Autor Thema: Mikroskop für Moose gesucht  (Gelesen 11466 mal)

fabelfroh

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Re: Mikroskop für Moose gesucht
« Antwort #15 am: November 13, 2010, 18:10:24 Nachmittag »
Nun ja. Ich habe schon einige Jahre mit dem Betrachten von Moosen unter dem Mikroskop zugebracht, allerdings immer als Anwender. Die meisten Filter, die sich an dem Zeiss befanden, habe ich übrigens rausgenommen. Über die technischen Finessen habe ich mir dabei weniger Gedanken gemacht, es zählte v.a. das Resultat. Zu diesem Zweck habe ich mir ja auch ein ausgedientes zugelegt, aber das benutze ich äußerst ungern weil es halt nicht besonders gut ist. Ich habe schon an mehreren Mikroskopen unterschiedlicher Hersteller zumindest durchgeschaut. Die guten Mikroskope die darunter waren erzeugten im Okular ein sehr klares Bild, aber diese Farbigkeit vom Zeiss hat keines erreicht.

Lassen sich am Primostar auch hochwertige Optiken bei Bedarf nachrüsten? Ich frage deshalb, weil ich vermutlich recht gute brauche, wenn ich mit einer Spiegelreflex Bilder machen möchte.

Daher mein Anliegen (und sorry, das ist mir wirklich wichtig, auch wenn es sich wiederholt). Ich möchte solche farbigen Bilder wieder hinbekommen können, es geht mir schon um Ästhetik der Aufnahmen. Reine Dokumentation kann ich ja auch mit einem günstigen bekommen. Daher würde ich mich über Tipps zu Mikroskopen, von denen ihr meint, mit denen sowas möglich ist, sehr freuen.

Peter V.

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Re: Mikroskop für Moose gesucht
« Antwort #16 am: November 13, 2010, 18:31:24 Nachmittag »
Hallo!

Tja, was soll man da sagen...eigentlich sollte ich besser schweigen.
Warum wollen Sie es nicht glauben: Die "Farbigkeit" hat nichts, aber auch gar nicht mit Zeiss, Leitz, Olympus oder wem auch immer zu tun!
Wir wissen ja nicht, welchen Zeiss-Apfel Sie mit welcher Birne verglichen haben...
Was sind für Sie "gute Mikroskope"?
Sicher, wenn Sie einen 40 Jahre alten Jena-Planachormaten ( deren Farbkontrast bekanntlich nicht berauschend ist ) mit einem aktuellen Unendlich-Neofluar vergleichen, werden Sie sicher auch starke Unterschiede in der "Farbigkeit" erkennen.
Trotzdem kann man Ihnen keinen allgmeinen Rat geben, mit welchem Mikroskop Sie die von Ihnen gewünschte Farbigkeit erreichen.

O.k. natürlich geht es auch ganz einfach: Kaufen Sie sich ein beliebiges aktuelles Mittelklasse-Mikroskop von Zeiss, Leica, Olympus, versehen mit Objektiven der oberer Mittelklasse, und Sie haben SICHER die von Ihnen gewünschte "Farbigkeit" - und mindestens(!) 4000 - 7000 EUR weniger im Portemonnaie!
Aber es geht auch viiiel billiger. Aber da müssen Sie dann selbst durchschauen und beurteilen, ob Ihnen die "Farbigkeit" reicht.

Mal ein Beispiel: Was die "Farbigkeit" betrifft ( das ist zwar kein exakter pyhsikalischer Begriff, aber ich weiss natürlich, was Sie meinen ) liefern z.B. die einfachen schwarzen Achromate von Zeiss hervoragende Ergebnisse!! Die bekommen Sie manchmal bei ebay für'n Appel und'n Ei nachgeschmissen, zwischen 50 und 100 EUR pro Stück. Manchmal sind einfache Achromate "kontrastreicher" als hochwertigste Planapo-Optik.
Und es kommt auch auch die Beleuchtung an, Halogen liefert einen ganz anderen Farbeindruck als LED, es kommt nach meiner Erfahrung sogar auf das Stativ bzw. die Ziwschenkomponenten ( Tubus etc. an ). Z.B. meine ich, einen deutlichen Unterschied des "Farbeindrucks" bei gleichen Objektiven am Jenamed und Jenaval wahrnehmen zu können.

Zitat
Lassen sich am Primostar auch hochwertige Optiken bei Bedarf nachrüsten? Ich frage deshalb, weil ich vermutlich recht gute brauche, wenn ich mit einer Spiegelreflex Bilder machen möchte.

