Botanik: Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum ) *

Begonnen von Hans-Jürgen Koch, Juni 12, 2010, 21:04:18 NACHMITTAGS

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Hans-Jürgen Koch

Guten Abend zusammen,
Das Echte Johanniskraut ist eine ausdauernde Pflanze mit stark verästelter, spindel-förmiger, bis 50 cm Tiefe reichender Wurzel. Der 15 cm bis einen Meter hohe aufrechte Stängel ist durchgehend zweikantig und innen markig ausgefüllt (nicht hohl). Dadurch unterscheidet sich das Echte Johanniskraut von anderen Johanniskrautarten. Am oberen Stängelteil ist die Pflanze buschig verzweigt. Die oval-eiförmigen bis länglich-linealischen Blätter sind mehr oder weniger sitzend, gegenständig angeordnet. Sie werden bis 3 cm lang und sind dicht mit durchsichtigen Öldrüsen besetzt. Am Rand sind die Blätter mit schwarzen Drüsen, durchscheinend punktiert. Bei den Punktierungen handelt es sich um Ölbehälter, in denen das helle ätherische Öl der Pflanze konzentriert ist. Der Blütenstand ist eine Trugdolde. Die fünf Kelchblätter sind bis 5 mm lang, länger als der Fruchtknoten, (ei)-lanzettlich, fein grannenartig zugespitzt, mit hellen und schwarzen Drüsen. Die fünf Kronblätter sind bis 13 mm lang, nur auf einer Seite gezähnt, goldgelb, am Rande schwarz punktiert.

Als Arzneimittel werden die zur Blütezeit geernteten und getrockneten Zweigspitzen verwendet.  
Wirkstoffe: Ätherisches Öl, Flavonoide (Rutin, Querzitrin, Hyperosid), Gaba, Gerbstoffe, Harze, Hyperforin, Hyperosid, Phlobaphene, Querzitrin, Rhodan, Rutin. Hauptwirkstoff ist Hypericin. -  Der Wirkstoff Hyperforin tötet Bakterien und Pilze.
Heilwirkung: Hitzewallungen und leichtere Depressionen (Klimakterium), Amöbenruhr, Angst, Bettnässen, Herzklopfen und -rasen, Kopf- und Muskelschmerzen, Hysterie, Nachtwandel, krampfhafter Somnambulismus, krampfhafte Anfälle während der Regel, Nieren- und Leberleiden, Gelbsucht. Bei Entzündungen von Augen, Darm, Leber, Milz, Niere. Kreislaufstärkend. Einwirkung auf das gesamte Verdauungssystem. Burn-out-Syndrom. Bei kleinen Kindern wird es angewendet bei Bettnässen°, Blähungen, Gelbsucht und Leberleiden. Gutes Fieber- und Schmerzmittel. Vorbeugend gegen Krebs, weil es die Umwandlung des Benzpyrens in die aktive, gefährliche Form verhindert. Der Bestandteil, der krebshemmend wirkt, ist noch nicht bekannt.
