Ich sehe nichts, was mache ich falsch?

Begonnen von Werner R., Juni 28, 2024, 18:30:04 NACHMITTAGS

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Werner R.

Hi
Habe mich vor zwei Tagen bei den Mikroskopikern ( Schreibt man das so?) vorgestellt und etwas verschwiegen. Schon vor ca. 10 Tagen kaufte ich mir ein Swift 350T Mikroskop bei Amazon.
Dieses ist von vielen als Einsteiger Mikroskop empfohlen worden. Ich finde es hervorragend.
Das Euromex iScope wird ja erst Ende nächster Woche geliefert.

Vor ca. 9 Tagen nun, habe ich mir einen sogenannten "Heuaufguss" erstellt, nachdem ich viel darüber gelesen und auch gesehen (YT) hatte.

Ich habe verwelkte Blätter, altes Heu, Gras und Moos verwendet. Sogar altes Moos vom Baum gekratzt.
hatte mal gelesen, dass die Chance ein Bärchentierchen größer mit Moos ist.
Dazu habe ich aus unserem Weiher Wasser hinzugefügt. Ausserdem ein paar Tropfen Kondensmilch und 3 Haferflocken als "Nahrung".
Das ganze in einem Gurkenglas im Freien in ein schattiges Plätchen im Norden gestellt, natürlich offen.
In der Erwartung alles richtig gemacht zu haben, habe ich vorher zum ersten Male eine Probe geholt und ab unters Mikroskop.
Absolute Enttäuschung, ich habe nicht das geringste Anzeichen von etwas "Lebendigem" gefunden.
Das einzige Merkmal ist, dass der Aufguss einfach bestialisch stinkt.
Ich hatte schon mal vor ca. 13 Jahren das gleiche gemacht. Damals hatte ich ein gebrauchtes Zeiss.
Das Heuaufguss Resultat war das Gleiche, deswegen hatte dieses "Hobby" schnell ein Ende gefunden.

Jetzt als Rentner möchte ich natürlich nicht so schnell aufgeben
Nun meine Frage an die Profis, was habe ich falsch gemacht ?
Über Tips würde ich mich freuen.

Viele Grüße

Werner

liftboy

Hallo Werner,

Zitatwas habe ich falsch gemacht ?

so ziemlich alles :-)
1. zu hohe Ansprüche
2. falsche Einstellung des Mikroskopes
3. falscher Umgang mit dem Medium

Tu mir die Güte und lies erstmal die Mikrofibel durch!
Wenn Du dann nach den Anweisungen vorgehst, kannst Du nichts falsch machen und wirst auch was sehen (in den Aufgüssen wimmelt es normalerweise; allerdings immer sehr! klein). Versuch jetzt nicht, die Bakterien zu bestimmen; nimm Dir lieber etwas größeres vor, mit dem Du auch Dein Mikro optimal einstellen kanst.

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
LOMO-Service
Das Erstaunen bleibt unverändert- nur unser Mut wächst, das Erstaunliche zu verstehen.
Niels Bohr

Werner R.

Hallo Wolfgang

So ziemlich alles?

1. Warum hab ich zu hohe Ansprüche? Ist es zu hoch, etwas in einem Wassertropfen entdecken zu wollen?
2. Woher weisst du, ob ich mein Mikroskop falsch eingestellt habe?
   Ich habe mich lange mit Lesen und YT beschäftigt. Ich habe Objektive 4x,10x,40x und 60x und Okular
   Mit 4x Objektiv angefangen, sehe ich alles sehr scharf, dann 10x und 40x, trotzdem sehe ich nichts
   lebendes.
3. Falscher Umgang mit dem Medium? Meinst du mit dem Wassertropfen?

 Sorry, aber ich hätte mir lieber gewünscht du gibst mir als Anfänger Tips anstatt mich mit "nicht  erklärenden Fakten" zu konfrontieren.

 Ok, dann ist der einzige Tipp, das Lesen der Mikrofibel, alles klar. Sehr ermutigend für einenn  Anfänger

Trotzdem danke für die schnelle Antwort

Gruß

Werner

Rene

Hallo Werner,
Gehen Sie zu Tümpel, Bach und Weiher und pressen Sie das Wasser von einigen Wasserpflanzen in eine Flasche. Erfolg garantiert.
Wolfgang hat Recht, dass man in einem Heuguss vor allem kleine und durchsichtige Bakterien findet. Und wenn das Probenwasser noch einigermaßen klar ist, dann ist es ein Ozean, in dem man versuchen kann, diese Viecher zu finden.

Viele Grüße, René

Werner R.

Hallo Rene

Obwohl ich nach Anleitung vorgegangen bin, ist mein Heuaufguss falsch?
Warum? Niemand sagt mir, was ich falsch gemacht habe.
Ich hoffe, dass sich noch andere "Tümpler" melden und mir Tipps geben können.