Zitat Evelyn Harmann in "Das Jodeldiplom": "Da regt mich ja schon die Frage auf!!"  ;)
Im Ernst: Zunächst ist es ja gleichgültig, ob Sie mit einer hochwertigen Mikroskopkamera, einer optimal adaptierten normalen Digicam oder einer DSLR arbeiten ( Letztere liefert nicht zwangsläufig das bessere Bild und bei der Adaption werden sicher noch einige Hürden zu überwinden sein ( Stichwort: Spiegelschlag ))
"Hochwertig" bedeutet meist eine Optimierung der Korrektur in Richtung Planheit und Auflösung, wiederum aber nicht zwangsläufig in Bezug auf die von Ihnen geforderte "Farbigkeit".

Es ist und bleibt so: Wir können Ihnen SO nicht zielführend helfen, außer Sie folgen meinem Tip des Neukaufs eines 5000-EUR-Zeiss/Leica/Oly....

Mit Ihren Anfordrungen müssen Sie einfach im Beisein eines erfahrenen Mikroskopikers, der vielleicht auch nicht nur durch ein Mikroskop geschaut hat, selbst durch verschiedene Geräte schauen. Anders geht es nicht!!!
Und wir haben Ihnen ja oft genug angeboten: geben Sie Ihren Wohnort preis ( es reicht doch ein grobe Regionalangabe ) und "Sie werden geholfen".

Übriegns: Nichts an meinen Äußerungen soll überheblich klingen und ich will Sie wahrlich nicht "ärgern", sondern nur zur Erkenntnis bringen, dass Sie so mit diesem Frage- und Antwortspiel nicht weiterkommen.

Damit ist jetzt zumindest meinerseits Schluss!

Herzliche Grüße und viel Erfolg
Peter



« Letzte Änderung: November 13, 2010, 20:08:09 Nachmittag von Peter V. »
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Detlef Kramer

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Re: Mikroskop für Moose gesucht
« Antwort #17 am: November 13, 2010, 19:36:20 Nachmittag »
Ein todsicherer Tipp:

kauf Dir ein Zeiss Axio-Imager mit Planapochromaten oder wenigstens PlanNeoFluaren. Kostet so rund 15.000 €, Kamera inkl.

Im Ernst, ich gebe Peter Recht: auf dieser Basis könne wir nicht weiter diskutieren.

Wenigstens noch eine konkrete Antwort: Das PrimoStar ist eine Sackgasse - da lässt sich nichts nachrüsten.

D.K.
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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fabelfroh

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Re: Mikroskop für Moose gesucht
« Antwort #18 am: November 13, 2010, 20:08:48 Nachmittag »
Der Begriff Jenaval hat etwas klingeln lassen. Daran habe ich auch gearbeitet und mal ein wenig danach gesucht. Vermutlich waren es dort schwarze GF-Planachromaten als Objektive. Die empfand ich von der Auflösung (Schärfe, Kontrast) an der Kamera zwar rel. schwach, aber dort vermittelte sich mir auch ein Eindruck von "Farbigkeit". Was verstehe ich unter Farbigkeit? Nun ja, dass grüne Chloroplasten auch grün erscheinen und sich flächige farbige Strukturen besser abheben, so dass sich diese besser als ganzes erkennen lassen. Das hatte an dem dortigen Jenaval den Nachteil, dass feine Strukturen nicht mehr so gut sichtbar waren. Die Wärme der Farbe meine ich damit übrigens nicht. Der Clou an dem Jenaval waren die Filter (Lambda/4 oder sowas), die man bei Bedarf hinzu schalten konnte und die den "farbigen Eindruck" beeinflusst haben. Ich bin mir aber grad nicht sicher, was diese Filter technisch bewirkt haben, ob das Polfilter o.ä. waren. Da muss ich mich noch mal schlau machen. Ich meine, man konnte damit auch den "Hintergrund" farbig machen. Sowas wurde in der Mikro-Fibel (ja ich habe da nachgelesen) auch beschrieben. Im hiesigen Archiv http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?4,48924 habe ich so eines gefunden. Was wäre denn ein vergleichbares Mikroskop heutzutage? Nur damit ich eine Vorstellung von den preislichen Dimensionen bekomme, das wäre vermutlich viel zu viel. Sehe ich es richtig, dass ich mit einem vergleichbaren Planachromatischen Objektiv ein ähnliches Bild bekomme auf einem anderen Mikroskop? Oder ist der Strahlengang im Tubus zur Kamera ein mindestens ebenwichtiger Faktor? Kann es sein, dass das andere Lichtspektrum von Halogen-Lampen bestimmte Strukturen stärker hervorhebt als z.B. eine Glühlampe oder LED? Vielleicht lässt sich auch damit mein Eindruck erklären. Im Übrigen finde ich die Antworten hier ungewohnt seltsam. Nichts persönliches. Aber im Fotobereich wäre es doch auch möglich, ein Bild zu zeigen und eine Antwort zu geben, dass das vermutlich mit einer Tele-Brennweite oder weit geöffneter Blende gemacht wurde... Warum ist das bei Mikroskopischen Bildern so schwierig? Wenn das nicht möglich ist, dann bin ich hier wohl wirklich an der falschen Stelle gelandet.

