Mein Neuzugang, ein Zeiss Jena Ergaval

Begonnen von Siegfried, November 19, 2023, 16:11:48 NACHMITTAGS

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3nzo

Hallo Michael,
Ich machte schnell ein paar Fotos.
Foto 1 zeigt, wo die Polarisatoren bei 90 ° eingesetzt werden, die von einem polarisierenden Film hergestellt werden.
Foto 2 Ein Detail von Kempf Diatomee ohne Polarisator 1 (von Abbildung 1)
Foto 3 Das Diatomee mit den beiden eingefügten Filtern, um zu verhindern, dass ein Teil des Lichts der Lampe in Richtung Auge und Kamera abgelenkt wird.
Sie können auch sehen, dass die gekreuzten Polarisierungsfilter Ihnen kein gutes Bild haben.
Ich habe ein externes Zwiebelleder mit Kanada Balsam zum Vergleich gemacht: Foto 4, ohne Polarisatoren. Hier ist die Dinge ein bisschen besser und die braune Farbe wird festgestellt, auch wenn ein Licht des Lichts immer vorhanden ist.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und die besten Grüße.

Enzo

MiR

#31
Hallo Enzo,

danke für die Bilder. Wie ich sehe, handelt es sich bei deinem Mikroskop um ein Epival aus der Mikroval-Serie. Anbei eine Abbildung aus einer Epival-Druckschrift ..., hast du  ebenfalls diese Lampenhaus mit einem Leuchtmittel 12V, 100W ? Generell: Hast du eine Anleitung zur Einstellung/Justierung des Lampenhauses etc.? Oder benutzt du (auch) eine LED?

Epival_Schema02re.jpg
Schema des Epival


ZitatFoto 1 zeigt, wo die Polarisatoren bei 90 ° eingesetzt werden, die von einem polarisierenden Film hergestellt werden.
Da würde ich dir für ,,Pol 1" einen anderen Ort im Mikroskop vorschlagen, da der von dir genutzte Filtereinschub eher für ,,simple" Sachen gedacht ist (z.B. Mattscheibe, Farbfilter usw.)
Der Polarisator sollte im Bereich der Leuchtfeldblende eingesetzt werden (markiert mit grünen Ellipsen im letzten Bild). So wird es zumindest bei dem Bruder des Epival, also dem Vertival, gemacht. Anbei Fotos aus der Anleitung des Vertival. (Bei deinem Ansatz könnte die Depolarisation des linear polarisierten Lichtes eine Rolle spielen und den gewünschten Effekt ganz oder teilweise aufheben.)

Polarisatoren_Vertival.jpg
Sitz der Polarisatoren am Vertival

Ich weiß natürlich nicht, wie gut du dich mit Polarisatoren auskennst, aber sicherheitshalber folgende Bemerkungen (bzw. rhetorische Fragen):
Die Schutzfolien welche sich auf und unter dem Polarisator befinden sind entfernt?
Es handelt sich um Linear-Polfilter ? -> also es tritt (hoffentlich) kein Licht hindurch, wenn ihre Durchlassrichtung 90° (gekreuzt) zueinander liegt?