Äußerliche Anwendung als Öl (Rotöl) gegen Gicht, Hexenschuss, Ischias und rheumatische Krankheiten, schmerzlindernd bei Gelegenheitsursachen wie Verstauchungen, Verrenkungen, Muskelschmerzen, Verletzungen, auch Verbrennungen, Blutergüsse. Bei Verbrennungen und Verbrühungen beendet es sofort den Schmerz. Bei Gliederzittern Johanniskrautgeist morgens und abends einreiben. Homöopathisch angewendet bei Nervenverletzungen. Als Kräuteröl  kann es innerlich verwendet werden bei Entzündungen von Darm, Leber, Magen, Milz, Niere, bei Koliken (mehrmals am Tag einen Teelöffel). Auch das vorzeitige Altern soll hinausgeschoben, die Gedächtnisleistung verbessert werden. Unterstützend bei der Aidstherapie. - Früher wurde das frische Kraut, klein geschnitten, auf Brandwunden gelegt. Johanniskraut ist nunmehr fast überall als Heilmittel anerkannt. Erforderlich sind 500 - 800 mg des Kräuterextraktes je Tag. Viele auf dem Markt befindlichen Präparate sind unterdosiert. Zusammen mit Passionsblumenextrakt soll sich die antidepressive Wirkung um das zehnfache erhöhen. - Die Wirkung tritt erstmalig nach etwa drei Wochen ein.
Achtung  Mädel  aufgepasst !!
Johanniskraut ist nicht ungefährlich im Zusammenhang mit der ,,Pille" (ab einer bestimmten Dosis wird die Wirksamkeit der Pille aufgehoben).
Es besteht die Gefahr der Abstoßung transplantierter Organe. Es können starke Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten entstehen:  Synthetische Antidepressiva wie Paroxetin und Sertralin werden verstärkt; Wechselwirkungen bestehen mit Aidsmedikamenten, Gerinnungsmitteln, Mitteln, die die Virusvermehrung eindämmen, Cholesterinhemmer Simvastin. Andere Medikamente werden dadurch in ihrer Wirkung herabgesetzt, dass deren Abbau in der Leber beschleunigt wird. - Johanniskraut macht sensibel gegenüber Lichtreizen, deshalb volle Sonne, Sonnenbänke usw. nach Kontakt mit dem Kraut und dem Öl vermeiden.
Sonstiges:
Hypericum ist der Pflanzenname bei Plinius und hypericón bei Dioskurides. Der Artname perforatum (lat., durchlöchert) nimmt Bezug auf die durchscheinend punktierten Blätter. Der deutsche Name Johanniskraut wurde gewählt, weil die Pflanze um Johanni in voller Blüte steht. Mit dem Namen Hartheu wird auf die harten Stengel verwiesen, die kein gutes Heu geben. Als Heilpflanze ist Johanniskraut seit dem frühen Altertum bekannt und fehlt auch in den Kräuterbüchern des Mittelalters nicht, wobei die Indikationen wechselten; allerdings steht die Anwendung in der Wundheilung meist im Vordergrund. Im Volksglauben galt Johanniskraut lange Zeit auch als Mittel gegen Zauberei und Anfechtungen des Teufels.