Peter V.

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Re: Mikroskop für Moose gesucht
« Antwort #19 am: November 13, 2010, 20:20:44 Nachmittag »
Hallo!

O.k. - Beratungsresistenz10. Schade.

Zitat
Wenn das nicht möglich ist, dann bin ich hier wohl wirklich an der falschen Stelle gelandet.

Das ist wohl zu befürchten......vielleicht findet sich ja irgendwo ein besseres Mikroskopieforum!  ;)

Zitat
Aber im Fotobereich wäre es doch auch möglich, ein Bild zu zeigen und eine Antwort zu geben, dass das vermutlich mit einer Tele-Brennweite oder weit geöffneter Blende gemacht wurde...

DAS möchte ich sehen, was passiert, wenn man sich analog ( wie Du hier )  in einem Fotoforum äußert bzw. fragt: "Ich suche eine Kamera mit der ich schöne knallbunte Bilder machen kann. Schön bunte Bilder habe ich nur von Canon gesehen. Was saoll ich kaufen?". Da würden Dir die wirklich überheblichen Kommentare nur so um die Ohren fliegen......und sich nicht so viele Leute wie hier finden, die zu konkreter Hilfe bereit wären.

Gerade Dein letzter Beitrag zeigt, dass es bei Dir wie Kraut und Rüben durcheinander geht! Plötzlich sind wir bei einem Polmikroskop, Lambda-Filtern ( die völlig andere Funktionen haben als Farbfilter, so, wie Du sie Dir vorstellst ), vielleicht nach Deiner Beschreibung auch sogar DIK?

Nein, nein, das bringt so alles wirklich nichts.....

Herzliche Grüße
Peter

« Letzte Änderung: November 13, 2010, 20:35:39 Nachmittag von Peter V. »
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fabelfroh

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Re: Mikroskop für Moose gesucht
« Antwort #20 am: November 13, 2010, 23:55:11 Nachmittag »
Ah das ist mal wieder typisch Internetforentrollerei. Vielleicht solltet ihr mal die Beiträge lesen anstatt zu überfliegen... Ich werde dann derweil die Sättigung in meinen Bildern hochdrehen. Damit bin ich dann bestimmt glücklicher.

Fahrenheit

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Mikroskop für Moose gesucht - ein Nachruf
« Antwort #21 am: November 14, 2010, 08:05:44 Vormittag »
Lieber Fabelfroh,

Zitat
Ah das ist mal wieder typisch Internetforentrollerei.
, ja, dem könnte ich bedingt zustimmen, nur dass sich der "Troll" gerade abgemeldet hat.

Da Du den besten Tipp, den Dir das Forum geben konnte - aus welchen Gründen auch immer - nicht angenommen hast: nämlich Dich einmal ganz zwanglos bei einer mikroskopischen Vereinigung oder einem Mikroskopiker in Deiner Nähe zu informieren, bleibt nur Eines:

Such Dir einen guten Händler, der Mikroskope verschiedener Marken nicht nur im Angebot, sondern auch im Schauraum stehen hat. Besuche ihn am besten mit Voranmeldung und nimm neben ausreichend Zeit auch Dir bekannte Präparate mit. In Deinem Falle also z.B. Mooszweige von Arten, die Du aus früheren eigenen Untersuchungen gut kennst. Die nötigen Glaswaren, Pinzette und Pipette sowie ein Glas Wasser hat der Händler vor Ort. Und natürlich auch Präparate, die geeignet sind, die Unterschiede der vorgestellten Optiken aufzuzeigen.
Dann diskutiere mit ihm Deinen Bedarf und denke daran, dass die spätere Nachrüstung eines Trinotubus zur Adaption einer Kamera eine teure Angelegenheit wird.

Herzliche Grüße
Jörg
« Letzte Änderung: November 14, 2010, 13:08:28 Nachmittag von Fahrenheit »
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Arbeitsmikroskop: Leica DMLS
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