ZitatFoto 3 Das Diatomee mit den beiden eingefügten Filtern, um zu verhindern, dass ein Teil des Lichts der Lampe in Richtung Auge und Kamera abgelenkt wird.
Wenn ich es richtig verstehe, benutzt die die Polarisatoren nur um die Lichtstärke zu regulieren, nicht um Polarisationseffekte zu untersuchen ...
Das Problem mit Polarisationsfolien ist, dass diese entsprechend des physikalischen Prinzips schon mal 50% des Lichts ,,vernichten", in der Praxis ein paar Prozent mehr. Nehmen wir mal an das wären 5% zusätzlich, dann hast du im besten Fall noch 45% des Lichtes übrig. Du kannst also nur noch zwischen 0% und 45% der Ausgangsleistung regulieren. Bzw. wenn irgendetwas nicht stimmt, wie bei dir, bekommst du nicht mal die 0% richtig gut hin.
Kannst du dir den Lichtverlust leisten?
Vielleicht schaust du dich mal nach Neutraldichtefiltern (Grauwertfilter) um, also solche mit unterschiedlichem aber konstanten Wert oder nach Neutraldichte-Verlaufsfiltern. Falle: wenn als einstellbar deklariert, können es genau solche Polfilter sein, die meine ich natürlich auf keinen Fall.
Es sollte schon klar das physikalische Prinzip beschrieben sein ...., z.B. Partikel in einem Substrat (Glas) welche die optische Dichte direkt beeinflussen.
Übrigens die echten Neutralgrau-Filter dürfen in den Filterschacht (dort, wo sich jetzt dein ,,Pol 1" befindet)!

ZitatFoto 2 Ein Detail von Kempf Diatomee ohne Polarisator 1 (von Abbildung 1)

Und ich hoffe doch mal auch ohne Polarisator 2...

Ich habe versucht dein Experiment an meinem Mikroskop zu wiederholen. Ich habe kein Epival aber ein Fluoval, anbei eine Schema des Lichtweges von Fluoval und Epival. Du siehst vergleichbar, wenn auch das Fluoval vom Typ ,,Endlich (160)" ist...
Glücklicherweise hat mir ein Forenmitglied (eingedeckte) Diatomeen-Präparate mitgeschickt, welche ich jetzt sehr gut nutzen konnte.
Ich will es kurz machen, je nach Lampe und Justierung hatte ich Ergebnisse wie auf deinem Foto 2 bzw. das was auch bei Durchlicht erwartet werden kann, also scharfe und gut kontrastierte Abbildungen. Sicherlich war die Helligkeit geringer als im Durchlicht. Für Fotos war allerdings keine Zeit mehr ...

Fluoval_Epival_Schema_Vergleich02.jpg
Am Fluoval gibt es zwei Lichtquellen (2 und 31), welche sowohl als Auflicht als auch als Durchlicht genutzt werden können. Damit es übersichtlich bleibt, habe ich den Lichtweg des Durchlichts entfernt.

ZitatIch habe ein externes Zwiebelleder mit Kanada Balsam zum Vergleich gemacht: Foto 4, ohne Polarisatoren. Hier ist die Dinge ein bisschen besser und die braune Farbe wird festgestellt, auch wenn ein Licht des Lichts immer vorhanden ist.
Bei diesem Textteil war der Übersetzer wohl etwas überfordert ...

externes Zwiebelleder =? Outer shelf of an onion ?
,,auch wenn ein Licht des Lichts immer vorhanden ist" ???

Viele Grüße aus Berlin,
Michael

PS: Übrigens nutze ich auch Polfilter (für Polarisationszwecke) am Fluoval, und zwar so, wie in der Vertival-Druckschrift beschrieben. Das funktioniert einwandfrei ...

3nzo

#32
Hallo Michael,
danke für die umfassende Antwort.
Zur Beleuchtung habe ich eine LED im Illuminator des kleineren Typs montiert (roter Kreis auf dem Foto), allerdings habe ich keine Anleitung zur Einstellung der Beleuchtung. Es scheint, dass der Illuminator keine Einstellungen, Zentrierung, Fokus usw. hat.
Ich habe mit einem Phasenkontrast-Teleskop geschaut, die beiden Blenden zentriert und die Feldblende etwas weiter eingestellt als das Sichtfeld und das von
2/3 Öffnung.
Ich bemerke eine innere Reflexion, ein Geisterbild des Zwerchfells, das ich einst entfernt hatte, aber jetzt kann ich mich nicht mehr erinnern, wie ich es gemacht habe.

