Leitz, Olympus oder China? Hilfe bei der Wahl eines Mikroskopes benötigt.

Begonnen von Dee, Juli 30, 2010, 16:32:45 NACHMITTAGS

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Robert Götz


Ist das Leica wirklich ein Polarisationsmikroskop, wie es in der Überschrift heißt?
Sind K490 und K470 nicht Sperrfilter für die Fluoreszenzmikroskopie?

Gruß
Robert Götz


Detlef Kramer

Hallo,

wollen wir an dieser Stelle nicht einfach mal eine Pause machen und DEE Zeit geben, seine Wünsche, Gedanken und Möglichkeiten zu überdenken? Ich werde das Thema nicht schließen, aber appelliere an Euch alle, Eure wertvolle Zeit sinnvoller zu nutzen, bis DEE mit seinen Analysen weiter gekommen sein wird.

Herr Götz, die Frage ist bestimmt interessant, für mich aber 1. nicht beantwortbar und 2. für DEE völlig irrelevant; sorry!  :)

Ich wünsche einen wunderschönen, ruhigen und sommerlichen Sonntag,

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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Dee

Hallo zusammen,

ich finde es ehrlich gesagt traurig, dass mir manche User etwas unterstellen was absolut nicht zutrifft (Troll).
Ihr versucht Neulingen klar zu machen, dass man für wenig Geld auch nur wenig Qualität bekommt. Wenn nun so ein Neuling wie ich dies verstanden hat und nicht wie manch Anderer dann jede Menge China Mikroskope aus dem Netz virtuell an schleppt und nach deren Qualität fragt, sondern den einzig sinnvollen Weg geht, nämlich das Budget deutlich höher anzusetzen, wird man als Lottogewinner, Troll oder verrückt abgetan? Kein Problem, ich bin Frettchenhalter und die haben sowieso alle einen an der Murmel, sonst hätten sie andere Haustiere. Das ich also ein wenig anders reagiere als der typische Neuling überrascht viele hier vermutlich mehr als mich Euer Verhalten überrascht. Ich nehme das keinem übel :) So etwas kommt vermutlich nicht so oft. Im Lotto habe ich übrigens nicht gewonnen, schön wäre es...

Es gibt ein sehr schönes Sprichwort das mir oft bei Entscheidungen geholfen hat:
Wer etwas anschaffen möchte und bei der Anschaffung spart, kann letztendlich seine gesamte Investition verlieren, da die angeschaffte Sache den Zweck zu dem sie angeschafft wurde nicht oder nur teilweise erfüllt. Wer also bei der Anschaffung denkt, er habe Geld gespart verliert eventuell Alles, denn die Sache kann den Zweck nicht erfüllen zu dem sie gekauft wurde.


Ich erinnere an mein Anfangsposting:
Ich habe bereits in meinem ersten Posting geschrieben, dass ich mit dem anzuschaffenden Mikroskop auch fotografieren will. Dabei sollten die Ergebnisse jedoch qualitativ hochwertig sein. Für alle, denen mein erstes Posting nicht mehr geläufig ist, zitiere ich mich einfach mal selbst:

"Ich lege größten Wert auf hohe Qualität, die Fotos die ich machen möchte sollen ebenfalls eine ausgezeichnete Qualität aufweisen."

Wenn ich nun von Herrn Jülich diese für mich extrem wichtige Info erhalte, ist für mich recht klar, dass ich mit der Bildqualität beim Fotografieren unter Verwendung des Will Mikroskop sicher nicht glücklich sein werde:
"Die Objektive sind typische Achromate, zeigen also Bildfeldwölbung, ich schätze so ab Sehfeld 14 mm sind Unschärfen  nicht mehr zu übersehen.
Zu diesen Objektiven existiert kein kompensierender C-Mount Adapter, wohl aber ein wenigstens teilkompensierendes Fotookular. Nachteil, es ist auf die Bilddiagonale 44 mm ausgelegt, man verliert also beim APS-C Format viel Fläche."


Weiterhin zog ich auch bereits das Leitz SM in meine nähere Wahl, wobei das schon 700 Euro kosten würde. Also lag mein Budget auch schon bei 700 Euro.

