Hauptmenü

Bitte um Bestimmung :-)

Begonnen von SamuelReicher, Januar 15, 2026, 16:43:08 NACHMITTAGS

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

SamuelReicher

Hallo, eventuell kann jemand helfen. Probe: Klärschlamm

Der Organismus im ersten Bild scheint am Substrat festgewachsen zu sein.

Der erste ist mir gänzlich unbekannt gehört aber vermutlich zur selben Spezies.

Ist der zweite eine Vorciella?

Gerd Schmahl

Hallo Samuel,
das erste ist ein Rädertier, beim 2. liegst Du mit einem Glockentierchen richtig.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

SamuelReicher

Zitat von: SamuelReicher in Januar 15, 2026, 16:43:08 NACHMITTAGSHallo, eventuell kann jemand helfen. Probe: Klärschlamm

Der Organismus im ersten Bild scheint am Substrat festgewachsen zu sein.

Der erste ist mir gänzlich unbekannt gehört aber vermutlich zur selben Spezies.

Ist der zweite eine Vorciella?

Dankeschön. Das zweite hab ich dann noch beobachten können. Es konnte sich doch bewegen.

Monsti

Auf dem zweiten Bild ist oben noch eine Arcella (Schalenamöbe) zu sehen.

LG Angie

SamuelReicher

Zitat von: Monsti in Januar 15, 2026, 21:01:24 NACHMITTAGSAuf dem zweiten Bild ist oben noch eine Arcella (Schalenamöbe) zu sehen.

LG Angie

Das Gebilde links oben? Darf ich fragen wie sie das erkennen können? Ich lerne noch

Dankeschön


Gerd Schmahl

#6
Hallo Samuel,
darf ich fragen, wie beleuchtet wurde? Ist das normales Durchlicht-Hellfeld oder ist da schiefe Beleuchtung oder gar Phasenkontrast mit im Spiel?

Mich irritieren die vielen Halos im Hintergrund. Wahrscheinlich ist die Schichtdicke sehr hoch und sollte für bessere Bilder verringert werden: weniger Material im Wasser und dann am Deckglasrand das Wasser absaugen.

Auch mal mit der Aperturblende am Kondensor spielen! Die scheint bei den Aufnahmen recht stark zugezogen zu sein (sehr starke Kontraste). Faustregel: Die Blende sollte maximal 1/3 des Blickfeldes einnehmen, wenn man ohne Okular in den Tubus blickt. Die Aperturblende hat nicht nur Einfluss auf den Kontrast, sondern auch auf die Schärfentiefe und auf die Auflösung. Bei zugezogener Blende sind Schärfentiefe und Kontrast zwar erhöht, aber auf Kosten der Auflösung (= die Fähigkeit zwei nahe beieinanderliegende Details getrennt darstellen zu können). Die Arbeit mit Kondensorhöhe und Aperturblende wird von Anfängern oft unterschätzt und manchmal ganz vergessen, aber hier wird über ein gutes oder weniger gutes Bildergebnis entschieden, nicht nur bei der Fotografie, sondern auch bei der visuellen Beobachtung.

Weiterhin viel Entdeckerfreude wünscht
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

SamuelReicher

Zitat von: Gerd Schmahl in Januar 16, 2026, 07:18:29 VORMITTAGHallo Samuel,
darf ich fragen, wie beleuchtet wurde? Ist das normales Durchlicht-Hellfeld oder ist da schiefe Beleuchtung oder gar Phasenkontrast mit im Spiel?

Mich irritieren die vielen Halos im Hintergrund. Wahrscheinlich ist die Schichtdicke sehr hoch und sollte für bessere Bilder verringert werden: weniger Material im Wasser und dann am Deckglasrand das Wasser absaugen.