Die Schutzfolien wurden von den Polarisatoren entfernt und diese im 90°-Winkel eingesetzt. Sie hatten eine Wirkung auf die Kieselalge, auf die Zwiebel, wie auf dem jetzt gesendeten Foto. Auf dem vorherigen Foto hatte sich der Filter bewegt und stand nicht mehr im 90°-Winkel zum anderen.
Ich werde versuchen, irgendwie einen Polarisator hinter der Feldblende anzubringen, aber ich weiß nicht, ob da Platz ist. Wenn es in der Membran stecken bleibt, zerbreche ich die Klingen.

Ich brauche keine Polarisatoren, um das Licht abzuschwächen, aber ich habe sie in der Hoffnung verwendet, die Veltura, den ,,Lens Flare", abzuschwächen.
Das von der Lampe kommende Licht sollte vollständig nach unten abgelenkt werden, um das Objekt zu beleuchten, und das vom Objekt reflektierte Licht sollte direkt zum Okular gelangen. Ich dachte, dass der Streulichtschleier von einem Teil des Lichts abhängen könnte, der aus dem Umlenkprisma austritt und in Richtung Okular gelangt. Ich habe versucht, dieses Licht mit zwei gekreuzten Polarisatoren zu neutralisieren, aber ich sehe, dass der Effekt auch das Bild des Objekts betrifft (Foto jetzt angehängt).
Der Polarisator 2 über der Tubuslinse (unter dem Triokularkopf) ist immer eingebaut, ich glaube, dass er alleine nur die Helligkeit verringert.
Mit der Außenhaut der Zwiebel meinte ich das Kataphyllum, den trockenen Teil, der sie umgibt, mit Kalziumoxalatkristallen in den toten Zellen.
Ich meinte, dass es ein Streulicht gab, einen ,,Flare".

Der Fuoval ist wunderschön, aber warum zwei Lampen? Die 31 für Durchlicht und die 2 Quecksilber für Auflicht? Ist es ein Fluoval 1 oder 2?
Danke und viele Grüße.

Enzo

PS: Foto 5: Das Objektiv ist planachromatisch, aber es gibt keine Planarität, vielleicht hängt es vom 0,5x chinesischen Adapter ab, der fast das Doppelte des Okulars umrahmt 10x (18).

TStein

Hallo Enzo, hallo in die Runde,

kannst du bitte nochmal bei gekreuzten Polarisatoren und einem blanken Objektträger nachvollziehen, ob das Bild möglichst dunkel ist. Der helle Hintergrund bei deinen Diatomeen-Testbildern dürfte eigentlich so nicht sein. Sind die Polarisatoren wirklich gekreuzt? Normalerweise hat man bei gekreuzten Polaristoren extrem wenig Licht.
Ich denke die Anordnung der Polarisatoren im Strahlengang ist eigentlich relativ egal, außer dass man möglichst wenige optische Komponenten, wie Strahlteiler, Linsen usw. im Strahlengang hat, da diese, wenn sie nicht explizit für Polarisation vorgesehen sind, die Polarisation verändern können.
Auch die optische Qualität der Polarisatoren muss zumindest beim Analysator möglichst gut sein, da man durch diesen direkt hindurchschaut. Da können normale Polarisationsfolien mit schlechter Wellenfront bei hochauflösenden Objektiven das Bild schon extrem verschlechtern. Wenn man an die Auflösungsgrenze bei Diatomeen möchte, sollte man hier keine Kompromisse eingehen und einen Glaspolarisator verwenden. Der Polarisator im Beleuchtungsstrahlengang ist in optischer Hinsicht nicht kritisch.
Vielleicht noch ein paar Worte zum Streulicht. Ich hatte bei meinem Leica auch eine Zeit lang Probleme mit Streulicht, vor allem wenn ich mit der Kamera am Trinookulartubus fotografieren wollte, aber es hat sich herausgestellt, dass das Streulicht durch die nicht abgedeckten Okulare und die Raumbeleuchtung verursacht wurde.

