Filterwechsler Orthoplan

Begonnen von Stefan_O, Mai 11, 2011, 09:24:16 VORMITTAG

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Stefan_O

Salü Zusammen,

hat jemand eine Idee, wie man einen (automatischen) Filterwechsler zwischen Lampenhaus und Stativ beim Orthoplan realisieren kann? Gab es soetwas mal von Leitz oder muss ich eine Bastellösung anstreben?

Danke,
Stefan

Holger Adelmann

Hallo Stefan,

so etwas habe ich von Leitz noch nicht gesehen, abgesehen von einem manuellen Filterrevolver mit Fluoreszenz-Erregerfiltern für die Durchlicht-Fluoreszenz. Dieses Teil war zum Aufsetzen anstelle des Staubschutzglases im Fuss.
Einige andere Hersteller bieten aber motorisierte Filterräder (Stichwort "Filter Wheel") als Zubehör für alle gängigen Stative an. Ansonsten basteln, am Besten mit Schrittmotor Steuerung  ;D

Herzliche Grüsse
Holger

olaf.med

Hallo Stefan,

kontaktiere doch mal Heinz-Jürgen Bernhardt (heinz-juergen.bernhardt@rub.de).  Der hat einen automatischen Filterwechsler am Orthoplan, um spektrales Reflektionsvermögen quantitativ zu messen (ich nehme an, das schwebt Dir auch vor).

Beste Grüße, Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Stefan_O

Hallo Holger, habe ich schon, konnte aber nichts finden. Filterwechsler für 50 mm gibt es, aber ich habe keine Adaption gesehen.

Hallo Olaf, ich habe Angst, Heinz-Jürgen Bernhardt überzustrapazieren, war er doch schon so freundlich, einen SiC Standard für mich zu basteln. Aber was hilfts, ich werde ihn nochmals angehen. Ist der Filterwechsler unter der Kamera oder an der Beleuchtung? Für c-mount gibt es natürlich Wechsler zum Zwischenschalten vor die Kamera, diese ruinieren aber die Anpassung, da sie mindestens 6 mm dick sind. Die haben allerdings den Vorteil der kleineren Filterdurchmesser, was die Kosten drastisch senkt. Du hast natürlich richtig gerade, es geht in Richtung Messung des Reflektionsvermögens in schmalen Segmenten.

Danke euch beiden!
Stefan

olaf.med

Hallo Stefan,

Heinz Jürgen ist sehr hilfsbereit und ich denke es ist keine Zumutung, ihn um Details und Bilder seiner Einrichtung zu bitten. Der Filterwechsler ist ein Revolver, der zwischen Stativ und Lampe, also beleuchtungsseitig, im Strahlengang sitzt. Ich schätze die Filterdurchmesser auf 20 mm.

Herzliche Grüße,

Olaf
Gerne per Du!

Vorstellung: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=4757.0

... und hier der Link zu meinen Beschreibungen historischer mineralogischer Apparaturen:
https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=34049.0

Holger Adelmann

Stefan, hast Du auch schon mal an die Möglichkeit gedacht, verschiedene LEDs mit schmaler Halbwertsbtreite zu verwenden?

VG
Holger

Stefan_O

Danke, Olaf, ich habe ihm geschrieben und bin gespannt. Klingt jedenfalls schonmal gut.

Hallo Holger,
hm, ja, habe ich, zumal ich so eine per Fernsteuerung durchstimmbare 'Living Colors' Lampe von Philips habe (im Schlafzimmer, nicht am Mikroskop). LEDs, Laser, durchstimmbarer Filter, alle angedacht und verworfen. Die haben leider alle so ihre eigenen Nachteile, die die Vorteile überwiegen. Die geplanten Bandfilter erreichen steilflankig 10 nm bei > OD4. Ich denke nicht, dass LEDs das hinbekommen, zumal ich auch noch definierte Wellenlängen brauche. Die Messungen bringen ja nur etwas im Vergleich mit einer Datenbank und eigenen Messungen bei gleicher Wellenlänge. Die Filter gibt es mit Abstufungen alle 10 nm, mit 3, 10 oder 40 nm Breite. Filter sind die technisch (und zeitlich) gesehen einfachste Lösung, wenn auch der Gesamtpreis etwas weh tut.

Gruss,
Stefan