Präparate FELIX KUNZE restaurieren

Begonnen von Gerd Schmahl, Heute um 06:08:53 VORMITTAG

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Gerd Schmahl

Hallo,
in meiner Schule wurden zwei sehr schöne Präparate von FELIX KUNZE (Leipzig) zerbrochen, einmal Quergestreifte Muskulatur und - sehr viel tragischer, weil nur einmal vorhanden - Eierstock Kaninchen.

Ich dachte, dass ich die einfach ablösen und neu eindecken könnte, aber die eigentlichen Präparate lösen sich in Xylol nicht ab, nicht einmal in erwärmten, während die Deckgläser und das eigentliche Eindeckmittel (vermutlich Kanadabalsam) sich schon von den kalten Xylol-Dämpfen lösten. Ich vermute, dass sie vor dem Eindecken aufgeklebt wurden. Weiß jemand womit und wie man das lösen kann, ohne den sehr dünnen Schnitt mit schöner Färbung zu zerstören?

LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

K. B.

Hallo Gerd,
wenn die Präparate nicht noch auf Glimmer oder andere Folien aufgezogen wurden dürften die beim Ablösen zerfallen, ich würde eher versuchen den Objektträger sauber auszuschneiden und mit einem neuen Objektträger Stück und einem großen Deckglas alles wieder zusammenkleben evtl. sogar mit UV-Harz.
Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

JoachimHLD

Hallo Gerd,
Ablösen wird nicht funktionieren, wir habe in der Schule die Schnitte direkt auf den Objektträger mit Glyzerin-Gelatine aufgeklebt um ein Ablösen zu verhindern. Leg doch den guten Teil der Objektträgers auf einen Scanner und such jemanden der Dir ein Teil drucken kann das den Rest des Objektträgers "ersetzt" dann kannst Du auch ein neues Deckglas auflegen.
Viel Erfolg
Joachim

olaf.med

Lieber Gerd,

...schaust Du hier  ;D

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Gerd Schmahl

Hallo,
danke für die Antworten, die leider ernüchternd sind. Der Objektträger ist schräg zerbrochen und der Bruch tangiert das Präparat ganz knapp. Das Gegenstück fehlt bedauerlicherweise schon, sodass das Wiederzusammenkleben ungünstigerweise nicht funktioniert und auch das Gradeschneiden und Ergänzen nicht. Den von Dir verlinkten Beitrag kenn ich gut, lieber Olaf.
Ist dann wohl doch ein Totalverlust. Schade!
Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.