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Schleifmaschine

Begonnen von derda, Dezember 18, 2010, 11:42:51 VORMITTAG

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derda

Falls jemand eine günstige Schleifmaschine sucht:

http://cgi.ebay.de/Struers-Buehler-Jean-Wirtz-Schleif-Poliermaschine-/160518658550?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item255fa859f6

Bin nicht der Verkäufer => denke aber, daß es ein Schnäpchen ist.

VG

Erik

Klaus Herrmann

Hallo Eric,

aber es ist gut den Text genau zu lesen - ob das dann noch ein Schnäpchen ist?
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


Vorstellung: hier klicken

Stefan_O

Nur als Ersatzteiträger. Für 500 EUR gibt es gebrauchte Töpferscheiben en masse, mit variabler Geschwindigkeit etc. Bei eBay teils auch wesentlich billiger. Alle Mal ein besserer Kompromiss als eine alte Maschine, für die es im schlimmsten Fall nicht mal mehr Schleifteller gibt. Ich habe lange nach einer gebrauchten Maschine gesucht und letztendlich eine neue aus China gekauft. Die selten auftauchenden gebrauchten waren überteuert und in sehr schlechtem Zustand. Die chinesische hingegen läuft tadellos.

Gruss,
Stefan

derda

Zitataber es ist gut den Text genau zu lesen - ob das dann noch ein Schnäpchen ist?

Sie dreht sich und hat eine regelbare Geschwindigkeit => was braucht man mehr? Den Probenhalter abgeschraubt, kann man damit sicher schön von Hand schleifen. Außerdem benötigt die Maschine keinen Drehstrom. Hätte ich nicht schon eine Maschine, täte ich bei diesem Preis sicher zuschlagen.

@Stefan: Stell uns doch mal deine Maschine mit Bildern vor.

VG

Erik

Stefan_O

Zum Schleifen mit der eBay Maschine braucht es Schleifteller. Da heute fast alles mit aufklebbaren Material gemacht wird, sind 4-6 Teller kein Luxus. Ansonsten wird mit dem Handschleifen nichts.

Meine Maschine ist ein "XP 810E Professional Grinder / Polisher", Daten gibts hier:
http://www.tedpella.com/material_html/812-350.htm#812-100

Die Maschine taucht bei verschiedenen Firmen und verschiedenen Namen und Bezeichnungen auf. Gebrauchte, abgenutzte und verdreckte Buehler-Maschinen lagen alle in der selben Preisklasse, bzw waren sogar teurer....

Gruss,
Stefan

derda

#5
Hallo Stefan,

also preislich liegt deine Maschine schon mal eine Zehnerpotenz höher...

Zitat"... Da heute fast alles mit aufklebbaren Material gemacht wird, sind 4-6 Teller kein Luxus. Ansonsten wird mit dem Handschleifen nichts. ..."

Ich nutze Diamantschleifscheiben, die über einen Magneten gehalten werden. Zuerst eine Scheibe mit 54 µm, dann 18 µm Körnung und die letzten µm des Dünnschliffs mit Si-Pulver von Hand auf einer Glasplatte.

Papierschleifpapier mit Sprühkleber zu befestigen ist echt Verschwendung. Der Rand der Probe wird schnell rund und die Schleifkraft lässt sehr schnell nach.

VG

Erik

Stefan_O

Hi Erik,

ich habe ja nicht gesagt, dass meine Maschine billig ist, ich sagte, ich habe keine akzeptable gebrauchte gesehen. Der Markt dafür ist relativ klein, ebenso wie für Auflicht-Pol-Mik's.

Was für ein Magnetsystem benutzt Du? Selbstbau oder das von Buehler? Ich arbeite mit den selbstklebenden UltraPrep und selbstklebendem Poliertuch von Buehler mit Diamantsuspension bzw AlOx für die Endpolitur. Alle Scheiben und Tücher haben jeweils einen eigenen Teller, um Verschleppungen des Poliermittels zu verhindern. Allerdings mache ich keine Dünnschliffe, sondern einseitig polierte Proben für das Erzmikroskop. Für Dünnschliffe hätte ich das Abele-System gekauft, dass ist gut durchdacht und Zeit ist mir mehr wert als Geld.

