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Leuchtfeldblende schief?

Begonnen von treinisch, Februar 01, 2010, 11:36:34 VORMITTAG

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treinisch

Zitat von: Detlef Kramer in Februar 04, 2010, 13:35:33 NACHMITTAGS
... oder eine schief sitzende Kondensor-Frontlinse. Das hat ja Timm schon selbst herausgefunden und zum Teil beseitigt. Man kann die Stellung dieser Linse ja korrigieren, ich weiß nur nicht, ob das ohne bestimmte Hilfsmittel funktioniert. Ich habe da keine Erfahrung. Im Prinzip müsste der Kondensor mit ausgeklappter Frontlinse sehr genau zur Feldblende zentriert werden, dann Frontlinse einklappen und durch Justieren des Endanschlags zentrieren.

Abgesehen davon: wie zentriert man die Aperturblende? Ich muss gestehen, dass ich diesen Kondensor nicht kenne.

Das interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?

Herzliche Grüße

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

rhamvossen

Das interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?

Hi,

The aperture diaphragma is easily centerable in certain condensers like the Zernike pancake phase condensers. There, the same system is used to center the phase rings with. With a normal brightfield condenser that's not usually possible. Unless some screw adjustments can be made. Best regards,

Rolf

Nomarski

ZitatDas interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?

Herzliche Grüße

Timm

Hallo Timm,

hast du denn überhaupt kontrolliert, ob deine Aperturblende dezentriert ist? Wie verhält sich das, wenn du die Aperturblende voll geöffnet hast und dabei köhlerst? Wenn es wirklich am Kondensor liegt, hat man dort meist nur die Möglichkeit, die Frontlinse zu zentrieren, indem die drei Madenschrauben gelöst und so festgezogen werden, daß sie in einer anderen Lage geklemmt ist. Ohne Spezialvorrichtung ist das aber ein mühsamer Prozess, da die Schrauben nicht zugänglich sind, wenn der Kondensor sich in der Nähe des oberen Anschlag befindet. Auch die Hilfslinse, sofern vorhanden, kann dezentriert sein. Es muß also alles systematisch kontrolliert werden, bevor man irgendetwas verstellt, was nur noch eine weitere Verschlechterung bewirkt.

Grüße
Bernd

Detlef Kramer

lieber Bernd,

kein Vorwurf :D, aber Du hast doch die dezentrierte Aperturblende in die Diskussion gebracht:
Zitats wurde nämlich bereits angedeutet, daß auch die Aperturblende im Kondensor zentrisch im Beleuchtungsstrahlengang stehen muß. Genau das habe ich überprüft. Ich habe die Aperturblende dezentriert und bin auf diese Erscheinung des einseitigen Farbsaumes gestoßen.
Also ist die Ursache wahrscheinlich keine schiefe Leuchtfeldblende, auch keine dezentrierte Lampe, sondern eine dezentrierte Aperturblende. Und diese läßt sich zentrieren.

Ich selbst wäre auf die Idee gar nicht gekommen, weil ich eine zentrierbare Aperturblende bewusst noch nie gesehen habe.

Aber ich meine, nachdem Timm den Dreckklumpen am Anschlag der Frontlinse beseitigt hat und dabei auch wirklich einen positiven Effekt bemerkt hat, sollten wir die wirklich interessante Diskussion beenden. Das Ganze wäre einfacher, wenn wir das Mikroskop vor uns stehen hätten.

Herzliche Grüße

Detlef 
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Klaus Henkel

Zitat von: treinisch in Februar 04, 2010, 14:34:21 NACHMITTAGS

Das interessiert mich auch! Wie zentriert man die Aperturblende?


Lieber Herr Reinisch!

Diese Prozedur nennt man normalerweise Kondensor zentrieren. Die Aperturblende ist heutzutage ein fester Bestandteil des Kondensors, und wenn man den zentriert, dann erledigt sich das mit der A.blende damit.
Wenn Sie einverstanden sind, gebe ich Ihnen hiermit eine Hausaufgabe auf. Sorgfältig lesen Kap. 4.1 der Mikrofibel. Danach haben Sie mit solchen Fragen bestimmt keine Schwierigkeiten mehr. Sie werden feststellen, daß ich jeweils beschreibe, wie es richtig ist, und anschließend gibt es auch Anmerkungen, wo man die Kirch' im Dorf lassen darf.

Beste Grüße KH

Nomarski

ZitatAber ich meine, nachdem Timm den Dreckklumpen am Anschlag der Frontlinse beseitigt hat und dabei auch wirklich einen positiven Effekt bemerkt hat, sollten wir die wirklich interessante Diskussion beenden. Das Ganze wäre einfacher, wenn wir das Mikroskop vor uns stehen hätten.

Richtig, Detlef! Diesen Anschlag kann man übrigens bei vielen Kondensoren auch noch einstellen. Wenn der nicht stimmt, ist die Frontlinse leicht gekippt und produziert Farbsäume. Man kann es ausprobieren, indem man die Frontlinde leicht kippt.

Und da es der Nummer nach sich um einen PH-Kondensor handelt, läßt sich aufgrund der Konstruktion die Aperturblende dezentrieren, wenn man den Revolver leicht aus der Rastung bringt.

Zitatnd dabei auch wirklich einen positiven Effekt bemerkt hat, sollten wir die wirklich interessante Diskussion beenden.
Einverstanden!

