Autor Thema: Ekel und das Mikroskopie-Forum  (Gelesen 16019 mal)

nanobot

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #15 am: Mai 22, 2010, 14:48:29 Nachmittag »
Liebes Forum, es tut mir wirklich leid, aber ich kanns mir nicht verkneifen...


Was sind das für eklige orange Kügelchen unter meinem Mikroskop, entnommen von


diesem Taschentuch?


Doch nicht etwa, Karotten...


...mit Kartoffeln & feinem Bio-Hühnchen?

Zitat
Was ist “eklig”?
Meine Antwort: es hängt von der Vergrößerung ab!

(Lösung des Rätsels: es handelt sich um hochwertige Babynahrung!)

Oliver
« Letzte Änderung: Mai 22, 2010, 17:51:22 Nachmittag von nanobot »

Klaus Herrmann

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #16 am: Mai 22, 2010, 18:13:10 Nachmittag »
Na das erste ist wohl eine Hochgeschwindigkeits-Aufnahme vor dem Mund des Babys,

 als es gerade deutlich gemacht hat, dass es satt ist - oder es nicht schmeckt! ;D
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Hyperion

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #17 am: Mai 22, 2010, 18:29:43 Nachmittag »
Zitat
Aber Sie glauben nicht wirklich, dass jemand, der offensichtlich keine Ahnung hat, das mit zuverlässigem und reproduzierbarem Ergebnis zu Hause
in der Küche machen kann? Ganz abgesehen davon, dass solche Kits ca 700$ kosten?

Sie haben recht, das glaube ich nicht wirklich. Aber prinzipiell ist es schon machbar.

In den USA gibt es zuverlässige Home-HIV Tests die nur einen Tropfen Blut brauchen, die sind aber hier nicht zugelassen, weil man den Patienten mit dem Ergebnis nicht alleine lassen will.

Florian Stellmacher

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #18 am: Mai 22, 2010, 18:50:42 Nachmittag »
Liebe Ekelektiker,

folgende Geschichte möchte ich noch zu dem eigentlichen Thema dieses Threads eitragen: Vorletztes Jahr wurde in einem Nebengebäude des Schleswig-holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf eine sehr interessante Ausstellung mit dem Titel „ Mumien – der Traum vom ewigen Leben“ gezeigt. Ausgestellt wurden künstlich oder durch natürliche Prozesse konservierte Kadaver von Menschen und Tieren aus den verschiedensten Jahrhunderten und Kulturkreisen. Die Mumien waren in Glasvitrinen untergebracht, die Beleuchtung, wohl aus Rücksicht auf die empfindlichen Exponate, eher schummerig eingestellt. Insgesamt herrschte eine vielleicht am besten als würdevoll zu bezeichnenden Atmosphäre, die aus meiner Sicht dem Thema gut gerecht wurde; die Ausstellung war nicht reißerisch aufgemacht sondern vor allem informativ.
Als ich den ersten Saal betrat, habe ich unwillkürlich zuerst einmal den Strohhut abgenommen, den ich im Sommer immer trage, ganz so, als wenn man eine Kirche oder eine Gruft betritt. Umso erstaunter war ich, als ich andere Besucher der Ausstellung beobachtete, die mit ihren Kindern vor den Vitrinen standen. Nun ist es mir durchaus noch ein Stück weit erinnerlich, wie man als – sagen wir – Zehnjähriger dem Thema „Tod“ oder „Leiche“ gegenübersteht. Das ist sicherlich etwas Faszinierendes und, ja natürlich, auch Gruseliges. Ich weiß noch, dass wir als Kinder fasziniert Vogelkadaver untersucht (natürlich nur von außen!) und sie dann hinten im Garten unter dem Apfelbaum andächtig begraben haben. Wir wären aber nie auf die Idee gekommen, uns mit toten Tieren gegenseitig  zu erschrecken oder darüber zu lachen. In der Mumien-Ausstellung gab es aber etliche Väter, die mit größtem Vergnügen den Kindern vermittelten, wie exorbitant gruselig die Mumien seinen, und dachten sich auch noch Geschichten aus, um den Horror zu verstärken. Was steckt dahinter? Natürlich die eigene Wahrnehmung dieser Herrschaften – wer sich konservierten toten Körpern aussetzt, muss sich sicherlich nicht rechtfertigen, warum ihn so etwas interessiert, aber eine Geisterbahn sollte man daraus ganz bestimmt nicht machen! Mir kam es jedenfalls so vor, als wenn (Entschuldigung) Idioten ihren Nachwuchs mutwillig zu Idioten machen wollte. An dieser Stelle wurde aus meiner Sicht die Chance vertan, etwas aus dem Beriech „Ekel“ in die richtige Richtung zu bahnen. Auch das ist eine Verantwortung.

