liebe mikroskopiker, wärtige und werdende mikrofotografen,
nachdem ich hier einige weile nach einer möglichst billigen methode gesucht habe, um mikrofotos zu machen, bin ich auf dieses thema gestosen: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9804.0
das mit dem drehen ist für mich natürlich nicht durchführbar, auserdem wollte ich keine teile irreversibel verbinden. es gab da allerdings noch den hinweis von nomarski auf dieses teil: http://www.ebay.de/itm/Digital-Kameraadapter-fernrohr-Kamera-Adapter-/200639794924?pt=Optik_Zubeh%C3%B6r&hash=item2eb7104eec
rolleis gab es leider gerade nirgendwo für 37 euro, also wandt ich mich an amazon, wo die kamera dann doch glatt vom postmonster gefressen wurde und nie wieder gesehen ward!
als billige alternative musste also eine gebrauchte medion 41066 mit 5,16 MP herhalten. gabs bei ebay für 10.01 euro ink. versand, netzstecker, kabel, akkus und ein akkuladegerät.
das ganze sieht dann so aus:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_4353903.jpg)
adapter
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_44292318.jpg)
am mikroskop
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_4045713.jpg)
und die hochwertige kamera ;)
so,
jetzt noch ein paar testbilder:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_31656513.jpg)
Pinus spec. blatt querschnitt, zeiss standard 14, 10x objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_22848657.jpg)
spaltöffnung, zeiss standard 14, 40x objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_64379720.jpg)
verschiedene süswasserbewohner, zeiss standard 14, 40x objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_22322840.jpg)
diverse algen, leitz sm, 40x objektiv
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75001_42821209.jpg)
Taxus baccata frucht, stereo beck kassel cbs, 2x objektiv
die kamera richtig vor das okular zu bringen ist etwas fummelig, aber wenn die einstellung stimmt, kann munter fotografiert werden.
für mich auf jeden fall ein gutes preis/leistungs verhältnis für menschen, die eher ihre objekte dokumentieren wollen als einen hohen künstlerischen anspruch verfolgen.
Endlich mal jemand, der meine Ratschläge befolgt. 8)
So sperrig hätte ich mir das Gestell nun auch nicht vorgestellt. :-[
Aber wie heißt es so schön: Nur das Ergebnis zählt. Und das ist doch schon recht ordentlich ausgefallen.
Und das bei den Schlüsselloch-Okularen! 8)
Schöne Grüße
Bernd
Hallo Bernd,
ZitatSo sperrig hätte ich mir das Gestell nun auch nicht vorgestellt.
Aber mit einer Säge läßt sich die Sperrigkeit des Teils schon deutlich reduzieren.
Hezrliche Grüße
Peter
Lieber Peter,
ZitatAber mit einer Säge läßt sich des Teils schon deutlich reduzieren.
Ja, das kann man. Aber für die abgesägten Teile bekommt man leider vom Kaufpreis nichts vergütet.
Elegantere Adaptionen, die gegen ein Abendessen zu haben wären, sind ja hier nicht gefragt.
Viele Grüße
Bernd
ZitatElegantere Adaptionen, die gegen ein Abendessen zu haben wären, sind ja hier nicht gefragt.
Weil sie leider nicht angeboten werden.
Das kommt drauf an.
Ich habe vor ein paar Tagen zur Feier des Hochzeitstags mit meiner Frau schön gepflegt gegessen für 195.- Euronen
Dafür kann man von mir einen eleganten Adapter haben! ;)
Zitat von: Safari in Oktober 14, 2011, 12:55:16 NACHMITTAGS
Zitat von: Nomarski in Oktober 14, 2011, 09:41:27 VORMITTAG
Elegantere Adaptionen, die gegen ein Abendessen zu haben wären, sind ja hier nicht gefragt.
Weil sie leider nicht angeboten werden.
wilfried hatte das in dem rollei thema angeboten (und er scheint nicht so teuer zu speisen wie klaus ;))
für meine derzeitige technische ausrüstung ist der mikroskopadapter ebay edition aber vollkommen ausreichend. auserdem hat er den vorteil an allen mikroskopen mit den verschiedenen okularen angebracht werden zu können und auch die kameras sind auswechselbar, was mir im moment relativ wichtig ist, da ich nicht für immer bei der medion bleiben will (obwohl sie besser ist, als ich erwartet hatte).
elegantere adaptionen sind natürlich trotzdem immer gefragt.
Zitatwillfried hatte das in dem rollei thema angeboten (und er scheint nicht so teuer zu speisen wie klaus )
Also ich habe auch schon so eine Adaption gegen ein Abendessen beim preiswerten Griechen gebaut. Aber wegen so ein paar Mettklöpsen und Pommes dazu komme ich nicht extra nach Nürnberg gefahren. :D :D :D
Hallo -
die dezente Erwähnung von schnödem Geld im Forum, insbesondere MM, fand ich immer schon banal -
wie wäre es, wenn wir ganz auf Naturalienwirtschaft umstellen würden?
Getränke natürlich extra ....
Viele Grüße
Rolf
Hallo Rolf,
über Geld spricht man nicht... man hat es ;D 8) ;D
ZitatGetränke natürlich extra ....
Ich werde darauf zurückkommen, wenn die Schnitte von gestern Abend trocken sind und ich über den tollen Kurs "Reben schneiden" berichte.
Du wurdest übrigens auch lobend erwähnt - war ja schließlich in Hohenheim! ;)
Zitat von: Safari in Oktober 15, 2011, 00:36:18 VORMITTAG
Zitat
Aber wegen so ein paar Mettklöpsen und Pommes dazu komme ich nicht extra nach Nürnberg gefahren. :D :D :D
In Franken gibt es schon etwas anderes zu essen wie Mettklöpse und Pommes (was ist das eigentlich für ein merkwürdiges Gericht?), neben fränkischer Küche gibt es auch recht gute Italiener.
Nun wirds aber langsam OT, aber wenn du es nicht anders haben willst: Pizza-Bringdienste haben wir hier auch. Und es gibt auch noch andere Automobilfritzen als dein Porsche und Mercedes, in dessen Werkskantinen man gut durchgefüttert wird.