Auch mal mit der Aperturblende am Kondensor spielen! Die scheint bei den Aufnahmen recht stark zugezogen zu sein (sehr starke Kontraste). Faustregel: Die Blende sollte maximal 1/3 des Blickfeldes einnehmen, wenn man ohne Okular in den Tubus blickt. Die Aperturblende hat nicht nur Einfluss auf den Kontrast, sondern auch auf die Schärfentiefe und auf die Auflösung. Bei zugezogener Blende sind Schärfentiefe und Kontrast zwar erhöht, aber auf Kosten der Auflösung (= die Fähigkeit zwei nahe beieinanderliegende Details getrennt darstellen zu können). Die Arbeit mit Kondensorhöhe und Aperturblende wird von Anfängern oft unterschätzt und manchmal ganz vergessen, aber hier wird über ein gutes oder weniger gutes Bildergebnis entschieden, nicht nur bei der Fotografie, sondern auch bei der visuellen Beobachtung.

Weiterhin viel Entdeckerfreude wünscht
Gerd

Teils teils, ich arbeite schon mit der blende. Das Problem sind die Fotos (mit Handy durch Okular gemacht), beim zoomen gehen die Details verloren. Auch phasenkontrast Funktioniert dabei kaum.

Gerd Schmahl

#8
Hallo Samuel,
Also sind das Phasenkontrastbilder? OK, dann sind die Halos nicht ganz zu vermeiden. Nutzt Du einen (strengen Grün-)Filter außer den Phasenblenden? Phasenkontrast funktioniert monochromatisch am besten.
Für Bestimmungsanfragen sind einfache Hellfeldaufnahmen besser.
Hier gibt es ein paar Tipps für Bestimmungsanfragen von Wasserorganismen.
Hast Du DEN Wassertropfen? Etwas ältere Auflagen gibts ab ca. 20,-€

Hier ein interessanter Faden, wie man mit seinem Smartphone am Mikroskop fotografieren kann.
Beste Grüße
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

SamuelReicher

Zitat von: Gerd Schmahl in Januar 16, 2026, 10:52:46 VORMITTAGHallo Samuel,
Also sind das Phasenkontrastbilder? OK, dann sind die Halos nicht ganz zu vermeiden. Nutzt Du einen (strengen Grün-)Filter außer den Phasenblenden? Phasenkontrast funktioniert monochromatisch am besten.
Für Bestimmungsanfragen sind einfache Hellfeldaufnahmen besser.
Hier gibt es ein paar Tipps für Bestimmungsanfragen von Wasserorganismen.
Hast Du DEN Wassertropfen? Etwas ältere Auflagen gibts ab ca. 20,-€

Hier ein interessanter Faden, wie man mit seinem Smartphone am Mikroskop fotografieren kann.
Beste Grüße
Gerd

Dankeschön. Ich hab einen zeiss Grünfilter, aber keinen Filterhalter. Ich kann ihn auf die Lichtquelle legen? Würde das gehen?

Daniel Scheibenstock

Hallo Samuel,

Ja das geht☺️

Ich mag sie aber nicht ich finde das schaut nicht schön aus daher verzichte ich auf den Grünfilter.

Ich denke der Hinweis mit dem Phasenteleskop könnte dir helfen. Es scheint schon das das nicht optimal zentriert ist.

Liebe Grüße Daniel
Leica DMRB HC (DL, Pol)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

SamuelReicher

Zitat von: Daniel Scheibenstock in Januar 16, 2026, 13:41:58 NACHMITTAGSHallo Samuel,

Ja das geht☺️

Ich mag sie aber nicht ich finde das schaut nicht schön aus daher verzichte ich auf den Grünfilter.

Ich denke der Hinweis mit dem Phasenteleskop könnte dir helfen. Es scheint schon das das nicht optimal zentriert ist.

Liebe Grüße Daniel

Das war überhaupt nicht zentriert  ;D  es war ph2 aber ein normales 40 er objektiv ohne phasenring, ich brauch ein ph2 objektiv. Wobei, ehrlich gesagt schaue ich laufend ob ich ein neues Mikroskop finde. Besonders die Mangelnden Möglichkeiten bei meinem stören mich. Und das permanent was zu reparieren ist. Natürlich wäre es nützlich wenn ich viel von meinem wiederverwenden könnte. Du hast mal von einem Händler geschrieben? Kannst du einen empfehlen? Der von dem du dein universal gekauft hast.