Gruß
Bernd

Dieter Stoffels

#36
Hallo Timm,

an dieser Stelle möchte ich Dir dringend abraten, eigenständige Zentrierungen an Deiner Aperturblende durchzuführen. Die  "kleinen" Universalkondensoren für das Axioskop 1 und Axioskop 20 werden  nur sehr sehr selten im gebrauchten Zustand gehandelt und sind bei der Firma Zeiss meines Wissens absolut nicht mehr käuflich. Ein Nachkauf ist vermutlich nur durch einen weiteren Kauf eines Mikroskopes möglich. Eine Beschädigung der Lamelle wäre somit ein nicht mehr zu ersetzender Totalschaden des Kondensors. Lediglich Satzkondensoren werden ab und zu noch für diese Mikroskope gehandelt.

Viele Grüße!

Dieter

treinisch

Zitat von: Dieter Stoffels in Februar 04, 2010, 18:12:44 NACHMITTAGS
an dieser Stelle möchte ich Dir dringen abraten, eigenständige Zentrierungen an Deiner Aperturblende durchzuführen. Die  "kleinen" Universalkondensoren für das Axioskop 1 und Axioskop 20 werden  nur sehr sehr selten im gebrauchten Zustand gehandelt und sind bei der Firma Zeiss meines Wissens absolut nicht mehr käuflich. Ein Nachkauf ist vermutlich nur durch einen weiteren Kauf eines Mikroskopes möglich. Eine Beschädigung der Lamelle wäre somit ein nicht mehr zu ersetzender Totalschaden des Kondensors. Lediglich Satzkondensoren werden ab und zu noch für diese Mikroskope gehandelt.

Hallo Dieter,

keine Sorge! Ich hatte nicht vor, an der Aperturblende herumzuspielen, abgesehen vom Öffnen oder Schließen derselben :D, es war mehr ein theoretisches Interesse.
Es kam ja schon mehrfach der Hinweis, dass hier kein allzu großes Problem vorliegt.
Deine Kondensor-Warnung ist, davon abgesehen, auch recht eindrücklich!

vlg

Timm
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

treinisch

Zitat
Diese Prozedur nennt man normalerweise Kondensor zentrieren. Die Aperturblende ist heutzutage ein fester Bestandteil des Kondensors, und wenn man den zentriert, dann erledigt sich das mit der A.blende damit.
Wenn Sie einverstanden sind, gebe ich Ihnen hiermit eine Hausaufgabe auf. Sorgfältig lesen Kap. 4.1 der Mikrofibel. Danach haben Sie mit solchen Fragen bestimmt keine Schwierigkeiten mehr. Sie werden feststellen, daß ich jeweils beschreibe, wie es richtig ist, und anschließend gibt es auch Anmerkungen, wo man die Kirch' im Dorf lassen darf.
Sehr geehrter Herr Henkel,

da gehen Sie etwas hart mit mir ins Gericht, wie und warum man den Kondensor zentriert ist mir schon klar, und das tatsächlich aus der
Mikrofibel.

Aber bei dem in Frage stehenden Kondensor kann ja in der Tat die Position der Aperturblende relativ
zum Rest der Linsen des Kondensors selbst, also ohne die Position des Kondensors relativ zur Leuchtfeldblende zu verändern, verstellt werden, genau mit dem selben Mechanismus, mit dem auch die einzelnen Phasenblenden zentriert werden.

Das bloße Zentrieren des Kondensors würde ja insofern keine Abhilfe schaffen, wenn die Blende nicht richtig relativ zu den Linsen des Kondensors
ausgerichtet wäre, was sie im Übrigen aber ist.

Herzliche Grüße

Timm Reinisch
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Nomarski

Hallo Timm,

ZitatAber bei dem in Frage stehenden Kondensor kann ja in der Tat die Position der Aperturblende relativ
zum Rest der Linsen des Kondensors selbst, also ohne die Position des Kondensors relativ zur Leuchtfeldblende zu verändern, verstellt werden, genau mit dem selben Mechanismus, mit dem auch die einzelnen Phasenblenden zentriert werden.

Das bloße Zentrieren des Kondensors würde ja insofern keine Abhilfe schaffen, wenn die Blende nicht richtig relativ zu den Linsen des Kondensors
ausgerichtet wäre, was sie im Übrigen aber ist.
Dein Kondensor besteht aus einer Basisoptik, den Blenden und der klappbaren Frontoptik. Die Basisoptik läßt sich in dem Kondensorgehäuse nicht zentrieren. Um den Versatz zwischen optischen und mechanischen Mittelpunkt auszugleichen, hat man die Zentrierschrauben am Kondensorträger. Nun muß der Optische Mittelpunkt der Frontlinse mit dem der Basisoptik übereinstimmen, deswegen die Justiermöglickeiten wie bereits beschrieben.
Und in diesen optischen Mittelpunkt müssen auch die Blenden hingerückt sein, deswegen haben die Blenden auch noch kleine Justierschräubchen.
Die Justage ist bereits im Werk vorgenommen worden, so daß man normalerweise nichts mehr daran ändern muß und dieses auch nicht tun sollte ohne trifftige Gründe. Der Kondensor ist also eine abgeglichene Einheit!
Und du hast es ja selbst gesehen, was so ein bischen Dreck, der zwischen den Anschlägen gesessen hat, schon ausmacht. ;)

Viele Grüße
Bernd