Autor Thema: Botanik: Libanonzeder mit frischen Schnitt *  (Gelesen 10548 mal)

rekuwi

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Botanik: Libanonzeder mit frischen Schnitt *
« am: Februar 17, 2011, 18:19:16 Nachmittag »
Liebe Mikroskopiker/innen,

im Wiesbaden-Biebricher Schloßpark wächst eine mächtige Zeder. Mir fiel sie jetzt erst auf weil ein Hinweisschild neu installiert wurde.

Hier die Zeder:



Einige Fundstücke unterm Baum:



das Hinweisschild:



und jetzt kommt der von mir versuchte Schnitt. Leider viel zu dick (also grottenschlecht!). Ich zeige ihn nur weil vor Zeiten Ralf Wagner eine Zedernschnitt brachte der sehr rot war, offensichtlich war dort die Nadel schon sehr trocken.
Mit FCA gefärbt zeigen sich die zu erwartenden Farben:



im pol. Licht:



noch Details vom "Innenleben" und vom Rand:







Alle Aufnahmen mit HF (bis auf die Pol-Aufnahme). Und heftig mit PSE bearbeitet.

Es wäre ganz arg lieb wenn sich jemand findet der die entsprechenden Erklärungen (Xylem, Phloem etc.) einfügen würde. Danke im voraus! ;D

Liebe Grüße
Regi
« Letzte Änderung: November 08, 2014, 07:16:50 Vormittag von Fahrenheit »

rekuwi

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Re: Libanonzeder
« Antwort #1 am: Februar 17, 2011, 18:46:45 Nachmittag »
Tut mir leid, ich habe Photobucket nicht überreden können die Zeder aufrecht wachsen zu lassen. Habe zwar das liegende Foto inzwischen entfernt und mehrfach versucht die aufrechte Version einzuspeichern - aber es will nicht klappen  :-[.

Hoffe daß es jetzt klappt, hier die Zeder aufrecht:



Hier noch der Link zu Ralfs Thema: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2673.0

Liebe Grüße
Regi
« Letzte Änderung: Februar 17, 2011, 21:13:42 Nachmittag von rekuwi »

beamish

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Re: Libanonzeder
« Antwort #2 am: Februar 17, 2011, 19:31:14 Nachmittag »
Liebe Regi,

für mich sieht das Super aus! Auch, daß man nicht nur ein paar bunte Zellen gezeigt bekommt, sondern wie hier wunderbarerweise üblich, auch das "drumherum".

Herzlich

Martin
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Peter Herkenrath

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Re: Libanonzeder
« Antwort #3 am: Februar 17, 2011, 20:14:16 Nachmittag »
Wir haben in Köln auch eine Libanonzeder. Sie ist mit mehrfach tief gespaltenem Stamm der zentrale Bestandteil des preisgekrönten "Tropischen Hofs" des Botanischen Gartens, auf drei Seiten von den u-förmig angeordneten Schaugewächshäusern umgeben. Das Wort von der "Königin der Bäume" gefällt mir, die Libanonzeder ist wirklich etwas Besonderes. Danke für dir Bilder, Regi.

Lieben Gruß
Peter

Horst Isele

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Re: Libanonzeder
« Antwort #4 am: Februar 17, 2011, 23:12:46 Nachmittag »
Liebe Regi

Ich sehe beide Bilder korrekt aufrecht.

Wird also wohl eine Einstellung des Systems sein, ob Bilddrehungen sauber umgesetzt und dargestellt werden.

Gruss   Horst
das freundschaftliche Du ziehe ich vor

±  µ ∞ λ ¼  ½  ¾   ν  δ  π  σ  φ  ψ  Փ ‰  ‱ ℃  Ω   √  ∛  ∜  ∑  ≤  ≥  ⋲  ♀  ♂

beamish

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Re: Libanonzeder
« Antwort #5 am: Februar 17, 2011, 23:29:41 Nachmittag »
Frage an die Bonner:
steht die schöne Zeder an der Zedern-Apotheke in Kessenich noch?

