Autor Thema: Fragen zu: Von der Probe zum Präparat  (Gelesen 2764 mal)

minimik

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Fragen zu: Von der Probe zum Präparat
« am: Mai 31, 2011, 09:55:30 Vormittag »
Hallo verehrtes Forum, hier aber besonders Fahrenheit.
Hallo Jörg, als Anfänger möchte ich mich jetzt einmal ganz besonders für deinen
Beitrag - Von der Probe zum Präparat - bedanken, der wirklich extrem hilfreich ist.
Mangels Holundermark ist zur Zeit Möhrenschnippeln angesagt. An alle Mitanfänger:
üben, üben, üben... 8)

Jetzt aber zu meiner Frage: Sind die Aufbewahrungs- bzw. Fixierlösungen grundsätzlich
mehrfach zu verwenden, oder kann man nach einmaliger Benutzung nur noch die Blumen
damit gießen? ???  Zur Zeit benutze ich die SafeLine Produkte, aber andere Rezepturen sind
ja nicht so unbedenklich, sodass ein möglicher Mehrfacheinsatz ganz nützlich wäre.

Mit freundlichen Grüßen
Hans




Peter V.

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Re: Fragen zu: Von der Probe zum Präparat
« Antwort #1 am: Mai 31, 2011, 13:27:49 Nachmittag »
Hallo!

Zitat
oder kann man nach einmaliger Benutzung nur noch die Blumen
damit gießen?



,...wie auch immer: Das solltest Du sicher NICHT damit tun!  ;)

Herzliche Grüße
Peter
Bzgl. Netiquette: Heinrich Lübke, Bundespräsident 1959 - 1969: You can say you to me!
"Die Natur kennt keinen rechten Winkel" (Herbert Knebel)

Fahrenheit

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Re: Fragen zu: Von der Probe zum Präparat
« Antwort #2 am: Mai 31, 2011, 14:56:06 Nachmittag »
Lieber Hans,

zunächst einmal vielen Dank für Dein Lob! Es freut mich, dass Du meine kleine Anleitung nutzt und sie für Dich hilfreich ist.

Die Fixierlösungen (hier speziell das AFE) solltest Du nicht wiederverwenden - ich wechsele diese während einer Fixierung sogar mindestens einmal aus.

Fixiertes und mit Ethanol 70% gespültes Material kannst Du natürlich bis zu einem gewissen Grad wieder in benutztem Ethanol lagern. Dabei ist zu beachten, dass aus der 70%-igen Lösung zunächst der Alkohol verdunstet und das Ganze auch noch hygroskopisch ist. Mit der Zeit sinkt die Alkoholkonzentration also deutlich unter 70% ab - auch wenn Du verdunstete Flüssigkeit regelmäßig ergänzt.
Ich lagere meine Proben getrennt in kleinen Glasröhrchen und tausche das Ethanol, wenn zu viel davon verdunstet ist. Es sind ja immer nur wenige Milliliter.

Wohin nun aber mit den Flüssigabfällen - auch aus den Färbeprozessen? Ich sammele diese in alten 5-Liter Kanistern, in denen man im Handel destilliertes Wasser bekommt. Wenn ein Kanister voll ist, bringe ich ihn zum örtlichen "Wertstoffhof", wo er mit der Deklaration "Farbstoffe und Lösungsmittel - nicht gewerblich" kostenfrei entsorgt wird.

In die Blumen - also in die freie Natur - gehören solche Stoffe natürlich nicht. Auch nicht die Reste der SaveLine Produkte.
Aber das war natürlich nur eine rhetorische Frage von Dir.  :)

Herzliche Grüße
Jörg
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minimik

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Re: Fragen zu: Von der Probe zum Präparat
« Antwort #3 am: Mai 31, 2011, 20:46:06 Nachmittag »
Lieber Peter und Jörg,
vielen Dank für eure schnellen Antworten.
Vorab, der Einsatz als Blumenwasser war natürlich nicht ernst gemeint,
und würde vermutlich zu ernsthaften Diskussionen mit meiner
besseren Hälfte führen.  :-[
Besonderen Dank für den Rat mit der örtlichen Entsorgung, damit wäre für
mich nun auch die Frage des "Endlagers" geklärt und ich kann die etwas heikleren
Reagenzien zum Einsatz bringen.

Herzlichsten Dank nochmal und
viele Grüße

Hans