Joystick Mikromanipulator aus dem 3D Drucker

Begonnen von Michael K., Oktober 26, 2025, 10:54:49 VORMITTAG

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Michael K.

Hallo,


Das Projekt hat viel länger gedauert als ich gedacht habe. Sinn war es ja fast alles selbst fertigen zu können. Was käuflich dazu kommt, sind Lagerkugeln, Kugelköpfe und fertiges Gehäuse.  Vorsichtshalber habe ich davon mehr bestellt.
Also die Frage ob ich in Serie gehen kann, beantworte ich mit "ja". Allerdings tu ich mich schwer damit, was eine angemessene Vergütung dafür ist.
Falls jemand eine andere Idee hat wie man die Werkzeugaufnahme ändern kann, würde ich mich drüber freuen.

LG
Michael



Michael K.

#31
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K. B.

Hallo Michael,

wow, das Teil sieht super aus!!!

Bei der Werkzeugaufnahme könnte ich mir auch einen einfachen Stab mit Stirnloch und Klemmschraube gut vorstellen, das wäre für Bereiche mit wenig Platz sicher eine gute Wechseloption.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

anne

Hallo Michael,

das ist wirklich eine echte Ingenieursleistung!
Gratuliere.
Mich kannst Du auf sehr lange Sicht vorplanen für einen Mikromanipulator, noch kann ich per Hand legen und aussuchen.
lG
anne

Michael K.

#34
Hallo zusammen,

Der Joystick Mikromanipulator ist noch abgeändert worden. Ich habe die Werkzeugaufnahme so geändert, das diese vertikal grob verstellt werden kann. Desweiteren habe ich eine Höhenbegrenzung angebracht.
Einerseits kann man damit die Höhe der Nadel o.ä. während der Arbeit begrenzen, andererseits kann man damit auch die Höhe der Nadel etc. fein einstellen. Weiterhin ist die Anzeige des max. Verfahrweges vereinfacht worden. Als letzter Punkt ist der Bedinhebel als Kugel versehen.
Die Absenkung der Nadel erfolgt durch herunter drücken der Griffkugel, die federnd gelagert ist. Die Feder macht es angenehmer, da die senkrechte Bewegung "gedämpft" wird. Die vertikale Bewegung wird über das Gehäuse auf die Wippe und somit auch auf der Werkzeug übertragen.
Im 3.ten Bild habe ich das mal grafisch dargestellt.
Die Werkzeugaufnahme bzw. der eigentliche Verschiebearm ist federnd gelagert, das sollte vor der Werkzeugmontage und die grobe Ausrichtungdesselben berücksichtigt werden. Wenn alles eingestellt ist und man damit mal geübt hat, ist es leicht Dinge damit zu positionieren.
Wie schon bereits erwähnt, bin ich bereit eine kleine Serie zu fertigen. Ich setz dafür ein Betrag von
40.- € an.  Sollten Fragen auftauchen, werde ich diese auch beantworten.


An alle, die schon Interesse an dem Gerät angemeldet haben, möchten sich bitte per PN bei mir melden!



Hier die Gesamtansicht des neuen Gerätes:
MMP-V2-Collage-2-neu.jpg


Die Bedienelemente:
MMP-V2-Bedienung.jpg


Funktion der Z-Achse:
MMP-V2-Funktion-Z-Achse.jpg


Gruss
Michael





Wutsdorff Peter

Guten Abend  Michael,
das ist ja ein  hervorragendes Werk, das Du vollbracht hast.
Gratulation !!
Als  Inschenör kann ich es beurteilen, was dort für viele Arbeit drinsteckt!!
Gruß  Peter W

deBult

Super, I want one (I'm already on your list).

Best, Maarten
Reading the German language is OK for me, writing is a different matter though: my apologies.

A few Olympus BH2 and CH2 stands with DIC and phase optics.
I used to say "The correct number of scopes to own is N+1 (With N is the number currently owned)", as a pensioner the target has changed in n-1.

Michael K.