Florian, vielen Dank für Deine ausgezeichnete und verständliche Hilfe seit Beginn meines ersten Postings!
Du hast mir auch meine letzte Frage so beantwortet, dass ich als "noch nicht Profi" die Leistung beider Systeme einschätzen kann. Durch diesen bildlichen Vergleich mit den Autotypen kann ich mir vorstellen, was ich für diesen Mehrpreis erhalten würde. Danke auch an Peter, denn Deine Aussage dass dieses Leica Mikroskop Klassen über dem Will liegt hilft mir auch sehr viel. Klar hat es auch keinen Trinotubus, ebenso wie das Will. Das hatte ich schon gesehen. Ich habe das Forum bereits etwas durchforstet. In den USA gibt es einen Spezialisten der sich auf die Herstellung von Tuben auf seiner Drehbank spezialisiert hat, der fertigt ALLES an und das zu Preisen zwischen 150 $ und 700 $.

Worum es mir aber vor allem ging, war die optische Qualität beider Geräte. Nicht umsonst besitze ich für mein Fotografie Hobby eine Nikon und keine NoName Digi Knipskamera.
Das Will ist sicher wie Florian beschreibt ein ideales Mikroskop für die Tierarztpraxis und die täglichen Jobs. Ich sagte schon es wäre bereits mein, wenn da nicht mein Wunsch wäre hochwertige Fotos zu machen. Ich kann doch nicht so einfach alle Infos zum Thema Mikrofotografie ignorieren, die von Euch kamen und ein Gerät kaufen, das dann 50% meiner Wünsche zwar perfekt erfüllt aber viel Glück erforderlich sein wird um mal im Ebay den passenden Fototubus zu ergattern. Womöglich dann noch zu einem utopischen Preis.

@Detlef
Deinen Schlusssatz muss ich also so verstehen, als würdest du allen Usern den Mund verbieten wollen, die mir bei meinen Anfängerfragen zum Thema Mikroskopie helfen möchten?
Zeit benötige ich eigentlich keine, denn ich wollte mir recht kurzfristig ein Mikroskop zulegen. Ich weiß auch genau was ich will, das habe ich mehr als deutlich definiert.  Da ich aber als Neuling, der weiß was er will so wenig wie möglich falsch machen möchte, habe ich hier auf Hilfe bei der Wahl der optimalen Hardware für mich gehofft. Da ich selbst auch Administrator eines großen Forums bin, in dem es natürlich um Frettchenhaltung, Ernährung, Krankheiten usw. geht, verstehe ich nun sehr gut wie sich Neulinge bei uns fühlen müssen, wenn ihnen in unserem Forum Stammuser entgegen treten und deren Kompetenz in Frage stellen. Natürlich ist ein Neuling dann schnell geschockt, weil er doch nur Hilfe suchte und seine Fragen loswerden wollte um sich optimal zu informieren. Viele der Profis, egal ob es ums Mikroskopieren geht oder um die Frettchenhaltung, vergessen leider nach einiger Zeit, dass sie selbst auch mal Anfänger auf dem ein oder anderen Gebiet waren. Verstehe mich bitte auch nicht falsch, ich lerne gerade am eigenen Leib und es schadet nie dazuzulernen.


Eine Bitte noch an Euch:
Ich möchte daher, weil ja eine weitere öffentliche Hilfestellung nicht gewünscht ist, alle User die mir Ihre Unterstützung zukommen lassen möchten darum bitten mir eine PN zu senden, um eventuell einmal miteinander zu telefonieren. Natürlich würde ich auch anrufen, um keine Kosten für Euch zu verursachen. In einem Telefonat kann man oft sehr viele Dinge noch viel besser klären, als bei dem schreiben von Postings. Ich halte das auch so in meinem Forum wenn es um Frettchenprobleme geht und bin jederzeit bereit einen hilfesuchenden Frettchenfreund anzurufen, wenn ich irgendwie helfen kann.
Was mir besonders helfen würde, wäre natürlich ein Besuch bei einem von Euch. Mein Standort ist Krefeld. Ich bin aber mobil.


Vielen Dank nochmal an alle für die Hilfe. Hätte ich die nicht erhalten, wäre ich nun sicher Besitzer eines 300 Euro China Mikroskopes von Müller.


Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

Dee


Peter V.

#48
Hallo Dee,

Uff - das muss man jetzt erstmal verdauen.....

