Die Leiden des jungen (?) Mikroskopikers

Begonnen von Peter T., Dezember 04, 2024, 02:02:12 VORMITTAG

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anne

Lieber Peter,
 mein erstes Mikroskop, ein Leitz Biolam, halte ich heute noch in Ehren. Es steht auf meinem "Labortisch" zur schnellen Probenkontrolle. Evtl. eignet sich Dein Mikroskop auch gut als Reisemikroskop?
Daher wird sich sicherlich auch nach Anschaffung eines weiteren Mikroskops ein gute Verwendung dafür finden.
lg
anne

Peter T.

Liebe Anne,

zum Reisemikroskop eignet es sich mit seinen ca. 10 kg nicht wirklich.
Mein Hund ist zwar genau so schwer, aber der läuft immerhin selber. Zumindest meistens.
Liebe Grüße
Peter

Sourdough

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#17
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Sourdough

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liftboy

Hallo erstmal,

der Beitrag von Jochen ist dahingehend interesant, dass dieses Malheur scheinbar scon einigen passiert ist (mir auch).
Nachdem längere Beiträge nach dem Absenden einfach im Orkus verschwunden waren, hab ich mir angewöhnt, den Text zwischendurch und am Ende in die Zwischenablage zu speichern. Da kann ich das dann immer wieder hervorholen und muss nicht neu schreiben.

Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
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3nzo

Hallo Anne,
Zitat von: anne in Dezember 04, 2024, 20:17:42 NACHMITTAGSmein erstes Mikroskop, ein Leitz Biolam, halte ich heute noch in Ehren. Es steht auf meinem "Labortisch" zur schnellen Probenkontrolle. Evtl. eignet sich Dein Mikroskop auch gut als Reisemikroskop?
Das erste Mikroskop, für das ich mich entschieden habe, war ein Reisemikroskop von Biolam, das D2, mit einem kleinen Tisch, aber mit einem Übersetzer. Alles, einschließlich der Beleuchtung, war in einem etwa 30 x 40 cm großen Aluminiumgehäuse untergebracht. Die D-Travel-Serie ermöglicht Ihnen das Arbeiten auch bei extremen Temperaturen. Ausgezeichnetes Mikroskop, das ich noch habe.
Herzliche Grüße.

Enzo

rhamvossen

#21
Hallo,

ZitatDas man als "Anfänger" nicht sagen kann was man nach einem Jahr braucht und ob man überhaupt am Thema dran bleiben möchte

Genau darum empfehle ich Anfänger ein einfaches aber gutes Kurs oder Schulmikroskop als erstes Mikroskop, auf den Gebrauchtmarkt für 50-75 EUR zu bekommen. Noch besser wäre ein Mikroskop zi leihen. Manchmal melden sich hier Anfänger die sagen: "mein Budget ist max 2000, was kann ich mir kaufen?" Aber niemand der in diesen Fall sagt: ich würde mal anfangen mit ein Einfaches Mikroskop für max 150 EUR.

ZitatIch hab mir vor 40 Jahren ein Zeiss Standard gekauft. Zeiss! Der hellste Stern am Firmament der Mikroskopie. Und jetzt: Okulare delaminiert. Den Firmen ist das Wurst, bei denen sind die Dinger abgeschrieben, lange bevor der Delaminator an den Tubus klopft.

Zeiss! Wow ;D . Abgesehen von die ewige Delamination, Zeiss war auch der König der miserabele Beleuchtung. Ich habe ein Axiostar und ein Axiolab wobei die Apertur der Objektive gar nicht homogen ausleuchtet wird. Und das bei meine beide Axiostars und Axiolabs! Zeiss, mann, erzähl mir nichts davon  ::) .Das Bresser Nextcope ist eine bessere Wahl als ein Zeiss Standard 16 mit Plastik Cpl Okulare, egal ob es ausbaufähig ist oder nicht.

