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Es geht ans Eingemachte....

Begonnen von rlu, April 16, 2025, 12:04:40 NACHMITTAGS

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rlu

#15
Hallo Konservierer,

bei uns stappeln sich im Kühlschrank immer die Tomatensaucen vom DM(Drogerie Markt)
Leider haben dann schon manche Kulturen angesetzt.

Ist schon mal jemand auf die Idee gekommen, die Konserve nochmal zu verschließen?
Oder ist das überhaupt keine gute Idee?
Botulismus bei Tomaten und in Öl Eingelegtem - steffi-erklaert
Ist ja auch schon mehrfach erwähnt worden: der richtige Säuregehalt


Die großen Errungenschaften der Zivilisation sind der Wasserhahn[Trinken+Waschen](mit sauberem Wasser), die Toilette, der Kühlschrank, die Kanalisation und das Ofenrohr vielleicht noch die Waschmaschine. Wenn man bedenkt, dass diese Erfindungen nicht älter als100-200 Jahre sind, abgesehen vom alten Rom(Toilette, Aquädukt). Das Ofenrohr - unglaublich wichtig - und so übersehen.

Und der Kochtopf.

Das fasziniert mich immer wieder. Wenn wir im Verein Zuchtpetrischalen ausgießen, dann ist da eigentlich Rindersuppe drin. Wenn man die Suppe kocht und 1,5 Tage stehen lässt, dann hat sich darin Leben entwickelt. Wenn man die Suppe aber mindestens einmal am Tag aufwärmt, dann habe ich es schon geschafft, die Haltbarkeit ohne Kühlschrank auf fünf Tage zu verlängern. Der Kochtopf war vor dem Kühlschrank der Kühlschrank.  :o

Liebe Grüße
Rudolf

rlu

Hallo für alle die zurück zu den guten alten Zeiten wollen.

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Liebe Grüße
Rudolf

Peter V.

Hallo Rudolf,

ZitatRegel: Eier nicht in den Kühlschrank und dann wieder raus.

habe ich so nocht nicht gehört. Was meinst Du? Gekochete Eier?

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

rlu

#18
Hallo Peter,

rohe Eier.
Quelle, schnell gesucht: https://corporate.migros.ch/de/story/eier-im-kuehlschrank
"Bis 21 Tage nach Legedatum verfügen die Eier über einen natürlichen Schutz. Während dieser Zeit würde ein Küken heranwachsen, wenn es ausgebrütet würde. Kühle Temperaturen könnten diese Schutzschicht schädigen, und Bakterien hätten ein leichtes Spiel, ins Ei zu gelangen."

Im Kühlschrank wachsen die Bakterien langsamer. Werden sie dann aber wieder aus dem Kühlschrank rausgeholt - geht es schnell ohne Schutz.
Was dieser Schutz genau ist?

Auch noch interessant für Eierspezialisten. Wußte ich auch nicht.
"
Die Spitze sollte also nach unten zeigen. Der Grund: Am «dicken» Ende verfügt das Ei über eine Luftkammer. Liegt diese Luftkammer unten, steigt die Luft mit der Zeit nach oben. Dadurch kann sich die Eihaut ablösen, und Keime können leichter eindringen. Also: Spitze nach unten, sodass der Eidotter auf dem Eiweiss und nicht auf der Luftkammer liegt – und das Ei bleibt länger frisch.


-->
schon interessant:
Die Eier im Eierkarton liegen dann meistens falsch rum.
Das Ei fürs Kochen sollte an der Blase angestochen werden. Sie sollen nicht platzen, es soll aber auch kein Eiweiß austreten. Muß ich mal testen.

Liebe Grüße
Rudolf

rlu

Hallo,

das alte Rom, das Blei, verbleites Benzin und die Konservendose.
Man sind wir doof.


https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/der-tod-aus-der-konservendose-559039.html
"John Franklins Polarexpedition war geradezu verschwenderisch mit Proviant ausgestattet worden.Die Vorräte bestanden unter anderem aus: 61 987 Kilogramm Mehl, 16 749 Litern Schnaps, 909 Litern "Wein für die Kranken", 4287 Kilogramm Schokolade, 1069 Kilogramm Tee und fast 8000 Dosen mit eingekochtem Fleisch, Suppen und Gemüse."

