Überlegung Bildverarbeitung: Querschnitt durch Bilderstapel

Begonnen von Michael K., März 06, 2024, 13:18:24 NACHMITTAGS

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Nochnmikroskop

Zitat von: Noch so'n Michael in März 08, 2024, 11:51:39 VORMITTAGnein, wenn du mit "Laserscanning" Konfokal-Mikroskopie meinst,
...
Ein ehemaliger Kollege macht das regelmäßig mit Diatomeen, um daraus 3D-Modelle zu generieren, das steht bei mir ziemlich weit oben auf der "würde ich sooo gerne mal selber machen" Liste 8)

Beste Grüße,
noch so'n Michael

Hallo Michael,

Keyence und Olympus sprechen von Laserscanning Mikroskopen, ist aber wohl nur ein anderer Ausdruck für das Gleiche Prinzip.

So eine Keyence Vorführung habe ich mal hier zuhause gehabt, allerdings recht kurz, war auf dem Rückweg eines Kunden. Das war schon spannend. Ich hatte aber keine eingedeckten Muster vorführen lassen, nur Schmetterlinge etc.
Übrigens sind die Leute sehr gerne bereit mal Ihre Produkte privat zu präsentieren - nur zu.
Aber das vorgestellte System VK-X3000 kostet leicht 100KEuro, ohne Verhandlung.

Mir fehlt der nötige ... Platz  ;D . Ein System reicht auch. 

LG Frank
LG Frank

Noch so'n Michael

Hi Frank,

ein Keyence VHX-5000 steht hier im Labor nebenan 8) und zur Not würde ich an deiner Stelle für sowas Leckeres zuhause einfach Platz schaffen ;)

Aber wir reden hier über ganz andere Größenordnungen, was die Auflösung anbelangt, selbst mit dem hochvergrößernden Objektivkopf ist das Keyence wohl nur sehr eingeschränkt für Diatomeen geeignet. Ich scanne hier fürs Alltagsgeschäft Diatomeen mit 0,09 µm/Pixel bei einer NA von 1.42, über bis zu 100 Fokusebenen im Abstand von 0,5 x der Schärfentiefe des Objektivs.

Heribert Cypionka

#17
Hallo Michael,

genau das, was du in deiner anfänglichen Überlegung und Abbildung gezeichnet hast, kann man mit PICOLAY (bitte mit einem 'C' - der Name steht für PICture OverLAY) machen. Ich habe das Verfahren, das ganz anders als das normale Stacking funktioniert (nämliche ohne Tiefenkarte), Hologramm-Stacking genannt. Jedes Pixel, das einen wählbaren Kontrastwert überschreitet, wird gezeichnet (bei jedem beliebigen Kontrastverfahren). Alternativ kann man auch nach (Fluoreszenz-)Farben statt Kontrast suchen :)

D.h. bei einem Minimum-Kontrast von 0 wird nur die oberste (oder aber unterste!!) Schicht sichtbar werden. Bei geeigneter Wahl des Minimums und der Filtergröße kann man selektiv Strukturen in allen Ebenen erkennen. Man stellt bereits vor dem Stacking den Betrachtungswinkel ein, so dass übereinander liegende Strukturen sich nicht verdecken müssen ;)

Außerdem kann man die optischen Schnitte, die einen Bilderstapel ausmachen, mit dem o.g. Filter sieben und exportieren, zum Beispiel zum 3D-Druck oder zu einer Animation, wie die innneren Strukturen eines semitransparenten Objekts aufeinander folgen.

Schaut euch dazu mal meine entsprechenden YT-Videos an...

https://www.youtube.com/watch?v=5MKPi-_whZU

https://www.youtube.com/watch?v=0kVqm5xMaMY


Viel Spaß beim Ausprobieren. Es ist nicht immer ganz einfach. Aber notfalls kann ich gern Hilfe anbieten...

LG
Heribert

Nochnmikroskop

Hallo Michael n.s.M,

Die höchste NA für das VHX ist ein Objektiv mit 0,82 bei 4 mm Arbeitsabstand. 
Schlimmer ist aber das kein Kondensor vorhanden ist. Auch für Deckgläser ist das Ganze kein Vorteil.  Die LED bringt zwar etwas, aber kein Vergleich. 

Du hast natürlich recht, für so feine Details ist das System nicht geeignet. 
Ich übe gerade mit der schiefen Beleuchtung, da sieht es schonmal günstiger aus. Subjektiv.

Ich lasse bei Zeiten mal Heriberts tolles Picolay drüberlaufen, mit den Anregungen und Beispielen aus dem Hologramm-Stacking könnte man trotzdem mal einen Versuch durchführen.

Mit Helicon könnte man auch die ganze Arbeit aufteilen und in Häppchen verarbeiten. Das Substacking bietet dann mehr Möglichkeiten der Einflussnahme. Kommt aber nicht an einen versierten User von Picolay heran, schätze ich.

Lieber Heribert,
Vielen Dank nochmals für Deine gute Vorarbeit und den gut erklärenden Videos.
Die Hologramm Funktion, wobei man auch schwächer kontrastierte Mermale heraus arbeiten kann ist nazürlich ein super Alleinstellungsmerkmal. (Anm. ImageJ kenne ich jetzt nicht von der Anwendung).

Hast Du schon einmal vergleichen können, ob nach Herausarbeiten der schwachen Strukturen letztendlich auch die "echte" unverfälschte Struktur dargestellt wird? Vgl. REM oä?

LG Frank
LG Frank