Stereomikroskop mit höherer Vergrößerung?

Begonnen von bzemella, Juli 10, 2025, 16:07:57 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Peter Reil

Danke Rolf,

so sehe ich es auch. Das Durchlichtmikroskop sollte alle Wünsche erfüllen können. An der Ausrüstung liegt es nicht.

Als Beispiel eine Schalenamöbe, aufgenommen an einem normalen Durchlichtmikroskop (OLYMPUS BH2).
A-Arcella gibbosa.jpg

Gruß
Peter
Meine Arbeitsgeräte: Olympus BHS, BHT, CH2, CHK, Olympus SZ 30, antikes Rotationsmikrotom

Diana1982

#31
Hallo Bernd,

ZitatIch merke, daß ich erfolgreich und hauptsächlich mit dem DIAVERT arbeite, das läßt eigentlich kaum ein Mikroskopikerbedürfnis aus! Nur fehlt mir manchmal die Bildqualität bei den höheren Vergrößerungen. (Das Bild ist zu ,,körnig" und es gibt keine Einstellungsmöglickeiten, die ich kenne, das zu ändern.)

Zu Deinem Diavert habe ich mal ein paar Fragen:
Welchen Kondensor nutzt Du?
Ist es der Standardkondensor mit Apertur 0,25?
Das Diavert kann man auch mit höheraperturigen Kondensoren betreiben, damit erreichst Du mehr Auflösung und das körnige Feeling geht weg. Der Arbeitsabstand wird mit diesen Kondensoren zwar kleiner, aber mit 11mm z.B. kann man auch am Inversen noch sehr bequem arbeiten und die Auflösungssteigerung ist enorm ggü. dem Standardkondensor.
Nutzt Du Dein Diavert mit Phasenkontrast oder Hellfeld?
Phaco wirkt natürlich auch "körniger".
Wenn Du möchtest, kann ich Dir Dein Diavert etwas um- oder aufrüsten. Ich kann Dir sogar ein DIC-System dafür anbieten. Ich nutze mein eigenes Diavert auch mit DIC und das hat schon was ;)

Ein sehr gutes Stereomikroskop ist natürlich trotzdem nicht verkehrt....

LG Diana
Leitz Orthoplan
Leitz Diavert
Leica DMR
Olympus SZX12

www.microscopia.de

bzemella

Liebe Diana, ja, das wäre auch eine Möglichkeit, mein DIAVERT (ich habe es von Herbert Dietrich erworben...) aufzuwerten! Ich schicke Dir ein paar, hoffentlich aussagekräftige, Bilder und bin gespannt auf Deine Vorschläge. Alles, was geht, bessere Objektive, stärkeres Licht, Schrägbeleuchtung....
Gruß
Bernd


Diana1982

Hallo Bernd,

Na damit kann man doch was anfangen ;)

Starten würde ich mit einem Kondensorträger, mit dem Du alle Leitz-Kondensoren der 600er und 400er Baureihe "anschließen" kannst oder z.B. auch eine Heine-Kondensor. Ich glaube, weiter unten hast Du erwähnt, dass Du auch ein Orthoplan hast (oder zumindest was ähnliches). So einen Kondensorträger kannst Du auch am Diavert anbringen und im Endeffekt dann die gleichen Kondensoren nutzen, nur dass es am inversen Mikroskop natürlich Sinn macht, Kondensorköpfe so zu wählen, dass sie einen gewissen Arbeitsabstand haben.

Auch höherklassige Phasenkontrastobjektive mit hohem Arbeitsabstand (den brauchst Du wegen dem dicken Petrischalenglas oder Objektträger) würde es geben...

Ich zeige Dir nachher via PN mal ein paar Möglichkeiten auf und mache Dir ggf. gleich Angebote dazu.

Viele Grüße
Diana
Leitz Orthoplan
Leitz Diavert
Leica DMR
Olympus SZX12

www.microscopia.de

bzemella

Liebe Diana, vielen Dank für die schnelle Post. Du hast mir ja auch eine persönliche Mitteilung geschickt, die ich noch etwas ,,verarbeiten" muß. Was meinst  Du, sollten wir auf dieser Ebene kommunizieren oder doch weiter im Forum? Ich kenne mich mit der Etikette noch nicht so aus, aber ich könnte mir vorstellen, daß es Sinn macht, die verschiedenen Überlegungen auch öffentlich zu machen. Aber sonst schreibe ich Dir auch gern persönlich. Wichtig für mich wären Bilder, mit Begriffen und Zahlen und Fachausdrücken kann ich nicht so viel anfangen - aber ich weiß, daß ich mich damit beschäftigen muß.
Gruß
Bernd

Diana1982

Hallo Bernd,

Die PN hatte ich Dir hauptsächlich wegen der Angebote mit den Preisen geschickt.
Gerne kann ich Dir aber auch öffentlich meine "Gedankengänge" nochmal weiter ausführen.