"John Torrington, John Hartnell und William Braine hatten an Tuberkulose gelitten und waren an einer Lungenentzündung gestorben.Aber es war ein Gift, das sie zu leichten Opfern dieser Krankheiten hatte werden lassen: Blei. Zwanzigmal höher als der Normalwert oder noch weit mehr lag der Gehalt dieser heimtückischen Substanz bei den Seeleuten.Insbesondere die genauen Untersuchungen der Haare zeigten, daß die heimtückische Vergiftung erst auf der Reise eingetreten sein konnte. Zehn auf den Beechey-Inseln eingesammelte Konservendosen lieferten schließlich eine schlüssige Erklärung für das Rätsel:"

Wie alles, ist auch das umstritten.
https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/franklin-expedition-doch-keine-bleivergiftung/

Geschichte zur Konservendose:
https://histbrun.hypotheses.org/391
"Die Konservendose war in den 1870er Jahren keineswegs eine neue Erfindung. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts war sie in Großbritannien zum Patent angemeldet worden, nachdem der Franzose Apert das entsprechende Konservierungsverfahren entwickelt hatte. Aber es blieb ein weiter Weg zur massenhaften Produktion der Konserven. Trotz der Faszination, die von der Haltbarmachung von Lebensmitteln ausging, dauerte es noch Jahrzehnte, bis die Voraussetzung zur industriellen Produktion von Konserven gegeben waren."
 
"Den Schritt hin zur Industrie ermöglichten aber erst zwei Erfindungen. Der sogenannte Autoklav (geschlossener eiserner Kessel zum Kochen der Dosen unter hohem Druck) verkürzte seit 1873 die Mühen der Konservierung um ein vielfaches. Die anfängliche Handlötung verhinderte bis Ende der 1880er Jahre jedoch weiterhin eine Massenherstellung. Erst mit der Einführung des maschinell herzustellenden Dosenfalzverschlusses war der Weg zum wirklichen Volksnahrungsmittel frei."

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Hormongift aus der Konserve – Lebensmittel mit Bisphenol A belastet - Bund(Umweltverband)

BPA ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Epoxidharzen. Das sind Kunststoffe, mit welchen das Innere von Konservendosen häufig ausgekleidet wird, um Korrosion zu verhindern.
Das Ergebnis ist erschreckend: knapp 74 Prozent der untersuchten Lebensmittelproben waren belastet. Der BUND hat die gesundheitsschädliche Chemikalie in häufig konsumierten Thunfisch-, Tomaten- und Kokosmilchkonserven aus den Regalen der großen Handelsketten Lidl, Rewe, Aldi, Edeka, Netto und Penny nachgewiesen. In 5 von 7 Thunfisch-, 4 von 7 Tomaten- und 3 von 5 Kokosmilchkonserven konnte BPA gefunden werden. Der niedrigste Wert betrug 7,4, der höchste 510 Mikrogramm pro Kilogramm.

BPA wirkt wie das weibliche Hormon Östrogen und hat in Tierversuchen schon in geringen Konzentrationen Organmissbildungen sowie Beeinträchtigung der Gehirnentwicklung und der Fortpflanzung verursacht. Beim Menschen gilt BPA u.a. als Mitverursacher von Kreislauferkrankungen, Diabetes, Übergewicht, Störungen des Immunsystems sowie Brust- und Hodenkrebs.


Ich versuch nur noch im Glas zu kaufen, bis ich es vergesse, Bleivergiftung halt(68er).;-)

https://www.foodwatch.org/de/erfolg-eu-verbietet-bpa
Die böse EU: Erfolg: EU-Kommission verbietet BPA im Jahr 2024
Aber: "Das BPA-Verbot ist ein wichtiger erster Schritt. Aber es reicht nicht aus. Denn es gibt noch weitere Bisphenole, die ähnlich wirken wie Bisphenol A. Sie sind von dem Verbot nicht umfasst und werden ebenfalls für Verpackungen verwendet."

Liebe Grüße
Rudolf

Peter Reil

Hallo,

wenn ich euch so zuhöre, bekomme ich fast Angst. Meint ihr, ich soll meine Champignons-Konserven doch entsorgen?
Die Dose sieht aber noch einwandfrei aus.

A-IMG_8428.jpg

Aufgeprägt ist ein Datum von 1867. Ich weiß nicht, ob es sich um das Herstellungsjahr oder das Haltbarkeitsdatum handelt.

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

rlu

Lieber Peter, ;-)

um auf deinen Humorzug aufzuspringen.
Ab 1869 kannst du bedenkenlos zuschlagen.

2025-04-18 15_18_34-HEINZ Tomato Ketchup 500 ml _ HOT DOG WORLD – Mozilla Firefox.jpg

Grüße
Rudolf

Peter_le

Zitat von: Peter Reil in April 18, 2025, 15:14:26 NACHMITTAGSHallo,

wenn ich euch so zuhöre, bekomme ich fast Angst. Meint ihr, ich soll meine Champignons-Konserven doch entsorgen?

NEIN! Erst recht nicht als Pilzler ;)  :D  Es gibt einen Typen der solche Sachen "vorkostet":
https://www.youtube.com/watch?v=jZoHuMwZwTk

Grüße
Peter