Autor Thema: Mini-Beamer als Beleuchtung ?  (Gelesen 3085 mal)

Johannes Kropiunig

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Mini-Beamer als Beleuchtung ?
« am: August 14, 2011, 10:44:41 Vormittag »
Hallo
Hab mal wieder eine Idee und möchte mal fragen was ihr davon hält.
Ist es möglich einen Beamer wie diese da http://www.conrad.at/ce/de/suggest/mini%20beamer/;jsessionid=8837AE8E04DFD04C811AC7023746247D.ASTPCCP8 , als Beleuchtung zu verwenden ?
Mir geht es darum ob es damit zum Beispiel. reichen würde das Bild einer Blende/Filter in den Kondensator zu werfen um diese zu ersetzten oder Blenden einfach mit der Maus zentrieren usw..
Theoretisch steht dem doch nichts im Wege ,oder ?

LG
Johannes

 

Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
Kameras:  EOS 1100D, EOS 1000D, EOS 1000Da, und EOS 350Da Peltier gekühlt

Sag es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich daran erinnern. Beteilige mich - und ich werde es verstehen.
Laotse

Klaus Wagner

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Re: Mini-Beamer als Beleuchtung ?
« Antwort #1 am: August 15, 2011, 10:27:00 Vormittag »
Hallo Johannes,

im ersten Moment erscheint die Idee brilliant. Auf den zweiten Blick sehe ich folgendes Problem: Das vom Projektor entworfene Bild muß ein reelles und in der Ebene der Aperturblende im Kondensor scharf sein. Also in einer Entfernung von wenigen cm vom Projektor. Eventuell müsstest Du das Bild dort auf eine Mattscheibe projizieren. Wenn Dir das gelingt erscheint die Idee wieder brilliant :-). Allerdings nur, wenn dieser Minibeamer den notwendigen Kontrast herbringt. und das bezweifle ich sehr.

Gruß
Klaus
« Letzte Änderung: August 15, 2011, 16:46:00 Nachmittag von Klaus Wagner »

Johannes Kropiunig

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Re: Mini-Beamer als Beleuchtung ?
« Antwort #2 am: August 20, 2011, 10:31:42 Vormittag »
Hallo

Weil mir das einfach keine Ruhe gelassen hat und wenn mal der Samen in mein Hirn gepflanzt ist...,musste ein Mini Beamer her.
Die Wahl viel auf einen Aiptek Pocketcinema T25 da der Conrad Shop in meiner Nähe einfach nur diesen hatte  :o
http://www.aiptek.eu/index.php?option=com_product&task=view&lang=de&productid=241

Der Versuchsaufbau war in 10 Minuten erledigt und sah so aus.

Als Mattscheibe musste ein Stück Transparentpapier herhalten.

Hier das erste Testbild von einem Fertigpräparat und der Grund warum ich den Versuch (vorerst ?) abgebrochen habe.


Es gibt einfach zu viele Nachteile.
1 Wie mein Vorredner schon sagte der Kontrast von 400:1 ist zu wenig um ein anständiges Schwarz hinzubekommen
2 Ich müsste auch noch meinen Laptop verwenden um mit Liveview von meiner Kamera arbeiten zu können.
3 Das Kabelgewirr, da der Beamer um auf 25 Lumen  zu kommen noch ein Netzteil benötigt , ohne kommt er nur auf 18 Lumen und belegt immerhin 2 USB Steckplätze.
4 Ohne ein eigenes Programm zu schreiben ist es sehr umständlich einen brauchbaren Filter zu erstellen.
5 Der Lüfter ist nicht gerade leise und nervt.
6 Der Treiber ist so primitiv das man nichts einstellen kann und er trotzdem 40% Systemressourcen frisst (AMD Athlon 64 X2 Dual Core Prozessor 4200+ mit 2.2 GHz und 4Gb Speicher)  .
7 Das eigentliche aus für diese Methode ist aber das der Beamer mit 60 Hertz die Bilder erzeugt und Fotografieren damit ein Problem ist.
usw.

Punkt 2 ist der Grund weshalb das Testbild so unscharf ist und Punkt 7 warum ich kein weiteres scharfes Bild mehr machen wollte da die Kamera angefangen hat zu spinnen.

Gut möglich das ich ein paar dieser Nachteile in den Griff bekommen könnte, aber das Fazit ist, das ich wohl bei der Overheadfolien Methode bleibe um Filter zu erzeugen und jetzt einen Mini Beamer habe.  ;D

LG
Johannes














« Letzte Änderung: August 20, 2011, 11:03:11 Vormittag von Kropiunig Johannes »
Biologische Mikroskop: Zeiss Standard 16
Stereomikroskop: Lomo MBS 10
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Laotse

Nomarski

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Re: Mini-Beamer als Beleuchtung ?
« Antwort #3 am: August 20, 2011, 12:23:55 Nachmittag »
Hallo Johannes,

bevor du nun die Flinte ins Korn wirfst, würde ich an deiner Stelle noch den Versuch anstellen, die Blende in die Eintrittspupille des Kondensors zu projezieren anstatt in den Filterhalter, in den du das Pergamentpapier eingelegt hast. Die Größe des projezierten Bildes muß in etwa dem Durchmesser der vollständig geöffneten Irisblende entsprechen. Es ist die Frage, ob du das mit dem Beamer-Objektiv auch so hinbekommst, aber nur der Versuch macht bekanntlich kluch.
Wenn man nach der Methode beliebige Zentralblenden erzeugen könnte, ohne zu schnippeln oder zu stanzen, hätte das schon was.

Viele Grüße
Bernd