Gekerbte Ringschwalben für Zeiss Standard-Tuben

Begonnen von Miner, Juni 03, 2010, 16:43:14 NACHMITTAGS

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Miner

Guten Tag,
für die eine oder andere Bastelei möchte ich die normalen Ringschwalben an einem Tubus und einem Optovar durch gekerbte Ringschwalben ersetzen. Weiss jemand eine Quelle hierfür? (Bislang probiert: Thilo Immel, Thomas Woitzik.)
Ole

Detlef Kramer

Hallo Ole,

also unsere mechanische Werkstatt kann so etwas, Eure nicht? Notfalls kann ich entsprechende Hilfe vermitteln.

Gruß

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

Vorstellung: Hier klicken

Nomarski

#2
Hallo Ole,

Zitatalso unsere mechanische Werkstatt kann so etwas, Eure nicht? Notfalls kann ich entsprechende Hilfe vermitteln.
Die gekerbten Ringschwalben sollten wenn möglich noch ein Innengewinde von M35x0,75 haben, so wie diese hier:



Dann könnte man sie nämlich noch als Anschlußadapter für die 15Watt- Lampenhäuser an den Stativen mit den Schwalbenanschlüssen nutzen:



Oder am Floureszenz-Auflicht-Kondensor:


Ansonsten wäre noch die Möglichkeit:

Bei den Unendlich-Reihen werden diese Schwalben teilweise auch noch verwendet.  ;)


Beste Grüße
Bernd

Miner

Hallo Detlef,
kann schon sein dass unsere Werkstatt das auch kann, aber da es ja für mein Privatmikroskop ist, scheidet dieser Weg aus. Aber du hast mich auf die Idee gebracht, es selber mal zu versuchen. Drehbänke und Alustangen, äh, Messingpolken gibt's genug, und mehr als nicht passen kann die Ringschwalbe ja nicht. Dann kann ich sie immer noch als Schlüsselanhänger benutzen oder bei Ebay verkaufen!

Hallo Bernd,
die Mindestabnahmemenge iegt bei mir bei 20. Wieviele brauchst du?
Ole

Nomarski

Tag Ole,

ZitatDrehbänke und Alustangen, äh, Messingpolken gibt's genug, und mehr als nicht passen kann die Ringschwalbe ja nicht. Dann kann ich sie immer noch als Schlüsselanhänger benutzen oder bei Ebay verkaufen!

Du meinst: 5x abgedreht und immer noch zu dünn!  ;D
Wenn es für Zeiss-West dann nicht mehr passt, könnte es für Zeiss-Jena noch gehen, da der Schwalbendurchmesser dort kleiner ist.  ;)

Mit einem 90°-Zentriersenker wäre die Sache übrigens auch schnell vom Teller, aber dann mußt du dir ein Hilfswerkzeug bauen, um die Senkung an die richtige Stelle zu plazieren, falls kein Teilapparat zur Hand sein sollte.

VG
Bernd

Miner

Tag Bernd,
was ist denn ein Zentriersenker? Jedenfalls haben die Drehbänke hinten auf der Achse eine Scheibe, in der Löcher auf Kreisen verschiedender Radien angeordent sind, u.a. alle 30°. Da kann man mühelos alle 90° eine Markierung setzen. Oder ich schraube die Ringschwalbe mit nur einer Schraube am Tubus fest (dann passt sie immer), und die Schraube knall ich dafür ganz doll fest :-)
Ole

Nomarski

Hallo Ole,

ein Zentriersenker ist ein Zentrierbohrer, der beim Eindringen in den Werkstoff eine 90°-Senkung hinterläßt. Diese würde in einer Tiefe von etwa 2-3mm ausreichen, damit der Federbolzen dort einrasten kann und deinen Tubus entsprechend in Position bringt.
Nun hat die Ringschwalbe nur eine Höhe von etwa 5mm, die Position der Senkung sollte zu den vier Befestigungslöchern schon ziemlich stimmen, damit der Analysatorschacht auch seine 45° beibehält.
Die Ringschwalbe wird übrigens nur von vier kleinen M2-Schräubchen gehalten und damit auch die ganzen schweren Aufbauten.
Zitatund die Schraube knall ich dafür ganz doll fest :-)
Du weißt, was nach fest kommt?  ;D

Schöne Grüße
Bernd

Miner

Schönen Abend.
Ok, was ein Zentrierbohrer ist, habe ich verstanden. Nach fest kommt noch fester und immer noch fester!
Ole

smashIt

knapp daneben
bei schrauben gehts fest -> ganz fest -> lose ;)
MfG,
Chris

Bildung ist das was uns vom Tier unterscheidet.

Funtech.org

-JS-

hmm...gibt's eigentlich Ausdrehwerkzeuge für abgekurbelte M2-Stummel? ... grübel...
Recht nach(t) denklichen Gruß
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

olaf.med

Klar, eine Drehbank mit Spannzangen! Stummel in die 2 mm Zange, festziehen und Gegenstück einfach von Hand abdrehen :). Fettich.

Gruß, OLaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Nomarski

Hallo,

er meint aber wohl den ungünstigeren Fall, wo die Bruchstelle so ungünstig liegt, daß man keine Möglichhkeit mehr hat, mit der Spannzange zu packen. Dann hilft nur noch vorsichtig ausbohren und das Gewinde nachschneiden.

Gruß
Bernd

Miner

Dann hält die neue Schraube mit M3 oder M4 auch gleich viel besser! Vielleicht sollte man gar nicht solange warten, bis die M2-Schraubes brechen oder abreissen, sondern kann sie prophylaktisch allesamt durch größere ersetzen? Nur so 'ne Idee von mir.

Nomarski

Dann schau mal auf das letze Foto von mir:
So viel Fleisch ist da gar nicht mehr für eine größere Schraube, da man sonst schnell einen viergeteilten Ring hätte!  >:(

Miner

Ok, letzter Vorschlag, aber dann hör ich auch auf: noch vier Löcher bohren, achtfach verschraubt hält besser als vierfach.