Trafo-Brummen am Mikroskop - wieviel ist erträglich?

Begonnen von Peter Reil, März 14, 2025, 15:13:33 NACHMITTAGS

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Peter Reil

Hallo,

vielleicht fällt es mir erst in letzter Zeit so richtig auf. Das eine oder andere Mikroskop macht im Betrieb Geräusche. Das "Brummen" scheint vom Transformator zu kommen.
Es betrifft bei mir bevorzugt die Baureihe OLYMPUS BH2 mit der 100 Watt Halogenbeleuchtung.

Bin ich zu empfindlich - oder kann ich das Brummen irgendwie abstellen?

Freundliche Grüße
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

K. B.

Hallo Peter,

wenn sich das Brummen erst mit der Zeit entwickelt hat, liegt es wahrscheinlich an der Alterung der Bauteile oder daran das sie sich langsam lösen bzw. die Schwingungsdämpfung ihre dämpfenden Eigenschaften verliert.
Schrauben nachziehen an der Elektronik und am Gehäuse könnte helfen, ebenso wie austauschen von Dämpfern.
Wenn das nichts hilft müsste man die Bauteile gegen neue tauschen oder damit leben.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

Michael K.

Hallo,

Bin Radio-Fernsehtechniker. Früher hat man Sprühlack / Isolierlack auf die Wicklungen gegeben.
Damit war Schluss mit Brummen.

LG
Michael

Oecoprotonucli

Hallo zusammen,

falls gar nichts hilft, könnte man die Sache dann mit einem externen Netzteil betreiben, was natürlich nicht so schön ist, etwas unpraktisch ist und Platz wegnimmt, aber ggf. auch mal für andere Zwecke verwendbar ist. Der Umbau düfte ja nicht schwierig sein und darin bestehen, zwei Kabel zu lösen und anders zu führen.

Seit dem LED-Umbau meines Mikroskops benutze ich auch immer eine externe Spannungsquelle.

Viele Grüße

Sebastian
Ich benutze privat:
Leitz SM-Lux mit (LED-) Durchlicht und Phaco-Ausrüstung (ca. 1975-77)
Hensoldt Wetzlar Stereomikroskop DIAMAL (1950er Jahre)

Werner

Michael liegt richtig.
Das Brummen kommt aber nicht nur von den Wicklungen (wenn nicht stramm genug gewickelt), sondern hauptsächlich von den Eisenblechen des Kerns. Auch hier hilft Lackieren, aber diesmal der Blechkanten gegen das Bewegen der Einzelbleche. Ganz bekommt man es aber nicht weg, nur leiser. Wegen der Magnetostriktion des Eisens schwingen die Stirnseiten auch als verklebter Klotz im µm-Bereich.
Bei ungünstiger Konstruktion schwingt aber das Gehäuse durch Körperschall über die Befestigungsschrauben des Trafos, nicht nur der Trafo selbst. Hier hilft nur die schwingungsgedämpfte Befestigung über Gummistücke oder Befestigung mit Heißkleber (hiermit leider nicht dauerhaft, aber schnell vollzogen).

Gruß - Werner