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Nochmal zu der Kameraadaption an sich: Ist nicht das Schönste und Eleganteste, erfüllt aber wie auch bewiesen seinen Zweck. Da sie variabel ist, ist die leider dadurch auch etwas sperriger. Aber da bereits schon angekündigt wurde, daß die Kamera demnächst gewechselt wird, lassen sich widerum die verschedenen Ab- und Anschlußmaße problemlos anpassen. Und bei dem Preis lohnt sich das Selberbauen auch nicht!
Hallo "Billig-Adapter",
wenn auch etwas verspätet: Vielleicht noch mal wieder zurück zum ursprünglichen Thema! Wenn auch schon früher mal angesprochen: Spiegelreflex-Digi adaptiert auf altem Vergrößerungs-Stativ oder auch Selbstbau-Stativ + Kamera-Adapter für astronom. Fernrohr berührungslos (aber abgeblendet) über senkrechtem Stutzen eines Trino-Tubus.
Kamera Olympus E-420 mit ZOOM-Objektiv 17,5 mm bis 45 mm über Brillen-Okular Kpl 10x/18; Objekt: Objektmikrometer ; Objektiv Planachromat 25/0,45 PH 2. Bilder in Hellfeld, PH und Dunkelfeld jeweils bei Kamera-Objektiv-Brennweite von 17,5 mm und 35 mm.
Anmerkung: Bei den Bildern mit 17,5 mm macht sich bei PH und DF erwas störend bemerkbar, dass die Teilstriche des Mikrometers nicht ganz genau senkrecht stehen und die senkrechte Fluchtlinie der Pixel des Bildschirms etwas schneiden. Beim direkten Blick durch das Okular ist das natürlich nicht gegeben.)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_17541510.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_48113298.jpg)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_26488196.jpg) 17,5 mm HF
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_12274237.jpg) 35 mm HF
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_33481669.jpg) 17,5 mm PH
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_30571149.jpg) 35 mm PH
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_45457583.jpg) 17,5 mm DF
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75361_51821612.jpg) 35 mm DF
Relativ preiswert und sehr flexibel, mit vielen Kameras machbar.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Sehr interessante Kamera-Adaption! Von der Fotografie kommend weiss ich allerdings, dass diese Art der "normalen" Zoom-Objektive nicht die besten sind, um Mikrofotografie zu betreiben. Ich vermute, dass Dein Adapter an den Objektivfilterring angeschraubt ist. Je nach Durchmesser des Filterrings koennte man ja auch ein schnelleres Festbrennweitenobjektiv (d.h. kleinere Blendenzahl unter f/2.8 ) ansetzen, das weit besser waere zu diesem Gebrauch.
Aenderung: Ich las gerade, dass das Objektiv beruehrungslos mit dem Adapter verbunden ist. Ist mir nicht klar, wie das unter Ausschluss des Lichteinfalls von aussen funktioniert. In jedem Fall koennte man dann aber darin andere Objektive einsetzen.
Beste Gruesse,
Martin
Zitat von: hinrich husemann in Oktober 18, 2011, 17:21:44 NACHMITTAGS
Hallo "Billig-Adapter",
wenn auch etwas verspätet: Vielleicht noch mal wieder zurück zum ursprünglichen Thema! Wenn auch schon früher mal angesprochen: Spiegelreflex-Digi adaptiert auf altem Vergrößerungs-Stativ oder auch Selbstbau-Stativ + Kamera-Adapter für astronom. Fernrohr berührungslos (aber abgeblendet) über senkrechtem Stutzen eines Trino-Tubus.
Kamera Olympus E-420 mit ZOOM-Objektiv 17,5 mm bis 45 mm über Brillen-Okular Kpl 10x/18; Objekt: Objektmikrometer ; Objektiv Planachromat 16/0,35 PH 2. Bilder in Hellfeld, PH und Dunkelfeld jeweils bei Kamera-Objektiv-Brennweite von 17,5 mm und 35 mm.
Anmerkung: Bei den Bildern mit 17,5 mm macht sich bei PH und DF erwas störend bemerkbar, dass die Teilstriche des Mikrometers nicht ganz genau senkrecht stehen und die senkrechte Fluchtlinie der Pixel des Bildschirms etwas schneiden. Beim direkten Blick durch das Okular ist das natürlich nicht gegeben.)
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75365_44311341.jpg) (https://www.mikroskopie-forum.de/pictures002/75365_4825666.jpg)
Relativ preiswert und sehr flexibel, mit vielen Kameras machbar.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Hallo,
zunächst zum Ausschluss des Lichteinfalls: Die schwarze - verschiebbare - "Tasse" unter dem Objektiv (im rechten Bild am besten sichtbar) überdeckt berührungslos den Abstand zwischen unterem Ende des Kameraobjektivs und dem Okular und hält so auch Seitenlicht fern. Man schiebt erstere natürlich etwas höher als im Bild angegeben (dort ist sie zur Demonstration etwas tiefer gestellt). Das reicht 100%ig. Der mechanische Nicht-Kontakt zwischen Kamera und Mikroskop hat auch Vorteile.
Zum Kamera-Objektiv: Die niedrigere Blendenzahl einer damit "schnelleren" Festbrennweite spielt - das ist den meisten Fotografen fremd - hier normalerweise keine bildverbessernde oder die Belichtungszeit bestimmende Rolle. Die engste und damit bestimmende Stelle im Lichtbündel der Abbildung ist hier die Austrittspupille des Mikroskops über dem Okular. Deren Durchmesser liegt aber nur in der Größenordnung von etwa 1 mm ; die Objektivblende hat hier also keinen praktischen Einfluss auf die Bildqualität und die Belichtungszeit. Wenn sie zu eng gestellt ist, kann sie aber unter Umständen vignettierend wirken; insbesondere dann, wenn die Austrittspupille nicht hoch genug über der Augenlinse des Okulars liegt (deshalb sind hier Brillenträger-Okulare zweckmäßig). Hauptsächlich aus diesem Grunde hat man u. U. mit ZOOM-Objektiven Schwierigkeiten; weniger wegen der Qualität von deren Optik.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Zitat von: hinrich husemann in Oktober 18, 2011, 19:33:13 NACHMITTAGS
Hallo,
zunächst zum Ausschluss des Lichteinfalls: Die schwarze - verschiebbare - "Tasse" unter dem Objektiv (im rechten Bild am besten sichtbar) überdeckt berührungslos den Abstand zwischen unterem Ende des Kameraobjektivs und dem Okular und hält so auch Seitenlicht fern. Man schiebt erstere natürlich etwas höher als im Bild angegeben (dort ist sie zur Demonstration etwas tiefer gestellt). Das reicht 100%ig. Der mechanische Nicht-Kontakt zwischen Kamera und Mikroskop hat auch Vorteile.
