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Foren => Mikroskopie-Forum => Thema gestartet von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 16:43:21 NACHMITTAGS

Titel: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 16:43:21 NACHMITTAGS
Hallo,

ich suche für meine Schule und vor allem Schüler eine Kamera, die folgendes Können sollte:

- scharfe Aufnahmen von Süßwasserproben (Algen bis Protozoen)
- Aufnahmen aus dem Binokular
- Live-Mikroskop-Bild über PC --> Beamer an eine Wand werfen (zur Präsentation)
- Aufnahmen sollen sowohl im Internet auch in gedruckter Form veröffentlicht werden.

Die Kamera sollen die Schüler für Untersuchungen selbst benutzen können und sich auch von Kollegen bedienen lassen, die nur einmal im Jahr dieses System benötigen.

Nach einer Beratung von der Firma Windaus.de kaufte sich die Schule ein Tinokulares Mikroskop (mit dem ich sehr zufrieden bin) und als Kamera das BMS CMOS 3.0C von Beukhoven.nl (Okularkamera, Typ HPV 30) gekauft.

Ich finde nun die Bilder der Kamera unscharf und zwar unabhängig ob ich über C-Mount oder Tubus ein Dauerpräparat im Durchlichtmikroskop betrachte oder über mein privates MBS-10 Bionokular. Mit einiger Mühe bekam ich als einzige alternative kostenfreie Software ScopePhoto (X86) zum Laufen (via TWAIN). Micam findet die Kamera leider gar nicht.

Mir wurde von Windaus als Alternative die 5 MP-Kamera des gleichen Herstellers empfohlen, ich bin mir aber nicht sicher, ob das Problem nicht eher in der Optik bzw. am Sensor liegt.

Das war jetzt eine lange Vorrede für meine Frage:

Gibt es eine Kamera für das oben genannte Anwenderprofil, welches scharfe Bilder zeigt und auch über einen Tubus Bilder aufnehmen kann?

Welche Empfehlungen würdet ihr aussprechen?

Vielen Dank schon einmal im Voraus.

Grüße,

Tegenarius
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 13, 2012, 16:59:08 NACHMITTAGS
Hallo,


Zitatund sich auch von Kollegen bedienen lassen
Tja, Schüler müsste man sein....haben die es gut!  ;D

Ansonsten:
Schwieirge Frage! Was heißt "Ich finde die Bilder unscharf"?
Am besten wäre es, wenn Du einmal ein einigermaßen planes Objekt aufnimmt und ein Foto postest.

Das Schulbudgets meistens sehr schmal sind, kommt dann wohl nur so etwas infrage:

http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=12366.msg92186#msg92186

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 17:17:07 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

danke für Deine rasche Antwort und den Link. Und, ja, wir sind ja eigentlich ein Dienstleistungsgewerbe, aber die Schüler sehen das bestimmt anders.  ;)

Den Link werde ich in Ruhe einmal durcharbeiten. Die Vorgabe von der Schulleitung war, im Zweifelsfall mehr Geld investieren für qualitativ bessere Bilder. Die  BMS CMOS 3.0C von Beukhoven.nl  kostete 300 €.

Als schärftes Bild habe ich jetzt eine Aufnahme eines Blatt Papiers mit ScopePhoto gemacht ohne Nachbearbeitung (MBS-10 Binokular). Die Aufnahmen von Fertigpräparaten mit dem Mikroskop waren eher unschärfer.

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/112069_23397093.jpg) (http://www.pic-upload.de/view-17298441/test-foto-Scope-Photo.jpg.html)

Danke nochmals für den Link.

Grüße,

Tegenarius
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: knipser009 in Dezember 13, 2012, 18:51:29 NACHMITTAGS
hallo Herr Biokollege

damit wir die aktuelle Mikroskop / -camerakonstellation beurteilen können, hätte ich folgende Bitte:
Geben Sie uns über einen Link bekannt , was Sie aktuell einsetzen. Ich habe zwar bei dem holländischen Lieferanten nachgeschaut, aber das Angebot ist zu riesig.

Wolfgang
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: liftboy in Dezember 13, 2012, 19:03:11 NACHMITTAGS
Hallo Tegenarius,

auf die Schnelle Testbilder mit dem MBS-10 und einer Euromex 5Mp gemacht.

www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/AG/test1.jpg

Aufnahme durch den Fotoaufsatz MFU

www.mikroskopfreunde-nordhessen.de/AG/test2.jpg

Aufnahme durch einen Binokularstutzen.

