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Zeiss Dik Qualität

Begonnen von Daniel Scheibenstock, April 30, 2025, 21:03:15 NACHMITTAGS

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Daniel Scheibenstock

Hi Zusammen,

Ich habe die angefügten Bilder bei Facebook gepostet und bekam den Hinweis das die Qualität ziemlich mies sei.

Als Hinweis erhielt ich die Meldung ich solle den Kondenor Ölen. Hab ich probiert aber viel hilft das nicht🫣

Der DIK ist ein Zeiss alt zentralschieber (II), was denkt ihr darüber?

Liebe grüße DanielIMG_8183.jpegIMG_8182.jpegIMG_8181.jpegIMG_8180.jpeg
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Apochromat

Lieber Daniel,

mit welchem Objektiv sind diese Aufnahmen denn gemacht? Du kannst mir gerne schreiben, dann beantworte ich Deine Fragen.

LG
Michael Zölffel

Peter V.

#2
Hallo Daniel,

das wurde so direkt auf FB dazu gepostet? Hmmm....Ich kenne nun fast alles DIKs (außer Nikon) und keiner ist wirklich "schlecht". Es hängt halt von der richtigen Zusammenstellung und korrekten Einstellung des DIKs, des Mikroskops samt Fotoadaption insgeamt ab und zum Großteil von den Fähigkeiten des Mikroskppikers (vor allem auch seinen Photshop-Skills  ;) )
Mit jedem DIK kann man sehr gute und sehr bescheidene Fotos machen.  ;)  Genau wie mit Hellfeld auch... Das ist keine Frage des DIKs.
Der DIK-Effekt ist bei Deinen Bildern doch sehr gut, Kritisieren kann man zu Recht den starken Gradienten. Es stellt sich die Frage, ob die Objektive wirklich zum System passen und ob alles richtig eingestellt ist.
Hier kann Dir Apochromat Michael sicher sehr helfen. Grundsätzlich ist der Zentralschieber-DIK prima und Ole Riemann hat damit schon ganz phantastische Aufnehmen gezeiegt (sogar praktisch Photoshop-frei). Die meisten Mikrofotografen bearbeiten ihre Bilder aber gewaltig und eerzielen nur dadurch die hohe Qualität.

Herzliche Grüße
Peter

PS: Schau mal, mit etwas Photoshop wirds schon besser..
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Jürgen Boschert

Hallo Daniel,

ich kann es immer nur wiederholen: Testet Eure Objektive beim "alten" Zeiss-DIC unbedingt mit den anderen Kondensorfrontlinsen, der 0,9-er und der 0,63-er. Die 0,9-er gibt mit dem Planapo 25 und dem Prisma II einen exzellenten Kontrast, fast gradientenfrei; mit dem Plan-Neofluar Imm ist das Bild umwerfend! Auch das vorsichtige Verstellen des Kondensors aus der Köhler-Stellung heraus kann eine dtl. Besserung bewirken. Ich habe hier nicht viele Bilder eingestellt; aber schon ein paar mit der Kombi Plan-Neofluar 25 Imm im alten DIC mit Frontlinse 0,9 und Prisma II, diese Bilder sind nicht nachbearbeitet, kamen alle so aus der Kamera.
Beste Grüße !

JB

Peter V.

Hallo Daniel,

ich habe gerade mal Deinen Facebook-Beitrag angeschaut, aber kein Posting gefunden, das deine Bilder als mies bezeichnet.

@ Jürgen und Michael Zölffel (und andere Nutzer des alten Zeiss DIK): Es existieren - leider etwas verstreut - im Forum zahlreiche Beiträge zum Zeiss DIK, auch zum alten Zentralschieber-DIK. Es wäre schön, wenn ihr einmal hier eure Erfahrungen teilt, welche Objektive von Zeiss und auch Fremdfirmen (und mit ggf. welchen Kondensorfrontlinsen) gute Ergebnisse mit dem alten DIK liefern. Ich würde dann versuchen, alle Beiträge zum Zeiss DIK an einer Stelle zusammenzufassen.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

purkinje

Hallo Daniel,
evtl. kannst Du noch mitteilen welche Bilder mit dem Plan 40 oder dem Plan Neofluar 63 entstanden sind (diese interessanten Details habe ich zumindest Deinem FB-Post entnommen) und welche Frontlinse des Kondensors nun zu Anwendung kam?
Auch interessant wäre der Unterschied zwischen Bild 1 und 2 in den Einstellungen: bei 1 eher linearer Gradient im Hintergrund, bei 2 Hotspot-artig, also "rund" und nicht nur in eine Richtung.
Beste Grüße Stefan


Daniel Scheibenstock

Hallo Zusammen,

Erstmals danke für die rege Teilnahme 😍

Die Kritik kann tatsächlich per privat Nachricht. Die Bilder sind tatsächlich schon nachbearbeitet. Meine Kamera hat ein gewaltiges Problem mit dem AWB bei DIK🫣

Ich komme zur Vermutung das ich eventuell mal genauer schauen muss ob alles zentriert ist. Aktuell schicke ich das Licht über den Kürbis nach unten und dann wieder hoch. Ich drehe dauernd am Polarisator. Am kondenors und dessen zentrier Schiebern. Irgend wie alles etwas holprig.

Aufgenommen wurde das alles mit der ungelösten 1,4 Linse.