Danke fuer die Klaerung des Sachverhalts, das macht nun Sinn!
ZitatZum Kamera-Objektiv: Die niedrigere Blendenzahl einer damit "schnelleren" Festbrennweite spielt - das ist den meisten Fotografen fremd - hier normalerweise keine bildverbessernde oder die Belichtungszeit bestimmende Rolle. Die engste und damit bestimmende Stelle im Lichtbündel der Abbildung ist hier die Austrittspupille des Mikroskops über dem Okular. Deren Durchmesser liegt aber nur in der Größenordnung von etwa 1 mm ; die Objektivblende hat hier also keinen praktischen Einfluss auf die Bildqualität und die Belichtungszeit. Wenn sie zu eng gestellt ist, kann sie aber unter Umständen vignettierend wirken; insbesondere dann, wenn die Austrittspupille nicht hoch genug über der Augenlinse des Okulars liegt (deshalb sind hier Brillenträger-Okulare zweckmäßig). Hauptsächlich aus diesem Grunde hat man u. U. mit ZOOM-Objektiven Schwierigkeiten; weniger wegen der Qualität von deren Optik.
Das ist so nicht richtig. Sehr wohl spielen auch hier Unterschiede in der Bauweise zwischen einfacheren Zoom- und besseren Festbrennweitenobjektiven eine Rolle. Festbrennweitenobjektive haben eine andere Zahl und Anordnung von Linsengruppen im Objektiv, die extra so konstruiert sind, dass Vignettierungen und Bildfehler vermieden werden, auch bei offener Blende.
Mit besten Gruessen,
Martin
Bei der Mikrofotografie mit der "objektivbehafteten" Kamera durch das Okular - kommt ja hauptsächlich bei Mikroskopen mit Endlich-Optik in Frage - spielt das Kamera-Objektiv im Grunde nur die Rolle eines "Bildversetzers". Das eigentliche Bild ist ja schon vorhanden. Wenn sie im dunklen Zimmer ohne Kamera überm Okular des Trinos an die Zimmerdecke blicken, sehen Sie dort - vorausgesetzt Ihre Mikroskopbeleuchtung hat genügend "Power" - dort das fast scharfe Bild (die Entfernung ist eben noch nicht ganz "unendlich") in quasi Okularprojektion. Das Kamera-Objektiv verlegt es nur noch von dort in die kürzere Entfernung seiner eigenen Brennebene; wirkt also nur noch als Bildversetzungs-"Linse" und macht an sich nur aus dem Okular ein Projektiv. Die weitaperturigen Objektiven für eigene Bilderzeugung "angezüchteten" Eigenschaften werden dafür gar nicht voll gebraucht, zumal die großen Aperturen wegen der kleinen Austrittspupille des Mikroskopsgar nicht genutzt werden (Dafür gibt es Beispiele.)
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Zitat von: hinrich husemann in Oktober 19, 2011, 00:50:24 VORMITTAG
Bei der Mikrofotografie mit der "objektivbehafteten" Kamera durch das Okular - kommt ja hauptsächlich bei Mikroskopen mit Endlich-Optik in Frage - spielt das Kamera-Objektiv im Grunde nur die Rolle eines "Bildversetzers". Das eigentliche Bild ist ja schon vorhanden. Wenn sie im dunklen Zimmer ohne Kamera überm Okular des Trinos an die Zimmerdecke blicken, sehen Sie dort - vorausgesetzt Ihre Mikroskopbeleuchtung hat genügend "Power" - dort das fast scharfe Bild (die Entfernung ist eben noch nicht ganz "unendlich") in quasi Okularprojektion. Das Kamera-Objektiv verlegt es nur noch von dort in die kürzere Entfernung seiner eigenen Brennebene; wirkt also nur noch als Bildversetzungs-"Linse" und macht an sich nur aus dem Okular ein Projektiv. Die weitaperturigen Objektiven für eigene Bilderzeugung "angezüchteten" Eigenschaften werden dafür gar nicht voll gebraucht, zumal die großen Aperturen wegen der kleinen Austrittspupille des Mikroskopsgar nicht genutzt werden (Dafür gibt es Beispiele.)
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Das ist richtig! Dennoch sind schnellere Objektive mit kleinerer Blendenzahl vorteilhafter zur Nutzung, da sie weitaus mehr Licht bei offener Blende auf die Film/Sensorebene der Kamera lassen. Das ist ein uraltes Prinzip der Fotografie - u.a. auch ein Grund, warum diese Festbrennweitenobjektive mit kleiner Blendenzahl (f/1.4 oder sogar 1.2) teuer, aber hoch begehrt sind gerade bei dunklen Lichtverhaeltnissen. Ich selbst nutze z.B. 50 mm f/1.4 und 35 mm f/1.4 Objektive gerne zu diesem Zweck. In der Mikroskopie - bei Deinem guten Kameraaufbau - koenntest Du unter Verwendung solcher Festbrennweitenobjektive mit kuerzerer Belichtungszeit arbeiten, insbesondere dann, wenn Du hoehere Vergroesserungen ab 400x vornimmst. Der Vorteil relativiert sich, wenn Du mit Elektroblitz arbeitest, da dann sowieso die Belichtungszeiten kurz sind.
Natuerlich ist Dein Zoomobjektiv vollkommen brauchbar und passabel! Ich wollte nur einen Hinweis geben, was man u.U. noch verbessern koennte daran.
Beste Gruesse,
Martin
Hallo Martin -
beim normalen Fotografieren kann die ganze Öffnung des Objektivs genutzt werden, aber - wie H. Husemann schon ausgeführt hat - aus dem Okular eines Mikroskops kommt wirklich nur ein ganz dünnes Strahlenbündel.
Man kann das leicht ausprobieren, wenn man mit einem lichtstarken Fotoobjektiv über dem Okular arbeitet und den Belichtungsmesser beobachtet. Je nach Aufbau des Systems ändert sich an der Belichtung beim Schließen der Blende - 1,4 -- 2,0--2,8--4,0--5,6-- erst ungefähr jetzt: (8,0) etwas. Beim normalen Fotografieren würde sich die Belichtungszeit mit jeder Stufe verdoppeln.