Beste Grüsse,

Rolf


Sourdough

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#22
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Aljoscha

Zitat von: Sourdough in Dezember 06, 2024, 00:41:56 VORMITTAGWas ich seltsam finde ist, dass ich in USA zwar einen Großhändler gefunden habe, aber ich such schon die ganze Zeit nach der Herstellerfirma, Nexscope Inc. oder Nexcope.com oder so. Nix.


Hallo Michael,

Versuch es mal mit http://www.yxopt.com/en/about.php .

Viele Grüße

Alexander

Sourdough

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#24
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rhamvossen

#25
Hallo Michael,

ZitatBin das vom Forum gar nicht gewohnt. Macht aber nix. Ist schon recht. Ich wollte dir nix erzählen

Das war ja nichts persönlichs oder so, das war nur um zu sagen das ich dir völlig zustimme. Manchmal scheint etwas das in Niederländisch gesagt wird, etwas anderes in Deutsch zu bedeuten  ;) .

ZitatWarum hast du eigentlich gleich zwei von den Axios, wenn die nicht so super sind. Die gibt es doch auch nicht für lau. Eines OK, aber zwei, wenn das erste enttäuscht hat?

Gute Frage. Aber die Antwort ist einfach: weil ich die Axios billig bekommen konnte. Wenn Jemand 5 Axiolabs für 150 EUR pro Stück anbieten würde, dann würde ich sie allen kaufen. Man kann sie für 3-4 mal so viel wieder verkaufen. Und ich will auch nicht sagen das ein Axiolab schlecht ist, im Gegenteil. Es ist nur so das wichtige Sachen wie die Beleuchtung nicht genug Aufmerksamkeit erhalten hat. Wie kann das sein, und das von eine renommierten Hersteller wie Zeiss? Ich werde bald etwas auf meine HP drüber schreiben. Dann kann man genau sehen was ich meine, das die Auflösung nicht erreicht wird weil die Beleuchtung miserabel ist.

Hätte PeterT sich ein Zeiss Standard 16 gekauft dann hätte jeder gesagt: gute Wahl. Für den DIC hätte er sich dann nur noch die delaminierten Teile suchen müssen. Aber das finden die "Zeissianer" kein Problem. Mir fehlt die Logik.

Beste Grüsse,

Rolf

Sourdough

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#26
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Peter V.

#27
Hallo Peter,

zunächst freue ich mich über Deinen Beitrag, auf den man in Zukunft immer wieder verweisen kann, wenn ein (unbelehrbarer) Neuling* trotz unserer intensiven und gut gemeinten Beratung meint, statt eines "ollen" gebrauchten Mikroskops - schlimmstenfalls noch nicht einmal "Infinity"  ;) - ein neues, modernes, Infinity-Bresser kaufen zu wollen. (Hier möge Bresser pars pro toto stehen, also auch für andere Importeure von no-name-Chinamikroskopen).

Bresser ist in meinen Augen kein Hersteller, sondern ein Vertrieb diverser OEM-Fenrostmikroskope, die dann mit Bresser gelabelt werden. Das große Problem all dieser Mikrsokope ist, dass es sehr schlecht um die Ausbaubarkeit und fraglich um die Erstazteilversorgung bestellt ist. Ein weiteres Problem ist ein enormer Wertverlust (schlimmer als bei Neuwagen), denn all diese Mikroskpope lassen sich auf dem Gebrauchtmarkt kaum und nur für einen Bruchteil des Anschaffungspreises verkaufen, selbst nach nur minimaler Nutzungszeit. Ein gutes gebrauchtes und nicht überteuert gekauftes Zeiss, Leica, Leitz oder Olympus lässt sich auch nach vielen Jahren noch ohne großen Wertverlust an den Mann oder die Frau bringen.