Ich denke mal, dass Herr Jülich den "Troll" nicht wirklich ernst gemeint hat, da er Dir ja weiterhin noch zur Sache geantwortet hat, es klang eher etwas "genervt" ( was ich bedingt nachvollziehen kann ).
Herr Jülich ist Mikroskophändler und sicher der Letzte, der nicht erfreut wäre, wenn jemand sein Budget erhöht.
Und Detlef Kramer möchte hier sicher nicht den Mund verbieten, sonder eher eine Eskalation verhindern, wenn ich es recht interpretiere.

Um die Reaktionen zu verstehen, musst Du wissen, dass hier recht häufig Neueinsteiger auftauchen und sich hier immer wieder viele Mitglieder sehr große Mühe geben, das ganze Thema "Mikroskopkauf" - obgleich zig Male durchdekliniert - neu aufzurollen und auf den Einzelfall einzugehen, wobei die Ernsthaftigkeit den Fragestellers nicht immer ganz klar ist.

Leider erleben wir in sicher mehr als 80 % der Fälle Folgendes:

1) Nach umfangreichster - auch individueller Beratung - hören wir nie wieder etwas vom Fragesteller.
2) Trotz intensiver Beratung wird dann doch ein bestimmtes Mikroskop gekauft, von dem zuvor dringend abgeraten wurde.
3) Es wird sich freundlich bedankt und der Mikroskopkauf dann doch erst einmal zurückgestellt, war dann "irgendwie doch nicht so wichtig" oder man stellt fest "dass man das Geld doch auf einmal für andere Dinge braucht".


Das ist natürlich für Jene, die sich für einen Anonymus sehr viel Mühe gegeben und viel Zeit investiert haben, ein wenig frustrierend. Wir sind ja nicht alle gelangweilte Stubenhocker, sondern größtenteils noch Berufstätige, die sich aus Engagement für die Mikroskopie trotzdem hier immer wieder um Anfänger sehr bemühen.

In Deinem Fall hatte sicher niemand den ernsthaften Eindruck, einen Troll im eigentlichen Sinne vor sich zu haben. Nur mutet es wirklich seltsam an, wenn zunächst vom 300 EUR Chinamikroskop die Rede ist, das Budget dann auf vielleicht 700 EUR erweitert wird und wir plötzlich in die Klasse um 2500 EUR vordringen. Dass das etwas "merkwürdig rüberkommt" hast Du aber bereits selbst erkannt.....
Und es verwundert, dass für den Einsatzzweck ( Parasitennachweis ) eine solche Hochrüstung nötig sein soll. Aber das will ich gar nicht in Zweifel ziehen, wenn die Ansprüche halt sehr hoch sind.
An Deiner fast professionellen lokalmeteorologischen Website www.krefeldwetter.de ( die mir übrigens ausserordentlich gut gefällt! Glückwunsch! ) sieht man ja, dass Du offenbar hohen Wert auf Qualität und sehr gute Ausrüstung legst und die Dinge offenbar mit der notwendigen Ersthaftigkeit angehst.

Das, was ich in meinem letzten Posting schrieb, kann ich aber nur wiederholen: Wir sind jetzt, wo wir Deine Ansprüche und finanzielle Potenz, die Du nun - zumindest für mich - "deutlicher" formuliert hast als zuvor, kennen, an einem Punkt, an dem eine Beratung im Forum tatsächlich nicht mehr möglich ist.
Nun musst Du tatsächlich selbst durch Mikroskope schauen, vergleichen, am bestens sogar mit den Präparaten, die Du mikroskopieren möchtest. Und Du brauchst persönliche Beratung. Zudem ist die Anpassung einer DSLR alles andere als trivial und aus verschiedenen Gründen schwieriger als die Adaption einer Consumer-Digicam.
Übrigens setzt hohe Fotoqualität absolut keinen finanziellen Overkill voraus, sondern ein wirklich durchdachtes System. Man kann locker 2500 EUR ausgeben und bringt nur "Mist" zustande, andererseits gibt es hier im Forum Mitglieder, die mit einem gebrauchten Zeiss Standard 14, einem Billig-Trinotubus vom "Inder" und Chinaachromaten ( alles zusammen für insgesamt unter 500 EUR )  sowie der Anpassung einer bereits vorhandenen DSLR der Einsteigerklasse wirklich hervorragende Fotos gepostet haben!!! Das setzt aber intensive Beratung durch eine "Erfahrenen" und auch etwas Geduld voraus.
( Preiswerte USB-Kameras kannst Du in diesem Zusammenhang bei Deinen Ansprüchen übriegns komplett vergessen! )