Deshalb sind z.B. auch die speziellen Fotoobjektive von ZEISS ganz winzige Dreilinser (z.B. in den alten Grundkörpern mit 125 mm Brennweite oder im "Spezialobjektiv" mit 63 mm). An der Abbildungsqualität und an der vollen Ausnutzung des vom Okular gelieferten Lichtes besteht dabei kein Zweifel.
Übrigens kann das mit der Apertur des Mikroskopobjektivs verglichen werden. Wenn der Kondensor nur ein Lichtbündel von 0,32 liefert, dann nützt auch die Öffnung 1,3 eines Immersionsobjektivs nix!
Viele Grüße
Rolf
Rolf
Nur um Herrn Blaich noch zu ergänzen: Z.B. das kleine Objektiv der 63mm-Aufsetzkamera von ZEISS aus der "Endlich-Optik-Zeit" hat bei 63mm Brennweite eine Öffnung von ca. 11mm, also eine Blende von etwa 5,6. Um die Abbildungsleistung der teuren Planapo- und Plan-Neofluar-Objektive optimal ins Fotobild zu bekommen, hat ZEISS nicht etwa dieses relativ einfache und "lichtschwache" Objektiv, sondern die diesem vorgeschalteten Foto-Okulare optisch "aufgemöbelt": S-Kpl- anstelle von Kpl-Okularen!
Die Funktion des Objektivs ist hier im Wesentlichen die -natürlich möglichst korrekte - Bildversetzung ins Endliche; auf die Belichtungszeit hat man damit - wie schon Herr Blaich dargelegt hat - kaum einen Einfluss. Es lohnt deshalb auch nicht, hochgezüchtete 1,2-"Lichtriesen" einzusetzen.
Natürlich könnte bei ZOOM-Objektiven wegen ihrer höheren Linsen- und damit Grenzflächen-Zahl der Kontrast vergleichsweise etwas "leiden". In den meisten hier relevanten Fällen wird das m.E. kaum zu merken sein; zumal man ihn heute bei der Digital-Fotografie - im Gegensatz zur früheren "chemischen" Fotografie - zumindest in gewissen Umfang nachträglich ohne großen Schaden etwas verbessern kann.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Danke, Herr Husemann und Rolf, für diese anschauliche Erläuterung dieser für Fotografen immer wieder seltsam klingenden Eigenheit mikrofotografischer Einrichtungen.
Auch mir ging es wie Martin, bis ich gesehen habe, mit welchen unglaublich schlichten "Bildversetzern" (= Objektiven) die Mikroskopfirmen ihre Mikrofoto-Einrichtungen ausgestattet haben, ohne dass dies einen qualitativen "Flaschenhals" darstellen würde.
Andere Gründe sprechen dennoch für hochgeöffnete Festbrennweiten: sie sind mechanisch robuster als viele Zoom-Objektive, verschenken wenig Licht bei der Transmission, sind (bei gleichem Aufwand) tendenziell weniger streulichtanfällig und... sie sind (als ehemalige "Normalobjektive" heute eingegangener Hersteller) teilweise unglaublich billig! Normalobjektive oder schwache Weitwinkel von Firmen wie Yashica, Pentax etc. fristen in den Grabbelkisten der verbliebenen Fotohändler (und in der Bucht) oft ein Ladenhüter-Dasein und gehen nicht selten für unter 10 Euro weg.
Herzliche Grüße, Thomas
Hallo Herr TPL,
klingt zunächst ganz flott, Ihr Plädoyer für "alte" Festbrennweiten. Habe ich natürlich auch zunächst versucht. Aber meine Digi-Pentax K-m "arbeitet" boshafterweise nicht mit den bei mir noch vorhandenen Augen ihrer analogen Vorgängerinnen und Vorgänger (vielleicht liest ja die oder der Personalbeauftragte mit), jedenfalls bei mir nicht. Auch bei Olympus geht das meines Wissens wohl nicht so ohne Weiteres. So müsste man sich eben doch eine neue Festbrennweite besorgen. Ob die wirklich so viel mehr bringt, wäre dann noch auszuprobieren.
Die mechanische Robustheit ist zumindest bei meiner Kamera-Adaption auch nicht von Bedeutung; die Kamera "schwebt" hier ja berührungsfrei über dem Tubus und trägt sich nicht selbst.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Nachtrag: Ich habe es bei der Oly E-420 noch mal mit den Objektiven meiner alten OM 4 versucht. Es geht auch hier nicht!
Zitat von: hinrich husemann in Oktober 19, 2011, 11:52:56 VORMITTAG
Hallo Herr TPL,
klingt zunächst ganz flott, Ihr Plädoyer für "alte" Festbrennweiten. Habe ich natürlich auch zunächst versucht. Aber meine Digi-Pentax K-m "arbeitet" boshafterweise nicht mit den bei mir noch vorhandenen Augen ihrer analogen Vorgängerinnen und Vorgänger (vielleicht liest ja die oder der Personalbeauftragte mit), jedenfalls bei mir nicht. Auch bei Olympus geht das meines Wissens wohl nicht so ohne Weiteres. So müsste man sich eben doch eine neue Festbrennweite besorgen. Ob die wirklich so viel mehr bringt, wäre dann noch auszuprobieren.
Die mechanische Robustheit ist zumindest bei meiner Kamera-Adaption auch nicht von Bedeutung; die Kamera "schwebt" hier ja berührungsfrei über dem Tubus und trägt sich nicht selbst.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Nachtrag: Ich habe es bei der Oly E-420 noch mal mit den Objektiven meiner alten OM 4 versucht. Es geht auch hier nicht!
Hallo Hinrich,
Ja, das ist manchmal leider aergerlich, dass alte und gute Objektive nicht mehr mit den neuen Kameras wollen! Hier ein Link zu einer eher fotografisch angesiedelten Webseite im "Alternative Gear" Forum, die oft ueber Tricks und Moeglichkeiten der Adaption alter Objektive an div. neue DSLRs berichten:
http://www.fredmiranda.com/forum/board/55
Vielleicht findest Du ja darin etwas Brauchbares ueber Adapterstuecke oder dergleichen. Das Suchfeld kann auch weiterhelfen auf der Webseite.
