Beratung Mikroskopkamera

Begonnen von Datroniker, Januar 29, 2010, 12:12:18 NACHMITTAGS

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Datroniker

Hallo Liebe Forum-Gemeinde!

ich bin derzeit auf der Suche nach einer passenden Mikroskopkamera und da ich mittlerweile die Übersicht Verliere, frage ich mal euch Profis.

Also erstmal der Einsatz.

Ich bin auf der suche nach einem Mikroskop zu Vermessen von Werkzeugenlängen, Winkeln, Radien und Verschleiß, die kleinsten sind Gravierstichel mit einer Spitzenlänge von 0,1mm.
Ich habe mir Stabmikroskope mit 200facher Vergrößerung  ausgesucht, da man diese leicht auf eine Vorrichtung montieren kann.
Kann man eigtl. alle Mikroskope per Adapter mit einer Kamera ausstatten?

Ich bin auf eine Tucsen 3MP Kamera gestoßen die Preislich mit 179€ i.O. wäre, wobei mir jetzt viele von so einer  Billigen Kamera abgeraten haben.
Jetzt hab ich schon viele Aufbauten mit einer Normalen Digitalkamera gesehen (Foto), kann man dies mir jeder Kamera machen? Bzw. ist das überhaupt geeignet?
Oder liefern Spezielle Mikroskopkameras einfach bessere Bilder?

Desweiteren ist eine Messsoftware notwendig, bei der Tucsen liegt eine bei, wo man sich auch runterladen kann nur Frag ich mich ob diese Wirklich genaue Ergebnisse liefert, da es Messsoftware erst ab 230€-900€ gibt und das beiliegende Programm namens TSview Freeware ist.

Es muss halt im 0,005mm Bereich gemessen werden können, sprich Spitzenlänge 0,1mm in 0,005mm Schritte unterteilt.

Aso, wie sieht es aus mit Livebild Messung? Zb. um bei einem Einschneider den Radius messen dazu muss sich das Werkzeug drehen, mit einem Foto geht dies ja nicht?!

Und noch eine Frage zum Mikroskop. Ich habe gehört das es Solche Zoom-Obtiken gibt bzw. Verstellbare Optik mit Rastfunktion.
nur das einzige was ich in der Art gefunden habe sind "Objektiv-Revolver" zum wechseln der Optiken, weil mit einem Foto Zoom-Objektiv kann ja nicht 200fach vergrößern?!


So viele Fragen, hoffe ihr könnt mir einen Überblick verschaffen.
Hier noch ein Paar links zu meiner Ausgesuchten Hardware.

Kamera --> http://tecmon.de/USB-Kameras-c-mount/3MP-TCA-3.0-Tucsen-Kamera-camera-1/2-USB-2.0.html
Adapter --> http://tecmon.de/Zubehoer-Kameras/Okularadapter-0x5-fuer-Mikroskoptuben-23-/-30-u.30.5mm.html
Extra Software --> http://www.promicron.de/bildvermessung-software-kalibriernormale/proruler-software-fuer-bildvermessung.html

Mikroskop?! -->  http://www.zanger-mikro.de/start.htm   --> Mikroskope --> Mit 38er Tubusführung .


So ich bin sehr Dankbar für jede Hilfreiche Antwort!
Vieleicht hat ja schon jemand Erfahrung damit.


Viele Liebe Grüße aus Hessen

Alex


Detlef Kramer

Hallo Alex aus Hessen,

Sie haben ein spezielles Problem, das aus Ihrer beruflichen Tätigkeit herrührt. Da sind die hier angesprochenen Universal-Amateure wohl überfordert, höchstens zu Detail-Fragen könnte ich z.B. etwas beitragen.

Ich würde, an Ihrer Stelle, das ganze Projekt mit Z.B. Herrn Jülich diskutieren (Juelich-bonn.com).

Einige Punkte: die Tucsen bietet ein gutes Preis/Leistungsverhältnis; d.h. die ist so billig, dass sie trotz ihrer etwas schwachen Bildqualität preiswert ist. Aber, da es Ihnen um das Messen geht, spielt die Abb.-Qualität ja nicht DIE Rolle.

Messsoftware gibt es in Massen, auch als freeware. Die muss nur das leisten, was man benötigt. Mittels ImageJ kann man sie sich auch selbst stricken (wenn man weiß, wie es geht).

Was Stabmikroskope sind, weiß ich nicht.

Die Adaption einer Kamera ist in nahezu allen Fällen möglich, aber jedes Mal eine Herausforderung. Wenn man damit Geld verdienen muss, würde ich einen Profi einschalten (s.o.).

Live-Vermessung am Bildschirm ist eigentlich heute Standard. Da sehe ich keinerlei Probleme. Der Rest ist sehr sehr speziell.

Und damit grüße ich aus Südhessen (Reinheim bei DA) zurück und biete Hilfe an, so weit möglich.

Detlef Kramer
 

Die Auflösung, d.h. in Ihrem Fall die Messgenauigkeit hängt nur von der Optik ab; 0,005 mm sollten überhaupt kein Problem sein.
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Werner Jülich

Zur Kamera.
Für die doch recht simplen Messungen sind 3MP nicht erforderlich. Dies ist deshalb nicht unwichtig, da ja am Monitor betrachtet werden muß, da wird die Bildwiederholfrequenz nervend.
Für die gute Kamera, z.B. von Imaging Sources spricht die bessere Wiedergabe, denn hier geht es um Metall und es könnte schwierig werden mit der optimalen Beleuchtung und auch mit den Farben.
Zur Software.
Bei den angesprochenen Werkzeugen gehe ich von 3-dimensionalen Formen aus, die Software muß daher auch stacken können und für reproduzierbare und verstandene Ergebnisse sollte man die Bilder auch archivieren können, also noch ein paar Daten mehr notieren, damit man später Messergebnisse und Arbeitsergebnisse zuordnen kann.

Ein Stabmikroskop besteht aus einem zylindrischen Tubus mit Fokussiermechanik und normalerweise fester Vergrößerung. Die besseren Hersteller liefern dazu noch Kameraadapter, hier am besten C-Mount mit angepaßter Zwischenoptik, Kompaktkameras mit Varioobjektiv scheiden für Messungen aus. Es gibt Modelle mit koaxialer Auflichtbeleuchtung, was ich bei dem geringen Arbeitsabstand des 20er Objektives bevorzugen würde. Die Frage ist natürlich, ob ein Einsteiger weiter sucht als bis zum günstigen Preis.

Werner Jülich

liftboy

Hallo Alex,
bezgl. Stabmikroskop:
ist eigentlich mit niedrigen Vergrößerungen eher was für unterwegs, die nachrüstung mit stärkeren Objektiven schwierig,
für Meßzwecke m.E. ungeeignet.
Gruß
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Datroniker

Hi!

Erstmal Danke für die Antworten.

Das Projekt wurde aber vorest auf Eis gelegt.

Dies bezgl. kann der Threat geschlossen werden.

Danke