Hallo zusammen,


Es wurde gefragt welches Maßverhältnis das Gerät hat. Ich habe die komplette Wegstrecke die der Hebel
im Ganzen vollführt. Gemessen wurde auf die Mitte der Griffkugel.
Es sind jeweils knappe 58mm, bei Einstellung der minimalen Wegstrecke von 2,5 mm ist es ein Verhältnis
von 1:23, bei maximaler Wegstrecke von 4 mm ist es 1:14.
Wenn man es noch feiner haben will, kann man zwei Manipulatoren hintereinander bauen, so das der
erste den Hebelarm vom zweiten Manipulator bedient. (theoretische Überlegung)


Hier der Messaufbau:
MMP-Messung.jpg


Gruss
Michael

Michael K.

Hallo Peter


Zitatja ein  hervorragendes Werk, das Du vollbracht hast.
Gratulation !!
Als  Inschenör kann ich es beurteilen, was dort für viele Arbeit drinsteckt!!

Vielen Dank, auch allen anderen die Kommentare da gelassen haben.


LG
Michael

Michael K.

Kleiner Nachtrag:

Ich hab meinen Manipulator auf eine kleine dünne Antirutschmatte gestellt, so läuft man nicht Gefahr das
das Gerät aus glatter Oberfläche verrutschen kann.
Ausserdem sind im innerem der Wippe Löcher vorgesehen um das Gerät auf eine Holz-, Metall- oder Steinplatte montieren zu können.
Die Aufnahme für das Werkzeug ist für 6mm Rundstäbe ausgelegt. Ich kann aber jederzeit breitere
anfertigen, falls es nötig ist.


LG
Michael

Michael K.

Hallo zusammen,


Da ich ja nun doch einige Geräte fertigen muss, wird es ca. 14 Tage dauern bis ich die verschicken kann.
Mit so einer Resonanz habe ich nicht gerechnet, immerhin ist es ein Spezialgerät, was nicht jede(r) braucht.
Ausserdem möchte ich noch eine kurze bebilderte Anleitung dazu erstellen.
Das Gerät ist Modular aufgebaut, sollte etwas kaputt gehen, ersetze ich das defekte Teil natürlich.


Gruss
Michael

Michael K.

Hallo zusammen,


Es gibt eine kleine Änderung. Eigentlich wollte ich die Anzeige ohne Abdeckung machen. Ich bin davon ausgegangen das Mikroskopiker vorsichtig sind und sorgsam mit Dingen umgehen.  Aber durch unser
Forumsmitglied ("Schuhmicro") wurde ich drauf hingewiesen das der Zeiger abbrechen könnte.
Abbrechen im klassischen Sinne auf der Achse kann der nicht, eher verstellt der sich. Ich habe daher
eine Abdeckung, basierend zu dem Anzeigendisplay entworfen. Als Scheibe dient eine dickere Blister
Verpackungsfolie. Dünnes echtes Glas bricht zu leicht.


LG
Michael

rlu

Hallo Michael,

habe gerade das Video geschaut, vielleicht ist noch was interessantes dabei.

Der Pantograph (griechisch, Allesschreiber) überträgt Zeichnungen, Konturen und Profile im gleichen, größeren oder kleineren Maßstab vom Plan auf das Werkstück und erspart so den Umweg über Computer oder Kopiergerät.(Quelle:Dictum)




Liebe Grüße
Rudolf

Michael K.

Hallo Rudolf,


Danke für die Info.
ich habe das Video schon gesehen. Ich verwende ein ähnliches "Verkleinerungsprinzip".
Schreiben kann man mit dem MMP nicht, da alle Anbauten immer etwas federn, je länger diese sind
umso mehr.
Momentan warte ich auf die grossen Teile, die ich extern fertigen lasse.
Nur mal als Anhaltspunkt; so ein Teil z.B Montageblock druckt ca 3 Stunden. Ich drucke alles mit 0,15mm
Klar kann man auch schneller drucken, aber dem entsprechend ist dann auch die Oberfläche.



LG
Michael

Michael K.

Hallo zusammen,


Hier mal ein kleiner Einblick in den Produktionsprozess. Es ist nicht so das man 3D gedruckte
Teile direkt von der Druckplatte nutzen kann. Auch diese Teile müssen nachgearbeitet werden, wo
es nötig ist. Ist ja in der Industrie / Handwerk auch so.
Hier ist es als Beispiel das Achslager.

LG
Michael


Teile auf Druckplatte
Achslager-1.jpg


Von Platte herunter genommen:
Achslager-2.jpg



Links roh / rechts entgratet 1x angeschliffen:
Achslager-3.jpg


Fertiges Bauteil:
Achslager-4.jpg