Vg Tino   

MiR

#34
Hallo Enzo,

dann brauchst du ja eigentlich überhaupt keine Polarisatoren ...
Bei den Justierungen bei eigenen Lösungen halte ich mich lieber zurück, da gibt es sicher Mitglieder welche mehr Erfahrung damit haben. Allerdings ist die Abbildung deiner Lichteinheit sehr, sehr klein.
ZitatIch habe mit einem Phasenkontrast-Teleskop geschaut, die beiden Blenden zentriert und die Feldblende etwas weiter eingestellt als das Sichtfeld und das von 2/3 Öffnung.
Ich erahne annähernd deine Vorgehensweise der Justierung. Wäre aber sehr schön, wenn du dies mal sehr detailliert darstellen würdest.
ZitatIch bemerke eine innere Reflexion, ein Geisterbild des Zwerchfells, das ich einst entfernt hatte, aber jetzt kann ich mich nicht mehr erinnern, wie ich es gemacht habe.
Zwerchfell -> Blende (diaphragm)
Das ist natürlich schade, aber sicherlich wirst du ja versuchen das Problem zu beseitigen.
ZitatDer Polarisator 2 über der Tubuslinse (unter dem Triokularkopf) ist immer eingebaut, ich glaube, dass er alleine nur die Helligkeit verringert.
Sehe ich auch so ...
ZitatMit der Außenhaut der Zwiebel meinte ich das Kataphyllum, den trockenen Teil, der sie umgibt, mit Kalziumoxalatkristallen in den toten Zellen.
Also ich finde das Bild gar nicht schlecht. Interessant dass die Außenhaut Kalziumoxalat-Kristalle enthält. Ist das eine ganz gewöhnliche Küchenzwiebel? Wenn ja, welche Sorte, oder ist das völlig egal?

ZitatDer Fuoval ist wunderschön, aber warum zwei Lampen? Die 31 für Durchlicht und die 2 Quecksilber für Auflicht? Ist es ein Fluoval 1 oder 2?
Es ist ein FLuoval 1 und für die erste Frage zitiere ich mal, auszugsweise, aus der Broschüre zum FLuoval:

Das FLUOVAL weist folgende Vorzüge auf: 
"• Fluoreszenzanregung im Auf- und Durchlichtstrahlengang, dadurch vielfältige Kombinationsmöglichkeiten und schneller Wechsel 
• Ortsgebunden gelagerte Anregungs- und Sperrfilter mit großer Variationsbreite der Kombinationen 
Der Übergang von Auflicht- zu Durchlichtanregung erfolgt schnell und bequem durch eine Hebelbewegung.
Eine Glühlampe 6 V 15 W als zweite Lichtquelle erlaubt die Kombination mit
Phasenkontrast und Dunkelfeldbeleuchtung; der Kardioidkondensor kann außerdem zur Fluoreszenzanregung im Dunkelfeldstrahlengang genutzt werden.
Es ist möglich, eine Zusatzeinrichtung für Photometrie am Wechseltubus 1,6 anzubringen.
•  Kondensor hoher Lichtstärke mit Vorschaltsystem zur Ausleuchtung großer Felder unter Einhaltung der  Leuchtfeldblendenabbildung
• Durchgehende Streulichtabschirmung" 


ZitatPS: Foto 5: Das Objektiv ist planachromatisch, aber es gibt keine Planarität, ...
Du meinst, das Bild ist nicht überall scharf abgebildet und das hat auch nichts mit einer unterschiedlichen Dicke  der Probe zu tun...?

