Botanik: Rote Johannisbeere Ribes rubrum, syn. Ribes sylvestre *

Begonnen von Hans-Jürgen Koch, Januar 09, 2024, 10:08:59 VORMITTAG

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Wutsdorff Peter

Guten Abend Rainer,
dann benötige ich eine Kurzanleitung für Dummies.
Ich möchte  bei verschiedenen Tiefenschärfen aus so ca. 3 - 5 Aufnahmen ein resulierendes Bild erhalten.
Vielen Dank im Voraus
Peter

Hans-Jürgen Koch

Hallo Rainer,

jetzt bin ich neugierig geworden.
Picolay ist bereits auf meinem Rechner installiert.

Gruß nach Seligenstadt
Hans-Jürgen
Plants are the true rulers - Pflanzen sind die wahren Herrscher.

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Gerne per "Du"

RainerTeubner

#17
Hallo Peter, hallo Hans-Jürgen,

heut bei beginnendem Glatteis hier in Seligenstadt kann ich die Zeit nutzen, meine Vorgehensweise mit picolay zu beschreiben. Prof. Cypionka hat einige instruktive Videos zu Benutzung von picolay veröffentlicht, es lohnt sich, diese anzuschauen.

  • Ich lege einen neuen Ordner an, in den ich die einzelnen Bilder des Stapels später  speichere.
  • Dann überprüfe ich mit Grob/Feintrieb den Bereich, in dem ich das Präparat verfahren muß. (Ich hab noch ein altes Standard Universal mit dem begrenzten Verstellbereich des Feintriebs.) Ordentlich zentrierte Beleuchtung und maßvolles Schließen der Aperturblende zählt zu den üblichen Voraussetzungen, man kann die Blende auch etwas weiter als sonst öffnen, die erforderliche Tiefenschärfe kommt ja mit picolay.
  • Danach fertige ich die Aufnahmen (Zeitautomatik an der Kamera, jpeg-Bilder) an, die Verstellwege des Feintriebs wähle ich nach Gefühl, es ist, für unsere Zwecke, nicht erforderlich, mit Schrittmotorsteuerung zu arbeiten. Wenn man möchte, kann man die Skala des Feintriebs zu Hilfe nehmen.
  • In picolay lade ich die Bilder, wähle die Stacking-Parameter aus, ich lasse immer einen Satz von drei verschiedenen Einstellungen rechnen und wähle dann zur weiteren Bearbeitung mit gimp das Bild aus, das mir am besten gefällt.
  • Das Anfertigen von Stapeln mit picolay ist also erst mal recht einfach, mit zunehmender Routine kommt dann der Wunsch nach mehr, wie beispeilweise 3D-Bilder.

Viel Erfolg beim Ausprobieren, wenn Fragen aufkommen, nur zu!

Viele Grüße!

Rainer
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Orkim

@Peter: hilft dir diese einführende Anleitung vom Picolay-Autor weiter?


Du brauchst anfangs nur eine Anzahl Bilder mit verschiedenen Schärfeebenen. Picolay öffnen, mit <Strg>-<A> wählst du deine Bilder aus und kannst im Picolay-Menü unter <Stack-Operations> die Berechnung mit dem Eintrag <Stack with current paramters> starten. Nach einiger Zeit siehst du im unteren rechten Fenster das Ergebnis, das mit einer Standardeinstellung von Picolay erzeugt wurde. Vielleicht erst mal so weit nachvollziehen - die "Parameteranpassung" ist dann noch ein paar Klassen höher. Und: vielleicht startest du eher mit ein paar mehr Aufnahmen, z.B: 8 oder 10 Bildern. Viel Erfolg!
Gruß, Peter
"It is a good thing to own a microscope; it is a far better thing to use the microscope"
(H.Scherren - Ponds and Rock Pools)

Hans-Jürgen Koch

Hallo Rainer, hallo Peter,

danke für Eure Tipps zum Stacking mit Picolay.

Gruß

Hans-Jürgen
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Wutsdorff Peter

Guten Morgen Rainer,
ich werde  beide  Beiträge ausprobieren

Gruß Peter

Wutsdorff Peter

Ja, ist ja alles sehr schön mit dem  Beitrag von Peter/Orkim .
Selbst wenn ich auf Vollbild stelle und starke Vergößerung einstelle, sind die Leisten, die angeklickt werden kaum zu erkennen .
Eine einfache und schnelle Methode stelle ich mir (Grufti 84) anders vor.
Auch der Ton ist ausgesprochen schlecht. Ich verstehe oft nur  Bahnhof .
Jetzt werde ich die Anweisung  von Rainer vornehmen.
Gruß  Peter Wff

Nochnmikroskop

Zitat von: Wutsdorff Peter in Januar 21, 2024, 11:33:20 VORMITTAGSelbst wenn ich auf Vollbild stelle und starke Vergößerung einstelle, sind die Leisten, die angeklickt werden kaum zu erkennen .


Hallo Peter,

am Video kannst Du die Auflösung auf HD stellen, dann kann man im Vollbild alles erkennen.

