Autor Thema: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz  (Gelesen 18657 mal)

Klaus Herrmann

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #15 am: Juli 18, 2011, 00:37:32 Vormittag »
Lieber Florian,

Zitat
Es handelt sich um eine Klaus Herrmann-Fotomontage - Auflösung folgt?

Mit einem Kreuzschlitz-Schraubenzieher hab ich das schneller geschafft als eine nur virtuell wirkende Fotomontage!  ;)

Es sieht alles so unberührt aus, dass ich wirklich geneigt bin anzunehmen, dass das ein Kundenwunsch war mit der umgekehrten Montage.
Aber das lässt sich leicht beheben. Die Fokussierung und die Irisblende laufen seidenweich.
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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A. Büschlen

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Doku zum Leitz Elvar
« Antwort #16 am: Juli 18, 2011, 10:21:21 Vormittag »
Hier noch zwei Scanns zum zum Leitz Elvar aus: Optische Instrumente Ernst Leitz GMBH D-6330 Wetzlar Liste 500-13   IX/74/CX/g.
Der Zeichenspiegel wir in der oben genannten Schrift auf Seite 12 erwähnt.  Dazu gibt es eine Druckschrift 511-80d.




Gruss Arnold Büschlen
« Letzte Änderung: Juli 18, 2011, 10:25:45 Vormittag von A. Büschlen »

Klaus Herrmann

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #17 am: Juli 18, 2011, 10:33:51 Vormittag »
Vielen Dank Arnold,

die Druckschrift ist wohl noch seltener, als das ELVAR selbst!

 Hast Du auch die erwähnte Druckschrift für den Zeichenspiegel?

Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Florian Stellmacher

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #18 am: Juli 18, 2011, 19:54:26 Nachmittag »
Liebe ELVAR-Freunde,

soeben habe ich mein ELVAR genauer inspiziert und auseinander geschraubt:

Der Spiegel ist nicht falschherum montiert!

Es ist tatsächlich so, dass LEITZ bei diesem Modell die Schwalbe nach oben gebaut hat, sodass der Eindruck entsteht, hier sei etwas falschrum angeschraubt worden. Nun darf man ja in puncto Spiegel von einer Firma, die so wundersame Sachen wie das VISOFLEX-System gebaut hat, so einiges erwarten, in diesem Falle hat es LEITZ gefallen, lediglich die Schwalbe zu verdrehen. Der Eindruck verstärkt sich noch dadurch, dass die Hebel für die Blende und Fokussierung nach unten stehen.

Hier das ELVAR mit montierem Zeichenspigel und Fototubus in verschiedenen Perspektiven (den kosmetisch eher grenzwertigen Durchlichtsockel habe ich weg gelassen):







In dieser Ausstattung kommt das eigentlich vergleichsweise zierliche Mikroskop auf eine eindrucksvolle Bauhöhe, die man am besten sieht, wenn man es neben das damalige Flaggschiff aus dem Hause LEITZ stellt:



LEITZ hat sich offenbar, nachdem die Zeit der runden schwarzen Stative vorüber war, sehr an eckige, damals als besonders modern empfundene technische Formen gehalten; dass dadurch keine Möglichkeit vorhanden war, einen großen, das ganze Stativ umfassenden Drehring für den Zoom zu bauen, hätte LEITZ natürlich - wie andere Hersteller auch - durch einen Drehknopf ausgleichen können. Alerdings hat LEITZ sich lieber für eine vertikale Position der Zoomverstellung entschieden, die zudem recht dirkt übersetzt ist. Wirklich ergonomsch ist das zwar nicht, aber aussehen tut es schon recht gut, wie ich finde. Dass Tubusrohre und Okulare immer noch rund gebaut wurden, darf man wohl als Zugeständnis an die technische Abteilung werten...

Übrigens: das ELVAR scheint das einzige jemals von LEITZ gebaute Zoom-Stereomikroskop zu sein, oder kennt jemand noch ein anderes Modell?