Zitatvom 0,5x chinesischen Adapter ab, der fast das Doppelte des Okulars umrahmt 10x (18)
ein Bild dürfte hier mehr als 1000 Worte sagen ...(a picture says a thousand words)

Viele Grüße aus Berlin,
Michael

PS: Falls es eine Küchenzwiebel ist, hoffe ich doch dass diese nicht nur in Italien zu bekommen ist ... ;)  ;)

3nzo

Hallo Tino,
Sie haben Recht, es muss ein optisches Element geben, das das polarisierte Licht vom ersten Filter dreht, sonst wandert der Filter in den Filterhalter, wo er einfach platziert wird.
Ich habe den Polarisator in den Schlittenfilterhalter über dem anderen Filter eingesetzt und ihn gedreht, bis er dunkler wurde.
Ich habe bei der Episkopie ein 25x-Objektiv verwendet und noch einmal das Foto der Kieselalgen gemacht (Foto 8). Das gesamte Bild ist abgedunkelt und nicht nur das Streulicht, wie ich gehofft hatte. Ich würde sagen, dass der Versuch gescheitert ist.
Um eine vollständige Auslöschung zu erreichen, benötigen Sie einen Filterhalter für ein Polarisationsmikroskop mit Drehung des Polarisators in der Arbeitsposition.

Abgesehen davon zeigt Foto 5 das Bild der LED unscharf und man sieht, dass sie nicht in der Mitte ist, der Illuminator aber keine Zentrierelemente hat, Foto 6 zeigt das beleuchtete Feld mit der LED im Mindestabstand zum Objektiv.
Das Feld wird nicht gleichmäßig beleuchtet. Ich denke, ich muss die Abstandshalter variieren, um die LED näher an die Beleuchtungslinse zu bringen und eine bessere Abdeckung zu erzielen.
Ich müsste einen ernsthaften Polarisator kaufen, um ihn in den optischen Weg einzubauen, aber ein Glaspolarisator, wie ein Foto, vergrößert mit seiner Dicke den optischen Weg. Um dies zu vermeiden, sollte es vor der Tubuslinse positioniert werden, was nicht einfach oder unmöglich ist.
Wie werden Polarisatoren verwendet, um die Details von Kieselalgen zu verbessern?
Danke und viele Grüße.

Enzo

3nzo

Hallo Thomas,
Leider kann es bei Verwendung des Übersetzers dazu kommen, dass einige Sätze schlecht übersetzt werden.
Sie haben Recht, vielleicht haben die Polarisationsfilter ihren Zweck, nämlich Streulicht zu eliminieren, nicht erfüllt. Die LED-Abdeckung reicht nicht aus, wie man dem Bild in der Antwort an Tino (Foto6) entnehmen kann.
Für die Einstellung der LED habe ich versucht, den Kohler-Beleuchtungskriterien des Durchlichts zu folgen, wobei ich mir beim Phasenkontrast mit dem Teleskop geholfen habe, aber es gibt einen grundlegenden Punkt, den ich nicht lösen kann, nämlich wie man fokussiert Bild der Lampe auf der Leuchtfeldblende, da diese sich im Inneren befindet.
Wenn diese Dinge in der Anleitung Ihres schönen Fluoval beschrieben sind, könnten Sie sie mir dann per privater Nachricht im PDF-Format zusenden oder mir einen Link zum Herunterladen geben?
Vielleicht könnte die Polarisationsfolie unter dem Triokularkopf das Bild verschlechtern?
Die Zwiebel ist eine ,,Gelbe Zwiebel", wie sie hier genannt wird (Allium cepa)   :)
Danke und viele Grüße.

Enzo

3nzo

Hallo zusammen,
Ich füge drei Fotos von mit kanadischem Balsam montiertem Material hinzu, aus denen das Problem der Lichtverschleierung und die teilweise Verbesserung durch die Hinzufügung der beiden gekreuzten Polarisatoren gut verstanden wird.
Foto 9 Diaskopie
Foto 10 Episkopie ohne Polarisatoren
Foto 11 Episkopie mit Polarisatoren
Vielen Dank und viele Grüße an alle.