Hinzu kommt, dass es offenbar "eilt". Das ist natürlich ein ganz großes Problem, denn "passende" Mikroskope sind zwar durchaus auf dem privaten Gebaruchtmarkt erhältlich, aber es dauert. Bei hohen Qualitätsnsprüchen, gewünschter DSLR-Adaption und "Eile" wird Dir vermutlich sogar nur der Gang zu einem Gebrauchthändler bleiben.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Detlef Kramer

Hallo Dee

1. es ging mir überhaupt nicht darum, die Diskussion abzuwürgen oder jemand den Mund zu verbieten. Gestern sah es zeitweilig so aus, dass sich die Diskussion verselbständigen und von der eigentlichen Frage entfernen würde. Das wollte ich etwas lenken.

2. Die Angabe KREFELD ist ganz wesentlich. Im Ruhrgebiet sind einige unserer aktivsten Teilnehmer zu Hause, auch viele, die sich bisher an der Diskussion nicht beteiligt haben, die aber ganz hervorragende Fotos produzieren. Und die sind mit Sicherheit hilfsbereit.

3. stellte sich für mich im Verlauf der Diskussion heraus, dass bei Dir noch erhebliche theoretische Lücken bestehen, die Du abarbeiten musst - am besten, indem Du Dich mit jemand zusammensetzt, der Dir diese Dinge, am besten am Objekt, erklären kann. Z.B., was eine USB-Kamera ist und wieso man damit keine hervorragenden Fotos hinbekommt.

Also, ich denke, wir alle haben gezeigt, dass wir Dir helfen wollen - also kein Grund, hier plötzlich die beleidigte Leberwurst zu spielen.

Beste Grüße

Detlef
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Dee

Hallo Detlef,

beleidigt bin ich keinesfalls, ich habe doch ein :) hinter meine Bemerkung gemacht.
Also nix für Ungut, wir beide haben gesagt was wir loswerden wollten und nun ist ja alles im Grünen.

Ich habe übrigens hier im Forum einen Beitrag bzw. Erfahrungsbericht gelesen über eine Industrie USB Kamera, die scheinbar doch sehr passable Ergebnisse bei den Fotoaufnahmen brachte. Das Teil kostet aktuell so um die 450 Euro.
Inzwischen habe ich auch erfahren, dass man mit einer an das Okular angeflanschten Nikon Coolpix  extrem gute Resultate erzielen kann. Da ich selbst noch eine NIKON D70 "übrig" habe weil ich das gute Stück nach Kauf einer D200 nicht für 120 Euro im Ebay verkaufen wollte, würde ich die natürlich, wenn ich sie an das Mikroskop adaptiert bekäme auch nutzen.

Zuerst muss ich jedoch ein Mikroskop haben :)

Was die Hilfsbereitschaft angeht bin ich super glücklich. Mal sehen ob sich hier jemand findet bei dem ich mal vorbei schauen darf.

Euch allen noch einen schönen Sonntag.

Dee

Dee

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine erneute ausführliche Antwort. Diese kam so schnell, dass ich noch mit der Antwort auf Detlefs Posting beschäftigt war. Danke für das nette Kompliment zu meiner Krefeldwetter Webseite. Daran ist ein wenig zu erkennen, das es bei mir auch in anderen Bereichen meiner Hobbies nur ganz oder garnicht gibt.
Ich habe beispielsweise zwei redundante Wetterstationen in Betrieb, falls eine ausfällt werden von der zweiten immer noch alle relevanten Messwerte geliefert. Da ich eine trägheitslose Windmessung vornehmen wollte, habe ich ein System beschafft, das sonst nur auf Flughäfen und professionellen Meteorologischen Stationen eingesetzt wird. Mit etwa 3000 Euro schlägt allein der Messsensor für die Ultraschall Windmessung zu Buche. Aber was tut man nicht alles wenn man Perfektionist ist.

Ich lasse mich sehr schnell davon überzeugen, dass meine Vorstellungen wenn ich Neuland betrete eventuell nicht dem entsprechen, was ich mir vorgestellt habe. Das war bereits nach der ersten Antwort hier klar. Ich habe die China Geräte anhand der technischen Daten ausgesucht, die mir nicht schlecht erschienen. Aber genau das kann in der Praxis weit nach hinten rücken, wenn trotzt guter ethnischer Daten das Mikroskop nicht korrekt justiert ist oder zu viel Spiel aufweist.

Ich bin  tatsächlich einer der so verrückt ist, wenn nötig auch ein vielfaches des geplanten auszugeben, wenn es denn für die Erfüllung meiner Ansprüche nötig wird. Irgendwo habe natürlich auch ich meine Schmerzgrenze.
Bei der Fotografie, das hatte ich Florian per PN schon erklärt, wird es sicher so sein dass ich mit dem Mikroskop zwar auf Suche nach Würmern, Darmparasiten usw. gehen werde. Doch habe ich auch vor, solch schöne Fotos von Wurzelschnitten und anderen Objekten durchzuführen wobei dann wiederum die Qualität der Objektive eine größere Rolle spielen wird.

Ich sauge förmlich jede Information in mich hinein. Gelesen habe ich im Forum ja auch schon Einiges. Nur so lernt man doch erst. Ich verstehe auch, dass es nun sicher wichtig wäre einmal praktische Erfahrungen zu sammeln. Eventuell meldet sich ja jemand der aus der nähren Umgebung stammt und mir ein wenig Praxis Erfahrung zeigen kann. Keine Sorge ich verstehe Euch sehr gut. Wir haben bei den Frettchen Hilfesuchenden ähnliche Probleme und beraten sehr gern, dennoch kommt es dann vor dass sich User Frettchenwelpen anschaffen auch wenn alle sie zuvor davor gewarnt haben und eine andere Empfehlung ausgesprochen haben. Vieles wird in Foren leider auch falsch verstanden, da die Mimik und Gestik fehlt die bei einem persönlichen Gespräch natürlich ausschlaggebend sein kann für das Verständnis.

Ich wünsche Euch jedenfalls einen schönen Sonntag, muss erstmal ins Bett.

Danke und liebe Grüße

Dee

Detlef Kramer

Hallo,

ich denke, ich muss meine Aussage zu den USB-Kameras etwas konkretisieren. Es geht nicht um den elektrischen Anschluss, sondern mir ging es um diese USB-Okular-Kameras, die man nur statt des Okulars in den Tubus schieben muss und schon klappte es bei allen Systemen.

Peter Höbel hat hier eine Video-Kamera mit CMOS-Sensor vorgestellt und auch beschrieben, wie man sie mit etwas Bastelgeschick universell anpassen kann. Sie kostet ca. 400 € und macht recht gute Fotos.

Die Anpassung einer DSLR ist frickelig, aus den verschiedensten Gründen. Wenn man es aber hinbekommt, ist das im Augenblick der Königsweg. Die Probleme sind stichwortartig: das passende Projektiv (für Endlich-Systeme) ist praktisch nicht zu bekommen und Spiegel- und Verschlussschlag verbieten praktisch eine starre Verbindung zwischen Mikroskop und Kamera - es sei denn, man baut auch einen Blitz ein. Das sind nur Stichworte; alles ist hier ausführlich beschrieben, stöbern lohnt sich.

Detlef
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Hallo Dee

Du darfst es hier einigen nicht übel nehmen. Wie ich immer sage, versteht man das geschriebene Wort meistens anders, als es gemeint war.

Zu deinem Vorhaben, ein Mikroskop zu kaufen, kann ich dir nur mal berichten, wie es für mich 2008 war, als ich angefangen habe.

Detlef (Dr. Kramer) hat mir damals ein Mikroskop zusammen gebaut. Ich habe ein Zeiss Standard 14 mit einem Inder Trinotubus.
Diesen Trino gibt es immer wieder bei ebay und kostete mich damals glaube ich 130€. Dieser passt an das Zeiss Standard 14.
Klar war bei mir auch, das ich nicht wirklich genug Geld übrig hatte, für das ganze. Aber Detlef hatte damals das maximale für mich heraus geholt.

http://flechtenmikroskopie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=4&Itemid=9&lang=en

Danach hatte ich China Objektive bekommen, damit ich damit mal erst testen konnte, den Umgang mit dem Mikroskop zu lernen.
Durch einen Zufall bin ich im selben Jahr an einen Satz Apochromate von Zeiss Jena gekommen. Somit war ich mit dem Mikroskop sehr gut ausgerüstet.
Auch wollte ich auf jeden Fall Bilder machen, aber mit meiner Canon EOS 30D. Viele hatten mir damals eher zu einer Digi Knipse geraten, was ich aber nicht machen wollte.
RAW Formate lassen sich einfach besser bearbeiten, als JPG.

Nach vielen Tests, wo mir Detlef zur Seite stand, habe ich bei Charles Krebs http://www.krebsmicro.com/ gesehen, wie er das so macht.
Wir haben uns einige male per Mail geschrieben und ich habe mir daraufhin einen Vergrößerer bei ebay gekauft und diesen durch Detlef umbauen lassen.

http://flechtenmikroskopie.de/index.php?option=com_content&view=article&id=8&Itemid=24&lang=en

Seit dieser Zeit nutze ich mein Zeiss Standard 14 genau so wie auf den Fotos, um meine Bilder zu machen.
Durch die Kreutzblende von Martin Kreutz http://de.wikipedia.org/wiki/Kreutzblende , konnte ich auch Schiefe Beleuchtung machen, was einen schöneren Effekt für die Bilder hat.
Hier kannst du mal einige Bilder von mir sehen

http://mikroskopie-main-taunus.de/index.php?option=com_phocagallery&view=categories&Itemid=5

Ende 2008 habe ich Matthias Burba (Hier im Forum als CMB) und Thomas Kittel (Im Forum als Capovau) kennen gelernt.
Durch sie habe ich erst mal gesehen, das man auch mit einem guten alten Zeiss Jena Amplival, eine sehr gute Ausbau Möglichkeit für später hat.
Man kann das Amplival von Endlich auf Unendlich ausbauen und es gibt immer wieder Teile bei ebay. Die Überlegung für den Schritt sich noch ein Amplival an zu schaffen, war damit geboren. Also habe ich immer wieder bei ebay oder hier im Forum einige Teile zusammen gekauft und habe erst seit diesem Jahr mein Amplival komplett. Danke auch noch an Michael Kallmeyer (Im Forum als Michael Kallmeyer), der mir noch fehlende Teile besorgen konnte.

Damit möchte ich dir nur zeigen, das es auch möglich ist für dich ein gutes und gebrauchtes Mikroskop zu bekommen. Man muss nur Zeit mit bringen, bis man alles erforderliche zusammen hat.
Und auf das hören, was hier im Forum geschrieben wird. Peter V. hat hier im Forum einige Test Berichte mal geschrieben.

Nur durch die freundliche Hilfe hier im Forum und der vielen Fragen und Antworten die ich bekommen habe, konnte ich vor einem Jahr mit einem Mikroskopiker hier im Forum (Dr. Ralf Wagner) ein Flechten Projekt aufbauen.

http://flechtenmikroskopie.de/

Dr. Felix Schumm hatte hier im Forum mal geschrieben, das wir unsere Bilder doch zusammen als Buch veröffentlichen sollten. So ist die ganze Idee entstanden.
Wir haben seit dieser Zeit 50 Flechten zusammen und zeigen sie in einer Form, in der es diese Bilder bisher noch nicht gegeben hat. Und wenn wir unsere 100 Flechten haben, soll danach unser erstes Buch über die Flechten erscheinen. Ich schätze es wird noch 1-2 Jahre dauern.

Damit möchte ich dir nur zeigen, wie so was hier im Forum laufen kann. Es gibt hier einige, die mit einfachen Mikroskope wunder schöne Bilder machen.

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6575.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6481.0
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=6303.0

Nur mal ein kleiner Teil.
Such dir einen Verein oder Arbeitskreis, geh dort mal hin und schaue dir das einige male an. Du wirst danach schon dein Mikroskop finden.









Peter V.

Hallo Dee,

nachdem Du nun dargestellt hast, in welcher Weise, mit welchem Qualitätsanspruch und mit welchem Perfektionismus Du Deine Hobbys anzugehen pflegst, gebe ich Dir bzgl. des Einstiegs einen wirklich wichtigen Rat:

Nimm Dir Zeit!!!!

Informier Dich, schau Dir verschiedene Mikroskope an, schau hindurch, fass sie an. Nur so bekommst Du ein Gefühl dafür, was es überhaupt auf dem Markt gibt und kannst einschätzen, welcher Gerätetyp das Richtige für Dich ist.
Brich nichts über's Knie.
Ich weiss, dass man, wenn Interesse erwacht ist, gerne alsbald zur Tat schreiten würde und möglichst schnell ein Gerät haben möchte. Aber einen Impulskauf solltest gerade Du nicht tätigen!

Übrigens: Hast Du schon mal mikroskopiert, durch ein Mikroskop hindurchgesehen ( bei Freunden etc. )?

Herzliche Grüße
Peter
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Dee

Hallo Mike,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Es ist wirklich klasse was Du da für tolle Fotos auf Deiner Flechtenseite zeigst. Kompliment!
Ich habe mir auch die anderen Links zu Deinem Umbau und dem Vergrößerungsstativ angeschaut.
Das Fazit nachdem ich Deinen Bericht gelesen habe ist für mich klar. Auch mit preiswerten Komponenten kann man sher gute Fotos machen.

Ich habe mir vorgenommen einen Mikroskopie Verein oder ein Forenmitglied aus der Nähe einmal zu besuchen, damit ich mir ein solches Gerät einmal anschauen und auch hindurchschauen kann.

Ich nehme es keinem Übel wenn hier einmal etwas falsch verstanden wurde. Es ist in Foren so der Fall, dass etwas anders verstanden wird als mom Verfasser beabsichtigt war. Da ich selbst ein Frettchenforum betreibe kommt es auch dort ab und zu zu solchen verbalen Mißverständnissen. Also keine Panik - alles wieder im grünen Bereich.

Ich muss nun aber echt ins bett war die Nacht wieder auf.

LG

Dee

Nutzer nicht mehr aktiv

Hallo Dee

Na gute Nacht  ;)
Eines nur! Die Flechten Seite ist nicht nur von mir, sondern Ralf Wagner zeigt dort auch seine Arbeiten.
Eine Gemeinschafts- Produktion  :)

Choms

Hallo Dee,

ein interessantes Angebot bei ebay Deutschland:

http://cgi.ebay.de/Zeiss-Mikroskop-PH-Vergroserungsring-/260644310506?cmd=ViewItem&pt=DE_Computer_Elektronik_Foto_Camcorder_Optik&hash=item3caf9c8dea

Sofortkauf 600 Euro, Spitzenoptik (soweit in Ordnung), Zeis Standard 16; sofort für Durchlicht einsetzbar;es fehlt nur ein Ph-Kondensor für Phasenkontrast.

Zu dem Preis ein Schnäppchen.

MFG
Andreas Choms

Peter V.

#58
ZitatSchnäppchen.

Na, hoffentlich "schnappt" es jetzt keiner dem noch schlafenden Dee vor der Nase weg....  ;)
Warum müssen eigentlich solche Tips immer vor der ganzen Internetöffenlichkeit gegeben werden und nicht per PN???
Ist doch eher kontraproduktiv.

Übrigens: Der Preis ist gerade o.k., wenn alles funktioniert - aber unter Berücksichtigung des ebay-Niveaus kein Schnäppchen! Nur 4 Objektive, kein Trino, der Phasenkondensor fehlt, nur ein einfacher Objektführer mit unergonomisch hochliegenden Triebknöpfen, und für den Phasenkondensor muss man nochmal ca. 150 EUR hinzurechnen.
Mit ordentlichem Kreuztisch und Phasenkondensor erzielen diese Mikroskope eigentlich nicht über 750 EUR.

Herzliche Grüße
Peter
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Florian Stellmacher

Lieber Peter,

folgendes sollte man vielleicht auch nicht unterschätzen: Ein Anfänger wird vielleicht gar nicht in dem Maße das Planapo und das Optovar schätzen können, wie er sich mit dem Stecktrafo und dem vorsintflutlichen Kreuzobjektführer schwer tut. Auch das kann - und sollte  - man über Kurz oder Lang ersetzen und in die Kostenkalkulation einplanen. Auch mit den Fadenkreuz im Okular (kann man bestimmt irgendwie ausbauen, ich weiß aber nicht wie) hätte ich so meine Schwierigkeiten. Ist das 100er wirklich von Zeiss? Zwei gerändelte Ringe sehen für mich nach Leitz 170 mm aus...

Herzliche Grüße,
Florian
Vorwiegende Arbeitsmikroskope:
Zeiss Axioskop 2
Olympus BHS (DL, Pol, Multidiskussionseinrichtung)
Zeiss Axiophot (DIK und AL-Fluoreszenz)
Zeiss Axiovert (Fluoreszenz)
Wild M400 Fotomakroskop (DL, DF, AL, Pol)