Beste Gruesse,
Martin
Hallo Herr Husemann,
wieso funktioniert Ihre Pentax K-m nicht mit den alten Objektiven? Gerade damit hat Pentax doch zumindest bei der istDs und den K10/K20 Kameras immer geworben, geht das jetzt bei den neuen Digitalen nicht mehr? Ich betreibe jedenfalls mit größter Begeisterung meine Pentax istDs mit alten M42 Schätzen von Zeiss-Jena (Flektogon 2,8/20...Pancolar 1,8/80...Tessar 2,8/50 etc.). Auch alte Pentax K-Objektive von der ME-Super oder Pentax LX laufen einwandfrei, natürlich mit Einschränkungen bzgl. der verschiedenen Automatik-Modi (z.B. nur im Modus Zeitautomatik mit Arbeitsblendenmessung).
Gruß Kay Hörster
Hallo Herr Hörster,
das Bajonett ist rein geometrisch und mechanisch noch das Gleiche (Pentax PK), aber es sind eine Reihe elektronischer Kontakte am Gehäuse da, mit denen das Objektiv "zusammenarbeiten" müßte. Das "alte" Objektiv hat die zugehörigen Pendants aber gar nicht (das zugehörige natürlich schon). Man kann es zwar problemlos einkuppeln, aber der Auslöser der Kamera funktioniert nicht mehr. Sie können ruhig draufdrücken, es passiert aber nichts; in keiner Stellung des Betriebsarten-Wählrades. Es ist leider so.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Zitat von: hinrich husemann in Oktober 19, 2011, 19:33:18 NACHMITTAGS
..aber der Auslöser der Kamera funktioniert nicht mehr. Sie können ruhig draufdrücken, es passiert aber nichts; in keiner Stellung des Betriebsarten-Wählrades. Es ist leider so.
...
Hallo Herr Husemann,
ich hätte mir vorgestellt, das es zumindest mit der manuellen Betriebsart funktionieren könnte. Aber Ihre Feststellung ist ja eindeutig.
Übrigens Ihnen und Rolf (reblaus) vielen Dank für die weitergehenden und interessanten Erklärungen auf die man immer wieder hinweisen kann, wenn neu angemeldete Fotografen uns die (Mikro-) Welt erklären wollen.
Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter Müller
Liebe Mikrofotografen,
warum nur hat Canon mit seinen Digi-EOS so einen Einzug in die Astronomie gehalten? Weil jedes Modell auch ohne die Systemobjektive brav auslöst. Wie sonst könnte man eine DSLR an das Teleskop basteln? Und wenn das eingebaute IR-Filter stört, so gibt es jede Menge Lösungen auch die Kamera zu modifizieren.
Unverständlich, dass auch andere Firmen, z.B. NIKON diese Verhinderungstaktik betreiben.
So bleibe ich gerne meiner EOS 450D treu, mit LiveView und Adaption in allen Fällen.
Schöne Grüße
Peter
ZitatÜbrigens Ihnen und Rolf (reblaus) vielen Dank für die weitergehenden und interessanten Erklärungen auf die man immer wieder hinweisen kann, wenn neu angemeldete Fotografen uns die (Mikro-) Welt erklären wollen.
Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter Müller
Vielen Dank fuer diese "nette" Einblendung. Richtig ist, dass ich zwar noch ein recht Neuer hier bin, aber ich bin froh, dass die ueberwiegende Mehrzahl der Leute hier im Forum offen und bereitwillig diskutieren und Erklaerungen liefern, von denen ich auch noch lernen kann. Ich kann mich leider nicht entsinnen, dass ich hier jemandem die Mikrowelt haette erklaeren wollen - wenn Sie die Diskussion hier korrekt verfolgt haetten, wuerden Sie erkennen, dass es mir hier rein um Merkmale von Objektiven an Kameras ging, was oben zu Genuege diskutiert wurde. Glauben Sie mir, ich habe es nicht noetig, mich hier igendwo oder irgend jemandem zu beweisen. Falls Sie meine o. g. Punkte stoeren, tut mir das leid, aber dann ignorieren Sie doch bitte diese Diskussion und bleiben Sie sachlich am Thema oder tragen Sie sachlich selbst zu etwas bei. Dann koennen Sie auch mir die Mikrowelt besser erklaeren, davon bin ich ueberzeugt.
Freundliche Gruesse,
Martin
Lieber Peter,
das ist tatsächlich ein großer Vorteil der Canon-Kameras, der bei Nikon leider immer nur mit den teureren Modellen funktioniert.
Auslösen tun aber selbst die schlichteren Nikon-Modelle, wenn ein Objektiv ohne die entsprechenden Kontakte angesetzt ist. Und ich frage mich oft, ob das nicht auch ausreicht. Schließlich möchte ich bei meiner Sorte Objekte (Dünnschliffe) keine Belichtungsautomatik. Diese führt, bei gleichbleibender Beleuchtung, nicht selten zu Fehlbelichtungen, da der Belichtunsgmesser auch bei verändertem Bildausschnitt immer einen 18%-igen Grauwert annimmt. Und das ist bei meinen Objekten eher die Ausnahme.
Schöne Grüße,
Thomas
Hallo Herr Husemann,
das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen und ich habe mal in der englischen BA der Pentax K-m/K2000 geschaut. Da ist ganz am Ende ab Seite 240 beschrieben, wie die Kamera mit alten K-Bajonett Objektiven betrieben wird. In einem Menüpunkt muß '19. Using Aperture Ring' auf 'Permitted' gesetzt werden, dann sollte die Kamera auch mit alten Objektiven ohne elektronische Kontakte (z.B. für Blendensimulation bei Offenblende) funktionieren, dann aber entweder nur rein manuell oder mit Zeitautomatik, die natürlich nur richtig gebildet wird, wenn vor der Messung manuell abgeblendet wird. Aber bei der Mikrofotografie spielen die Automatik-Modi ja keine so große Rolle, hauptsache die Auslösung (ohne elektronische Blendensimulation/Blendenrad am Objektiv auf A) funktioniert. Vielleicht haben Sie in der deutschen BA auch dieses Kapitel ganz hinten im Buch, schauen Sie bitte mal nach.