LG Frank
Screenshot_20240121_114340_Chrome.jpg
LG Frank

Wutsdorff Peter

Gueten Abend  Peter u. Rainer.
Mit einem 6,3-Obj. habe ich 7 Schnitte mit unterschiedlicher Tiefenschärfe erstellt .
Die 7 Bilder erscheinen l.o.. man kann sie anklicken, dann erscheint das angekl. Bild l.u.
Dann habe ich Picol. aktiviert (wie weiß ich nicht mehr). und re. u. erschien als Ergebnis ein grünes Bild. Warum ist es grün?
Gruß Peter Wff
Ich werde mit einem stärkeren Obj.  üben

Wutsdorff Peter

Noch was : Wenn ich einen Beitrag downloade, wird das unter Downl.  gespeichert. Wenn ich mir das im Downl. ansehe, erscheinen eine Vielzahl von  Bildern, mit denen ich nichts anfangen kann.
Wie komme ich an das Original?
Gruß Peter Wff

Orkim

Guten Abend Peter,

das "grüne Bild" wird im Youtube-Film ab Minute 9:30 erklärt. Das grüne Bild ist die "Tiefenkarte". Gleiche Farbe bedeutet gleiche Ebene der Tiefenschärfe. Dabei bedeutet gelb die oberste und blau die unterste Ebene. graue Bereiche stehen für Mittelwerte. Die Karte wird für dreidimensionale stackings verwendet, kann dir aber auch nutzen wenn du später mal an den Parametern drehen willst um das Ergebnis zu optimieren. Hast du im obigen Betrag #18 auch auf den "YouToube" Schriftzug rechts unten geklickt? Dann öffnet sich das Video direkt über Youtube, und du kannst es in voller Größe ansehen. Dann sind auch die einzelnen Vorgänge und das Auswählen der Menüpunkte gut erkennbar.
"It is a good thing to own a microscope; it is a far better thing to use the microscope"
(H.Scherren - Ponds and Rock Pools)

RainerTeubner

#26
Hallo Peter,

die Vorgehensweise mit picolay ist die folgende:

  • Man lädt die Bilder nach dem Aufruf des Programms picolay in picolay mit dem Befehl "File" - "Add images". Man muß dazu vorher in das entsprechende Verzeichnis, in dem Deine Bilder auf der Festplatte liegen, springen. In dem Fenster links oben erscheint dann eine Liste der ausgewählten Bilder.
  • Danach wechselt man zu dem Menüpunkt "Stack operations" - "Set stacking parameters". Fürs Erste kann man die vom Programm vorgeschlagenen Parameter übernehmen, man sollte aber beim Punkt "Test 4 filter settings" den Haken setzen, dann probiert picolay 4 verschiedene Parametersätze aus.
  • Nach dem Klick auf "Go" beginnt das Programm zu arbeiten.
  • Links unten wird nach dem Ende der Berechnung eine Tiefenkarte (das grüne Bild) angezeigt, rechts unten das Resultat.
  • Schließt man picolay, wird man gefragt, ob man die durch picolay erzeugten Bilder behalten möchte, das beantwortet man mit Ja.
  • Anschließend kann man die Ergebnisbilder mit dem Bildbearbeitungsprogramm seiner Wahl bearbeiten, nachdem man sich aus den 4 Resultatbildern das Beste herausgesucht hat. Nicht jeder Parametersatz gibt mit jeden Objekt ein optimales Ergebnis. Da hilft nur ein polypragmatischer Ansatz. (Solange probieren, bis es klappt.)
Mikroskop: Carl Zeiss Standard Universal
Bildbearbeitung: Gimp, Helicon focus und picolay
Kamera: Canon EOS 5D II

Miralu

Hallo Hans-Jürgen,

das sind ja wunderbare Aufnahme und die Infos fande ich sehr lehrreich. Vor allem die Farben stechen richtig schön hervor.

Ich bin noch ein Neuling und würde gerne auch ein paar Pflanzenpräparate anlegen. Ich habe bis jetzt mehrere Färbelösungen von Morphisto Safe Line Reagenzien gefunden und bin überfragt, welche zu Beginn sinnvoll wäre?

Leider gelingen mir die Schnitte auch noch nicht so, aber mir fehlt da noch die Übung😉

Viele Grüße

Nicole

Orkim

Hallo Nicole,

die Färbungen von Hans Jürgen im Hellfeld sind Wacker-Färbungen (W3A). Leider, leider, leider....sind die nicht mehr erhältlich, es fehlt an einer wesentlichen Komponente, die nicht mehr auf dem Markt ist.
Es laufen meines Wissens aber Forschungen der berufenen Forenteilnehmer (hauptsächlich Chemiker), wie man diese Färbungen mit anderen Komponenten möglichst gut nachahmen kann.
Wenn du meinen Tip hören willst: beginne mit der FCA-Färbung nach Etzold. Die ist recht narrensicher, führt eigentlich immmer zum Erfolg und ist auch schön anzuschauen. Dann stößt du schon automatisch auf die Probleme, die damit zusammenhängen als da wären: Auswaschen des roten Farbstoffes Fuchsin durch wässrige Alkohollösung ("differenzieren")  punktgenau hinkriegen, das Zerreißen der dünnen Handschnitte durch wechselnde Alkoholkonzentrationen möglichst vermeiden u.s.w. - also, du mußt die Probleme nicht suchen, sie kommen zu dir  ;)  ABER: das erste selbsgefertigte Dauerpräparat ist schon ein besonderes Ereignis - egal, wie schön es geworden ist. By the way: hast du schon Euparal zum Einbetten? Und schließlich: ich finde die Arbeitsanleitungen des Mikroskopischen Kollegiums Bonn und der Berliner Mikroskopischen Vereinigung sehr hilfreich. Viel Spaß bei deinen ersten Präparationen!
Gruß, Peter
"It is a good thing to own a microscope; it is a far better thing to use the microscope"
(H.Scherren - Ponds and Rock Pools)

Hans-Jürgen Koch

Hallo Nicole,

danke für dein Interesse an meiner Arbeit.
Peter war mit seinem Tipp schneller, die FCA-Färbung nach Etzold ist eine gute Wahl für den Einstieg.
Erstellen von mikroskopischen Schnitten und die Färbungen sind reine Übungssache, ich wünsche dir Geduld und gutes Gelingen.
Gruß
Hans-Jürgen
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