Wie Du siehst, schneidet Deine Kamera so schlecht nicht ab.
Nun ja, es gibt Bessere, aber nicht für den Preis.

Gruß
Wolfgang
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 19:10:27 NACHMITTAGS
Hallo Wolfgang,

die Kamera: BMS CMOS 3.0C von Beukhoven.nl  http://www.breukhoven.nl/worlddidac/  und dann auf das zweite "i" von rechts klicken.(Bei Windaus: http://www.windaus.de/1828700226/126/AD67/NjUwMzc2NDU5/Windaus%20650376459%20Windaus.html )
das Mikroskop: http://www.windaus.de/mydata3/kunde/index_new.php?hacc=1828700226&m_suche=&sc_id=407&cur_sc_id=407&suche=65037461306&suchfeld=auto&kataloge=0

Grüße,

Tegenarius
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 19:17:40 NACHMITTAGS
Hallo Wolfgang,

Dir auch vielen Dank für die Mühe, die Du Dir gemacht hast. Du hast Recht, im Vergleich dazu sind die Bilder fast ok (und für den Preis bestimmt auch). Die Frage ist ja, ob die Kamera vom gleichen Fabrikat aber 5 MP (anstatt 3 MP) bessere Bilder liefert.

Ich habe/hatte die Hoffnung, dass da von der Schärfe aber noch mehr geht. Für kurze Demonstrationszwecke ist die Kamera bestimmt in Ordnung. Wenn ich aber die Live-Bilder mit dem Auge sehe und dann die Resultate der Kamera betrachte, bin ich schon enttäuscht. Mich würde es für die Schüler freuen, die sich wirklich toll bemühen, auch schöne Resultate für die Veröffentlichung bekommen.

Wie viel Geld müsste man investieren, damit man ein besseres Bild bekommt?

Grüße,

Wolfram aka Tegenarius
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Werner in Dezember 13, 2012, 21:24:00 NACHMITTAGS
Hallo Wolfram aka Tegenarius!

Ich möchte eigentlich kein Spielverderber sein, aber sehe, daß es sich um USB-Kameras handelt. Und genau das ist das Problem:
USB 2.0 ist der Flaschenhals: Maximal 60 MByte pro Sekunde. Bei hoher Auflösung von 5Mpixel passen 10-15 Bilder pro Sekunde durch, das Lifebild sieht bei bewegten Bildern
schlimmer als ein alter Stummfilm aus. Eine 3Mpixel-Kamera erzeugt auch nur ein ruckelndes Bild, aber besser als das Vorherige. Bei 1,3Mpixel sind 30 Bilder pro Sekunde möglich,
man kann den Wimpernschlag der Ciliaten wenigstens ahnen. Aber die Auflösung ist halt geringer.
Die 5Mpixel-Kamera ist natürlich hervorragend geeignet, um Standbilder im PC bzw. am Monitor genau ausmessen zu können.

USB 3.0 ist zehnmal leistungsfähiger, aber dafür gibt es meines Wissens noch keine preisgünstigen Kameras - ich warte darauf.

Diese Problematik ist schon einigemale hier im Forum behandelt worden. Aber leider ist die Suchfunktion nicht sehr komfortabel, außer man hat die genauen Begriffe zur Hand.

Um bewegte Bilder am Fernseher zu zeigen, ist nach wie vor eine PAL-Videokamera am besten geeignet. Durch die direkte Kabelverbindung ist die volle TV-Bandbreite nutzbar (25 Bilder pro Sekunde) - und die Fernseh-Qualität ist ja jeder gewohnt, da wird nichts besseres erwartet.

Die beste Bildqualität ist eigentlich nur durch Direktprojektion auf einen Schirm möglich. Dazu braucht man eine starke Lichtquelle, ein Projektions-Okular und einen Umlenkspiegel - und einen dunklen Raum. Damit Kleinlebewesen überleben, muß die Lichtquelle IR- und UV-frei gefiltert werden.

Für gute Aufnahmen der zappeligen Wesen ist auch noch eine Blitzeinrichtung zwingend erforderlich, anders geht es nicht - außer bei toten.