Gruß Kay Hörster
@Peter-h: Auch die Pentax DSLR's lösen ebenfalls brav ganz ohne Objektiv oder mit Objektiven ohne irgendwelche elektronischen Kontakte (M42- oder T2-Objektive, z.B. mit der berühmten 'Russentonne') aus. Soweit mir bekannt, benötigen manche Canon-DSLR's bei Verwendung von M42-Objektiven einen Adapter mit etwas 'elektronischer Intelligenz' (Kontaktbrücken oder zumindest geschlossene Kontakte), um den AF als Fokusindikation (akustische/optische Fokussierhilfe) zu nutzen. Das macht die Pentax auch ganz ohne elektronischen Schnick-Schnack am M42-Adapter...Ob man es braucht, ist natürlich Geschmackssache. Von daher ist die Pentax auch nicht schlecht für Astro-/Mikrofotografie und Adaption von allerlei altem, mechanischem Kram geeignet ;-)))
Zitat(M42- oder T2-Objektive, z.B. mit der berühmten 'Russentonne')
Das Problem ist nur, daß beim Versuch des Ansetzens der Russentonne die olle Nase vom Einbaublitz stört... :D
Nö ! Die Nase stört nicht, wenn man den Unendlichanschlag etwas manipuliert und einen Zwischenring einschraubt ;D
Peter
@Nomarski, peter-h...
hmmm...die Idee mit dem Zwischenring und dem hernach versetzten Unendlich-Anschlag hat was, ohne Frage.
Nur, was bitte hat die Russentonne nun genau mit dem Thema zu tun?
Kann natürlich sein, dass ich da mal wieder was falsch verstanden habe ;D ;D
Adaptierende Grüße
Joachim
Sorry, hätte mit O.T. markieren sollen. :(
Peter
Zitat von: -JS- in Oktober 19, 2011, 23:39:34 NACHMITTAGS
@Nomarski, peter-h...
hmmm...die Idee mit dem Zwischenring und dem hernach versetzten Unendlich-Anschlag hat was, ohne Frage.
Nur, was bitte hat die Russentonne nun genau mit dem Thema zu tun?
Kann natürlich sein, dass ich da mal wieder was falsch verstanden habe ;D ;D
Adaptierende Grüße
Joachim
Moin Joachim,
als Moralapostel hättest du aber schon früher kommen können, um zu fragen, was ein Abendessen für 195,- Euro mit dem Thema zu tun hat. ;D
Schönen Gruß
Bernd
Moin Bernd,
den Moralapostel möchte ich ganz feierlich und in aller Form zurückweisen - dieses Amt steht mir *hier* nun wirklich nicht zu...
Und die Sache mit dem Abendessen war für mich ohnehin nicht weiter erwähnenswert - die unzweideutige Absicht steht da
und verstimmt. Mich zumindest. Da nützt leider auch ein " ;)" nicht viel.
Viele Grüße
Joachim
Jawohl, Chef! :-[
Hallo Herr Hörster,
zunächst mal danke für Ihre Hinweise! Erstmalig habe ich mit einem alten Objektiv ein Bild machen können! Muß mich aber erst noch langsam genauer "hinrobben". Heute abend (oder morgen) ist es schon etwas spät!
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
ZitatAls Manschette für den flexibleren Übergang wird mir meine Frau etwas passendes nähen.
Wieso nimmst du nicht ganz einfach eine Achsmanschette? Ich hätte noch welche liegen...
Zitat von: hinrich husemann in Oktober 20, 2011, 00:26:12 VORMITTAG
Hallo Herr Hörster,
zunächst mal danke für Ihre Hinweise! Erstmalig habe ich mit einem alten Objektiv ein Bild machen können! Muß mich aber erst noch langsam genauer "hinrobben". Heute abend (oder morgen) ist es schon etwas spät!
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Hallo Herr Husemann, gerne gebe ich hier die Hinweise weiter, hätte mich auch gewundert, wenn Pentax das nicht durchgängig bei allen seinen DSLR's gemacht hätte. Die Abwärtskompatibilität bis hin zu M42-Anschlüssen (Pentax selbst hatte in den 60ern M42 Anschluß) war für mich seinerzeit ausschlaggebend für den Kauf und somit konnte ich systemtreu bleiben. Auch die Verwendung von M42 Zwischenringen, Balgengeräten und Mikroskopobjektiv-Adaptern mit RMS Gewinde ist kein Problem. Inzwischen ist bei den DSLR-Fotografen ein regelrechter Hype bei der Verwendung von alten Objektiven ausgebrochen, da kann man sich in WEB stundenlang die tollsten Lobgesänge durchlesen...Macht ja auch Spaß und die Qualität ist bei vielen alten Objektiven sehr gut. Ich wünsche Ihnen, Herr Husemann, jedenfalls viel Spaß beim Ausprobieren.
@all: Die Erwähnung der Russentonne (ein 1000mm Objektiv in der Bauart Maksutov) sollte stellvertretend für Kamerazubehör mit Einfachanschluß (ohne elektronischen Schnick-Schnack) stehen...
Gruß Kay Hörster
Hallo eventuell noch Interessierte,
bei mir funktioniert es jetzt auch mit "Alt-Objektiven" von Pentax an der K-m. Auch mit einem 1,8er Takumar 55mm (wohl noch aus den Sechzigern), wegen des 44ger Gewindes natürlich mit Zwischenring. Bei diesem kann man ja von Spring- auf Festblende umschalten, d.h. die Belichtung auch bei fest eingeschalteter Blende messen. Das ließ sich bei den oben besprochenen Themen betreffend die Wirkung der Kamerablende beim Fotografieren durchs Okular des Mikroskops experimentell gut nutzen. Beim Brillenträger-Okular Kpl 10X/20 von ZEISS liegt die Austrittspupille so hoch, daß man sie praktisch in die Blendenebene des Takumars bekommt (also praktisch Pupille auf Pupille, quasi Idealfall). Bei Blende 18 beträgt deren Durchmesser etwa 3mm, beschneidet also die kleinere Austrittspupille des Mikroskops (um etwa 1mm) nicht. Diese stellt also den engsten Querschnitt im Strahlengang dar. Von Blende 1,8 durchlaufend bis Blende 18 wird deshalb die gleiche Belichtungszeit angezeigt; die Blende Des Objektivs hat hier also auch bei ihrer engsten Stellung keine Auswirkung auf die Belichtung und das Bild.