Herzliche Grüße,
Florian
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Klaus Herrmann

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #19 am: Juli 18, 2011, 22:47:20 Nachmittag »
Vielen Dank lieber Florian,

du hast mich gerettet: fast hätte ich den "Montagefehler" korrigiert ;D

Man hat den Eindruck, du hättest etwas Platzprobleme? Willst du diesen hässlichen eckigen Kasten nicht abgeben?

Ich könnte ihn übernehmen. Den Zeichentubus könntest du gerne behalten! ;) Wir könnten ja tauschen ich habe ein traumhaft formschönes GFL Stativ, das wäre lange nicht so sperrig!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Peter V.

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #20 am: Juli 18, 2011, 23:40:05 Nachmittag »
Hallo,

Zitat
Übrigens: das ELVAR scheint das einzige jemals von LEITZ gebaute Zoom-Stereomikroskop zu sein

Der Ansicht ist offenbar auch dieser unbekannte Leitz-Enthusiast:

Zitat
HERE is a very unusual item. A Leitz Elvar. If you want a Leica zoom stereoscope THIS is the only one EVER made. Yes I know you are all going to email me pictures of your Stereozooms three through seven and even the WILD scope above still made in Switzerland (I think and hope) is sold with a Leica medallion on it. But for me to be a Leitz scope it needs to be made in Wetzlar Germany. Not Rochester New York home of Bausch and Lomb Stereozooms. Not Heerbrugg Switzerland home of Wild. Not Buffalo home of Americal Optical or anywhere else. Wetzlar Germany where Ernst Leitz and his sons and grandsons built the best cameras and scopes ever made.. And this one is it. The mighty Elvar. Leitz quality. Leitz price. In this case rarity too.
I have only seen ONE in person. In the late seventies. Legendary quality
As good as Wild. Somebody buy it for me. Somebody buy it and just let me play with it. The seller has been on ebay since day one. Toronto Surplus. a good fella.

aus diesem Thread:

http://gemologyonline.com/Forum/phpBB2/viewtopic.php?t=4190

Also, die Lage des Zoomrades ist mit unergonmisch noch harmlos ausgedrückt. Aber das Elvar ist halt schon ein konstruktives Unikat. Als ich es vor wenigen Monaten kaufte, war meine erste Intention, es deswegen wieder abzustoßen. Aber wie das ja so ist...wennn es dann so da steht...und steht....und steht...ist der Platz irgendwie auch vergeben und man schließt es dann doch in sein großes Mikroskopikerherz.
Aber vielleicht war es auch wegen der unzureichenden Ergonomie bei vermutlich exorbitantem Preis nicht sooo erfolgreich? Außergewöhnliche Lösungen wie die "Windmühle" von Hensoldt haben sich ja nicht immer durchgesetzt....

Ansonsten: Glückwunsch, Florian, zu diesem außergewöhnlich vollständigen Elvar - sogar mit Fototubus! Wo hast Du den denn aufgetan?

Herzliche Grüße
Peter
« Letzte Änderung: Juli 18, 2011, 23:44:28 Nachmittag von Peter V. »
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Florian Stellmacher

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #21 am: Juli 19, 2011, 15:57:42 Nachmittag »
Lieber Klaus,

vielen Dank für Dein großzügiges Tauschangebot, das ich leider ablehnen muss - ein GFL habe ich nämlich schon!

Apropos - wie kommst Du darauf, dass ich Platzmangel haben könnte? Den wirklichen Platzmangel kann man auf den Bildern doch gar nicht erkennen  ;D (Du solltest mal sehen, wie es links und rechts vom Bildausschnitt aussieht!)?

Jedenfalls ist es gut, dass Du den Schraubenzieher noch nicht angesetzt hattest!