Durch Regis Bilder angerührte Grüße

Martin
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rekuwi

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Re: Libanonzeder
« Antwort #6 am: Februar 18, 2011, 17:27:13 Nachmittag »
Lieber Martin, lieber Peter, lieber Horst,

danke für Eure Antworten.
Daß ich diese Zeder erst jetzt entdeckt habe ist schon beschämend, schließlich wohne ich seit 48 Jahre in Wiesbaden. Aber sie steht am Wegrand mit vielen anderen Bäumen nebendran. Die hier inzwischen reichlich vorkommenden Halsband- und Alexandersittiche (es sollen 1000! Stück sein) beißen gerne an Knospen und Ästchen, nur so konnte ich überhaupt an Nadeln gelangen. Der Baum ist sehr hoch, keine Chance da was abzupflücken.

Photobucket ist ein lahmer und nerviger Laden, aber im xten Anlauf habe ich es doch geschafft das Bild vom Baum richtig reinzubekommen.

Vielleicht macht ja mal jemand von unseren Superschnittmeister/innen einen wirklich schönen Schnitt von einer Zedernnadel! ;D

Liebe Grüße
Regi


Peter V.

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Re: Libanonzeder
« Antwort #7 am: Februar 18, 2011, 18:43:10 Nachmittag »
Hallo Regi,

bin zwar kein Schnittmeister, aber trotzdem ein paar Anmerkungen:

Grundsätzlich finde ich Dein Werk wirklich nicht schlecht. Es wirkt nur etwas "überfärbt" und ich habe den Eindruck, dass Du die Kondesnorblende viel zu stark zugezogen hast, zumindest bei dem Übersichtsbild. Kann das sein?
Das ganze "Krisselige" kommt mir vor wie Artefake, die durch eine zu stark zugezogene Blende entstanden sind.
Womit hast Du eiegtnlich geschnitten? Zylindermikrotom und SHK-Halter?

Herzliche Grüße
Peter
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rekuwi

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Re: Libanonzeder
« Antwort #8 am: Februar 18, 2011, 22:35:04 Nachmittag »
Lieber Peter,

die Kondensorblende ist zu ca. 80% offen, daran liegt das Krisselige nicht. Beim Komprimieren habe ich wohl die Nachschärfefunktion zu stark eingestellt!  :(

Habe weder ein Zylindermikrotom noch einen SKH-Halter. Habe ein Büschel Nadeln in einen kleinen zuschraubbaren Halter eingeklemmt und mit einer Rasierklinge geschnitten. Sicher wäre das auch damit besser hinzubekommen, mir fehlt die Geduld für diese Friemelei! Da ich die Schnitte auch nur in Glyzerin lege (vertrage die Dämpfe der Einschlußmittel nicht) fehlt mir der Anreiz mich noch mit besseren Gerätschaften auszustatten. Nach dem Fotografieren verwerfe ich die Schnitte.

Liebe Grüße
Regi

Peter V.

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Re: Libanonzeder
« Antwort #9 am: Februar 18, 2011, 22:41:13 Nachmittag »
Lieber Peter,

die Kondensorblende ist zu ca. 80% offen, daran liegt das Krisselige nicht. Beim Komprimieren habe ich wohl die Nachschärfefunktion zu stark eingestellt!  :(

Habe weder ein Zylindermikrotom noch einen SKH-Halter. Habe ein Büschel Nadeln in einen kleinen zuschraubbaren Halter eingeklemmt und mit einer Rasierklinge geschnitten. Sicher wäre das auch damit besser hinzubekommen, mir fehlt die Geduld für diese Friemelei! Da ich die Schnitte auch nur in Glyzerin lege (vertrage die Dämpfe der Einschlußmittel nicht) fehlt mir der Anreiz mich noch mit besseren Gerätschaften auszustatten. Nach dem Fotografieren verwerfe ich die Schnitte.

Liebe Grüße
Regi

Hallo Regi,

aber dafür ist es doch recht ordentlich!!!