Gerd Schmahl

Hallo Daniel,
Zitat von: Daniel ScheibenstockIch mag sie aber nicht ich finde das schaut nicht schön aus daher verzichte ich auf den Grünfilter.
Wenn es schön aussehen soll, kann man auch durch ein Kaleidoskop gucken 8) , aber der Phasenkontrast ist eigentlich für grünes Licht berechnet, weil unsere Augen für grünes Licht am empfindlichsten sind. Wenn Du zu viele verschiedene Wellenlängen hast, kommt bei der Phasenverschiebung ein hübsches Bild mit vielen Halos heraus, aber nicht unbedingt eine klare Aussage, welcher Bereich einen höheren und welcher einen geringeren Brechungsindex hat. Aber genau darum geht es beim Phasenkontrast, zumindest wenn man damit einen Informationsgewinn erzielen will und nicht nur "schöne" Bilder, wobei des mit den "schönen Bildern" sich beim Phasenkontrast eher in Grenzen hält - finde ich. Aber wenn es darum geht feine Geißeln sichtbar zu machen oder Zellinhalte, die wirklich glasklar durchsichtig sind, aber unterschiedliche Brechungsindices haben, dann ist der Phasenkontrast eigentlich unschlagbar. 

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

SamuelReicher

#13
Zitat von: Gerd Schmahl in Heute um 00:11:18 VORMITTAGHallo Daniel,
Zitat von: Daniel ScheibenstockIch mag sie aber nicht ich finde das schaut nicht schön aus daher verzichte ich auf den Grünfilter.
Wenn es schön aussehen soll, kann man auch durch ein Kaleidoskop gucken 8) , aber der Phasenkontrast ist eigentlich für grünes Licht berechnet, weil unsere Augen für grünes Licht am empfindlichsten sind. Wenn Du zu viele verschiedene Wellenlängen hast, kommt bei der Phasenverschiebung ein hübsches Bild mit vielen Halos heraus, aber nicht unbedingt eine klare Aussage, welcher Bereich einen höheren und welcher einen geringeren Brechungsindex hat. Aber genau darum geht es beim Phasenkontrast, zumindest wenn man damit einen Informationsgewinn erzielen will und nicht nur "schöne" Bilder, wobei des mit den "schönen Bildern" sich beim Phasenkontrast eher in Grenzen hält - finde ich. Aber wenn es darum geht feine Geißeln sichtbar zu machen oder Zellinhalte, die wirklich glasklar durchsichtig sind, aber unterschiedliche Brechungsindices haben, dann ist der Phasenkontrast eigentlich unschlagbar. 

LG Gerd

Jamin-Lebedeff interference contrast? Ich habe da ein komplettset entdeckt (nein ich werde es nicht kaufen, soll für Profis sein und unglaublich fehleranfällig) was ich gelesen habe, ist das sogar noch besser.

SamuelReicher

Zitat von: Gerd Schmahl in Heute um 00:11:18 VORMITTAGHallo Daniel,
Zitat von: Daniel ScheibenstockIch mag sie aber nicht ich finde das schaut nicht schön aus daher verzichte ich auf den Grünfilter.
Wenn es schön aussehen soll, kann man auch durch ein Kaleidoskop gucken 8) , aber der Phasenkontrast ist eigentlich für grünes Licht berechnet, weil unsere Augen für grünes Licht am empfindlichsten sind. Wenn Du zu viele verschiedene Wellenlängen hast, kommt bei der Phasenverschiebung ein hübsches Bild mit vielen Halos heraus, aber nicht unbedingt eine klare Aussage, welcher Bereich einen höheren und welcher einen geringeren Brechungsindex hat. Aber genau darum geht es beim Phasenkontrast, zumindest wenn man damit einen Informationsgewinn erzielen will und nicht nur "schöne" Bilder, wobei des mit den "schönen Bildern" sich beim Phasenkontrast eher in Grenzen hält - finde ich. Aber wenn es darum geht feine Geißeln sichtbar zu machen oder Zellinhalte, die wirklich glasklar durchsichtig sind, aber unterschiedliche Brechungsindices haben, dann ist der Phasenkontrast eigentlich unschlagbar. 

LG Gerd

Die Bilder unten, sind phasenkontrast allerdings Bakterien die leben. Schwer da durchs okular gute bilder zu kriegen. Und der zoom vom handy war auch nicht vorteilhaft.