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roter Ciliat

Begonnen von Siegfried, Dezember 28, 2025, 21:05:03 NACHMITTAGS

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Peter T.

Lieber Siegfried,

"Jugend forscht" - das bringt doch auf den Punkt, dass die Mikroskopiererei ein Quell ewiger (?) Jugend ist! Neugier und Forscherdrang machen vor dem Alter nicht Halt.
Ich hoffe, Du verzeihst, dass Dein schöner Beitrag über "Mr. Red Unknown" so ein bisschen in andere Richtungen abschweift.

Lieber Peter,

wieder mal ein geniales Gedicht. Du könntest es noch erweitern um diejenigen, die voller Begeisterung, aber (noch?) ohne Mikroskop unterwegs sind. ;)

Liebe Grüße
Peter

Siegfried

Lieber Peter,
ich freue mich immer wenn meine Beiträge so frequentiert werden. 8)
Na ja mit 37 ? kann man ja noch von Jugend sprechen und Mikroskopie hällt jung und fit, das weisst du ja.
Nur das oft so lange Sitzen ist das Problem, habe aber einen Wackelhocker.  :D
   Gruß von Siegfried

Peter V.

#32
Lieber Petter T.

ZitatLieber Peter,

wieder mal ein geniales Gedicht. Du könntest es noch erweitern um diejenigen, die voller Begeisterung, aber (noch?) ohne Mikroskop unterwegs sind. ;)

Dein Wunsch war mir Befehl! Siehe Erweiterung des Gedichts.

https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=52994.msg385462#msg385462

Herzliche Grüße
Peter


Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Peter T.

Liebe Grüße
Peter

JaRo

Hallo Peter,
finde ich super! :D
Mir fehlt noch die Strophe über den begeisterten Mikrofotografen. Ich habe auch mal auf die Schnelle was geschrieben, würde vielleicht irgendwo in die Mitte passen. :)


Für andere gilt's die Farbenpracht,
und auch das scheint angebracht,
abzulichten nur,
die kleinste Kunstform der Natur.

Viele Grüße
Jan

Spectrum

#35
Mein lieber Peter,

Zum Anlass nehm' ich deine Worte,
Welch Quelle mir zur Freude ist.
Und füg' noch an 'ne weitre Sorte,
Die wird hier nämlich noch vermisst!

Der Züchter ist's der hier noch fehlt,
Mit Volvic und mit Parboiled Reis,
Geduld und vielen Petrischalen,
Ist ihm Vermehrung Ziel und Preis,
Das kostet Zeit und manche Qualen,
Doch wird man letztlich doch entlohnt.
(Weil hier Erkenntnis inne wohnt.)

Wo lebt es gern, was frisst das Tierchen,
Warum?; Wieso? Ist sein Pläsierchen.
Am Bino sitzt er dann gespannt,
Und ist wie wild am pipettieren.
So manches wird auf Film gebannt.
Auch so lässt Zeit sich investieren.

Und auch der Tümpler sei genannt,
Der heimlich um die Pfützen schleicht.
Das Planktonnetz kann ihn verraten,
Und dutzende von Probendosen.
Er jagd nach immer neuen Arten,
Und wühlt auch gerne mal in Moosen.

Und zum Schluss der Aquarianer,
Zum Wohlergehen von Lurch und Fisch,
Braucht auch er als schlauer Planer
So ein Mikroskop auf seinem Tisch.

Zum Glück gibt es da einen Ort
Zum Austausch von Wissen und Laborum.
Wo gilt noch ein verständig Wort.
Das Ganze nennt sich "Mikro-Forum".

Ein jeder kann sich hier entfalten,
(Mit Ausnahme von Enderlein),
Und kann auch fleißig mitgestalten,
Ja genauso soll das sein!

Mit lyrischen Gruß
Holger
Holger
Duzen und meine Bilder (auch ungefragt)  bearbeiten, mit eigenen Aufnahmen ergänzen und weitergeben erwünscht!

Peter V.

Hallo Holger,

wenn Du schon alle so dezidiert aufzählst, darf aber eine Gruppe auch nicht fehlen.

Da hier so treffend dargestellt
wer alles in der Mikrowelt
sich tümmelt, solls umfassend sein
dann lass die Pilzler auch mit rein
Die sind von ganz besond'rem Wesen
(ihr habt es sicher schon gelesen)
"Die Sporen, denen ist zu eigen
sich im Olympus nur zu zeigen
Mit Zeiss und Leitz kann man nix seh'n"
(Ein Nicht-Pilzler wirds nie versteh'n  ;) )

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

A. Büschlen

Hallo Peter und Holger,

herrlich wohltuend was ihr da schreibt! Danke. ABER, wo bleiben denn die Moose und die Flechten... :(

Grüsse Arnold
Schwerpunkt z.Z.:
- Laub- und Lebermoose.
- Ascomyceten als Bryoparasiten.

Siegfried

#38
Hallo zusammen,
nun habe ich auch mal versucht,  speziell zum Thema was zu dichten.