Herzliche Grüße
Peter

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Fahrenheit

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Re: Libanonzeder
« Antwort #10 am: Februar 19, 2011, 07:54:51 Vormittag »
Liebe Regi,

bitte entschuldige die späte Antwort, aber erst heute morgen habe ich Zeit gefunden, Deine interessanten Schnittbilder zu beschriften. Dazu habe ich noch einmal in den Thread zur Nadel der Einblättrigen Kiefer geschaut und bitte Detlef um Korrektur, wenn mir ein Fehler unterlaufen ist.

Bild 1: das Leitbündel


Bild 2: Epidermis, Stoma und Harzkanal

Den Harzkanal hast Du wohl an einem seiner Enden erwischt, somit ist keine Höhlung erkennbar sondern die Kappe aus Harzzelle, die den Kanal abschließt (ich hoffe, meine Formulierung ist verständlich ...)

Interessant finde ich, dass sie Sklerenchymzellen nicht ähnlich stark rot angefärbt sind, wie z.B. das Xylem. Sie scheinen also nicht verholzt zu sein, sondern aus
Zellulose zu bestehen.

Herzliche Grüße
Jörg

Edit: in Bild 2 auf Hinweis von Detlef Geleitzelle in Nebenzelle geändert.
« Letzte Änderung: Februar 19, 2011, 14:37:46 Nachmittag von Fahrenheit »
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Re: Libanonzeder
« Antwort #11 am: Februar 19, 2011, 08:40:58 Vormittag »
Guten Morgen Regi und Joerg

Super, wird gleich ausgedruckt und hilft bei eigenen Versuchen zu erkennen was ich sehe, danke :-)

Ich habe auch schon erste Versuche mit Nadeln gemacht, bin aber noch auf der Suche nach der optimalen Montage fuer das Schneiden. Karotte oder Hollundermark geben den Nadeln nicht genuegend Halt, beim Schneiden ziehe ich die Nadel geringfuegig raus ...

Wenn ich dann fester spanne gibt's Deformation der Nadel. Muss ich da die Nadel eingiessen um die noetige Verbindung, bzw. Stabilitaet fuer das Schneiden zu bekommen?

:-)

Gerhard
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Rückmeldung sind willkommen, ich bin jederzeit an Weiterentwicklung interessiert, Vorschläge zur Verbesserungen und Varianten meiner eingestellten Bilder sind daher keinerlei Problem für mich ...

Fahrenheit

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Re: Libanonzeder
« Antwort #12 am: Februar 19, 2011, 09:13:23 Vormittag »
Lieber Gerhard,

für Nadel eignet sich nach meiner Erfahrung am besten die Möhrenmethode von Eckhard.

Der Trick ist, die Möhre nicht zu halbieren, um die Nadel einzuklemmen, sondern in der Mitte mit einem Zahnstocher oder Nagel etc. ein Loch zu stechen, das gerade ein wenig kleiner ist, als die Probe. Diese wird dann einfach eingesteckt und die Möhre passend bekanntet.
Durch das Schneiden in Ethanol dehnen sich die Möhrenzellen etwas und klemmen die Probe dann richtig fest ein. Da bewegt sich nix mehr.

In Holundermark lässt sich eine scharfe Nadel mit der Spitze voran wohl einfach hinein schieben. Es muss auf alle Fälle trocken geschnitten werden, da das Mark sonst aufweicht. Aber für Gymnospermennadeln dürfte Holundermark zu weich sein.

Herzliche Grüße
Jörg
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RainerTeubner

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Re: Libanonzeder
« Antwort #13 am: Februar 19, 2011, 11:56:48 Vormittag »
Hallo Regi,

 bring doch einfach zum nächsten Treffen in DA ein paar frische Nadeln mit, da können wir dann schneiden, färben und eindecken.

Viele Grüße

Rainer
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Detlef Kramer

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Re: Libanonzeder
« Antwort #14 am: Februar 19, 2011, 14:33:30 Nachmittag »
Hallo,

tut auch mir leid, dass ich mich bisher nicht geäußert habe.

Jörg: Dun hast nur einen wirklich gravierenden Fehler gemacht  ;D: Was Du als Geleitzelle bezeichnest, ist die Nebenzelle.

Für mich ist somit alles klar und geklärt.

Herzliche Grüße

Detlef
Dr. Detlef Kramer, gerne per DU

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