Johanniskraut, ein Teufelskraut?
Über Johanniskraut gibt es zahlreiche Legenden, schien es doch echtes Blut in den Adern zu haben! Denn alle krautigen Pflanzenteile enthalten roten Pflanzensaft der beim Zerreißen oder Zerreiben sichtbar wird. So trägt es auch den Namen Teufelsfluch oder Teufelsbanner. Früher wurden böse Geister damit verbannt. Zur Sonnenwendfeier war es Brauch, Johanniskrautkränze zu tragen, um sie nach dem Tanzen über das Haus oder ins Feuer zu werfen. Ein am Fensterkreuz befestigter Strauß blühenden Johanniskrauts sollte den Blitzschlag fernhalten.
Johanniskraut färbt Ostereier gelb
Man setzt eine Tasse Johanniskraut mit einem Liter kaltem Wasser an und lässt einige Stunden stehen. Anschließend den Ansatz 30 Minuten lang kochen und danach abseihen, einen Teelöffel Alaun hinzufügen und Eier hineinlegen. Je nachdem wie lange die Eier im Färbebad eingetaucht sind, entstehen verschiedene Gelbtöne.


Schnitt: Schlittenmikrotom Reichert-Jung Hn 40 mit schräg gestelltem Messer,      35 µm.

W-3A-Färbung nach Wacker (Acridinrot-Acriflavin-Astrablau)
modifiziert
Arbeitsablauf :
1.    Alkoholreihe bis zum 30%igen Ethanol
2.   Vorfärbung  Acridinrotlösung und Acriflavinlösung    1 : 1        10  Min.
3.   Auswaschen mit Aqua dest.  10 Sek.
4.   Nachfärbung  Astrablaulösung   mit Wasser  verdünnt    1 : 3          15 Sek.
5.   Auswaschen mit Aqua dest. bis keine Farbstoffreste auf dem Objektträger verbleiben.
6.   Entwässern mit 2x  gewechseltem Isopropylalkohol
7.   Als letzte Stufe vor dem Eindecken Xylol einzusetzen. Damit werden Trübungen durch Alkoholeinwirkung  sicher vermieden.
8.   Einschluss  in nicht fluoreszierendes synthetisches Eindeckmittel  (z.B.  Entellan )
Ergebnis :
Zellwände blaugrün bis grün, verholzte Zellwände leuchtend rot. Zellwände der äußeren Hypodermis orangerot
Zellwände der innenliegenden Hypodermis tiefrot, Suberin und Cutin hellrosa, Zellkerne tiefrot


Bild 01
Echtes Johanniskraut


Bild 02
Stängel, kahl


Bild 03
Übersicht  Hypericum perforatum


Bild 04
Stängel, quer Hypericum perforatum


Bild 05
Fluoreszenz mit Pilot-Licht-Halogen  (Durchlicht)


Bild 06 und 07
Polarisation



Freundliche Grüße
Hans-Jürgen
Plants are the true rulers - Pflanzen sind die wahren Herrscher.

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Gerne per "Du"

Rolf-Dieter Müller

Hallo Herr Koch,

wieder einmal ein schöner Schnitt von Ihnen und die Aufnahmen werden immer besser.

Die Färbung hat etwas mit der insgesamt rotbraunen Farbwirkung. Dieses kommt durch Überfärbung des Acridinrots mit Acriflavin.

Bei meinen Johanniskraut-Schnitten versuche ich die Farbbillianz von Acridinrot und Astrablau zu halten. Das geht ganz gut wenn man alle Wackerfarben einzeln nacheinander färbt und abweichend vom Standardprozess nach der Vorfärbung mit Acridinrot mit Salzsäurealkohol differenziert.

Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter Müller

Fahrenheit

Lieber Hans-Jürgen,

wieder eine sehr schöne Dokumentation mit tollen Schnitten und Aufnahmen!

Erlaube, dass ich hier noch eine "Durchlicht"-Makroaufnahme eines Blattes vom Johanniskraut beisteuere. Das Bild zeigt schön die durchscheinenden und dunklen 'Ölbehälter'.



Für die Aufnahme wurde ein Blättchen einfach im Gegenlicht photografiert (Canon S3IS). Liebe Mila, auch hier noch einmal Danke für die Hilfe beim Photografieren und vor allem für die vielen interessanten Erläuterungen und Anektoden zu den Pflanzen im Botanischen Garten Bonn.

Herzliche Grüße
Jörg
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
Zum Mitnehmen: Leitz SM
Für draussen: Leitz HM

Klaus Henkel

Zitat von: Rolf-Dieter Müller in Juni 13, 2010, 00:30:58 VORMITTAG
Hallo Herr Koch,

wieder einmal ein schöner Schnitt von Ihnen und die Aufnahmen werden immer besser.
Die Färbung hat etwas mit der insgesamt rotbraunen Farbwirkung. Dieses kommt durch Überfärbung des Acridinrots mit Acriflavin.
Bei meinen Johanniskraut-Schnitten versuche ich die Farbbillianz von Acridinrot und Astrablau zu halten. Das geht ganz gut wenn man alle Wackerfarben einzeln nacheinander färbt und abweichend vom Standardprozess nach der Vorfärbung mit Acridinrot mit Salzsäurealkohol differenziert.