Rene, ok, werde mal versuchen Wasserpflanzen zu finden.

Viele Grüße

Werner

Peter Reil

Hallo Werner,

dieses Heuaufguss-Experiment hatte ich vor vielen Jahren auch so gemacht - mit dem gleichen Misserfolg.
Wenn dein Heuaufguss stinkt, dann sind da viele Bakterien am Werkeln. Die Dinger sind allerdings so klein, dass du sie nicht wahrnehmen wirst. Du kannst einfach abwarten (ohne Milch o.ä. zugeben) und alle paar Tage mal kontrollieren, ob sich da doch noch was entwickelt.

Du willst was Lebendiges finden, z. B. Bärtierchen? Eine bei mir zu 100% funktionierende Methode ist folgende: Moos, das von einem Hausdach gefallen ist (z.B. beim Sturm), oder was du dort runter holen kannst, ist optimal. Egal ob es feucht oder absolut trocken ist.
Das Moos in ein Gurkenglas, dann bis zur Hälfte des Mooses mit Wasser füllen.
Eine Stunde warten. Dann das Moos über dem Wasser ausquetschen und entfernen.
Im Wasser sind immer Bärtierchen (jedenfalls bei mir).
Um sie zu finden, braucht es manchmal mehrere Präparate.
Dazu mit einer Pipette etwas Wasser entnehmen und auf dem Objektträger eine "Line" ziehen (wie beim Kokain :) ). Ohne Deckglas mit dem 4x Objektiv durchmustern.
Hat es was, kann man überflüssiges Wasser entfernen und Deckgläschen vorsichtig auflegen.
Manchmal kann man die Bärtierchen bereits mit einer starken Lupe erkennen.

Wo du auch ganz sicher "Lebendiges" finden wirst, ist im Wasser eines Übertopfes bei einer zu viel gegossenen Pflanze.

Nicht aufgeben!

Gruß
Peter

Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Werner R.

Hallo Peter

Mein Heuaufguss stinkt wirklich bestialisch. Habe das kleine Probengefäss mit der Probe schon 3x mit Seife gereinigt.
Ok, dann hätte ich eventuell mit dem 60er kl. Bakterien sehen müssen?
Wie schon gesagt, auch mit dem 40er habe nichts gesehen.
Und gerade wegen den Bärentierchen habe ich Moos vom Weiher und vom Baum benutzt.

Danke für den Tipp. Habe zufällig heute Moosteilchen in unserem Rasen gesehen. Werde diese gleich mal holen. Und auch das mit dem Blumentopf ist eine gute Idee.

Nein, diesmal gebe ich so schnell nicht auf.
Gibt ja noch sehr viele Möglichkeiten.

Schönen Abewnd noch und danke

Gruß

Werner

K. B.

Hallo Werner,

Bakterien kann man meistens nur nach anfärben ab dem 40er oder mit zimlich geschlossener Kondenserblende oder mit Phasenkontrast im 100er Objektiv als sehr kleine "wackelnde" Punkte oder Stäbchen sehen.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Werner R.

Hallo Kay

Danke für die Info.
Ja, habe ich schon in YT gesehen. Ich habe gerade auch mit Dunkelfeld experimentiert.
Diesbezüglich habe ich (mit 3D Druckern erstellte) Filter in Ebay erworben.
Schaut wirklich klasse aus.
Wie schon gesagt, Ende nächster Woche bekomme ich mein Euromex iScope PLI.
Danach geht es erst richtig los. Gibt dann viel zum Experimentieren mit den Filtern.
Auch mit dem Polarisationsfilter und Schrägblende ( Pseudo DIC ).

Gruß

Werner

Peter V.

#9
Hallo Werner,

vorweg: Ich schätze Liftboy-Wolfgang als einen wirklich erfahrenen und allzeit hilfsbereiten Mikroskopiker, aber in einem Punkt muss ich ihm heftig widersprechen und Anfänger warnen:

Lesen Sie nicht die Mikofibel!

Sie ist einfach zu umfangreich, hat zu viele Baustellen und ist in vielen Teilen auch nicht mehr "aktuell". Sie ist eher etwas für denjenigen, der sich primär für die Mikroskoptechnik interessiert. In meinen Augen schreckt sie Anfänger eher ab!

Zum konkreten Problem: Ich komme gerade in diesen Minuten (!) von einem nahegelegenen kleinen Teich mit solchen Algenwatten an der Oberfläche
Screenshot_20240628_221134_Gallery.jpg
Ich habe einfach diesen "Schlarz" in die Hand genommen und über einem kleinen Konservenglas ausgepresst.
Screenshot_20240628_221031_Gallery.jpg

Darin gibt es 100prozentig massenhaft "Leben"! (Ich werde mich selbst damit auch gleich vor das Mikroskop setzen). Und ein solches Kleingewässer findet man ziemlich sicher überall in der Nähe, sogar in der Großstadt.