Benutzt man aber ein Okular mit niedrigerer Austrittspupille, z.B. ein "normales" älteres Kpl 8X, dann bleibt dessen Austrittspupille merklich unter der Blendenebene Takumars. Beim schrittweisen Zuziehen von dessen Blende beginnt ab etwa 5,6 bis 8 diese in den zur Bildebene führenden Lichtkegel seitlich einzuschneiden, was man im Sucher-Bild als nicht ganz scharf begrenzten Schattenwurf sieht. Der noch freie mittlere Teil des Bildes leuchtet aber weiter mit gleicher Helligkeit; von ihm aus ist ja quasi die Austrittspupille noch unbeschnitten und vollständig zu sehen.
Das nur noch zur Ergänzung der obigen Diskussion.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Zusatzfrage: Alte Olympus-Objektive meiner OM bekomme ich aber immer noch nicht an meine Oly E 420. Gibt es vielleicht Zwischenringe?
ZitatZusatzfrage: Alte Olympus-Objektive meiner OM bekomme ich aber immer noch nicht an meine Oly E 420. Gibt es vielleicht Zwischenringe?
Aber selbverständlich, Herr Husemann:
http://www.ebay.de/itm/Olympus-OM-Adapter-f-Micro-4-3-Olympus-/310347124800?pt=DE_Foto_Camcorder_Objetivanschl%C3%BCsse_Adapter&hash=item4842215040
Gerade lese ich, dass im Mikromarkt zwei Projektive angeboten werden. Das "animiert" mich zu einem kleinen "Nachschlag" zur hier diskutierten Rolle des Kamera-Objektivs bei der Mikrofotografie durchs Okular: Im Prinzip kann man ohne es auskommen. Wenn man das Okular um ein passendes Stück aus dem Tubus anhebt, wird das Bild nicht unter die Zimmerdecke (nach quasi unendlich), sondern in die Filmebene der (dann objektivlosen) Kamera projiziert. Allerdings ist das Okular für diese Anwendung i.A. nicht mehr so gut korrigiert. Legt man es aber von vorne herein hierfür aus, nennt man es eben nicht mehr Okular, sondern Projektiv. Geht aber korrekt nur für die jeweils vorgesehene Projektionsweite. (Diese ist dort jeweils 125 mm , steht auf den gezeigten Projektiven - ohne die Einheit mm - drauf.)
Freundliche Mikrogrüsse zum Wochenende
H. Husemann
Guten Morgen Herr Husemann,
Ihren "prinzipiellen Hinweis" zur objetivlosen Fotografie, sowie den Hinweis mit den Projektiven finde ich sehr gut. Danke. Die Fragen die sich mir nun stellen sind folgende:
1. Ist das "nur" ein Prinzip - das eben funktioniert, aber keine guten Bilder verspricht (wie z.B. die Lochkamera), oder kann man tatsächlich hochwertige Aufnahmen erwarten?
2. Sie schreiben dass man damit direkt auf den Film, bzw heute wohl eher den Chip projeziert, ohne dass ein Kamera Objektiv von Nöten sei. Wenn ich das richtig verstanden habe, können Sie mir auf die Sprünge helfen, mit welcher Größe der Projektion ich rechnen kann? Sprich, wie viel meiner 4/3 Chips kann ich damit abdecken? Ich gehe davon aus dass die Projektive für Kleinbildfilme hergestellt wurden. Kann ich dann mit 36 mm Breite der Projektion rechnen?
Beste Grüße,
Bastian
Hallo Herr Husemann -
Das Olympusprojektiv 5x hat eine Brennweite von 50 mm, d.h. dass es bei 125 mm Projektionsentfernung das Zwischenbild mindestens 2x vergrößert - für erschwingliche Digitalkameras wird es viel zu groß. Von einem Forumsmitglied weiß ich, dass die Erhöhung des Auszugs um das Bild kleiner zu bekommen zu starken Bildfehlern führt.
Bei den Zeiss-Mipros (Mikroprojektionsobjektiven) bedeutet die Zahl nicht die Projektionsentfernung sondern die Brennweite. Berechnet ist deren Projektion leider auf einige Meter Entfernung für Bildgrößen im Quadratmeterbereich, d.h. praktisch auch ins Unendliche. Das längste Mipro (125) hat z.B. eine Vergrößerung von 2x und ist schon fast so lang wie ein Monotubus. Das kürzeste ist glaube ich das 65mm (4x). Wenn dieses das Zwischenbild 1:1 projizieren sollte, müsste man es also um etwa 65 mm aus dem Tubus ziehen. Dabei entsteht leider eine schlimme Bildfeldkrümmung.
Das scheint mir auch der Grund, weshalb auch diese Mipros immer zusammen mit einem Fotoobjektiv benutzt werden.
Also ein unendliches Thema ...
Viele Grüße
R. Blaich
Hallo die Herren,
also ich hatte es mehr als "prinzipiellen" Diskussionsbeitrag gedacht. Gemacht hat man es früher bei der Endlichoptik, sonst hätte man ja keine Projektive gebaut. Es ging mir aber mehr um die diskutierte Funktion des Kameraobjektivs bei der Mikrofotografie..
Bei der Übertragung auf die Halbformate der Digis treten natürlich die von Herrn Blaich angespochenen Probleme auf. Ich sehe auch keinen wirklich ernsthaften Grund, nicht mit auf unendlich eingestelltem passendem Kameraobjektiv durch ein geeignetes Okular zu fotografieren (zumindest bei Endlichoptik). Bei meinen halbformatigen Digis Pentax K-m und Oly E-420 tue ich das auch ohne große Bedenken durch die mitgelieferten Zoom-Objektive 18 - 55 mm bzw. 17,5 - 45,5 mm bei den ZEISS-Okularen Kpl 10X/18 Brille oder Kpl 10X/20 Brille (beide mit hoch liegenden Austrittspupillen) mit einer Brennweite von etwa 35 mm, wobei das Gesichtsfeld des 10X20 gut ausgenutzt wird. Bei Nicht-Plan-Objektiven erfasst man dann mit ca. 50 mm dessen mittleren Bereich. Wenn man über die jeweiligen Festbrennweiten 35 mm und 50 mm aus der Kleinbildkamera (24X36)-Zeit verfügt, kann man das - bei der Oly braucht man dazu einen speziellen Adapter, bei der Pentax geht es (wie ich gelernt habe) so - natürlich auch mit diesen machen. Ob das wirklich so viel mehr bringt als mit den Zooms, müßte man erst noch ausprobieren.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Hallo Herr Blaich,
vielleicht doch noch ein Hinweis (das Thema endet eben noch nicht...): Die Angabe 5X / 125 auf einem Projektiv gibt nicht dessen Okularvergrößerung, sondern den Abbildungsmaßstab des vom Projektiv vom mikroskopischen Zwischenbild auf der 125mm entfernten Filmebene entworfenen Bildes (Foto) an. Mit der daraus resultiernden Gegenstandsweite von 25 mm (Abstand Zwischenbild - untere Hauptebene Projektiv) ergibt sich eine Brennweite des Projektivs von etwa 21 mm. Das entspricht etwa einem 12X-Okular.