Diese ganzen Enttäuschungen habe ich schon alle mitgemacht, aber wegen des Wartens auf Schnäppchen habe ich wenigstens nicht viel Geld dafür ausgegeben   -   Werner
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: knipser009 in Dezember 13, 2012, 21:30:21 NACHMITTAGS
hallo Wolfram

unter der Annahme, dass Du kein Video drehen möchtest , siehe Post von Werner, dem ich voll zustimme,  sondern dass es Dir um Bilder geht  :


Bilder mit einer 3 MP - Camera waren schon zur Anfangszeit der digitalen Fotografie nur bis etwa DIN A4 vergrößerbar, Wenn Du also ein solches Bild per Beamer auf eine Projektionsfläche von angenommen 1 x 1,5 m wirfst, dann kann das nichts werden.

Ich sehe bei einem kleinem Etat für diese Zwecke 2 Lösungsmöglichkeiten ( beide Varianten hatte ich an unserer Schule an einem guten Zeissmikroskop, das die Uni uns vererbt hatte; die Canon EOS 500d für Pkt 2 war meine )

1. die Kamera die Peter in Pos 2 angesprochen hat , allerdings mit 9 MP wegen der Beamer-projektion ... :

http://www.ebay.de/itm/Digital-Mikroskop-Okular-Kamera-Mikroskopkamera-Teleskopio-Microscope-Camera-/200748171524?pt=Optik_Zubeh%C3%B6r&hash=item2ebd860104

2. ganz anderer Ansatz unter der Annahme, dass das Mikroskop gute Bilder liefert :

 Du benötigst diesen Adapter, der das Okular  umfasst und somit bestimmt das Mikroskop die Qualität des Bildes:

http://www.ebay.de/itm/IHAGEE-DRESDEN-MIKROZWISCHENSTUCK-Exa-Exakta-an-Mikroskop-FOTO-KRUGER-2807-/380525810954?pt=DE_Photographica_Zubeh%C3%B6r&hash=item58991b150a

Es gibt diesen Mikroskopansatz ab und zu als IHAGEE-Kamerabajonett oder auch in Kameragewinde M42  . Dazu  den passenden Adapter z.B. für eine Canon EOS 450d (nur Body ) und dann hast Du 12MP am Sensor. Die Bilder sind super. Auch lassen sich von diesen Bilder wegen der 12 MP auch noch vernünftige Ausschnittsvergrößerungen machen. Aber das weist Du als Makrofotograf ja selbst.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Bilder in beiden Verfahren für Projektionsflächen von 1 x 1,5 m ausreichend sind. Staub ist von der Optik des Beamers abgewischt ? War bei mir mal nach den Sommerferien nach einer Saalrenovierung das "unerklärliche" Phänomen.

Wolfgang
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 22:20:00 NACHMITTAGS
Hallo Werner,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das Problem ist ja doch diffiziler als befürchtet.


Zitat von: Werner in Dezember 13, 2012, 21:24:00 NACHMITTAGS
USB 2.0 ist der Flaschenhals: Maximal 60 MByte pro Sekunde. Bei hoher Auflösung von 5Mpixel passen 10-15 Bilder pro Sekunde durch, das Lifebild sieht bei bewegten Bildern
schlimmer als ein alter Stummfilm aus. Eine 3Mpixel-Kamera erzeugt auch nur ein ruckelndes Bild, aber besser als das Vorherige. Bei 1,3Mpixel sind 30 Bilder pro Sekunde möglich,
man kann den Wimpernschlag der Ciliaten wenigstens ahnen. Aber die Auflösung ist halt geringer.
Die 5Mpixel-Kamera ist natürlich hervorragend geeignet, um Standbilder im PC bzw. am Monitor genau ausmessen zu können.

Kann ich bei einer guten 9 MB-Kamera nicht die Auflösung so runterfahren, dass ich zur Not auch 1,3 MPixel besitze?


ZitatUSB 3.0 ist zehnmal leistungsfähiger, aber dafür gibt es meines Wissens noch keine preisgünstigen Kameras - ich warte darauf.

Da unsere Schullaptops noch auf XP-Basis beruhen würde das für mich leider auch keine Lösung sein.


ZitatDie beste Bildqualität ist eigentlich nur durch Direktprojektion auf einen Schirm möglich. Dazu braucht man eine starke Lichtquelle, ein Projektions-Okular und einen Umlenkspiegel - und einen dunklen Raum. Damit Kleinlebewesen überleben, muß die Lichtquelle IR- und UV-frei gefiltert werden.