Enzo

MiR

Hallo Enzo,

ZitatLeider kann es bei Verwendung des Übersetzers dazu kommen, dass einige Sätze schlecht übersetzt werden.
Verständlich, der Übersetzer ist sicherlich nicht (immer) in der Lage eine kontextsensitive Analyse durchzuführen, insbesondere wenn auch noch technische Begriffe enthalten sind.

ZitatFoto 9 Diaskopie
Foto 10 Episkopie ohne Polarisatoren
Foto 11 Episkopie mit Polarisatoren
Da bin ich völlig ratlos was mit ,,Diaskopie" und ,,Episkopie" gemeint ist.
Deine Bilder sind ja wirklich recht unterschiedlich. Und worauf Tino schon hinwies, dass der Hintergrund ganz schön hell ist, für gekreuzte Polarisatoren (Foto 11).

ZitatWenn diese Dinge in der Anleitung Ihres schönen Fluoval beschrieben sind, könnten Sie sie mir dann per privater Nachricht im PDF-Format zusenden oder mir einen Link zum Herunterladen geben?
Nun, natürlich nur für die gelieferten Standard-Lichteinheiten ..., für einen Ansatz welcher auf der Konstruktion einer eigenen Lichtquelle beruht, nicht.
Aber ich sende dir einfach die Unterlagen, einmal zum Fluoval und dann habe ich noch Unterlagen zum Epival(-Interphako), darin wird auch die Justage von Leuchtmitteln beschrieben. Dieses Dokument ist in englischer Sprache abgefasst. Rene1065 hat mal ein Dokument geschrieben, welches sich mit dem Köhlern (Justage) einer Lampe und im Vergleich zu einer LED befasst.

Was mir übrigens aufgefallen ist, dass du sehr kreativ darin bist, mir unterschiedliche Vornamen zu geben, in einem anderen Thread (zum Thema Interphako) Martin, und hier mal Thomas.
Das ist ja sehr nett von dir, ich bin aber mit meinem Vornamen Michael sehr zufrieden. Wenn es aber nicht anders gehen sollte, bin ich auch mit der italienischen Version von Michael, also Mikele einverstanden  ;)  ;)

Viele Grüße aus Berlin,
Michael

Epival interphako 30-G308a-2_page1-5.pdf
Fluoval 1_30-G546a-(1)_page1-15.pdf 

3nzo

Hallo Michael,
Mit Diaskopie meine ich Durchlicht und mit Episkopie meine ich einfallendes Licht. Der Hintergrund ist hell, denn obwohl ich die beiden Polarisatoren über Kreuz eingesetzt habe, glaube ich, dass die optischen Komponenten des Arms für einfallendes Licht (reflektierende und halbreflektierende Prismen, Linsen) zu einer Drehung des durch die Polarisatoren polarisierten Lichts führen erster Filter. Da es sich bei dem Filter außerdem um eine Folie handelt, die in der Filterhalterschublade platziert wird, kann sich der Winkel beim Einsetzen leicht ändern.
Darüber hinaus haben die beiden von einem Mikroskopiker in einem italienischen Forum empfohlenen Filter den Zweck, jegliches Entweichen des von der Lampe kommenden Lichts in Richtung Okular zu blockieren. Dies setzt voraus, dass das vom Objekt reflektierte Licht einen anderen Polarisationswinkel hat und nicht blockiert wird und der helle Hintergrund davon abhängt.
Ich gestehe, dass ich einige Zweifel an dieser Methode habe, aber das letzte Foto zeigt eine Verbesserung im Vergleich zum vorletzten, ohne Polarisatoren, das letzte Foto zeigt jedoch eine Verbesserung gegenüber dem vorherigen, ohne Polarisatoren, das aufgrund des Streulichts sehr unscharf erscheint.
Vielen Dank im Voraus für die Unterlagen, sie werden mir nützlich sein, da ich keine Ahnung habe, wie man die Kohler-Beleuchtung im Auflicht einstellt. Ich schicke dir meine E-Mail-Adresse mit einer privaten Nachricht.
Die Kreativität war nicht mir zu verdanken, sondern dem Kopieren und Einfügen im Übersetzer und meiner Ablenkung  :)
Danke und viele Grüße.

