Problem mit Ortholux Panphot Auflicht

Begonnen von Thomas Böder, Heute um 14:06:12 NACHMITTAGS

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Thomas Böder

Moin liebe Kolleginnen und Kollegen.

Habe gerade etwas viel Freizeit und spiele etwas mit meinen Mikroskopen rum.
Ich habe ein Problem mit diesem Auflichtrevolver.

IMG_7456.jpeg

Das Bild ist wirklich ziemlich unterirdisch.
Schärfe geht so, aber Kontrast und Farben sind echt mies.
Wenn ich dann mal das Ultropak anbaue und durchschaue, geht regelrecht die Sonne auf.
Knackscharf, hoher Kontrast und exzellente Farben.
Auch mein Reichert hat ein gutes Bild bei Auflicht.
Keine Ahnung was das Problem ist?!
Die Objektive sind sauber, Tubuslinse passt etc.
Es spielt auch keine Rolle, ob Panphot oder Ortholux.

Bin etwas ratlos und irritiert.

Habt ihr Ideen?

Gruß, Thomas.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Peter V.

Hallo Thomas,

mir wundert nur eine Sache an Deinen Ausführungen:

ZitatAuch mein Reichert hat ein gutes Bild bei Auflicht

Tatsächlich ist es so, dass Auflicht-Hellfeld eigentlich immer ein total matschiges, überstrahltes Bild liefert, das allenfalls durch entsprechende Verwendung der Leuchtfeld- und Aperturblende halbwegs "kontrastreich" ist. Das ist prinzipbedingt und ist bei allen Auflichteinrichtungen mit direkter (koaxialer) Beleuchtung durch das Objektiv so.

Hezrliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Thomas Böder

Das braucht dich nicht wundern Peter.
Das Reichert funktioniert wie die Ultropak Objektive.  :D

Also ist das einfach so der Technik geschuldet und muss so sein.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
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Peter V.

Hallo Thomas,

genau so ist es!

Herzliche Grüße
Peter
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liftboy

Hallo erstmal,

das gleiche Elend hatte ich auch; habs immer auf andere Ursachen geschoben. Mit "echten" Epi-Objektiven hats das nicht... obwohl... selbst die guten Zeiss/J Epiplane geben ein flaues Bild, solange da noch ein Deckglas dazwischen ist! Ohne Deckglas klar und knackscharf. Der "normale" Strahlengang mit Beleuchtung durch die Objektivoptik muss einfach mit Fehlern behaftet sein; hilft nix!
Grüße
Wolfgang
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=785.msg3654#msg3654
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Niels Bohr

Peter V.

Hallo,

wir hatten hier kürzlich jemanden, der völlig unbeleckt von der Mikroskopie ein relativ nacktes Leitz-Polstativ mit Pol-(Hellfeld)Auflichtilluminator (Pol-Opak) bekommen hatte und überlegte, das zu einem für ihn funktionsfähigen Mikroskop aufzurüsten.
Es hat hat länger gedauert, ihn davon zu übrzeugen, dass sich das nicht lohnt und er als Hobbyist damit nichts Sinnvolles anfangen kann. Weil eben die Hellfeld-Auflichtmikroskopie nur ganz wenige spezielle Anwendungen im professionellen Bereich hat und für "schöne Bilder" nicht taugt.*

Herzliche Grüße
Peter

*Bevor aus irgendeiner Ecke Widerspruch kommt: Ja, für bestimmte Anwendungen (zum Beispiel hochpolierte Metallanschliffe in der Metallurgie) ist das ein geeignetes Verfahren, abr damit hat der gemeine Hobbyist in der Regel nichts zu tun.
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Thomas Böder

Naja, ICs im Auflicht sind schon cool.  8)
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olaf.med

Da muss ich jetzt doch einmal vehement widersprechen!!! Auflichtoptik ist nicht per se unscharf und nicht knackig - ganz im Gegenteil, gute Auflichtobjektive sind in ihrem Anwendungsbereich sicher besser als Standard-Durchlichtobjektive. Wenn etwas nicht so "knackig" erscheint wie Bilder im Durchlicht liegt das daran, dass die Objekte selbst in der Regel nicht so viel Kontraste zeigen. Wenn es unscharf ist liegt es sicher an eindeutigen Fehlern im System (Klassiker: ölverschmierte Frontlinsen bei Trockenobjektiven). Garkeinesfalls darf man mit Deckglas mikroskopieren wie von Wolfgang erwähnt. Diese bringt schon ein Reflektionsvermögen von ca 4% ein, was das gesamte Bild überlagert und verschleiert, ganz abgesehen von den optischen Effekten im Strahlengang bei Systemen, die dafür nicht gerechnet sind.