Für gute Aufnahmen der zappeligen Wesen ist auch noch eine Blitzeinrichtung zwingend erforderlich, anders geht es nicht - außer bei toten.

Ich sehe schon, dass für mich und meine Schüler noch viel Arbeit vor uns liegt. Es war wohl wirklich naiv anzunehmen, dass man einfach mit einer USB-Kamera im Tubus druckreife Fotos bekämen.  :)

Ich muss wohl das Anwendungsgebiet einschränken:

Eine einfach zu bedienende Kamera, mit scharfen Standbildern sowohl aus dem Mikroskop wie auch Binokular, welches man zur Bestimmung von Kleinorganismen und zur Dokumentation nutzen kann.

Ich danke Dir nochmals für die Schilderung der technischen Hintergründe und Deiner Erfahrung.

Liebe Grüße,

Wolfram
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 22:37:29 NACHMITTAGS
Hallo Wolfgang,

wenn ich für mich arbeiten könnte, würde ich natürlich meine EOS nehmen. Der Schwerpunkt liegt aber für die nächsten 1,5 Jahre projektorientiertes, selbständiges Arbeiten der Schüler. Die bekommen von mir den Schlüssel für den Bioraum und dürfen dann selbständig an Mikroskopen, Binokularen, PCs und Kamera arbeiten. Obwohl ich in Projektwochen meine 7D den Schülern in die Hand gedrückt habe (und bei nicht Wenigen ein Interesse für Spiegelreflex-Kameras auslöste) würde ich es bei meiner 5D ungern machen.


Zitat von: knipser009 in Dezember 13, 2012, 21:30:21 NACHMITTAGS
1. die Kamera die Peter in Pos 2 angesprochen hat , allerdings mit 9 MP wegen der Beamer-projektion ... :
http://www.ebay.de/itm/Digital-Mikroskop-Okular-Kamera-Mikroskopkamera-Teleskopio-Microscope-Camera-/200748171524?pt=Optik_Zubeh%C3%B6r&hash=item2ebd860104

Sind die Kameras, die man auf ein Okular setzt besser, als die, die man in ein Tubus gibt? Ich dachte gerade, dass es anders herum wäre.

Da diese Projektarbeit etwas gefördert wird, stünde schon etwas Geld zur Verfügung. Gäbe es bis 1000 € Produkte, die entsprechend Mehrqualität und Ergonomie liefern würde?

Ich habe hier im Forum auch schon  gesehen, dass die "hauseigene" CMOS-Kamera gute Bilder liefert, leider ist sie nur für C-Mount und nicht für einen Tubus.

Die Bilder habe ich mir noch gar nicht am Beamer angeschaut, da ich sie schon auf dem Monitor als zu unscharf ansah.

Nochmals vielen Dank für die breite Unterstützung und Hilfe.

Grüße,

Wolfram
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: knipser009 in Dezember 13, 2012, 22:51:18 NACHMITTAGS
Zitat von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 22:37:29 NACHMITTAGS




Die Bilder habe ich mir noch gar nicht am Beamer angeschaut, da ich sie schon auf dem Monitor als zu unscharf ansah.

Grüße,

Wolfram


hallo

vlt liegt die Ursache auch am Monitor ?

Kontrolle :  Bild abspeichern und am PC betrachten

Noch eine Ergänzung zu  meinem 2. Vorschlag :  eine Eos 450 D mit einfachem Kitobjektiv kostet gebraucht in der Bucht so um die € 200.- bis 250.-

Wolfgang
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: liftboy in Dezember 13, 2012, 23:07:07 NACHMITTAGS
Hallo Werner,

Du sprichst mir aus der Seele.
Aus diesem Grund verwende ich auch für Lebendaufnahmen Analogkameras und für Standbilder Digicams.
Wolfram wird das gleiche Desaster bekommen wie ich:
Gute Kameras=teuer=neue Software=keine Funktion mit altem Rechener=neuer Rechner=alte Programme laufen nicht mehr........
Ein Rattenschwanz!
Never touch a running engine!
Wolfram! Du willst Schüler versorgen und keinen Wettbewerb gewinnen!!
Was du brauchst, hat manche UNI nicht.
Gruß
Wolfgang
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 13, 2012, 23:08:19 NACHMITTAGS
Hallo Wolfgang,

wie findest Du das Bild von der Kamera (vgl. oben)? Ich habe es mir an zwei unterschiedliche PCs angeschaut. Beides liefert einen ähnlich verwaschenen Eindruck. Ich werde morgen mal die Bilder von dem neuen Mikroskop mitbringen; vielleicht bin ich auch einfach zu kritisch.