Um an Bärtierchen zu gelangen, muss ich mich nur aus dem Dachfenster meines Hauses lehnen:



Das Verfahren bei bereits trockenem Moos hat Peter Reil schon beschrieben. Man findet auch nahezu immer Rädertierchen.

Heuaufgüsse stinken IMMER und da sich in dem fauligen Wasser Bakterien wunderbar wohlfühlen (die auch den Gestank erzeugen) sind sie zum Beispiel im Schulunterricht verboten. In der sich oben absetzenden matten "Kahmhaut" findet man aber eigentlich auch regelhaft Ciliaten. Wenn Du die Pipette einfach mitten in das Heuaufgußwasser tunkst, wirst Du da tatsächlich nicht viel finden.

Ichb habe mir gerade mal das von Dir gekaufte Euromex angeschaut. Für den Preis hätte man gebraucht...na ja, das weißt Du ja selbst. Aber immerhin scheint das wirklich ein recht brauchbares Mikroskop zu sein, mit dem man sicher auch gut mikroskopieren kann, wenngleich Euromex aus verschiedenen Gründen nicht meine erste Wahl gewesen wäre.

Bakterien sind übrigens sowas von uninteressant - letztlich nur ein paar kleine Punkte, die man auch nur mit dem 100er Objektiv sieht.

Herzliche Grüße
Peter





Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Gerd Schmahl

#10
Hallo Werner,
bitte noch nicht aufgeben, aber doch etwas anders angehen. Sicher hast Du nicht alles falsch gemacht, aber vielleicht hast Du etwas sehr viel organisches Material in Deinem Heuaufguss. Du hast ja auch alles rein gemixt, was Du so bekommen konntest.

Wenn zu viele Nährstoffe drin sind (noch dazu, wenn sie so schnell zersetz-bar ist wie Milch und Haferflocken), vermehren sich die Bakterien massenweise. Die verbrauchen dann nahezu jeden Sauerstoff, denn es gibt ja auch keine lebenden Pflanzen, die welchen nachproduzieren könnten. Du wirst also ein anaerobes Milieu erzeugt haben, das die von Dir erwarteten Bärtierchen und auch viele andere Wasserbewohner nicht vertragen. Speziell die Bärtierchen in den Moosen sind an das Gegenteil angepasst. Sie leben in einer sehr dünnen Wasserhaut, die ständig mit der Luft Kontakt hat und dazu produziert das Moos noch reichlich zusätzlichen Sauerstoff. Die von Peter dargestellte Methode ist in Bezug auf das Auffinden von Bärrtierchen sehr viel besser, aber auch hier ersticken die Bärtierchen, wenn sie im tiefen Wasser bleiben und nicht die Möglichkeit haben wieder zurück in das Moos und die Luftumflutete Wasserhaut zu gelangen. Sie können im Wasser auch keine Trockenstadien (Tönnchen) bilden. Austrocknen vertragen sie daher weit besser aus "tiefes" Wasser und sei es nur 1cm tief. Da sind sie meist schon am nächsten Tag tot. Etwas anders ist das bei Arten, die primär in Seen und Teichen leben, aber die findet man nicht so schön regelmäßig wie die "Mooslinge".

Bärtierchen im Heuaufguss kannst Du also eher vergessen. Trotzdem sollten zahlreiche Lebewesen erscheinen, die weit größer sind als Bakterien, nämlich Bakterienfresser wie manche Wimperntierchen, Amöben und später auch Rädertierchen. Die kommen aber alle erst etwas später als die Bakterien. Die sind zwar da, aber sie müssen sich erst so stark vermehren, dass Du sie findest.

Wichtig: Wenig organisches Material (1..2cm im Gurkenglas reichen) und dann mit Teichwasser auffüllen (kein Leitungswasser). Vorteilhaft ist es etwas Teichschlamm, aber wenig mit hinein zu tun, denn darin leben die Arten, die Sauerstoffarmut gut verkraften.

Schon jetzt sind viele Arten in dem Glas, aber es müssen erst die für sie günstigen Bedingungen entstehen. So erlebt man normalerweise über viel Wochen eine Abfolge von verschiedenen Arten. manche halten sich auch nur in einer bestimmten Schicht im Glas auf. So bilden Pantoffeltiechen oft eine weiße Wolke im mittleren Bereich des Glases, wo der für sie günstige Pegel verschiedener Parameter (besonders wieder der Sauerstoff) zu finden ist. Es lohnt sich also durchaus, Proben aus verschiedenen Tiefen des Glases zu entnehmen.

