mechanik wieder gelöst. Danach schraubst Du den Feintrieb heraus und ölst ihn neu mit einem nicht härtendem Öl (z.B. Ballistol oder gutes Nähmaschinenöl). Eventuell muss altes, verharztes Öl vorher beseitigt werden, in dem die Teile mal einen Tag in Waschbenzin liegen und dann gut abgepinselt und getrocknet werden.
LG Gerd
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Helli

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #8 am: August 24, 2022, 19:59:58 Nachmittag »


Das sieht doch ziemlich genau so aus wie die Schnittzeichnung von Hubert. Vielen Dank für die Kopie.
Ich werde mal Gerds Vorschlag mit dem Haarföhn machen und falls nötig dann den Tubus aus bauen.
Eine Reinigung ist sicher sehr angebracht.
Ich werde berichten
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Helli


Helli

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #9 am: August 24, 2022, 21:37:25 Nachmittag »
Es ging schneller als gedacht, der Föhn hat's gebracht.
Der Tubus des Feintriebs (innen ist er dreieckig) war wieder beweglich.
Zum reinigen habe ich ihn ausgebaut.
Hier sieht man die Teile - zum Vergleich mit Huberts Schnittzeichnung.

.

Gerd sagt: Reinigen mit Waschbenzin, OK.
Ich habe im Tubus Reste von Fett gefunden.
Mit welchem Fett soll ich es ersetzen?

Höchste Zeit "Danke" zu sagen für eure hilfreichen - und schnellen - Ratschläge und Informationen.

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Helli

plaenerdd

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #10 am: August 25, 2022, 20:33:50 Nachmittag »
Hallo Heli,
in der Leitz-Schrift war ja von Ölen die Rede, deshalb mein Vorschlag Ballistol (Waffenöl) oder gutes Nähmaschienen/Feinmechaniköl. Wenn es Fett sein soll, kannst Du in diesem Fall mit etwas Weißer Vaseline aus der Apotheke nicht viel  falsch machen. Ansonsten gibt es noch recht ordentliche Fette im Netz von OSIM. Da gibt es sehr viel verschiednes Zeug, das sich vor allem durch die Lang- oder Kurzfaserigkeit unterscheidet. Ich denke aber da gehört was Weiches rein, kein all zu zähes Fett. Es geht ja vor allem um die Flächen des Dreikantes. Also wäre "Lagerfett" auch eine Bezeichnung nach der Du suchen kannst.

Beste Grüße
Gerd
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Thomas Böder

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Re: Festgegangener Feintrieb E.Leitz Mikroskop um 1900
« Antwort #11 am: August 26, 2022, 00:01:09 Vormittag »
Ballistol ist ok.
Das ist ein Weißöl mit Duftstoffen.
Nähmaschinen- oder Feinmechaniköl geht auch.
Aber auf gar keine Fall Waffenöl!
Das Waffenöl von Ballistol nennt sich Gunex,
Und das greift auf Dauer Messing an!
Ist ja schließlich auch ein Reinigungsmittel.
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