Herzliche Grüße,
Florian
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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #22 am: Juli 19, 2011, 16:02:36 Nachmittag »
Lieber Florian,

Zitat
ein GFL habe ich nämlich schon!

ja gut, aber ich habe mal gehört, mit den Zweiten sieht man besser  ;D Das wäre Deine Chance! Und ich würde den Ärger mit meiner Frau auf mich nehmen!
Mit herzlichen Mikrogrüßen

 Klaus


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Florian Stellmacher

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #23 am: Juli 19, 2011, 16:05:34 Nachmittag »
Lieber Peter,

danke für die Gratulation! Den Fototubus gab es vor einiger Zeit mal in der Bucht. Ein lieber Forumskollege hatte mich damals auf ihn aufmerksam gemacht und mir bestätigt, dass das Teil tatsächlich an das ELVAR passt. Der Tubuseinsatz stammt übrigens aus Holland, und wir haben hier schon viele schöne Fotos gesehen, die damit gemacht wurden - aber nicht von mir  ;)!

Herzliche Grüße,
Florian
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Florian Stellmacher

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #24 am: Juli 19, 2011, 16:13:24 Nachmittag »
Lieber Florian,

Zitat
ein GFL habe ich nämlich schon!

ja gut, aber ich habe mal gehört, mit den Zweiten sieht man besser  ;D Das wäre Deine Chance! Und ich würde den Ärger mit meiner Frau auf mich nehmen!

Lieber Klaus,

netter Versuch!

Es gibt ja bestimmte Modelle, von denen man mindestens drei haben sollte, um alle Applikationen montieren zu können. Das ist übrigens ein Faktum, das ich bislang noch nicht erfolgreich meiner Frau klar machen konnte ("Wozu brauchst Du dreimal dieses Riesending?"). Wenn ich mir noch ein GFL ins Haus hole, dann als Polmikroskop. Und wenn ich soetwas tun sollte, dann muss ich das nicht nur meiner Frau sondern wohl auch Olaf erklären  ;D ...

Herzliche Grüße,
Florian
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Dünnschliffbohrer

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #25 am: Juli 23, 2011, 20:29:15 Nachmittag »
Liebe Elvar-Zeichentubusbesitzer,
nach welchem Prinzip funktioniert der denn? Nach dem Mischbildprinzip, wie es von Zeiss Jena (oder wohl auch von Zeiss West) angewandt wurde/wird, wo man zwar keine schnelle Umschaltmöglichkeit zwischen Zweichentubus und freier Durchsicht hat, aber wo die Zeichenfläche mit dem Bild in beiden Strahlengängen überlagert wird?

Oder nach dem Kopfschmerzprinzip von Wild-Heerbrugg, wo einfach einer der beiden Strahlengänge vollständig ausgeblendet wird, um dort das Zeichenblatt zu 100% einzublenden - die Überlagerung darf dann das Gehirn alleine vornehmen. Ich hatte vor Jahren mal das Vergnügen, damit zu arbeiten, bitte nicht wieder. Bei jeder kleinen Kopfbewegung muss man den Stift von neuem Ansetzen und das Papier ggf. verschieben, bis endlich wieder alles passt. Am besten Versuchen, ohne Abzusetzen so viel wie möglich in einem Zug durchzeichnen, ohne sich zu sehr auf die Detail des Objektes zu konzentrieren...  Man kann genau so gut mit dem linken Auge durch den rechten Tubus gucken und versuchen entspannt mit dem rechten Auge auf das Blatt Zeichenpapier zu sehen, und dann die Konturen Nachzufahren. Es funktioniert genauso gut, nur hat man sich dann die Ausgabe für den (zumindest neu) schweinisch-teuren Wild-Zeichentubus gespart.

Wie entspannt kann man doch dagegen mit dem Tubus von CZJ/Askania arbeiten. Keine Kopfschmerzen, man kann jederzeit zwischendurch die Arbeit unterbrechen. Nur schnell umschalten geht nicht, man muss dafür den ganzen Zeichentubus ausbauen.