@jürgen: das mit den Linsen habe ich vor ein paar Monaten mitbekommen. Und tatsächlich habe ich einige Objektive die passable Leistung bringen mit der 0,63 Linse. Die 0,9 ist mir leider noch nicht zugeflogen 🙈

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
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Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Lupus

Hallo Peter,

ZitatPS: Schau mal, mit etwas Photoshop wirds schon besser.
Findest Du wirklich, dass das Bild dadurch besser geworden ist? Das Original zeigt deutliche JPG-Kompressionsartefakte (8x8 Pixel-Blöcke). Der Bildinhalt kann durch "Entrauschen" und Nachschärfen nicht detailreicher werden. Ich sehe da beim rechten Bild einige "neue" Strukturen, die es so sicher im Original nicht gibt. Erst einmal die Kamerakompression minimieren, dann kann man besser über die Qualität von DIK sprechen.

Vergleich Original_Bearbeitet.jpg


Hubert

Daniel Scheibenstock

Hallo Hubert,

Die Bilder sind für die Forensoftware von 10mb auf ca. 0,8 komprimiert worden. Das hilft wahrscheinlich nicht🫣
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Lupus

Hallo Daniel,

bei Übersichtsbildern ist das sicher kein Problem (auch um den Helligkeitsgradienten zu demonstrieren), aber wenn man die Qualität der Detailabbildung zeigen will darf man beim Komprimieren nicht unter eine bestimmte Schwelle gehen.

Hubert

Peter V.

#10
Hallo Hubert,

das ist die ewige Diskussion: Was versteht man unter "besser"? Eine "bessere" Bildinformation, also mehr - tatsächlich vorhandene - Details, eine bessere Auflösung oder bessere Erkkennbarkeit dieser Details oder ein für den durchschnittlichen Geschmack "schöneres" Bild?

Die Frage kann man sich stets auch in der normalen Fotografie stellen.

Hier ging es sicher eher um "Ästhetik", wenn auf Facebook geschrieben wurde, dass die Bilder "mies" seien. Damit waren vermutlich Gradienten, inhomogene Beleuchtung, Sensorflecke und starkes Bildrauschen etc. gemeint. Ich habe auch nur ganz grob zeigen wollen, dass man diese Bilder dem "Massengeschmack" mit Photoshop noch etwas anpassen kann - was nicht objetkiv bezüglich der Bildinformation "besser" sein muss.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Daniel Scheibenstock

Hallo Peter,

Ich dachte die längste Zeit. In der Mikroskopie gehen diese 2 Standpunkte Hand in Hand. Mich stört ein gradients auch jetzt nicht sonderlich solange ich eine gute Erkennbarkeit von Details im Objekt habe. Also mein Ziel ist es mehr von den Viechern zu sehen. Dabei dürfen gerne mal ein paar gute Binder abfallen😉

Lg Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
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rhamvossen

Hallo,

Was ich auch sehe ist eine stärke CVD rechts. Das bedeutet das etwas nicht gut zentriert ist. Beste Grüsse,

Rolf

Lupus

Hallo Peter,

nachdem die Frage von Daniel nicht auf Facebook sondern im Mikroskopieforum gestellt wurde, halte ich es für legitim beim Begriff "Qualität" halbwegs objektive Kriterien anzulegen. Wir wissen beide nicht was dem Kritiker genauer nicht gefallen hat (ich würde am ehesten auf den Helligkeitsgradienten tippen). Aber auch ein "schöneres" Bild für den durchschnittlichen Geschmack muss nicht unbedingt in Richtung "Deepfake" gehen und den Bildinhalt verändern. ;)  Und wie Daniel schon eingeräumt hat, wurde das Bild hier im Forum wohl etwas zu stark komprimiert.

Hier ein alternativer Versuch der Bildkorrektur (rechtes Bild), lediglich in Form einer Dehnung der Histogramm-Verteilung des linken Bildes um den möglichen Helligkeitsbereich besser abzubilden und dadurch den Kontrast auf natürliche Weise zu erhöhen. Dabei wird keine falsche Information in das Bild gebracht. Ich habe gleichzeitig auch den Grauwert durch Verschiebung der RGB-Verteilung etwas angepasst.

Vergleich Original_Bearbeitet_Histogramm optimiert.jpg

Hubert

Peter T.

Liebe Foristen,

ohne Daniels Beitrag, der sich ja um seine geposteten Bilder dreht, zu sehr ins Allgemeine auszuweiten, bin ich genau wie Peter V. der Meinung, dass sich mit "besser" nicht viel anfangen lässt.

Das zieht sich durch die gesamte Fotografie: Ein Bild, das bei einem Wettbewerb unter tausenden Beiträgen die Goldmedaille gewinnt, ist das dann das "beste"? Oder hat es einfach den Geschmack der Juroren "am besten" getroffen?.
Wenn ich bei einem Bild mit langweiligem Himmel diesen austausche, ist das Bild dann "schlechter", weil es nicht mehr der Realität bei der Aufnahme entspricht? Was ist die Realität der Aufnahme?
Was ist "besser": Ein technisch nicht "perfektes" Bild einer seltenen Art eines Einzellers oder die xte gepushte Version von Volvox aureus?
Ein nicht optimal geschnittenes und gefärbtes Exemplar einer seltenen und noch nicht gezeigten Pflanze oder eine perfekte Darstellung vom allbekannten Efeu?
Ein weichgezeichnetes Porträt eines hübschen Models oder die knallharte Doku eines Hautkrebses beim Dermatologen? Was ist das "bessere" Bild?

Mit dem Begriff "objektive Kriterien der Qualität" in der Fotografie ist das so eine Sache, da hängt so viel vom Zweck des Bildes ab. Und wo steht, welchem Zweck die Bilder in diesem Forum dienen? Nur Doku? Oder Schönheit?
Liebe Grüße
Peter