Okularkamera Swift EC5R 1 1/4" Sensor - Eigenbau Projektiv

Begonnen von Michael K., Januar 14, 2025, 14:10:35 NACHMITTAGS

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Lupus

Hallo Michael,

ich denke dass die Aufforderung Beispiele mit Angabe der Reduzieroptik einzustellen an Daniel gerichtet war. Ich halte die Aussage, dass Systemkameras (z.B. die genannten MFT) sogar bessere Bilder bei falscher Adaption bringen für falsch. Man darf hier verschiedene Kriterien nicht durcheinander werfen. Höheres Rauschen ist etwas anderes als Unschärfe bei falscher Adaption.

Ein Vorteil der Consumer-Systemkameras ist sicherlich, dass diese bezüglich kamerainterner Bildbearbeitung wie Entrauschen und Nachschärfen "optimiert" sind, manchmal etwas zu viel. Das darf man nicht mit eventuell weniger bearbeiteten Bildern aus den Mikroskopkameras vergleichen. Gute C-Mount Mikroskopkameras - und da dürfte die 800€-Klasse dazu gehören, ermöglichen auch die Verwendung von RAW-Dateien. Da muss und kann man dann nachträglich die Bildqualität nach Bedarf bearbeiten.

Hubert

Daniel Scheibenstock

Zitat von: Mikroman in Januar 17, 2025, 09:22:03 VORMITTAGMoin Daniel,

bitte mal ein paar Beispiele einstellen mit Angabe des Equipments also Kamera+Reduzieroptik. Ich habe mehrere Testkonfigurationen hier (DSLR+Okularkameras) und kann generell nicht sagen, dass letztere (viel) schlechtere Bilder liefern. Was ist hingegen festgestelle habe, ist der Einfluss der Reduzieroptiken auf die Bildqualität.

VG
Peter

Hallo Peter,

die Kamera ist wieder auf dem Rückweg. Ich habe es am Motic (unendlichoptik) und am Zeiss Universal probiert (endlich)

M.E ist ein kleiner Fehler in der Parfocalität ja kein Problem. Das Bild war duchaus scharf mit der Cmount Kamera. Aber extrem Pixelig und rauschig (so wie halt eine alte Kamera aus dem Jahr 2000). Des weitern waren einge der Versprochenen funktionen nicht gut umgesetzt (on screen menue und direkte Kamerasteuerung ohne PC). Drum musste das Teil wieder gehen :-)

lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Mikroman

Hallo Daniel,
ohne Bilder und technischer Spezifikation bleibt das alles wohl im Dunkel. Welche Marke, wieviel Pixel, welche Reduzieroptik? Das wirst Du doch sagen können, oder? Und Bilder hast Du keine mehr?
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Daniel Scheibenstock

Die Information kann ich liefern: es war eine Bresser High End Mikroskopkamera MikroCam Pro HDMI (HDMI, SD, Full HD) mit integriertem Betriebssystem und hochempfindlichen Sony IMX236 Sensor, reduzieroptik 0,5 von bresser und eine 0,5 von Zeiss, probiert habe ich ein Zeiss Projektiv, ein 8 , ein 10 kpl, und ein 12,5 Okular. Und nichts davon hat Sinn ergeben. Am motic habe ich ohne projektiv gearbeitet da ja nicht nötig.

Bilder habe ich glaube ich nicht mehr.

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Mikroman

Moin,
ich habe mir die Kamera mal im WEB angesehen. So schlecht scheint sie nicht zu sein. Was ich nicht verstehe, hast Du die Reduzieroptik in Kombination mit einem Projektiv bzw. Okular verwendet?

Happy Weekend
Peter
Zu sehr auf sich selbst zu beharren,
ist ein unvernünftiges Vergeuden der Weltsubstanz (Juarroz, 9. Vertikale Poesie,1)

Daniel Scheibenstock

Guten Morgen Peter,

Am Zeiss habe ich auch mal ohne prophetic probiert und auch mal nur mit projektiv. Ich vermute fasst die Kamera könnte was gehabt haben.

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Michael K.

Hallo zusammen,

Ich habe Projektive zu testen bekommen (Dank geht an anne). Habe diese auch getestet. Es ist logischer schon ein Unterschied zu meinen bisherigem Eigenbau. Nun weis ich worauf es ankommt. Auch ein Zeiss
S-Kpl 10x/20 habe ich bekommen. Es funktioniert auch damit, allerdings muss ich dafür ein hohes "Ofenrohr" bauen, aber das möchte ich nicht.
Es lies mir keine Ruhe und habe nochnmals versucht mit den vorhandenen Linsen, Okularteilen etc. ein ähnlich gutes Bild hin zu bekommen. Ich habe beim experimentieren darauf geachtet das ich ein möglichst grosses Sichtfeld mit der Kamera abdecke. Dazu sollte der Farbfehler minimal sein.
Und ich denke das ist mir soweit ganz gut gelungen. Auch die chromatische Aberration ist minimal, nicht so extrem wie bei der ersten Variante.
Aber schaut selbst:

Eigenbauprojektiv:
Projektiv-Eigenbau.jpg

Testaufnahmen mit 10x, 20x, 40x, 60x:
Projektiv-Eigenbau-Test.jpg


Gruss
Michael

rhamvossen

#22
Hallo Michael,

Könntest du bitte etwas technische Details geben wie z.B.:

- An welches Mikroskop verwendest du die Kamera?
- Welche Objektive genau (Hersteller, Art) verwendest du?
- Welche Projektive genau hast du bekommen und getestet?
- Die Bilder vom Objektmikrometer sind mit ein Olympus Projektiv aufgenommen, wenn ja, welches?
- Welche Linse wird linksoben, das erste Bild, gezeigt? Das sieht nicht aus wie ein Olympus Projektiv.
- Befindet sich zwischen Projektiv und Sensor eine Linse?

