Test der Makro-/Mikrofotografie mit gekreuzten Polarisationsfiltern

Begonnen von FRanck, Heute um 11:33:29 VORMITTAG

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FRanck

Hallo zusammen,

ich möchte euch ein rein technisches Thema vorstellen, das ich interessant finde und mit dem ihr vielleicht schon vertraut seid.

Es handelt sich um eine Beleuchtungstechnik zur Vermeidung von Blendung und Glanzlichtern, die mir neu war und die mich sofort fasziniert hat, denn diese lästigen Glanzpunkte sind wirklich störend! Diese Art der Beleuchtung und Fotografie nennt sich Kreuzpolarisation und ermöglicht es, einen Großteil der Blendung auf glänzenden Oberflächen wie Glas oder Metall zu eliminieren und überbelichtete Bereiche aufgrund der Helligkeit des Motivs zu reduzieren.

Bei dieser Technik wird ein Polarisationsfilter auf das Objektiv und eine lineare Polarisationsfilterfolie vor die Lichtquelle gesetzt. Anschließend wird der Objektivfilter gedreht, um die Reflexionen möglichst zu minimieren, ohne die Bildqualität und die Farben wesentlich zu beeinträchtigen.
Also habe ich mir einen 62-mm-Polarisationsfilter für mein Sigma 105-mm-Makroobjektiv und einige lineare Polarisationsfilterfolien gekauft, die ich vor die Lichtquelle (in meinem Test ein LED-Ringlicht) gesetzt habe.

Dann habe ich meinen ersten Schnelltest gemacht und muss zugeben, dass ich mit dem Ergebnis recht zufrieden bin. Ich denke aber, ich kann es noch besser machen, oder es zumindest versuchen.

Ohne Kreuzpolarisation:
Aufnahme:
pdv01_sans_pol1200px.jpg
Oben rechts im Bild ist die Polarisationsfilterfolie zu sehen, die sich nicht vor der Lichtquelle befindet.

Ergebnis:
sans_polarisation_croisee1200px.jpg
Link zum hochauflösenden Bild auf Google Fotos: https://photos.app.goo.gl/5grvG2WmtHxnh3t37
Die Reflexionen an der Spitze der Blume sind deutlich zu erkennen.

Mit Kreuzpolarisation:
Aufnahme:
pdv01_avec_pol2000px.jpg
Diesmal ist die Polarisationsfilterfolie zu sehen, die sich vor der Lichtquelle befindet.

pdv02_avec_pol1200px.jpg
Der 62-mm-MC-CPL-Polarisationsfilter auf dem Objektiv.

pdv03_avec_pol1200px.jpg
Die lineare Polarisationsfilterfolie über der Lichtquelle, mittig ausgeschnitten.

Ergebnis:
avec_polarisation_croisee1200px.jpg
Link zum hochauflösenden Bild auf Google Fotos: https://photos.app.goo.gl/WosvQEpbDg8AEba36
Im obigen Foto habe ich lediglich den durch die Kreuzpolarisation verursachten Blaustich korrigiert; ansonsten wurden beide Fotos identisch nachbearbeitet. Man kann die deutlich reduzierten Reflexionen an der Blütenspitze erkennen.
 
 
 
Der nächste Teil meines Tests zur Kreuzpolarisationsfotografie, diesmal mit meiner Uhr.

Ohne Kreuzpolarisation:
Aufnahme:
pdv01_sans_pola1200px.jpg

Ergebnis:
montre_sans_pola1200px.jpg
Link zum hochauflösenden Bild in Google Fotos: https://photos.app.goo.gl/sUyHXqqA5BbDWVbX6

Mit Kreuzpolarisation:
Aufnahme:
pdv01_avec_pola1200px.jpg

Ergebnis:
montre_avec_pola1200px.jpg
Link zum hochauflösenden Bild in Google Fotos: https://photos.app.goo.gl/p4ZEptzFs3iyWAjb9

Viele Grüße,
Franck
Equipment : binocular magnifier / Microscope science infinity / Home macro bench
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first name : Franck

K. B.

Hallo Frank,

das ist je eine interessante Idee, bis jetzt kannte ich nur die Nutzung Der Objektivfilter, die auch schon sehr gegen Reflexionen helfen.
Das mit der polarisierten Lichtquelle muss ich auch mal testen.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP