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Euparal

Begonnen von sirdul, August 09, 2010, 19:26:27 NACHMITTAGS

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sirdul

Hallo Forum,

nachdem mir auch die Firma Carl Roth mitteilte, dass sie nicht an Privatpersonen liefert, verzweifle ich langsam.
Wer liefert denn noch Euparal an Privatpersonen ? Wenn nicht per Internet bestellt werden kann, kennt jemand im fränkischen Raum
Geschäfte, die Artikel für die Mikroskopie verkaufen ?

Gruß aus Kronach

Ludger Benning

-JS-

Hallo Ludger,

Zitatkennt jemand im fränkischen Raum
Geschäfte

wenns vielleicht auch der schwäbische Raum sein kann?
Vielleicht weisst Du es (noch) nicht:
Miracul...äh Klaus Herrmann hier im Forum hilft da sicher gern,
auch mit Kleinmengen.
Gruß
Joachim
... bevorzugt es, ge_Du_zt zu werden ...

Fahrenheit

Lieber Ludger,

versuche es doch einfach in einer Apotheke in Deiner Nähe. Die Apothekerin oder der Apotheker kann Dir alles, was Du brauchst, bestellen und wenn er oder sie nicht nur an die Geschäftszahlen denkt sondern den Beruf mit ein wenig Liebe betreibt, wird er es auch tun.

Allerdings musst Du damit rechnen, dass er einen kleinen Aufschlag für seine Dienstleistung nimmt, wenn er bei einem Anbieter bestellt, den er sonst 'nicht im Programm' hat.

Nimm ein paar Deiner Präparate mit, um ihm zu zeigen, dass Du mit den Stoffen kein Schindluder treiben wirst ...

Herzliche Grüße
Jörg

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Mila

Lieber Ludger, lieber Jörg,

so isses! ;)

Viele Grüße vom pharmazeutischen Forums-Counsellor (PFC) ;D


peter-h

Apotheke Deines Vertrauens  ;D
Natürlich kleiner Aufschlag für "Beschaffungskosten in Mindermengen".

Gruß
P.H.

Piper

Hallo,
wenn alle Stricke reißen, bitte mit mir direkt Kontakt aufnehmen (Tel. tagsüber: 02674 / 182 3184), oder per Mail webmaster@prof-piper.de.
Könnte gegen Ersatz der Selbstkosten Euparal ordern und weiterschicken. Obwohl ich persönlich Mallinol für besser handbar halte (viel weniger Schrumpfung beim Trocknen, auch bei größen oder dicken Präparaten, lt. anderen Anwendungsmitteilungen wohl auch bessere Farbbeständigkeit, da weniger aggressive Säureanteile). Es könnte daher auch Mallinol bei Bedarf besorgt und gegen Kostenersatz weitergeschickt werden.
Natürlich ist der heimatnahe Apotheker des Vertrauens der direktere und einfacherere Weg, doch helfe ich ansonsten gerne (ohne Aufpreis...).
Frohes Präparieren
Jörg Piper

Fahrenheit

Lieber Peter,

"Apotheker meines Vertrauens" war durchaus ernst gemeint.

Einen Mindermengenaufschlag erhebt er nicht - ich kann bei den nicht apothekengängigen Substanzen verständlicherweise nur die jeweils kleinste im Handel befindliche Menge bestellen, weniger geht nicht. Das ist bei z.B. Formalinlösung 1 Liter und bei Essigsäure 250 ml.

Den Aufschlag bei einer Fremdbestellung erhebt er für seine Dienstleistung: nämlich die Ermittlung des günstigsten (!) Anbieters und die Abwicklung der Bestellung. Damit ist eine PTA mindestens 15 Minuten beschäftigt (eher mehr) und ich zahle 4,50 Euro oder als guter Kunde auch schon mal nix. Ich denke, da kann man sich nicht beschweren. 
Wenn ich es selbst machen würde (und sei es übers Netz) und würde meinen internen Verrechnungssatz nehmen: das wäre deutlich teurer.  ;D

Apothekengängige Stoffe, wie z.B. Isopropanol und Ethanol werden natürlich - ohne Aufschlag - in der gewünschten Menge abgefüllt.

Noch ein Wort: warum der örtliche Apotheker?
Die Bestellung verschiedenster - auch harmloser - Substanzen ist in den letzten Jahren für Privatleute ohne Kontakte immer schwieriger bis unmöglich geworden. Sei es aufgrund gesetzlicher Vorgaben oder wirtschaftlicher Überlegungen (im Gegensatz zum Apotheker gibt sich der Großversender garnicht erst mit einem Mindermengenzuschlag ab. Wenn er den betriebswirtschaftlich korrekt durchkalkuliert wird er sicher sehr unattraktiv). Oft wird dann die Gesetzeslage vorgeschoben ...
Und wegen uns paar Privatmikroskopikern reißt sich keiner ein Bein aus.
Was also tun? Mit dem Blick in die Zukunft halte ich es für deutlich zielführender, Quellen vor Ort zu erschließen, statt den wenigen Internetanbietern hinterher zu laufen, die noch an Private abgeben.
Man darf nicht vergessen, dass der Chemikalienhandel vor noch garnicht so langer Zeit selbstverständlich zum Geschäftsbereich jeder Apotheke gehörte (mein Gott, so alt bin ich doch noch garnicht  ;D).

Herzliche Grüße
Jörg
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peter-h

Guten Morgen Jörg,

das mit dem Apotheker des Vertrauens war enst gemeint. Hätte das Smiley nicht setzen dürfen.
Wie sollte ich denn sonst Diatomeen kochen, wenn ich die leckeren Zutaten nicht bekäme.
Aber der Aufschlag für die Besorgung ist je nach Kalkulation sicher sehr unterschiedlich. Was solls, Hauptsache man kann das Hobby noch betreiben.

Schönen Tag
Peter

Mila

#9
Liebe Kundschaft ;)

wie immer gilt: fragt vorher in der Apotheke nach den Preisen! Es wird sicher in jeder Apotheke etwas aufgeschlagen, noch dazu muss das Porto bezahlt werden. Chroma z.B. versendet fast jede Substanz im Extra-Karton...

Eine Apotheke muss sich evtl. erstmal auch registrieren beim Chemikalienvertreiber, es geht also bei der ersten Bestellerei nicht ganz so zackig. Hilfreich ist auch, wenn der Kunde genau weiß, was er will! Evtl. sogar eine Bestellnummer hat.
Viele Apotheken arbeiten leider unterbesetzt, da ist langes Rumsuchen lästig. Mit großer Wahrscheinlichkeit kennen die Apothekenmitarbeiter nicht alle der zur Färbung verwendeten Chemikalien, denn wir verwenden z.T. andere Reagenzien zum Nachweisen bestimmter pflanzlicher Gewebe. Noch dazu ist manchem Apotheker/PTA die Mikroskopie im Studium/in der Ausbildung verleidet worden, ich werde auch schon mal gefragt: "wie, Du machst das freiwillig ???"
Apotheken werden recht streng kontrolliert, wir müssen uns auch immer wieder mit Testkäufern (Pseudo-Customer) rumschlagen, also wird sich erstmal vorsichtig an den Kunden herangetastet, vor allem bei Formaldehyd, Chloralhydrat und so "bösen Sachen" 8)
Es kann dann auch sein, dass Ihr den Empfang schriftlich bestätigen müsst und über die Gefahren unterwiesen werdet, inklusive Übergabe eines Sicherheitsdatenblattes.

Es gibt den berühmten Spruch mit "wie es hineinschallt...", also fragt nett an, ich bin sicher, Euer Anliegen wird freundlich bearbeitet.

Viele Grüße
Mila

Nachtrag:
1. die Abgabe von giftigen, sehr giftigen Stoffen und Stoffen, dir zur Drogensynthese verwendet werden können, wird fünf Jahre dokumentiert!
2. wenn Ihr Ethanol kauft, dann natürlich zur Desinfektion oder um Umschläge zu machen, den auf EtOH als Arzneimittel muss keine Branntweinsteuer erhoben werden! (auch hier: Preis erfragen, evtl. alte Flasche auffüllen lassen)

Fahrenheit

Lieber Peter,

dann ist ja alles klar. Wenn selbst Du Deine Sächelchen zum Diatomeen-Kochen vom Apotheker bekommst, bekommt der Pflanzenschnibbler auch alles, was er braucht.

Zumindest, wenn er Milas Tips beachtet ...  ;)

Herzliche Grüße
Jörg
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sirdul

Hallo Forum,

besten Dank für die Informationen , Tips und Hilfe die ich hier und per PN bekommen habe.
Zu den Apotheken muß ich leider für Kronach sagen, dass hier die Hilfe oder Service hinsichtlich Beschaffung oder Weitergabe von Chemikalien nicht gegeben ist.
Kein den. Ethanol, kein Eisessig nichts. Einzig der Hinweis, es doch mal im  Chemikaliengroßhandel zu versuchen.


Gruß aus Kronach

Ludger Benning

Peter V.

#12
Hallo Ludger,

na, Du möchtest aber auch Sachen haben....

Zitatden. Ethanol
...also....Brennspiritus!? Und das in einer Apotheke!

Also, ich sage es mal ganz klar: Hier mag noch so oft der/die "Apotheker(in) des Vertrauens" als Bezugsquelle für Chemikalien genannt werden, hier mögen noch so oft gute Tips für umfangreiche "vertrauensbildende Maßnahmen" gegenüber dem Apotheker genannt werden. Alles "Kappes"!!!
Die Realität sieht nun einmal so aus, dass der typische Einsteiger in die Mikroskope noch nicht in dem Alter ist, dass sich ein langjähriges Geshäftsverhältnis zu einem Apotehker aufgebaut haben könnte. Und 95% der Apotheker(innen) sind nun einmal "Massenverkäufer" von Arzneimitteln und gerne überteuerten Kosemtika, aber nicht im Allergeringsten interssiert an dem mühsamen ( und unter Umständen sogar mit einem geringen Restrisiko behafteten ) Zuschussgeschäft des Chemikalienverkaufs. Was ich durchaus auch nachvollziehen kann.
Sicher hat man vermutlich etwas größere Chancen, wenn man selbst allwöchentlich seit Jahren drei vollgeschriebene Rezepte in der gleichen Apotheke einlöst....
So rührend die Tipps, z.B. den Apotheker durch Vorzeigen eigener Präparate und Verwicklung in ein Gespräch über das Hobby Mikroskopie zu begeistern und gewogen zu machen auch sind, so realisätsfremd sind sie auch ( Entschuldigung, Jörg ). Ganz wenige Ausnahmen mögen im Einzelfall die Regel bestätigen.

Die goldenen Zeiten des liebevollen Einzelverkaufs von Storck Riesen im Tante Emma-Laden für fünf Pfennig inclusive freundlichen Über-die Haare-Streichelns durch eben Tante Emma sind nun einmal vorbei.... heute zählt der maximale Gewinn pro Aufwand, sonst nix!

Fazit: Es ist und bleibt für Mikroskopiker ( insbesondere Neulinge ) ein sehr großes Problem, selbst die banalsten Dinge für die Mikroskopie zu beschaffen. Seien wir froh, dass auf privatem Wege "unter uns" noch Einiges möglich ist und Leute wie Klaus hier oft hilfreich in die Bresche springen.

Herzliche Grüße
Peter

PS und beginnend o.t.: Erstaunlicherweise sind Apotheker hier im Vergleich zu anderen naturssenschaftlichen bzw. naturwissenschaftlich-assoziierten Disziplinen ( Biologen, Chemiker, Mediziner ) sehr gering vertreten...ich hoffe, dass das nicht an einer gewissen Abschreckung der Pharmazeuten in den entsprechenden Praktika liegt....
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

Fahrenheit

Lieber Peter,

ganz so schwarz sehe ich das nun nicht. Das mag aber auch daran liegen, dass es in Köln und Bonn eine so hohe Apothekendichte gibt, dass einfach der Eine oder die Andere dabei sein muss.  ;)

Dabei bin ich auch nicht bei einem Stammapotheker fündig geworden - dazu erfreue ich mich Gott sei Dank noch einer zu guten Gesundheit. Ich bin irgendwann mal auf der Suche nach Isopropanol durch Köln gelaufen und hatte bei der siebten oder achten Apotheke dann Erfolg. Den Apotheker kannte ich nicht, aber er bekommt nun eben auch den überwiegenden Teil meiner nichtmikroskopischen Aufträge.

Man kann natürlich Pech haben, aber den Versuch ist es Wert!

Herzliche Grüße
Jörg
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sirdul

Hallo Peter,

nein, kein Brennspiritus, sondern denaturiertes Ethanol, also mit 1 % MEK versetzt. Hat z.B. Firma Carl Roth im Programm.....
Ganz jung bin ich auch nicht mehr javascript:void(0);, und als Chemieingenieur möchte ich mich, was den Umgang mit Chemiekalien angeht,
nicht als unerfahren bezeichnen.
Es ist leider so,wie Du es beschreibst, die Zeiten, dass man in der Apotheke oder Drogerie Chemikalien beziehen kann, sind vorbei. javascript:void(0);

Gruß aus Kronach

Ludger Benning