Grundsätzlich: Gute Auflichtoptik, und dazu gehört die von Thomas gezeigt zweifellos, muss gute Bilder liefern, allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Effekte anders sind als im Durchlicht.
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

purkinje

Hallo Thomas,
da ich annehmen darf dass Du klassisch geköhlert hast, oder?, lohnt auch immer ein "kritischer" Blick auf den Strahlenteiler, ich verwende dazu eine spaltförmige leicht schräge Beleuchtung um feinste Beschläge zu erkennen.
Beste Grüße Stefan

Peter V.

Lieber Olaf,

Du schreibst ja das Entscheidende: "...in ihrem Anwendungsbereich". Und der entspricht nicht dem, was der Hobbymikroskopiker üblicherweise erwartet. Man kann nicht "alles" unter das Hellfeld-Auflichtmikroskop legen und erwarten, dass man dann "schöne Bilder" bekommt. Auflichtmikroskopie ist für plane, polierte Oberflächen geeignet, aber alle anderen "Präparate" führen zu keinem befriedigenden Ergebnis. Der Ultropak hingegen erzeugt zumeist Bilder in der Art, wie sie der normale Hobbymikroskopiker erwartet.

Herzliche Grüße
Peter
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Thomas Böder

Hier mal die Unterschiede:

Ultropak 6,5

IMG_7461.jpeg

C 5

IMG_7460.jpeg

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Peter_le

Fehlt beim "schlechten" vielleicht ein Polarisator/Analysator?
Wobei das strenggenommen kein Hellfeld mehr wäre

Ansonsten finde ich das zweite, wenn es Hellfeld ist, nicht schlecht.

Thomas Böder

Bei beiden Varianten sind keine Filter im Spiel.
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Kleinmikroskope: reichlich...

Thomas Böder

Zitat von: Peter_le in Heute um 19:12:39 NACHMITTAGSAnsonsten finde ich das zweite, wenn es Hellfeld ist, nicht schlecht.

Ich finde das Zweite, im Vergleich zum Ultropak als geradezu fürchterlich.
Hauptmikroskope: Leitz Panphot, Ortholux, Zeiss Nf u. Technival u. Citoval 2, Reichert Zetopan
Kleinmikroskope: reichlich...

Rawfoto

Guten Abend,
wenn Leute aus der Makrofotografie in Richtung Mikroskopie gehen landen sie zwangsläufig im Auflichtbereich.

Wer dort eine hohe Qualität mit aktuellen Digitalkameras erwarten benötigen eine auch dafür geeignete Mikroskop/Objektiv-Ausrüstung. Es geht auch mit den meisten Analogobjektiven mit aktuellen Kameras nichts mehr, dafür wurden die einfach nicht gerechnet. Das waren andere Zeiten.

Deckglas hat da gar nichts verloren und meist müssen Polfilter eingesetzt werden, einer um das Licht zu polarisieren und einer für das Objekt selbst. Olympus setzt da z.B. bei seinem 2,5 APO für die BX-Serie haben sogar einen Lambda 1/4 Filter in das Objektiv eingebaut.

Die Mitutoyo APO Auflichtobjektive sind doch immer wieder eingesetzt und bringen gute Ergebnisse. Ob am Auflichtmikroskop oder in Kombination mit Tubuslinsen. Gerade zwischen den Endlichsystemen und den Unendlichsystemen ist die Qualität im Auflichtbereich mit einen Quantensprung in die richtige Richtung gegangen.

Und ja, Durchlichtsysteme sind da nicht so kritisch wie Auflichtsysteme. Ich habe die letzen 40 Jahre selbst mitgemacht und jeweils die aktuellen Systeme eingesetzt. Ich habe mit dem Olympus BHC begonnen und über das BH-2 im Auflicht in Richtung BX abgebogen. Das waren jeweils deutliche Verbesserungen.

Gerade zwischen 1950 und 1982 hat man begonnen von den klassischen Anwendungen wie Metallkunde und co durch REM und co abzulösen ...

Also nicht verzweifeln, jeder bestimmt selbst welche Qualität er/sie braucht. Es gibt am Markt aber zeitgerechte Lösungen im Top-Bereich.

Dank der geringen Nachfrage bekommt man um 2500.- bereits ein gut bestücktes BX51 Auflicht Mikroskop mit sehr guten Objektiv, ein bisschen Glück und Fachkenntnis gehört dazu. So ist die MGW zu einem spitzen Gerät über die Bucht gekommen.

Liebe Grüße

Gerhard
Gerhard
http://www.naturfoto-zimmert.at

Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...