Peters Referenzobjekt "Mundschleimhautepithelzellen"

Begonnen von Ole Riemann, Mai 16, 2026, 18:10:25 NACHMITTAGS

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Daniel Scheibenstock

Bei Facebook gibt es eine handvoll Nikon Nutzer die sensationelle Bilder machen 🙂
Aber selbst international gesehen sind solche Geräte eher selten.
Leica DMRB HC (DL, Pol, DIC, PH)
Motic BA310 LED (DL: PH; DF;POL, AL: POL)
Zeiss Universal (DL: Fluo; POL AL: Fluo,POL. DIC)
Zeiss IM35 (DL; PH; Fluo;POL)
Olympus SZX12
Bresser Stereolupe

Vorstellung: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=48126.0

Lupus

Hallo,

ich sehe das wie Stefan, Voraussetzung für gute Bilder ist ganz einfach die technischen also physikalischen Voraussetzungen einzuhalten. Dabei ist es egal ob man die zitierte "primitive" Ausrüstung verwendet oder ein Spitzenmikroskop. Es geht hier nicht um Kunst im Sinn von gestalterischer Kreativität (wie man  es z.B. bei einem bildenden Künstler unterstellt) wenn jemand mit einfachster technischer Ausstattung gute Aufnahmen macht.

ZitatEin Mikroskop ist zwar ein optisches Instrument – aber eigentlich funktioniert es wie ein Musikinstrument:
Man kann es besitzen, ohne es wirklich zu beherrschen. Erst wer gelernt hat, mit Licht, Kontrast und Schärfe umzugehen, ,,spielt" ein Mikroskop richtig.
Den Vergleich halte ich für vollkommen unpassend, außer man will das Bildergebnis nach seinem Geschmack gestalten und nicht nach der Realität.

Hubert

Peter V.

#17
Hallo Hubert,

Du bist einfach ein Meister im (bewussten?) Mißverstehen.  ;)

Niemand redet hier von "gestalterischer Freiheit", sondern darum, das Optimum aus einer vorhandenen Ausrüstung herauszuholen. Das kann kann der eine besser, der andere weniger. Und ich wüsste auch nicht, wieso der "Musik"-Vergleich hinken sollte. Nehmen wir einen Geiger. Da hat es klar physikalische Grenzen, ob der Saite und dem Holz ein sauberer Ton entlockt werden kann oder nicht. Wer das perfekt beherrscht, wird auch aus einer mittelmäßig guten Geige das Maximum herausholen; demjenigen, der es nicht kann, nützt auch die Stradivari nichts. Nichts anderes hat es Daniel - nach meinem Verständnis - gemeint. Dass beide Instrumente ordentlich gestimmt sein müssen, ist doch selbstverständlich.

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

reblaus

Hallo -

was ist "Realität", was ist ein "schönes Bild"?

als junger experimenteller Naturwissenschaftler hatte ich mir auch eingebildet das unterscheiden zu können - im Gegensatz zu den (damals für für mich) "Bla-Bla-Wissenschaften".
    Aber gerade bei der Mikroskopie als Hilfsmittel zur Unterstützung oder Widerlegung von Hypothesen hat sich schnell herausgestellt, dass die objektive Interpretation von Mikroaufnahmen eine schwierige Sache ist.
    Natürlich haben sich alle bemüht Strukturen oder Farben hervorzuheben, welche den Zielen der Arbeit am dienlichsten erschienen. Über diese Ziele will ich aber hier keine spitzen Bemerkungen machen.
    Gottseidank haben wir heute KI, die uns künftig davor bewahren wird, weiterhin unseren labilen Menschenverstand beim Bearbeiten von Kontrast, Farben, Unschärfen etc. einzusetzen und dadurch die "Realität" zu verfälschen oder gar um ästhetische Gesichtspunkte zu berücksichtigen (wg. des späteren Gutachters der Diss.)  ;D .

Viele Grüße

Rolf



Lupus

Hallo Peter,

der Vergleich zwischen Mikroskop und Musikinstrument hinkt, weil man ein Mikroskop nicht individuell "bespielt". Du hast meinen Begriff "gestalterische Kreativität" als unpassend kritisiert, aber genau das macht einen guten Musiker aus. Eine Ann-Sophie Mutter oder ein David Garrett ragen als Geiger heraus, weil sie die gleichen Noten anders interpretieren als ein Durchschnittsgeiger. Ein Mikroskopiker sollte zu allererst die Geräte wie Mikroskop und Kamera nur richtig bedienen (einschließlich natürlich Justierung) wie es die zahlreichen Anleitungen beschreiben. Das Ergebnis ist ein technisch gutes Mikrofoto.

Hubert

Siegfried

#20
Hallo zusammen,
ich habe nun auch einen Schaber in die Hand genommen und einige meiner Mundschleimhaut Epithelzellen geopfert.
Da ich an meinem Jenaval Kontrast fast täglich aus Experimentierfreude versuche, einen möglichst kleinen Gradienten beim DIC zu erreichen, hier ein Foto meiner Epithelzellen mit dem Planachromat FL 50/0,95 250CF.
Ganz einen Gradienten zu vermeiden ist mir allerdings auch nicht gelungen.
  lG von Siegfried

Peter V.

Hallo Hubert,

Zitat von: Lupus in Mai 17, 2026, 18:09:47 NACHMITTAGSHallo Peter,

der Vergleich zwischen Mikroskop und Musikinstrument hinkt, weil man ein Mikroskop nicht individuell "bespielt". Du hast meinen Begriff "gestalterische Kreativität" als unpassend kritisiert, aber genau das macht einen guten Musiker aus. Eine Ann-Sophie Mutter oder ein David Garrett ragen als Geiger heraus, weil sie die gleichen Noten anders interpretieren als ein Durchschnittsgeiger. Ein Mikroskopiker sollte zu allererst die Geräte wie Mikroskop und Kamera nur richtig bedienen (einschließlich natürlich Justierung) wie es die zahlreichen Anleitungen beschreiben. Das Ergebnis ist ein technisch gutes Mikrofoto.

Hubert


dass Du d a s gemeint hast, wie Du es oben beschrieben hast, war mir auch klar. Aber es geht beim  Mikrofoto ja nicht nur um die korrekte Bedienung des Mikroskops, die "Kunst" liegt in dem gesamten Workflow von der Vorbereitung der Probe über das Mikoskopieren bis zur guten (nicht verfälschenden!) Nachbearbeitung mit einer EBV. Und da ist das korrekt eingestellte Mikroskop nur ein Teil der Kunst! Ich kann mich auch nicht erinnrn, dass Daniel oder ich irgndwo behauptet hätten, dass die Güte des Mikroskops und seine Einstellung keinerlei Rolle spielen.
Und damit sind wir wieder beim doch passenden Musik-Mikroskop-Vergleich. Auch das Mikroskop muss gut "bespielt" werden und in diesem Fall bezieht das "Bespielen" nicht nur die Technik des Mikroskops und dessen Beherrschung, sondern eben auch Faktoren wie Probenvorbereitumng etc.

Herzliche Grüße
Peter




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