Kameraadaption an Axiostar+ bzw. Axiolab

Begonnen von Maria, November 27, 2023, 10:30:53 VORMITTAG

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Maria

Moin liebe Community,

nach Jahrzehnten Beschäftigung mit "Endlichoptik" d.h. Zeiss Standard in allen Variationen möchte ich doch noch mal in die "Unendlichoptik" einsteigen. Als Mikroskop halte ich deshalb Ausschau nach einem Axiostar plus bzw. Axiolab mit Trino. Um nach einem Kauf gleich starten zu können, möchte ich meine Fragen schon vorher klären. Es wird ja immer mal eins angeboten. Also zur Verfügung stünden ein Axio und eine Canon EOS 750D/Olympus OM Mark II. Also in der Endlichoptik habe ich ja hier im Forum gelernt: Zwischenoptik und Pancake. So habe ich es realisiert und funktioniert auch wunderbar. Noch mal vielen Dank für die viele Hilfe vor kurzem. Was brauche ich analog für die Axio Adaption? Im Forum gibt es dazu leider kaum was. Für Endlichoptik habe ich einen ganzen Ordner gesammelt. Man wird in der Unendlichoptik wohl nicht um eine ähnliche Adaption herum kommen?? Ich habe dazu bei Zeiss den Kamera-Assistent genutzt, um das "Forum" zu schonen :-). Bei beiden Axios wird die gleiche Adaption angeboten (s. Bild). Da liege ich aber bei schlaffe 760 €. Das erscheint mir doch ein bisschen viel. In einem Beitrag von 2020 lese ich von "HCLange": Ein Telekonverter 1,4x oder 1,5x macht dasselbe wie der genannte T2-T2 DSLR 1,6x" Hilft mir das? Von einem anderen Mikroskopiker weiß ich, dass er sein Axio mit Telekonverter Kenko 1.4x und Halterung betreibt. Vergleichbar in der Endlichoptik mit: ohne Zwischenoptik (Kpl 10/18) und ohne Kameraobjektiv nur mit einem Telekonverter direkt auf den Kamerachip mit den bekannten Problemen? Deshalb meine Frage an Euch: wie habt Ihr die Kamera-Adaption an euer Axiostar/Axiolab "kostengünstig" realisiert? Ein Foto wäre sehr hilfreich....

Viele Grüße         


Peter V.

#1
Hallo Maria,

da gibt es mit Sicherheit preiswertere Lösungen. Falls Du ein Trino-Axiostar plus ernsthaft suchst, könnte ich Dir evtl. ein schönes Gerät in Top Zustand mit originalem Zeiss "Reisekoffer" anbieten.
Das Axiostar müsste doch die Trennstelle 44 haben (müsste ich mal nachschauen), dann kannst Du sehr einfach eine APS-Kamera adaptieren.

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=47487.msg349669#msg349669

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Christian Linkenheld

Hallo,

die Olympus OM Mark II ist ja eine Kamera mit FourThirds-Sensor. Vom Format kann man diese per T2-Adapter direkt an den 60-T2 adaptieren. Ich vermute, dass man hier keine Vignettierung hat. Ein definitiver Unsicherheitsfaktor bei dieser Kamera ist aber die Frage, ob Sie erschütterungsfrei am Mikroskop ausgelöst werden kann. Ich fürchte, dass dies zum Problem werden könnte. Ansonsten wäre diese Adaption natürlich extrem günstig. Als T2-Adapter braucht es natürlich nicht das Original. Ich habe mit Adaptern von Kiwifotos immer gute Erfahrungen gemacht. Anscheinend sind diese inzwischen aber nur noch schwer zu bekommen.

viele Grüße

Christian

Maria

Hallo

@ Christian
Ich habe mal ein Foto von einem Angebot für ein Axiostar angehängt. Hier kann man den Anschluss gut sehen. Hier steckt wohl noch ein Zeiss Video-Adapter 60C 1/3" 0,4 drin. Wenn ich den entferne (lösen mit Inbusschlüssel) habe ich doch die Urform des Trinos? Da steckt doch erst mal keine Optik drin (Ofenrohr). Jetzt schlägst Du vor, auf den Grundtrino direkt den Zeiss Kamera-Adapter T2-T2 DSLR 1,6x aufzusetzen ohne Anschluss 60-T2 1,0x wie Zeiss es vorsieht und auf den T2 direkt die Kamera zu setzen? HM...Funkt das ohne 60-T2? Wäre ja wie in der Endlichoptik ohne Zwischenoptik....???
Die OM ist spiegellos und ich kann auch elektronisch auslösen. Bei dem Gewicht des Mikroskops dürfte das alles erschütterungsfrei sein.... 