Aber wozu eigentlich einen Heuaufguss ansetzen, wenn es einen Teich gibt, aus dem Du das Wasser holen kannst? Da gibt es doch immer genug zu sehen:
- den grünbraunen Belag von Steinen und Holz mit einer kleinen Bürste in einer Schüssel mit wenig Standortwasser abbürsten: Kieselalgengarantie.
- etwas grüne Algenwatte einsammeln und wenig davon auf einem Objektträger in einem Tropfen Standortwasser zerrupfen und Deckglas auflegen: Ein Dschungel aus Grünalgen und oft mit Bewuchs auf den Algen zwischen denen sich diverse Tiere tummeln. Welche das sind hängt von der Wassergüte ab. Am artenreichsten sind die nicht ganz sauberen Gewässer der Güteklasse 3 (leicht eutroph, also mit reichlich aber nicht zu viel Nährstoffangebot).

Wenn Du die Bewohner des offenen Wassers angucken willst, brauchst Du ein Planktonnetz, denn die sind meist recht weit verteilt und müssen durch das Aussieben erst angereichert werden, damit man sie finden kann. Und auch die brauchen viel Sauerstoff. Die angereicherten sind oft schon nach 2 Stunden tot, weil zu viele Tier in zu wenig Wasser sind.

Ich hatte Dir - glaube ich jedenfalls - schon meine Heftchen "Tümpeln als Hobby" verlinkt. Darin findest Du weitere Anregungen. Zu sehen gibt es immer was. Also nicht aufgeben!
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Werner R.

Hallo Peter

Mag sein, dass du Wolfgang als immer hilfsbereit nennst. Bei mir war er das nicht, im Gegenteil. Er sagte, dass ich alles falsch mache und hat nicht einmal genau erklärt was, geschweige denn mir als Anfänger Tipps zu geben. Ausser das Lesen dieser Mikro Bibel...äh Fibel.

Das mit dem Moos habe ich jetzt schon zum dritten Male gehört, scheint echt was dran zu sein. Leider ist auf unserem Haus nichts derartiges zu finden.
Aber ich werde bestimmt fündig werden.

Ja, ich hatte mir vor 13 Jahren auch ein gebrauchtes Zeiss gekauft. Es gibt halt aber auch andere Meinungen wie hier in diesem Forum. Ich habe nur Gutes über das Euromex gelesen. Die Verarbeitung, Optiken, Kondenser, Licht usw. soll einwandfrei sein. Ich wollte halt etwas Neues und Euromex verspricht 20 Jahre Ersatzteile.
Klar, ich hätte auch gerne ein ZEISS mit DIC......und könnte es mir auch leisten. Aber soviel Geld fürs Mikroskopieren muss am Anfang nun gar nicht sein.

Ok Peter vielen Dank auch an Dich

Viele Grüße

Werner


Werner R.

Hallo Gerd

Vielen Dank für deine immer detaillierten und kompetenten Antworten und nützlichen Informationen.
Ja, ich werde das anders angehen. Den Heuaufguss entsorge ich. Wie schon gesagt, ein wahnsinnig bestialischer Gestank, den ich fast nicht aus meinem Probenfläschchen gebracht habe.

Wie schon gesagt, habe ich über den Heuaufguss viel gelesen. Nicht zu viel hernehmen, kein Leitungswasser ( ist ja klar ), Nicht zudecken, wenig Nahrung ( 3 winzige Haferflocken und ein Spritzer Kondensmilch ist ja nicht zu viel oder?) Nicht in die Sonne usw.

Habe vorher ein wenig Moos gesammelt und nur ganz wenig Wasser vom Blumentopf in die Schale mit rein. Mal morgen schauen, ob ich was finde.
Ansonsten heisst es halt Geduld haben. Als Rentner habe ich ja Zeit.

Schönen Abend und Gruß

Werner

Michael Cytrynowicz

Werner, I hope you don't mind me writing in English.

The key to success here is being patient and trying different things. Usually, dry stuff is best - for example dry grass. Sometimes, leaves may have chemicals (natural to them) that can prevent a good culture. But try!  I have had many cases where my cultures died and would stink, it happens.

Good luck!
Zeiss Standard (Hybrid). Canon 80D / Pentax-M 40mm / RAF  adapters / Zeiss Halbkugel / Siedentopf Trino & Photo port / KPL W 12.5x Br / Optovar 0.8-1.6 / Zeiss Planapo 4/0.16 / Planapo 10/0.32 / Planapo 25/0.65 / Neofluar PH2 40/0.75 / Olympus SPlan 40/0.7 / Condenser  II z  / Stephan Hiller LED

Werner R.

Hi Michael

No, english is fine. I was working 20 years for the USA. Most time I spent in the UK.
Thank you as well for your recommendation.
As a newbie in microscopy, I have to learn a lot ( by doing ) and need more experience.
Because I failed hardly with my first "culture", I will try to avoid the terrible smell of it.

Take care

Werner