Ein Ciliat,  ach wie fein und klein,
kam in das Mikroforum rein.
Er war rot und flink,
die Wimpern etwas pink.
Ein Mikroskopiker wollte seinen Namen wissen  und war sehr beflissen.
Doch der Ciliat  war stumm und verschwiegen,
und blieb lieber in seiner Koje liegen.
Da kamen zwei Poeten und wollten ihn beglücken
um ihn zu bitten seinen Namen rauszurücken.
Die Moral von der Geschicht,
ein Ende ist noch nicht in Sicht.
siehe Anfang des ursprünglichen Beitrages: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?msg=385253
          Gruß von Siegfried

Spectrum

#39
Zitat von: Siegfried in Januar 02, 2026, 21:04:57 NACHMITTAGSDie Moral von der Geschicht,
ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Gruß von Siegfried

Stimmt😁

Also
Zitat von: A. Büschlen in Januar 02, 2026, 20:21:53 NACHMITTAGSABER, wo bleiben denn die Moose und die Flechten... :(

Grüsse Arnold

Also erwähnt hab ich zumindest die Moose schonmal, aber zugegebenermaßen nur am Rande.
Ich mach's gleich wieder gut:

Um Gehör hier hat gebeten
Und mit der Nase tief im Moos,
Vielleicht auch mal die Flechten kneten,
Zieht mancher auch noch dieses Los:
Und sucht mit Lupe ob vertreten,
Ein Fund eines Ascomyceten.

So besser?
Holger
Duzen und meine Bilder (auch ungefragt)  bearbeiten, mit eigenen Aufnahmen ergänzen und weitergeben erwünscht!

reblaus

Der Optikfreund

Für Leitz und Zeiss er ließ die Habe,
Mikroskopier'n so hieß die Labe.
Jetzt machen ihm viel Last die Hiebe
von seinem Weib: Sie hasst die Liebe,
für Zeug, das viel vom Gelde gekostet
und dann in feuchter Kälte verrostet.
Drum putzt ihn die Gemahlin runter -
zur Recht wird die Gen'ralin munter!

Viele Grüße

Rolf



Gerd Schmahl

#41
Hallo,
ich glaube, dieser Faden sollte in die "Sternstunden des Forums" eingehen.

Es gibt auch noch die Steineschleifer
die mit wirklich großem Eifer
nicht einfach nur mikroskopieren
sondern ständig polarisieren
mit und ohne Hilfsobjekt.
Ob sich wohl ein Kristall versteckt
in dem dünn geschliffen Stein,
der vielleicht besonders fein?

Auch die Züchter von Kristallen
sind dem Drehtisch ganz verfallen
und psychedelischer Farbenpracht,
die von Polfitern entfacht.
Sie lösen auf und dampfen ein,
manches will geschmolzen sein
bis sich die Substanzen nicht mehr zieren
unterm Deckglas zu rekristallisieren.

Dann gibt es noch Diatomisten
die den Brechungsindex überlisten
mit abenteuerlichen Eindeckmitteln.
Unter ihren Labor-Kitteln
schlägt ein ganz besonderes Herz.
Nein, das ist kein Scherz!
Mit Säure kochen sie und Liebe,
dass nur die reine Hülle bliebe,
von den schönen Kieseldingern,
legen dann mit ruhigen Fingern,
und einer Wimper-am-Stiel
d'raus Bilder mit viel Zartgefühl.

Gelegentlich kommt auch ein Troll,
den man niemals füttern soll.
Doch der ist schnell wieder verschwunden,
hat hier selten Brot gefunden.

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Peter T.

Allmählich bekomm ich Beklemmungen, wenn weiterhin die Pflanzenleute außen vor bleiben. Wenn ich selber dichten könnt, würd ich uns ein Loblied singen ...

 :-[
Liebe Grüße
Peter

Spectrum

#43
Ok,
Einer geht noch:

Ob im Park oder in heimisch Garten
Und in den aller fernsten Ecken,
Botaniker auf Opfer warten...
Und erst dann die Messer strecken,
Wenn gefärbt, die Häckeldecken.

Manch einer weiss auch sehr erfahren,
Die Kräuterkunde zu besingen.
Um dieses Wissen zu bewahren,
Wie einst die Hildegard von Bingen.

Over and out
Holger
Holger
Duzen und meine Bilder (auch ungefragt)  bearbeiten, mit eigenen Aufnahmen ergänzen und weitergeben erwünscht!

Gerd Schmahl

#44
Lieber Peter,
das ist doch ganz klar! Da braucht man doch kaum zu überlegen:

Die Schnippler oder Pflanzenanatomen
schneiden mit den Mikrotomen
dünne Scheibchen sich aus Wurzel oder Spross
und tunken sie in Farben-Soss.
Manche sammeln Blütenstaub.
Ein jeder Baum trägt ihren Steckbrief unterm Laub.

Die letzte Zeile habe ich beim Gundermann geklaut (dem Liedermacher, nicht der Pflanze).

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.