Christian Linkenheld

Hallo Maria,

nein - so war das nicht gemeint, sondern umgekehrt: den 1,6X Adapter zwischen 60T2 und dem T2-Adapter einfach weglassen.

viele Grüße

Christian

Maria

@ Peter

Vielen Danke für den Link. Da steht ja eine ganze Menge drin!! Und er ist vom Datum her auch noch sehr aktuell. Diesen Beitrag habe ich über die Forum-Suchfunktion nicht gefunden. Egal! Und Du hast genau zu meinem Thema viel interessantes gesagt. Oje da sind die "Dreher" wieder am Werk. Da müsste ich passen. Eventuell hätte ich da jemanden mit einem 3D Drucker. Also in dem Thread ist "güntherdorn" so mutig, mit seiner Canon 700D direkt auf den Stuten zu adaptieren. Hm...die Bildqualität kenne ich jetzt nicht. Dann frage ich mich immer, wenn es so zufriedenstellend funktioniert... warum macht Zeiss dann so viel Aufwand mit Zwischenoptiken???
Bevor mir jemand dein Axiostar vor der Nase wegschnappt, schreib mir doch bitte ein paar Details privat PN! 

Maria

@ Christian

Also den Aufbau habe ich verstanden: Ohne Zeiss Kamera-Adapter T2-T2 DSLR 1,6x aber mit Anschluss 60-T2 1,0x. Und die Kamera direkt ohne Objektiv über dem 60-T2 anbringen wie auch immer. Das wäre ja in der Endlichoptik so, als wenn ich ohne Kameraobjektiv bzw. ohne Zeiss Fotoobjektiv f=63 mm 476029 direkt auf den Kamerasensor gehe. Da habe ich doch von Euch gelernt, dass das nicht der optimale Weg ist. Egal. Vielleicht ist es in der Unendlichoptik mit veränderter Zwischenbildlage anders.... 

HCLange

Hallo Maria,

der Unterschied zwischen Endlichoptik und Unendlichoptik im Hnblick auf Kameraadaption ist, daß die Endlichoptik kein farbfehlerfreies Zwischenbild erzeugt (Ausnahme: Etliche Nikon-Objektive). Man benötigt also immer eine farbfehlerkorrigierende Optik zur Kamera hin.
Die Unendlichoptiken erzeugen ein (praktisch) farbfehlerfreies Zwischenbild, welches dadurch auch direkt genutzt werden kann - Stichwort "Ofenrohradaption".
Inm Fall von Axio... kann man also eine Kamera direkt am Fotostutzen anbringen (Varianten Schnittstelle 60 bzw. 44 = im Abstand von 60mm bzw. 44mm zum Bild=Kamerasensor).
Die Kamera kann, wenn der Axio-Bilddurchmeser von 25mm nicht ausreicht, mit einem "Telekonverter" versehen werden - der Zeiss-Adapter 1,6x ist nichts anderes, und hat mit Sicherheit weniger Linsen als ein Foto-Telekonverter...

Herzliche Grüße
Christoph

Maria

Das Axiostar plus hat die Trennstelle/Auflagemaß 60 mm. Canon EF Auflagemaß 44 mm und Oly OM 46 mm. Man müsste bei Canon 16 mm und Oly 14 mm überwinden. Nur wie macht man das ohne Vignettierung. Reicht ein Ofenrohr oder dann doch mit einem Telekonverter 1,6x? Fragen über Fragen... ???  ???