Nur mal so...

Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 40 (DL, Pol, AL-Fluoreszenz)
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Leitz Orthoplan (DL, DF, Pol, AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)

Jürgen Boschert

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #19 am: Mai 22, 2010, 19:47:50 Nachmittag »
Hallo zusammen,

... nein, das Fass mit den Ausstellungen "Körperwelten" mach ich jetzt nicht auf.  ;D

Gehört auch in diese Rubrik.

Beste Grüße !

JB
Beste Grüße !

JB

treinisch

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #20 am: Mai 22, 2010, 20:18:32 Nachmittag »
In der Mumien-Ausstellung gab es aber etliche Väter, die mit größtem Vergnügen den Kindern vermittelten, wie exorbitant gruselig die Mumien seinen, und dachten sich auch noch Geschichten aus, um den Horror zu verstärken.

Hallo Florian,

Ich denke, der Anblick echter Leichen ist für jeden gesunden Menschen eine eher intensive Erfahrung, gerade
wenn man nicht daran gewöhnt ist. Ich glaube es ist vorschnell diese Väter zu verurteilen, sicher hast Du recht,
dieses Verhalten ist weder gut noch akzeptabel, aber es ist wohl einfach das nächstbeste Verhalten, dass diese
Menschen im Repertoire haben um mit der Situation fertig zu werden.

Dass Du da bereits als 10jähriger weiter warst, spricht meiner Meinung nach eher für Dich oder Deine Eltern als gegen die
Gruselväter :-)

vlg

Timm
« Letzte Änderung: Mai 22, 2010, 23:38:15 Nachmittag von treinisch »
Gerne per Du!

Meine Vorstellung.

Peter V.

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #21 am: Mai 22, 2010, 23:43:21 Nachmittag »
Hallo zusammen,

... nein, das Fass mit den Ausstellungen "Körperwelten" mach ich jetzt nicht auf.  ;D

Gehört auch in diese Rubrik.

Beste Grüße !

JB

...und hier beneide ich jeden, der zu dem Thema sowie Herrn von Hagens eine klare schwarz-weiss-Meinung hat. Ich bin mir jedenfalls bis heute nicht schlüssig, wie ich die Körperwelten und Ihren Schöpfer endgültig einordnen soll ( völlig unabhängig von meiner Hochachtung vor der wohl über jeden Zweifel erhabenen handwerklichen Kunst der Präparation ). Es ist wie so oft im Leben, so, wie auch seinerzeit bei Julius Hackethal. Sehr gute Ansatze, im Kern eine ute Sache, in der letztlichen Ausprägung und Entwicklung des Ganzen aber mehr als zweifelhaft. Aber das ist jetzt wirklich völlig o.t.!

Herzliche Grüße
Peter
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Robert Götz

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Re: Ekel und das Mikroskopie-Forum
« Antwort #22 am: Mai 23, 2010, 12:47:47 Nachmittag »

Zitat
In den USA gibt es zuverlässige Home-HIV Tests die nur einen Tropfen Blut brauchen, die sind aber hier nicht zugelassen, weil man den Patienten mit dem Ergebnis nicht alleine lassen will.

Das hört sich so schön fürsorglich an, aber ist der Grund nicht eher, dass dann die Meldung an das Gesundheitsamt unterbleibt?

(ich weiß, ich weiß, das ist OT)

Gruß
Robert Götz