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Zieralge die zweite

Begonnen von hajowemo, März 23, 2026, 17:34:54 NACHMITTAGS

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hajowemo

Liebes Forum,
in meinem Algenstreupräparat von LIEDER habe ich noch folgendes gefunden.
Kann es sein , dass es sich um Mesotaenium handelt.
Lieben Gruß
Jochen
Vorstellung
Homepage www.mikroskopie-hobby.de
Gerne per "Du"
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Gerd Schmahl

#1
Hallo Jochen,
das ist sehr schwer zu identifizieren, zumal die Farbe sicher nicht die natürlich ist. i.d.R. wird in Dauerpräparaten das Chlorophyll mit Cu-Ionen stabilisiert, was aber auch zu so einer eher für Cyanobakterien typischen Farbe führt.
Was mich stört, ist das Fehlen jeglicher innerer Strukturen. Vielleicht ist das tatsächlich eher eine Blau-"Alge". Es gibt aber auch einige Grünalgen, die in solchen Schleimhüllen leben.
LG Gerd
Man sagt der Teufel sei, im Detail versteckt,
doch hab' ich mit dem Mikroskop viel Göttliches entdeckt.

Bernd

Hallo Jochen,

was immer das auch ist, Mesotaenium ist es sicher nicht. Deinemm maßbalken nach sind die blauen Kugeln ja nur max. 5 µm groß. Viel zu klein für Mesotaenium.

Viele Grüße
Bernd

schmidt

Hallo Jochen,

wie Gerd anmerkte sin die Farben verfälscht durch die Präparation.
Davon abgesehen würde ich aber ebenfalls an Blaualgen denken. Bei Grünalgen sollten doch "gröbere" Strukturen erkennbar sein

VG
pschmidt
Mikroskope:
Lomo Biolam Ph+; DF; HF-Abbe; Epi HF/DF/Pol; Epi-Fl; //Biolar DIK, IK, Ph variabel+-//
Nikon Eclipse -U  HF; DIK, Ph+, Epi-Fl//
MBS 10

hajowemo

Hallo Zusammen,
herzlichen Dank für eure Kommentare.
Ich möchte es dabei belassen.
Habe aber gelernt, das bei Dauerpräparaten das Chlorophyll mit Cu-Ionen stabilisiert wird.
Meine Frage: Welche Chemikalie kommt dabei zum Einsatz?
Lieben Gruß
Jochen
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K. B.

Hallo Jochen,

da nimmt man häufig Kupferchlorid, Kupferacetat oder Kupfersulfat, das kommt normalerweise in die Fixierlösung.
Überschüssiges Salz muss man da aber wieder auswaschen, da es häufig sauer reagiert oder ausfallen kann.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
                  Zeiss GFL Trinokular (DL; PH; Fluo; AL)
                  Olympus CK2 Invers Trino (DL; PH; Fluo)
                  Olympus GB (DL; PH)
Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

hajowemo

Lieber Kay,
herzlichen Dank.
Wenn ich selber ein Algendauerpräparat erstellen will, nach welchem Rezept würdet ihr dann die
Fixierlösung herstellen und mit welchem Einschlussmittel, Hydro-Matrix oder Hoyer's Gemisch (beides habe ich) oder was auch immer, würdet ihr dabei arbeiten. Ich habe bis jetzt noch nie mit Algen gearbeitet
und will mich ins Thema einarbeiten. Diverse LIEDER-Fertigpräparate habe ich.
Literatur: Kosmos-Algenführer, der Wassertropfen und den großen Kremer habe ich.
für eure Hilfe herzlichen Dank.
Liebe Grüße
Jochen
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K. B.

Hallo Jochen,

der Klassiker wäre die Fixierlösung nach Kisser http://www.aeisner.de/rezepte/fixant43.html

Mit Hydromatrix habe ich keine Erfahrungen, ich habe soweit ich mich erinnere Glyceringelatine(Variante mit Phenol) und gepuffertes PVA/Glycerin Eindeckmittel genommen.
Am einfachsten wäre Testpräparate herstellen und mindestens einen Monat lang auf Farbstabilität prüfen.

Viele Grüße
Kay
Mikroskop: Olympus BH-2 BHTU/ BHS mit Trino (DL; PH; Fluo; DF; AL)
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Mikroskopkamera: Canon EOS 550D; EOS RP

hajowemo

Lieber Kay,
das mit Aeisner.de ist eine gute Idee. Hatte dort schonmal Infos benutzt.
Habe mit dem Labor von LIEDER telefoniert. Algenpräparate machen sie auf folgenderweise:

Fixieren in AFE 90:5:5 mit 70%-A
Färbung mit Alizarinviridin-Chromalaun
Einbetten in Glyceringelatine

Das ist das klassische Verfahren welches im "großen Kremer" Seite 270 beschrieben wird.
Liebe Grüße
Jochen
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