Fazit: Ein Nicht-Markengerät muss man sich leisten können  ;)

Wenn man ein Mikroskop nur für einen ganz bestimmten Zweck benötigt und sicher weiß, dass man so, wie man es erworben hat, viele Jahre auskommt, es also weder ausbauen noch wieder veräußern möchte, dann kann man auch mit einem Bresser etc. zurecht kommen. Aber für den engagierten Hobbyisten oder den, der es werden möchte, ist das sicher der falsche Weg und ein unter Umständen kostpieliger dazu (Stichwort: Lehrgeld  ;) )

Wenn es nun aber nun unbedingt ein Neumikroskop sein muss (es gibt Menschen mit einer diffusen Aversion gegen Gebrauchtes generell, das muss man dann akzeptieren) und das Geld nicht für ein Mikroskop der oben genannten großen Vier reicht, empfehle ich seit Jahren schon als guten Kompromiss Motic. Motic-Mikroskope sind solide Geräte mit recht sicherer Ersatzteilversorgung, sie werden auch von seriösen FACHhändlern wie Christian Linkenheld vertrieben, der auch nach Jahren noch Support dafür leistet. Motic produziert übrigens unter anderem auch für Zeiss.

Zu den Gemischtwaren aus dem Hause Bresser würde ich jedenfalls einem ernsthaften Hobbymikroskopiker nicht raten.

Herzliche Grüße
Peter

*Dich meine ich damit explizit nicht, denn Du hattest ja bereits das Mikroskop vor dem Eintritt in unser Forum  ;)
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter T.

Hallo Peter,

da hast Du unbedingt Recht. Ich kann mich natürlich noch gut erinnern an meine Entscheidungsfindung und das war knifflig. Ausgehend von Überlegungen zu Teleskopen (!) (ich habe ein kleines, aber geniales Seestar S50) und möglichen Upgrades bin ich irgendwie zum Thema Mikroskopie gekommen. Irgendwo im Schrank stand noch ein kleines NoName Stereomikroskop, in lange vergangenen Kinderjahren hatte ich natürlich auch ein "kleines Schwarzes".
Dann war die Überlegung: Für Astrofotos brauche ich "Clear Sky" und wie oft gibts den in München, von der Lichtverschmutzung nicht zu reden.
Also google ich zu Mikroskopen ("was sich wohl getan hat in den letzten Jahren").

Und auf was stößt man da? Bresser!

Dann auf Youtube geguckt und "microbehunter" gefunden, alle seine Videos geschaut.
Mittlerweile war schon fast klar: Auf den Zug will ich wieder aufspringen.

Microbehunter testet bei sich vor allem Euromex ("Die machen auch einen guten Eindruck").

Nach Foren gesucht, dieses hier gefunden, dies und das quer gelesen. Aber keine intensive Beschäftigung mit Empfehlungen, Warnungen etc.

Dann: Bresser hat ein "Nexcope": Schaut gut aus, ist ausbaufähig (siehe meinen Startbeitrag hier im Thread). Um im Gegensatz zum Euromex auch gleich lieferbar.

Von Motic nie was gehört, keine Ahnung, dass es den Unterschied endlich/unendlich gibt.

Preise?
"Ich nehm was aus dem mittleren Segment, da kann ich davon ausgehen, dass es kein Glump ist und andererseits weiß ich ja gar nicht, ob es mir Spaß macht."

Das wars dann.

Also keine ausreichenden Kenntnisse, um über "schaut gut aus" hinauszukommen, Ungeduld ("will gleich anfangen") und so weiter. Das einzige, was ich nach wie vor richtig finde, war die Wahl eines mittleren Preissegments.

Ja, so lief das.

Ich werfe mir jetzt nichts vor, verbuche das unter, wie Du schon schreibst, "Lehrgeld" und bin froh, hier im Forum so viel Kompetenz und freundlich-unterstützende Menschen gefunden zu haben.
Weiter geht's!
Es gibt noch so viel zu mikroskopieren ...
;)

Danke an alle, die hier was geschrieben haben!
Liebe Grüße
Peter

Sourdough

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#29
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