So wie ich es herausgelesen habe, bist Du mit Deinem Diavert hochzufrieden, möchtest aber eine höhere Auflösung und ein weniger "körnigeres" Bild damit erreichen. Mein Gedanke war nun, Dir v.a. zu dieser höheren Auflösung zu verhelfen und darüber hinaus, Dein Mikroskop ggf. noch weiter aufzupimpen ;)

Als ersten Schritt bräuchtest Du einen Kondensorträger, damit Du anstelle des schwachaperturigen Kondensors, der an dem Mikroskop dran ist, einen mit höherer Apertur dranbauen kannst, was die Auflösung wesentlich steigern würde. Da ich recht viel Erfahrung mit dem Diavert habe, finde ich persönlich einen Kondensor mit Apertur 0.60 und Schnittweite 11 (was etwa einem "Arbeitsabstand" von 11mm entspricht) am praktikabelsten. Es gäbe auch noch andere Kondensoren mit etwas geringeren oder höheren Aperturen, aber 11 ist schon toll, da passen flache Petrischalen noch sehr gut drunter.

Zu diesem ersten Schritt mal ein Bild meines eigenen Diaverts und ein Bild von solch einem Kondensorträger. Der rote Pfeil markiert dann die Position wo der Kondensorträger ans Mikroskop gehört.

Ich schreibe im Anschluss gleich weiter...

Viele Grüße
Diana
Leitz Orthoplan
Leitz Diavert
Leica DMR
Olympus SZX12

www.microscopia.de

Diana1982

Nun weiter zum Kondensor:

Am Kondensorträger, den ich Dir eben gezeigt habe, kannst Du verschiedene Kondensoren anbringen.
Da Du hauptsächlich Phasenkontrastobjektive nutzt (sie gehen natürlich auch im Hellfeld), würde sich für diesen Kondensorträger ein Phacokondensor anbieten, den es wiederum mit verschiedenen Kondensorköpfen gibt.
Diese Kondensoren mit Schnittweite 4 oder 11 sind recht selten, ich kann aber nachsehen, ob ich noch einen zu verkaufen habe, muss nur etwas danach im Lager suchen.

Auf dem Bild mit meinem Diavert siehst Du einen DIC-Kondensor. DIC ist ein Kontrastverfahren wie auch Phasenkontrast, was transparente "Viehcher" und dergleichen im Wassertropfen sichtbarer macht - am besten Du googelst mal danach oder bemühst die Forumssuche. Dieses Kontrastverfahren wirkt wesentlich weniger körnig. Die Objekte wirken toll dreidimensional usw. Suche einfach mal im Forum danach...
Und so ein DIC-System hatte ich Dir für das Diavert angeboten (es besteht aus einem Kondensor (den siehst Du auch an meinem Mikroskop an der Stelle, wo eben auch der Kondensorträger sitzt) und zwei Objektiven. Dazu benötigst Du außerdem einen Analysatorschieber (das ist ein Schieberchen mit Polfilter).

Du meintest außerdem, dass Du ggf. bessere Objektive haben möchtest und eine bessere Beleuchtung.
Auch hier hatte ich Dir einige Beispiele an höherklassigeren Phasenkontrastobjektiven aufgezeigt. Sie sind für die dickeren Gläser am inverse Mikroskop ausgelegt (gekennzeichnet mit dem Buchstaben L für long distance).
Außerdem habe ich Dir eine bessere Beleuchtung angeboten und Dir mitgeteilt, dass es noch die Alternative gäbe, diese auf LED umbauen zu lassen.