Vielen Dank und beste Grüsse,

Rolf

Michael K.

#23
Hallo Rolf,


In Gebrauch ist das Universal- Forschungs- Mikroskop MBI-11 von Lomo, das 10er Objektiv ist ein
Plan 10/0,25 noname, 20er 20/0.40 noname, 40er 40/0,65 Lomo, 60er 60/0.85 noname. War so beim
Mikroskop dabei. Das 40er scheint mir ein Plan zu sein. Andere 40er von Lomo machen ein schlechteres
Bild mit Randunschärfen. Genutzt wird die Swift EC High Speed. EC5R 5MP
Zum testen hatte ich die Olympus Projektive, 2,5 3,3 und 5. Für mich stellte sich das 5x Projekjtiv als gut heraus. An den habe ich mich orientiert, die dienten mir quasi als Referenz. Darauf hin habe ich mir ein eigenes angefertigt aus einer fertigen Linsenkombination. Zudem ist alles parfokal, was mir auch wichtig ist. Da ich ein 3D Drucker habe ist eine passende Hülse schnell konstruiert.
Hier das Bild des 5er Olympus Projektivs, die dunklen Flecken sind von der Glasscheibe vor dem Fotosensor. Ist inzwischen auch gereinigt.
Projektiv-5x-0001.jpg

Hier die Linsenkombination aus dem Fundus:
Linse-Projektiv.jpg


Gruss
Michael


rhamvossen

#24
Hallo Michael,

Vielen Dank für die technische Details. Du hast also eine Linse zwischen Projektiv und Sensor. Wenn die Linse nicht dazwischen ist bekommst du warscheinlich nur ein sehr kleines Teil des Sehfeldes. Deine Ergebnisse sehen doch gut aus. Beste Grüsse,

Rolf

Lupus

#25
Hallo,

hier eine ähnliche Adaption für eine 5 MP Okularkamera:
Ich habe als Relaisoptik ein billiges Plössl Astro-Okular mit 6 mm Brennweite zerlegt (besteht aus 2 gleichen Achromaten, Durchmesser 6 mm). Dazu durch 3D-Druck eine Linsenhalterung zum Aufstecken auf die Okularkamera. Das Ganze wird mit einer Hülse auf das Okular gesteckt (Zeiss KPL 10x). Auf dem Foto ist noch eine Justierhilfe (Lochblende) zum Einjustieren des Achromaten auf "Unendlich" zu sehen.

Adaption Okularkamera 2.jpg
Adapter Linsenfassung Okularkamera.jpg

Ohne Zwischenoptik sieht das gesamte Bildfeld der Okularkamera so aus, trotz kleiner Sensorfläche ein ziemlich starker Farbrestfehler ohne Kompensationsokular (Objektiv Zeiss 10x Planachromat). Darunter das größere Bildfeld mit Okular-12mm Achromat Kombination. Die 5 MP Okularkamera ist ein namenloses chinesisches Produkt aus der 80€-Klasse. Es hat einen sichtbaren Helligkeitsabfall mit Farbstich am Rand. Aber die Abbildungsqualität des Achromaten ist einigermaßen brauchbar.

10xPlanachro Okularkamera.jpg
10xPlanachro Okular_12mmAchromat.jpg

Hubert

Michael K.

Hallo,

Vielen Dank für deine Beschreibung. Bei meiner Version ist kein zusätzliches Okular da zwischen
es ist nur die eine Linse, die augenscheinlich aus 2 zusammengeklebt ist.
Ich werde aber mal deine Version auch noch probieren.



Gruss
Michael

Lupus

#27
Hallo Michael,

man muss berücksichtigen, dass die Hersteller früher eine unterschiedliche Farbkompensation in die Objektive und dann entsprechend in die Okulare hineingerechnet haben. Ich denke dass Lomo da deutlich weniger Farbfehler (zumindest bei bestimmten Objektivklassen) hat als Zeiss West.

Ich habe für den gleichen Zweck noch ein 12 mm Plössl-Okular, das habe ich nur noch nicht getestet. Hier sollen nach meiner Planung beide Achromate verwendet werden, allerdings in einer anderer Orientierung als beim Original-Okular (eines müsste umgedreht werden). Das würde rein rechnerisch eine etwas bessere Abbildung am Bildrand geben, und die Linsen sind durch ihre Größe etwas leichter handhabbar.

Hubert


Rene

Zitat von: Daniel Scheibenstock in Januar 16, 2025, 19:13:28 NACHMITTAGSIch lese interessiert mit. Ich habe gerade eine Cmount Mikroskopkamera ausprobiert in der Preislage 900€ und war schockiert wie schlecht das Bild ist. Ich habe alle möglichen Adapter Kombinationen ausprobiert an 3 Geräten.

Warum also das teuerste Produkt einer Billigmarke wählen? Christian L. hat gute Produkte und sogar billiger als das.

Ich habe noch nie mit etwas anderem als cmount-Kameras gearbeitet. Ohne jede Beanstandung.

Nichts fur ungut,
René

Lupus

Hallo,

was man bei billigen Kameras gut sehen kann ist, dass die kamerainterne Verarbeitung schlecht ist. Meine 80€ 5 MP Kamera ermöglicht natürlich keine RAW-Dateien, und das ausgegebenen JPG-Bild hat reichlich Kompressionsartefakte, wie man an der Ausschnittvergrößerung des folgenden Testbildes einer Diatomee sehen kann (die erkennbaren 8x8 Pixel großen Unterstrukturen entstehen durch die Blockbildung bei der JPG-Umwandlung).

Diatomee Okularkamera 5MP.jpg

Hubert