Ja, da pflichte ich bei.
Die Färbung ist harmonisch. "Früher" hätte sie Kritik ausgelöst, weil sowohl die Hell/Dunkel- als auch die Farbkontraste bei Schwarzweißwiedergabe einen undifferenziertes, einheitliches Grau ergeben.
Gruß KH

Mila

Zitat von: Fahrenheit in Juni 14, 2010, 00:02:18 VORMITTAG
Liebe Mila, auch hier noch einmal Danke für die Hilfe beim Photografieren und vor allem für die vielen interessanten Erläuterungen und Anektoden zu den Pflanzen im Botanischen Garten Bonn.

... und ich dachte noch: den Zeigefinger (-ausschnitt) kenne ich irgendwoher... ;)
ja, da sieht man schön, dass der Teufel aus Wut  >:( mit glühenden Nadeln das Kraut zerstochen hat!

Lieber Hans-Jürgen,

wieder eine Heilpflanze, das ist fein.

Die Wechsel- und Nebenwirkungen sind hier in der Tat nicht zu unterschätzen!

Viele Grüße
Mila

Neumüller

Sehr geehrter Herr Koch,
ich bereite gerade einen Heilkräutervortrag vor. Mich würde interessieren, welche Inhaltsstoffe in den durchscheinenden Ölbehältern der Blätter zum Unterschied zu den dunklen Öldrüsen der Blätter und Blüten vorhanden sind.
Viele Grüße
Josef Neumüller
Ao. Univ. Prof. Dr. Josef Neumüller
Elektronenmikroskopiker, Histologe und Zellbiologe; externer Lehrender an der Med. Univ. Wien

Hans-Jürgen Koch

Hallo Herr Neumüller,

es ist genau 15 Jahre her, das ich mich mit dem Echtes Johanniskraut
beschäftigt habe.
Diese Punkte konnte ich auf die Schnelle zusammenstellen.

Hypericum perforatum ist eine Pflanze, die für ihre heilenden Eigenschaften bekannt ist. Die Blätter dieser Pflanze enthalten kleine ölhaltige Drüsen, die sogenannte Öldrüsen oder Harzdrüsen genannt werden. Diese Drüsen produzieren und speichern ätherische Öle und andere Substanzen, die für die charakteristische Farbe und den Geruch der Pflanze verantwortlich sind.
Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Pflanze vor Fressfeinden und Krankheiten zu schützen, da die enthaltenen Substanzen oft eine abwehrende Wirkung haben.
Die in den Öldrüsen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, wie Hypericin und Flavonoide, wirken abschreckend oder giftig auf Insekten, Pflanzenfresser und Pilze.
Die ätherischen Öle, die in diesen Drüsen gespeichert sind, können auch bei der Bestäubung eine Rolle spielen, indem sie Insekten anlocken.

Ein weiterer wichtiger Punkt für mich ist, dass diese Öldrüsen bei der Bestimmung der Pflanze helfen, da sie ein charakteristisches Merkmal sind, das bei der Identifikation von Hypericum perforatum genutzt wird.

1. Anatomie und Morphologie der Öldrüsen:

Die Öldrüsen bei Hypericum perforatum sind meist glanduläre Drüsen, die in den Blättern, Stängeln und Blüten vorkommen. Sie erscheinen als kleine, durchscheinende oder dunkle Punkte auf der Oberfläche. Mikroskopisch bestehen sie aus einer Drüsenzelle, die Sekrete produziert und speichert, umgeben von einer Basalschicht von Zellen, die die Sekretion unterstützen.

2. Sekretionsmechanismus:

Die Sekretion erfolgt durch exozytotische Prozesse, bei denen die Drüsenzellen die sekundären Metabolite in Vesikeln speichern, die dann an die Zelloberfläche wandern und das Sekret freisetzen. Die Sekretion kann durch Umweltfaktoren wie Licht, Temperatur oder mechanische Reize beeinflusst werden.

3. Chemische Zusammensetzung der Sekrete:

Die ätherischen Öle enthalten hauptsächlich Monoterpene (z.B. α-Pinen, β-Myrcen), Sesquiterpene und phenolische Verbindungen wie Hypericin, Hyperforin, Flavonoide (z.B. Quercetin, Kaempferol). Hypericin ist ein naphthodianthronartiger Stoff mit photodynamischer Wirkung, der bei der Abwehr von Pathogenen eine Rolle spielt.