Was ich Dir auch mitgeteilt hatte, war dass z.B. so ein DIC-System relativ teuer ist. Da Du aber auch nach höherpreisigeren Stereolupen Ausschau gehalten hast, dachte ich mir, ich biete Dir das schöne wie auch seltene System einfach mal an. Wenn es nicht Deinem Budget entspricht, lassen wir das ;)

Sollten noch Fragen zu Begrifflichkeiten offen sein, frag einfach :)

LG Diana


Leitz Orthoplan
Leitz Diavert
Leica DMR
Olympus SZX12

www.microscopia.de

bzemella

Liebe Diana,
ich bin jetzt nun schon seit einigen Tagen aus Dänemark zurück und hätte eigentlich gedacht, daß wir nun ein bißchen konkreter werden könnten. Aber, ich weiß nicht, was mit meiner E-Mail los ist, auf jeden Fall kriege ich seit zwei Wochen keine Nachricht, von welchem Mikroskopiker auch immer. Vielleicht sind alle in Urlaub?
Verregnete Grüße an alle aus Hamburg.
Irgendjemand wird doch jetzt gerade nicht in Urlaub sein!
Bernd

bzemella

Zitat von: Nochnmikroskop in Juli 11, 2025, 20:16:57 NACHMITTAGSHallo,

Bernd hat ja ausdrücklich als Anforderung " natürlich mit gleichbleibender Fokussierung und Zentrierung" gestellt.

Somit kommt meiner Meinung nach nur ein High End Stemi in Frage. Eines mit mind. 16x Zoom.
Andere Mikroskope hat er ja schon.
Ich kann das übrigens gut nachvollziehen, zumal es dann oft mit unterschiedlichen Durchlichtmöglichkeiten, z.B. schiefer Beleuchtung, Dunkelfeld, etc. geliefert wird.

LG Frank


Lieber Frank,
Ich wollte die Erörterung meines Anliegens doch noch weiterführen und Du bist bislang der Einzige, der sich in meine Fragestellung wirklich einfühlt! Diana habe ich kontaktiert, aber sie ist wohl für die nächsten Wochen nicht so ganz ,, lieferbereit", Urlaub, Überlastung...
Ich merke, daß die Arbeit mit drei Mikroskopen doch irgendwie anstrengend ist. Mein Hauptinteresse sind im Augenblick Moostierchen (Plumatella repens). Wenn Du mir weiterhelfen könntest - bitte gern.
Gruß
Bernd


Nochnmikroskop

#39
Hallo Bernd,
 
ich bin den Faden noch einmal überflogen und nicht sicher, ob es jetzt noch wesentlich neuere Erkenntnisse geben kann die Dir helfen könnten?
 
Aus meiner Sicht scheint mir der Ansatz von Diana und Dir Dein Mikroskop weiter aufzurüsten am zielführendsten zu sein.
Die Qualität der Abbildung ist bei spezialisierten Mikroskopen, jeweils für den Verwendungszweck betrachtet, auch für ein gutes Stereomikroskop  unerreichbar.
 
Die Kosten für ein gut gepflegtes Stereomikroskop sind, so vermute ich, deutlich höher, als bei der Aufrüstung.
Ggf. kann man ja die Abstufungen der Objektive vom Diavert geringer halten, als üblich. Da bin ich aber nicht wissend genug, was da alles sinnvoll kombinierbar ist. Dann hast Du insgesamt einen größeren Vergrößerungsbereich, eine höhere Auflösung und wohl auch eine stabilere Kamera-Adaption für schöne Bilder. Allerdings hat es auch den geringeren Arbeitsabstand im Vergleich zum Stereomikroskop.
 
Wie oben schon geschrieben, es gibt nicht wirklich etwas Neues.
Aber das Aufrüsten des Diavert schadet definitiv nicht, und eine Anschaffung eines sehr guten Stereomikroskops bereut man sicher auch nicht.
 
Vielleicht noch eines. Mein Olympus Stemi hat als Durchlichtbasis zusätzlich die Möglichkeit schiefe Beleuchtung und Dunkelfeld einzustellen, das möchte ich auf jeden Fall nicht mehr missen. Als Auflicht Beleuchtung ist dann noch ein segmentierbares Ringlicht schön (nachrüstbar). Und Polarisation, und Koaxial-Beleuchtung, .....  8)
 
LG Frank
 
PS: ich schaue auch gerne mal in meine anderen Mikroskope, auch wenn man da mal in den Keller muss.  ;D 
Meistens Auflicht, alle Themenbereiche
Zeiss Axiolab, Leitz Orthoplan, Keyence VHX, Olympus SZX16, Canon EOS 700D, Panasonic G9, Touptek u.a.
keine KI

Diana1982

#40
Lieber Bernd,

Bitte habe doch ein wenig Geduld!
Ich schaffe es mit Kind in den Sommerferien/Urlaubszeit und mehreren Aufträgen in der Warteschlange nicht, mich sofort zu kümmern, im September geht es, wie wir auch am Telefon besprochen haben, weiter. Ich suche Deine verlorene Email ebenfalls wie besprochen wieder raus und schicke sie Dir erneut zu.