Enzo

Jürgen Boschert

Hallo Enzo,

das Problem ist das Deckglas: Wenn ich das richtig sehe, hast Du bedeckte Präparate verwendet. Das geht im Auflicht-Hellfeld nie gut. Die zweite Frage: Ist das verwendete Objektiv ein Auflicht- oder ein Durchlichtobjektiv? Wenn es ein Auflichtobjektiv ist, ist es für Deckglasdicke 0 gerechnet, also zur Verwendung ohne Deckglas. Dann bringt ein bedecktes Präparat noch erhebliche optische Fehler in die abbildung.
Beste Grüße !

JB

3nzo

Hallo Jürgen,
Ich habe das 0,17-Deckglas verwendet, aber das Objektiv hat diese Angabe: E25x/0,50 oo/0,17. Es handelt sich um eine Linse mit Deckglas, aber mir wurde gesagt, dass das E auf eine Linse für reflektiertes Licht hinweist, also E = Episkopie. Vielleicht haben sie mir den falschen Hinweis gegeben?
In der ersten grauen Mikroval-Serie war die M19-Unendlichkeitsoptik, wenn ich mich nicht irre, für Epival und Peraval gedacht, also für Auflichtmikroskope. Ich kenne keine Amplival Infinity-Mikroskope dieser Serie.
Eine Möglichkeit besteht darin, dass sie bei diesen Mikroskopen (Epival etc.) im Unendlichen eingesetzt werden können, allerdings nur im Durchlicht. Haben Sie Informationen zu diesen Zielen?
Danke und viele Grüße.

Enzo

Jürgen Boschert

Hallo Enzo,

habe nun wirklich sehr intensiv im Internet, dem Zeiss-Archiv (das ist aber nicht sehr benutzerfreundlich m.E und so habe ich damit meine Schwierigkeiten) und den eigenen Unterlagen gesucht: Habe nichts spezifisches finden können. Was mir aber aufgefallen ist: Die Objektive ab 25x gibt es sowohl als Version mit Deckglasdicke 0 als auch 0.17. Daraus schließe ich, dass das eine für Auflicht, das andere für Durchlicht ist. Das E in der Bezeichnung deutet wohl am ehesten darauf hin, dass die Objektive für bestimmte Mikroskoptypen gedacht sind. Auflicht mit bedeckten Objekten ist nach meiner Erfahrung nie gut im Auflicht, besonders nicht im Hellfeld. Ähnlich hohe Reflektivität wie Deckglaser haben Kohleanschliffe, weswegen dort Immersionobjektive für Auflicht zum Einsatz kamen. Was Du machen könntest, um hier mehr Informationen zu bekommen: Schreibe das Zeiss-Archiv an, die sind da eigentlich sehr freundlich; oder Du fragts einmal bei Franz Ganster im österreichischen Forum an, der ist sehr bewandert in Zeiss-Ost Produkten; vielleicht kann Dir aber auch Michael "Apochromat" hier aus dem Forum weiterhelfen.
Beste Grüße !

JB

3nzo

Hallo Jürgen,
Danke für den Rat, ich stehe mit Michael in Kontakt und werde ihn per Privatnachricht kontaktieren. Jetzt werde ich die Beleuchtung richtig einstellen und dann das auf dem Objektiv aufgedruckte ,,E" herausfinden.
Danke und viele Grüße.

Enzo

TPL

Hallo Siegfried,
ich bin sehr beeindruckt von Deinen ausgesprochen guten Bildern. Ich könnte auch sagen dass hier der blanke Neid spricht :D Mir gefällt auch die schlichte Darstellung.
Grüße aus dem fernen Süden,
Thomas