Ein solches brauchen Sie nur etwa 3 bis 4 mm herauszuziehen, um 125 mm über ihm (genauer seiner oberen Hauptebene) ein scharfes, 5fach vergrößertes Bild des vom Objektiv entworfenen Zwischenbildes zu erhalten. (Kann man mit einem 12X oder 12,5X Okular und einer drüber gehaltenen Mattscheibe leicht (qualitativ) nachprüfen.
Durch leichtes "Umstricken" eines solchen normalen Okulars kann man also auch Projektive darstellen.
Nochmals freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
Noch ein etwas verspäteter Nachtrag: Eine Kamera mit einem 125mm-Objektiv hat am Mikroskop einen Kamerafaktor von 125/250 = 0,5 . Mit einem Okular 10X wird das mikroskopische Zwischenbild aus dessen unterer Brennebene um den Faktor 10 x 0,5 = 5 x vergrößert in die Filmebene abgebildet. Das entspricht also dem Projektiv 5X. Bei dem 63mm-Objektiv (ich denke an ZEISS) ergibt sich dementsprechend eine Vergrößerung von 2,5X.
Hallo Herr Husemann,
besten Dank für die Ergänzung meiner Kenntnislücken bei den Olympusbezeichnungen!
Die berühmten 125 mm Projektionsabstand mit angehobenen Okularen werden ja in der Mikrofibel gut beschrieben. Schade, dass heutzutage die Sensorflächen so winzig geworden sind.
Gibt es eigentlich unter den Zeiss-Altbauteilen irgendwo ein zusammengesetztes Element, das die Kompensationswirkung der Kpl-Okulare aufweist aber ohne deren starke Brechkraft, sodass man damit nach der Ofenrohrmethode das Zwischenbild direkt nutzen könnte, aber ohne dessen Bildfehler?
Viele Grüße
R. Blaich
Hallo Herr Blaich,
kenne solche Teile leider nicht. Vielleicht bei ZEISS selbst anfragen (glaube aber nicht an Erfolg). Mit einem 10X/20 Kpl und einem 35mm-Objektiv sollten Sie bei einer Halbformat-Digi das Sehfeld des Okulars praktisch noch gut nutzen können (bringt eine Vergrößerung des Zwischenbildes um etwa 1,5x). Ist natürlich nicht mehr einstufig; aber mit der Endlich-Optik muß man eben so leben. Ich mache es jedenfalls so, und zwar mit dem einfachen 3:1-ZOOM von etwa 18 - 55 mm.
Freundliche Mikrogrüsse
H. Husemann
hallo,
es wäre vielleicht zu überlegen, ob das objektivlose fotografieren die eröffnung eines eigenen themas verdient. ;)
ich habe mir jetzt noch eine canon powershot a520 geholt (ebay 18 euro).
die alten canon powershots haben den vorteil, das fast alle einstellungen manuell vorgenommen werden können und sie über die "remote capture" funktion verfügen, also bilder vom rechner aus aufgenommen werden können. leider scheint es kompatibilitätsprobleme mit vista zu geben, die fernauslösung ist mir nur über den "zoom browser ex" gelungen, dort ist das bild allerdings in einem kleinen fenster, das nicht vergrösert werden kann.
die vorteile gegenüber der medion sind also im moment eher gering.
fazit: eine kamera für 10 euro reicht völlig aus. (braucht dann auch keiner zu überlegen, welche objektive er draufschrauben kann ;D)
Hallo,
wenn Du eine Canon Kamera hast kannst Du das Funktionsspektrum ja noch wesentlich mit dem CHDK (Canon Hack Developer Kit) http://chdk.wikia.com/wiki/CHDK ausbauen. Falls Du das noch nicht kennst, versteht sich. CHDK läuft von der Speicherkarte ohne Veränderungen an der Firmware von Canon vorzunehmen. Im CHDK Forum gibt es auch eine Bauanleitung für einen USB Fernauslöser- den Link habe ich allerdings nicht mehr.
Ich fand die Software PSRemote gut geeignet und bei meiner A620 lief auch der Fernauslöser. Ich nutzte damals die Testversion.
Bastian
Hallo Kai,
Zitates wäre vielleicht zu überlegen, ob das objektivlose fotografieren die eröffnung eines eigenen themas verdient.
Die Herrschaften sind außerdem im Besitz eines Trinokular-Tubus, den ich an deinem Mikroskop nicht entdecken konnte, sind also mit ihren digitalen Spiegelreflexen und abnehmbarer Optik dir gegenüber fein raus und können nach Herzenslust kombinieren, was ich selbst hin und wieder mal gerne mache, aber dazu brauche ich keine Formeln, sondern stecke die Projektive in den Tubus und schaue mir an, was Sache ist.
Wenn das Live-View-Bild im PC nicht besonders groß ist, wird es auch schwierig mit der genauen Fokussierung,
aber das könnte vielleicht noch über das Okular daneben klappen. Da aber an deinen Okularstutzen jeweils ein Schneckengang vorhanden ist, müßte der parfokale Abgleich auch zu machen sein.
Viele Grüße
Bernd
@ bastian,
die A520 ist leider auf der liste der nicht zu "knackenden" kameras.
das problem liegt denke ich am treiber, der von vista automatisch installiert wird und die kamera nur erkennt, wenn sie auf wiedergabe geschalten ist. ich muss das mal an einem rechner mit xp ausprobieren.
@ berd,
ja, das klappt mit dem einen okular, allerdings lass ich die kamera jetzt erstmal meistens weg, da ich lieber beide okulare für meine augen habe und sowieso das zeichnen bis jetzt sträflich vernachlässigt habe. die kameras kann ich ja zum glück auch drausen benutzen.