Wir kümmern uns dann um die eine sinnvolle Aufrüstung Deines Diaverts und bei Bedarf um ein sehr gutes Stereomikroskop. Du bekommst dann auch die gewünschten Beispielfotos. Aber in den Ferien (Bayern) und weiteren o.g. Gründen  ist mir das im Moment nicht möglich.

Viele Grüße
Diana
Leitz Orthoplan
Leitz Diavert
Leica DMR
Olympus SZX12

www.microscopia.de

bzemella

Liebe Alle, die mir geantwortet haben!
Ich könnte mein Anliegen ja auch einmal anders formulieren: ich möchte Moostierchen, genauer Plumatella repens, die ich jetzt endlich in einem Gewässerabschnitt im Botanischen Garten in Hamburg-Flottbek gefunden habe, genauer und ein bißchen professioneller untersuchen! Wie macht man das, und welche Ausstattung hilft mir da am meisten? Für Hinweise, ob ich in dieser Frage doch lieber einen neuen Thread eröffnen sollte, wäre ich dankbar.
Ich freue mich über Eure Antworten
Gruß
Bernd

A. Büschlen

Lieber Bernd,

hilf mir zu verstehen: Was möchtest du mit einem Stereomikroskop an deiner Moostierchen-Aufsammlung besser sehen als auf diesen Bildern? :https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=3281.0 ?

Grüsse Arnold

Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Nochnmikroskop

Hallo Bernd,

siehe einmal 
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=41520.msg305911#msg305911.

Da wurde "einfach" ein Motic Panthera U verwendet, also ein normales Durchlichtmikroskop mit 2µm Feintrieb und 3W LED. Allerdings für die Bilder eine Sony Alpha 6400 mit sehr kurzer Belichtungszeit.

Ich vermute dass Du das so auch mit Deiner Ausstattung schon sehen kannst? Wenn nicht, ist da etwas Feintuning angesagt. Die feinen "Äste" werden von der Auflösung her schwierig bis nicht mehr auflösbar mit einem Stemi sein.

LG Frank
Meistens Auflicht, alle Themenbereiche
Zeiss Axiolab, Leitz Orthoplan, Keyence VHX, Olympus SZX16, Canon EOS 700D, Panasonic G9, Touptek u.a.
keine KI

Peter V.

#44
Hallo,

vielleicht stehe ich völlig auf dem Schlauch, aber ich verstehe immer noch nicht, was eigentlich genau gesucht wird.

Es gibt meines Wissens kein spezielles "Plumatelloskop"  ;)  und das eierlegende Wollmilchsaumikroskop (also Stemi, Invers- und Aufrechtmikroskop in einem) ist auch noch nicht erfunden.

Du hast doch alle drei Mikroskoptypen bei Dir stehen! Was genau fehlt Dir denn nun, um Plumatella zu untersuchen? Alle drei Mikroskope haben ihren speziellen Anwendungszweck und auch ihre jeweiligen Limitationen. Deshalb genau gibt es ja verschiedene Mikroskoptypen! Mit einem Rennwagen kann man eben nicht im Gelände fahren und ein Jeep macht sich nicht toll auf dem Nürburgring.

Natürlich gibt es bessere Stereomikroskope als Dein Zeiss und für Deine beiden anderen Mikroskope auch bessere Optiken (da ist Diana ja genau die richtige Ansprechpartnerin, sowohl für gute Stemis als auch Leitz-Optik). leider ist mir aber immer noch nicht klar, was genau Du erwartest.

Mit Deinen Beschreibungen von "Bild ist mir zu körnig" kann ich eigentich auch wenig anfangen.

Am besten wäre es, wenn Du mal einfach Bilder von Deinen Objekten zeigst und dann beschreibst, was nicht Deinen Erwartungen entspricht.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.