"Es gibt ja bestimmte Modelle, von denen man mindestens drei haben sollte, um alle Applikationen montieren zu können."- Genau das habe ich gemacht, bei mir steht ein altes Technival mit Zeichentubus neben einemTechnival 2 mit Fototubus. Und beide haben immerhin auch Planobjektive bereits serienmässig, genau wie das alte SM XX (entwickelt 1936, in Serie gegangen 1949).

Andererseits: das Elvar hat ein wunderschönes kontrastreiches Bild, und hat im Unterschied zu meinen anderen Stemis eben pankratischen Vergrößerungswechsel. Ich könnte übrigens (allerdings erst in einer Woche) eine Preisliste vom Elvar von ca. 1973 beisteuern, die ich von Leica erhalten hatte. Ich meine mich zu zu entsinnen, das es damals größenordnungmässig so bei 4000 DM lag. Und wäre meinerseits auch gerne an der Druckschrift über die Großfeld-Stemis interessiert.

Aber irgendwie freut es mich, dass es hier im Forum doch noch Leute gibt, die sich für ein Stemi begeistern können. Die werden doch von so vielen so geringschätzig angesehen, wohl wegen der niedrigeren Vergrößerung. Man sehe sich nur an, welch kurzen Abschnitt D. Gerlach ihnen in seinem dicken Wälzer gewidmet hat. In den Katalogen der einschlägigen Firmen (bzw. Internetseiten) sieht das Verhältnis dagegen heutzutage eher nach 50/50 % aus. Dabei kann man den Stemis so viel machen, im Unterschied zu den gewöhnlichen Durchlichtmikroskopen. Und die professionellen Anwender (z.B. Pathologen, Florian wird´s bestätigen) benutzen bei den letzteren ironischerweise auch meist nur die kleineren Vergrößerungen. - Db.

P.S.: So unergonomisch finde ich das Stellrad nun auch wieder nicht, man gewöhnt sich daran. Schlimmer ist da der winzige Drehknopf für den Vergrößerungswechsler am Technival (nicht mehr so am Technival 2, und auch nicht am SM XX).
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
[aus: Kleeberg, Bernhard (2005): Theophysis, Ernst Haeckels Philosophie des Naturganzen,  S. 90]

Florian Stellmacher

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #26 am: Juli 25, 2011, 19:32:53 Nachmittag »
Lieber Dünnschliffbohrer,

der Zeichenspiegel ist das Modell "Kopfschmerz" - also linkes Auge zum Objekt, rechtes Auge schwarz.

Beste Grüße,
Florian
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Dünnschliffbohrer

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Re: Unbekannter Zeichenspiegel für Stereomikroskop Leitz
« Antwort #27 am: Juli 26, 2011, 21:20:27 Nachmittag »
Danke Florian,
ich hab es fast schon geahnt, bei der engen Verflechtung von Leitz und Wild. Herr Lautenschläger von Askania erwähnte mir gegenüber einmal, das (wohl zumindest von einem) Wild-Stereomikroskop die Optik bei Leitz in Wetzlar gerechnet worden sei. Ich weiss jetzt aber nicht mehr, um welches Modell es sich dabei gehandelt hat (Wild M3, oder M5?). Weiß hier jemand näheres?
Eine andere Frage: eigentlich sollte es doch möglich sein, an jedem Stereomikroskop vom Fernrohrtyp mittels eines eigens zu drehenden Adapterringes andere Hauptobjetive anzubringen, z.B. Planobjektive von Wild, um dem Elvar die Bildfeldwölbung und Verzeichnung zu nehmen. Er müsste ja nur mikroskopseitig die gleiche Ringschwalbe wie das original-Elvar-Objektiv haben. Der Abstand zwischen der Tubusoptik und dem Hauptobjektiv sollte ja gleichgültig sein, wegen dem // Strahlengang. Hat hier im Forum schon mal einer so etwas probiert? - Db.
 
"Und Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; und er schuf um ihn Laubmoose und Lebermoose und Flechten und ein Mikroskop!"
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