4. Funktionelle Bedeutung der Sekrete:

Abwehr: Die Sekrete wirken antimikrobiell, antifungal und antiparasitär, was die Pflanze vor Infektionen schützt.
UV-Absorption: Hypericin und andere phenolische Verbindungen absorbieren UV-Strahlen, was die Pflanze vor UV-bedingtem Schaden schützt.

Signalübertragung:
Sekrete können als Signalmoleküle dienen, um andere Pflanzen oder Insekten zu warnen oder anzulocken.

5. Genetische und biochemische Regulation:

Die Produktion der Sekrete wird durch spezifische Gene reguliert, die an den Biosynthesewegen der sekundären Metabolite beteiligt sind. Enzyme wie Polyketid-Synthasen (für Hypericin) und Terpen-Synthasen (für Monoterpene) spielen eine zentrale Rolle. Umweltfaktoren können die Expression dieser Gene modulieren, was die Sekretmenge und -zusammensetzung beeinflusst.

6. Bedeutung für die Taxonomie:

Die Anzahl, Form, Anordnung und chemische Zusammensetzung der Öldrüsen sind wichtige taxonomische Merkmale bei der Unterscheidung von Hypericum-Arten. Moderne Methoden wie Mikroskopie, chemische Analysen (z.B. GC-MS) und molekulare Marker werden eingesetzt, um diese Merkmale zu charakterisieren.

Viel Erfolg bei ihrem Heilkräutervortrag.
Hans-Jürgen Koch

Plants are the true rulers - Pflanzen sind die wahren Herrscher.

<a href="http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2650.0" target="_blank">Hier geht es zur Vorstellung</a>

Gerne per "Du"

Peter T.

Hallo Herr Neumüller,

ich darf aus psychiatrischer Sicht ergänzen: Johanniskraut ist das einzige pflanzliche Antidepressivum, bei dem die Wirksamkeit (gegen leichte und mittelschwere Depressionen) als Antidepressivum mit ausreichend randomisierten und placebokontrollierten Studien belegt ist. Anderen Pflanzen wird Potential zugestanden (z.B. Lavendel als Anxiolytikum), aber Johanniskraut ist der Goldstandard bei den Pflanzen.
Wichtig ist eine ausreichende Dosierung (in der Regel 900 mg pro Tag). Außerdem ist auf Nebenwirkungen zu achten: Erhöhte Lichtempfindlichkeit, Leberwerterhöhung, Wirkreduktion von Antikonzeptiva.
Schwere Depressionen können nicht erfolgreich mit Johanniskraut behandelt werden.

Vielleicht können Sie die Infos noch brauchen.

Viel Spaß und Erfolg beim Vortrag!
Liebe Grüße
Peter

Neumüller

Sehr geehrter Herr Koch und Herr Peter,
vielen Dank für Eure Kommentare. Ich habe ein paar Fotos mit meinem Nikon Stereomikroskop und einer AmScope USB-Kanera gemacht. Das Hypericum beginnt nämlich jetzt bei uns im Waldviertel zu blühen. Zu den durchscheinenden Drüsen habe ich im Lehrbuch Heilpflanzenkunde von Ursel Bühring, erschienen im Thieme Verlag, einen Kommentar zu den durchscheinenden Öldrüsen gefunden, dass dort wenige ölige Fette, Harze und ätherische Öle zu finden wären. Bei den Blüten zeigt sich auch eine violette Färbung auf den Staubgefäßen, die vielleicht auch Öldrüsen sein könnten.
Mit vielen Grüßen
Josef Neumüller
Ao. Univ. Prof. Dr. Josef Neumüller
Elektronenmikroskopiker, Histologe und Zellbiologe; externer Lehrender an der Med. Univ. Wien