GBIF, eine Datenbank auch für mikroskopische Präparate

Begonnen von Carsten Wieczorrek, April 04, 2026, 21:15:10 NACHMITTAGS

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Carsten Wieczorrek

Hallo,
bei meiner Recherche zu den historischen Objektträgern bin ich auf die Sammlung des Natural History Museum in London gestoßen. Die ist bereits größtenteils digitalisiert. Leider ist es mir auch mit KI Hilfe nicht gelungen, nach Präparaten zu suchen UND diese auch anzeigen zu lassen. Der Datenbestand des Natural History Museum ist aber auch schon nach GBIF kopiert worden und kann da gesucht/gelesen/angezeigt werden.

Ich wußte nicht, was GBIF ist. Für die, die es auch nicht wissen, kommt hier eine kleine Zusammenfassung:


Was ist GBIF?
GBIF ist die weltweit größte und wichtigste offene Datenbank für Biodiversitätsdaten. Ihr Ziel ist es, Informationen darüber, wo und wann Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen) auf der Erde vorkommen oder in der Vergangenheit vorkamen, zentral an einem Ort für alle Menschen – vom Wissenschaftler bis zum Hobby-Mikroskopiker – kostenlos zugänglich zu machen.

Wer betreibt es?
GBIF ist kein einzelnes Museum oder eine private Firma, sondern ein zwischenstaatliches Netzwerk. Es wurde 2001 auf Initiative der OECD gegründet und wird heute durch die Regierungen der teilnehmenden Staaten (weltweit über 60 Länder) finanziert. Das zentrale Sekretariat, das die Server und die IT-Infrastruktur verwaltet, sitzt in Kopenhagen (Dänemark) und wird von der Universität Kopenhagen beherbergt.

Wer stellt dort Daten ein?
GBIF erzeugt selbst keine Daten, sondern bündelt sie nur. Die Daten stammen von über 2.000 sogenannten "Datenherausgebern" (Publishern) aus der ganzen Welt. Dazu gehören:
Naturkundemuseen und Archive: Institutionen wie das Natural History Museum in London, das Smithsonian oder das Museum für Naturkunde in Berlin speisen die digitalisierten Metadaten ihrer historischen Sammlungen (wie die Präparate von Firth und Hardman) automatisch dorthin ein.
Forschungseinrichtungen und Universitäten: Wissenschaftler teilen die Ergebnisse aktueller Expeditionen und biologischer Gutachten.
Citizen-Science-Projekte (Bürgerwissenschaften): Das ist heute einer der am schnellsten wachsenden Bereiche. Millionen von Naturbeobachtern weltweit nutzen Apps wie iNaturalist oder eBird, um aktuelle Sichtungen von Vögeln, Insekten oder Pflanzen zu melden. Auch diese verifizierten Sichtungen fließen direkt in GBIF ein.

Wie es funktioniert:

https://www.gbif.org/de/ aufrufen.

In das Textfeld SEARCH eine Suche eingeben "W. A. Firth" incl. Anführungszeichen (wichtig).

Auf den Reiter OCCURRENCES klicken.

Auf den Reiter GALLERY klicken.

In der linken Menüspalte "Scientific name" aufklappen.

Das Wort "Search" mit "Bacillariophyta" ersetzen und ENTER drücken.



Screenshot 2026-04-04 210808.jpg
Bild 1: Sammlung von W. A. Firth Präparaten


Frohe Ostern

Carsten
Für's grobe : GSZ 1
Zum Durchsehen : Amplival Hellfeld, Dunkelfeld, INKO, Phasenkontrast
Zum Draufsehen : Vertival Hellfeld, Dunkelfeld
Zum Polarisieren : Amplival Pol u Auf-/Durchlicht
Für psychedelische Farben : Fluoval 2 Auflichtfluoreszenz
Für farbige Streifen : Epival Interphako