Da ich auch Gangstücke säge und poliere, habe ich im Keller noch eine grosse Töpferscheibe mit Diamantschleifscheiben fürs grobe Arbeiten.

Schleifpapier verwende ich überhaupt nicht. Der Maschine lagen ein paar Proben selbstklebendes dabei, dass nach wenigen Minuten abgeschliffen war. Dafür war der Kleber so extrem, dass ich Stunden gebraucht habe, das Papier wieder vom Teller zu bekommen.

Gruss,
Stefan

Wolfram Weisshuhn

Hallo allerseits,

der Hinweis von Erik ist sicher ganz hilfreich. Aber:

In der Bucht wird eine Schleif- und Poliermaschine angeboten. Und das ist offenbar schon nicht ganz richtig. Leider läßt das Foto keine ganz klare Zuordnung zu.
Soweit ich die Maschinen der Fa. Struers kenne, handelt es sich um eine Schleifmaschine. Zum Schleifen verwendet man bei Struers wasserfestes Schleifpapier, das mit Wasser (!) auf den Schleifteller aufgelegt wird. Gehalten wird das Ganze durch einen Metallring der in den Rand des Schleiftellers eingedrückt wird.
Die Proben werden in Gießharz oder Diallylpthalat eingebettet, auf der Drehbank grob abgedreht und dann geschliffen. Dazu braucht man den Probenhalter, den man auf dem Bild sieht.
Zum Polieren gibt es (bei Struers) ganz andere Maschinen. Schleifteller mit einem Tuch und mit Diamantpaste als Schleifmittel usw.

Zurück zu obiger Maschine: Die Proben werden also hier in den seltensten Fällen von Hand gehalten bzw. geschliffen. Schleifscheiben aufkleben und wieder ablösen gibt es hier nicht!
Die angebotene Maschine dient also nur einem speziellen Zweck. Man sollte also im Einzelfall sehr genau prüfen, ob die Maschine überhaupt geeignet (und reparierbar) ist. Und man sollte sich bei Struers schlau machen!

Also wie der Klaus schreibt, ist das wirklich ein Schnäppchen?????

mfG

Wolfram

Stefan_O

Na gut, machen wir Nägel mit Köpfen:

Die Maschine bei eBay ist eine Struers DP-U4, verkauft von Struers als "universal grinding and polishing machine", geht also für beides. In der Literatur taucht die Maschine eher als Polisher auf, wobei die Übergänge ohnehin fliessend sind. Der Schleifteller fehlt auf dem Foto bei eBay, was die Maschine nicht zu einem Schnäppchen macht. Ob man Tuch oder Schleifscheibe mit einer Randschelle befestigt oder aufklebt, spielt für die Maschine keine Rolle und ist eher eine Frage der Standzeit des Schleif-oder Poliermaterials. Die Schelle und Haftung durch Wasser-Kombination wie von Wolfram beschrieben lässt sich angenehm schnell auswechseln. Der bei eBay gezeigte Kopf ist nicht ohne weiteres identifizierbar, ich meine es ist einer der ersten PDM-Force Köpfe. Handpolieren ist durchaus für einzelne Proben angedacht, dafür ist ja der ganze Kopf abnehmbar. Die Maschine stammt aus den 70ern, ob Struers noch Informationen oder Ersatzteile dazu liefert ist fraglich. Wie von Wolfram beschrieben ist der Automatikkopf für Auflicht-Proben (oder Auf-Elektronen :D) gedacht.

Gruss,
Stefan

Klaus Herrmann

Hallo zusammen,

ich habe nachgefragt:
Den ganzen Aufsatz mit den Probentellern (übrigens zum Polieren gedacht) gibt es nicht mehr, der ist schon weg!

Dann ist es wirklich kein Schnäppchen mehr mit dem beschriebenen Defekt!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

Klaus


ich ziehe das freundschaftliche "Du" vor! ∞ λ ¼


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