Viele Grüße

Maria

@ Christoph

Danke! So langsam klärt es sich. Wir hatten eben beim Schreiben gedoppelt....da kannte ich deine Antwort noch nicht.... :)

HCLange

Hallo Maria,

das ist ganz einfach: Dafür hat Zeiss den bereits genannten Adapter

Schnittstelle 60 (nicht 60N !)

mit T2-Gewinde zur Kamera hin. Daran kann man jede Kamera mit dem entsprechenden T2-Kamerabajonettadapter anbringen, oder noch den Telekonverter dazwischen.
Im Fall einer Olympus OM-D Kamera (Micro Four Thirds) nutzt man von 25mm Zwischenbild dann 21mm - das paßt sehr gut.
Für APSC-Format Kameras passen Konverter mit Faktoren ab 1,4x.
Für Vollformat Kameras passen Konverter mit Faktor 2x.

Herzliche Grüße
Christoph

3D Alfons

Hallo Maria,
Habe auch diese Trinos.
Im kommenden Jahr ist dann ein Drehteil für T2 fällig, wenn du willst kannst du dich anschließen.
Um die Auflösung der Objektive auszunutzen ist je nach Pixelgröse des chips Nachvergröserung erforderlich.
SPL Okulare, Jena Projektive oder Barlowlinsen.
Foto telekonverter für Consumer verschlechtern die Abbildung.
Hochwertige haben ihren Preis.
GRÜßE

Aljoscha

Zitat von: Maria in November 27, 2023, 11:59:24 VORMITTAGOje da sind die "Dreher" wieder am Werk. Da müsste ich passen.

Hallo Maria,

Es gibt im Forum einige sehr hilfsbereite "Dreher". Du findest sicher einen, der dir den passenden Adapter auf Maß schneidert. Mit deiner Olympus-Kamera brauchst Du keine Zwischenoptik und keinen Telekonverter, nur eine mechanische Verbindung, die den Sensor exakt 60 mm oberhalb der Oberkante des Tubus platziert.

Viele Grüße

Alexander

Maria

#13
@ Alexander

Dass mit den "Drehern" war natürlich voller Respekt gemeint. Einer hat mir einen wunderbaren Adapter gedreht in Vollmetall Zeiss Schwalbe mit 40 mm Pancake. Hatte mir auch Fotos seiner Arbeit in den verschiedenen Drehphasen gewünscht. Habe den gleichen auch aus dem 3d Drucker. Metall ist schon was feines. Dazu muss ich natürlich wisse, was ich will. Bislang habe ich überhaupt keinen Plan, wie es werden kann.

Also ich möchte auch die Zeiss-Lösung verstehen (Preislich kommt sie wohl eher nicht in Frage). Ich habe ja zu Beginn meines Hilferufs mal die Empfehlung von Zeiss ganz oben beigefügt. Also die Fotos sind nicht so richtig zu deuten. Auf jeden Fall wird doch der "Anschluss 60-T2 1,0x" in das Ofenrohr eingesetzt und seitlich mit der Inbusschraube fixiert. Richtig? Darüber wird der Kamera-Adapter T2-T2 DSLR 1,6x gesetzt. Die Bezeichnung T2-T2 deutet doch darauf hin, dass beide Enden jeweils einen T2 Anschluss haben. Richtig?? Dann muss doch der "Anschluss 60-T2" seitlich auch ein T2 Gewinde haben. Also dann schraube ich den Kamera-Adapter an den "Anschluss 60-T2"  männlich und weiblich. Oben T2 an Kamera. Kann mir jemand sagen, ob ich das richtig verstanden habe???? Wie gesagt ich möchte es verstehen.

Viele Grüße 

Aljoscha

Hallo Maria,

Das hast Du weitgehend richtig verstanden. Der Adapter 60-T2 stellt den richtigen Abstand her. Oben hat er ein T2-Gewinde. Da kannst Du deine Olympus einfach mit einem handelsüblichen T2-Adapter für diese Kamera draufsetzen und alles passt.

Für die Canon mit ihrem größeren Sensor brauchst Du zusätzlich entweder den Zeiss 1.6x T2 - T2 oder einen 1,5x Telekonverter für Canon EF. Bei machen den gleichen Job aber zu sehr unterschiedlichen Preisen.

Ich würde die Olympus verwenden, das macht weniger Probleme und bleibt preiswerter.

Olympus: Zeiss 60-T2 (oder entsprechendes Drehteil) + T2-Adapter für Olympus.
Canon: Zeiss 60-T2 + Zeiss T2-T2 1.6x (oder EF Telekonverter 1.5x) + T2-Adapter für Canon EF.

Viele Grüße

Alexander

Viele Grüße

Alexander