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Violetter Rand

Begonnen von sirdul, November 14, 2010, 15:35:33 NACHMITTAGS

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sirdul

Hallo Forum,

im folgenden Bild einer Scenedesmus obliquus Alge zeigt sich ein violetter Rand. Dieser ist bei der Betrachtung durch das Mikroskop nicht sichtbar.



Welche Ursache hat dieser Rand ? Kann er ggf. mit einem Filter unterdrückt werden ?
Daten zur Aufnahme: Mikroskop Zeiss Standard 18 mit LED Beleuchtung. Kondensor achromatisch aplanatisch. Objekttäger und Deckglas ( 0.15 mm ) Massenware. Objektiv Neofluar 63. Deckglaskorrektur auf 0.15. Fotookular S-KPL 10, MC 63, Canon EOS 500 D. Aufgenommen im RAW Format, entwickelt mit Lightroom 3.

Zu den MC 63 ein Foto, da ich nicht sicher bin, ob dies die richtige Bezeichnung ist.



Gruß aus Oberfranken

Ludger Benning

Nomarski

Hallo Ludger,

ZitatZu den MC 63 ein Foto, da ich nicht sicher bin, ob dies die richtige Bezeichnung ist.
MC63 ist was anderes, das ist eine T2-Fassung mit Objektiv 63mm, manche sagen Relaisoptik dazu.

Zu deinem eigentlichen Problem:
Das ist durch die Korrektion des Objektives bedingt, beim Planapo wäre das nicht so ausgeprägt.

Gruß aus der norddeuteschen Tiefebene
Bernd

Peter V.

Hallo Ludger,

Herzlich Willkommen im Land der Farbsäume:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4785.msg31937#msg31937

Taj - wenn man das mal sicher herausbekäme...ich weiss bis heute nicht, wo diese seltsamen Farbsäume herrühren.
Vielleicht bist Du bei der Ursachensuche erfolgreicher.

Herzliche Grüße
Peter
Dieses Posting ist frei von kultureller Aneigung, vegan und wurde CO2-frei erstellt. Für 100 Posts lasse ich ein Gänseblümchen in Ecuador pflanzen.

reblaus

Hallo -

darf ich eine Zusatzvermutung äußern:

Das menschliche Auge hat sein Empfindlichkeitsmaximum im Grünbereich, die anderen Farben (z.B. der lila Farbsaum) werden subjektiv relativ schwächer wahrgenommen. Der Sensor des Fotos ist jedoch für den Blauviolettbereich wesentlich empfindlicher und ausgerechnet dort hat auch die weiße LED ein ausgeprägtes Maximum. Das Ganze führt dann zu einer Steigerung des violetten Randes.

Gruß

Rolf

Chipart

Stimme den bisherigen Hypothesen zu:

Am "anderen Ende des Spektrums optischer Instrumente" (aka Astronomie) ist das ein sehr bekanntes Phänomen: Da die meisten Menschen nicht erst im "echten UV", sondern bereits unterhalb 450nm Wellenlänge praktisch blind sind, sind typische Optiken für die visuelle Beobachtung auch an diesem Rand des Spektrums extrem schlecht korrigiert. Der Sensor der Canon EOS hat demgegenüber eine sehr hohe Empfindlichkeit (mit extrem steil abfallender Flanke) bis ca. 415 nm. Bei großer "Helligkeit" im Bereich zwischen 415 und 450 nm Wellenlänge weicht daher das visuelle vom photographischen Bild ab.

Gruss,
chip