Hallo Safari,

mein Chef und ich dachten auch zunächst an eine Spiegelreflex. Aber die Einarbeitung der Schüler würde dann auch noch Zeit kosten. Ich habe mir auch schon überlegt, zweigleisig zu fahren: Für schnelle Aufnahmen zur Bestimmung und Dokumentation mit der 3 MP-Cmos-Kamera machen und falls man etwas qualitativ hochwertiges benötigt, nochmals mit der Spiegelreflex zu fotografieren. Und ja, die 600 D ist auch nett.  ;D

Grüße,

Wolfram
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: schuppi in Dezember 14, 2012, 08:16:05 VORMITTAG
Hallo,

die "hauseigene" Kamera ist sehr zu empfehlen - ebenso die beiliegende "hauseigene" Software und der gewohnt gute Service.

BTW: Sollte etwas an die Wand projeziert werden, dann ist für den Hausgebrauch nur noch der Anschluss über HDMI mit 1080P mit 1920*1080, da sollte eine 3 MP-Kamera voll ausreichen!

Liebe Grüße
Rainer
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 14, 2012, 08:46:30 VORMITTAG
Hallo Wolfram,

insgesamt ist es ein weites Feld, das Du da eröffnest. In der Tat ist es viel schwieriger als der Unerfahrene denkt, eine "USB-Kamera" als Rundum-Sorglos-Lösung an ein (Stereo)Mikroskop zu adaptieren. Auch ich habe etwas länger gebraucht, das zu begerifen und einzusehen. Mal eben eine Kamera für ein- bis dreihundert Euro mit fest angebauten oder abschraubbarem "Universalokular" in einen Stutzen stecken und damit ein flüssiges Livebild auf Computer und Beamer zu erzeugen, gleichzeitig damit auf die Schnelle mit einem Klick "veröffentlichungswürdige" Fotos anzufertigen - dat is' nich! "Dat kannze Dir vonne putzen", wie man so schön sagt.
Das Ganze hat viele Gründe, die zum Teil in der bereits erwähnten lansgamen USB-Übertragung liegen (was schon oft ein halbwegs so zu nennendes "Livebild" verhindert), hinzu kommt die unterschiedliche Qualität der Software bzw. des Kameratreibers (wichtiger als der Kamerchip selbst!) und einen weiteren riesigen Anteil hat die optische Adaption. Es gibt defintiv keine für alle Mikroskope optimale (und erschwingliche) Lösung "von der Stange", das ist schon rein physikalisch nicht möglich! (Stichwort: Kompensierende / nicht kompensierende Optik).
Bedenke bitte, dass "hochwertige" USB (oder Firewire)-Kameras mal locker 2500 - 5000, ja bis 10.000 EUR kosten können. Und allein ein an das Mikroskop optisch passender Adapter zwischen 500 - 1000 EUR kosten kann.
Allerdings kann man auch mit 3 - oder 5-MP-Okularkameras mit entsprechendem Aufwand (Einstellungen in der Softwarew, Photoshop-Bearbeitung) letztlich recht gute Fotos erzeugen, Leopold (Muschelblümchen) hat da einige beeindruckende Zeugnisse geliefert. Allerdings ist das schon mit mehr Mühe verbunden.
Auch die Moticam 2300 für um die 1000 EUR macht nicht auf die Schnelle gute Fotos, aber mit viel Mühe und langem Herumexperimentieren mit der Software kann man hevorragende Ergebnisse erzielen, wie sie z.B. Ronald Schulte und Holger Adelmann zeigen.
Du mußsst Dioch wohl von der Vorstellung veranbschieden, mit solchen Kameras ohne umfangreiche Beschäftigung mit der Materie mal ruck-zuck "hochqualitative" Bilder erstellen zu können.
Leider habe ich die preiswerte 199-EUR-Okularkameras, über die ich berichtete, verliehen, sodass ich keine aktuellen Ergebnisse am Stemi zeigen kann. Ich habe gestern aber auf die Schnelle mal an einem einfachen China-Zoom-Stemi mit der Moticam 2300 und dem "Moticam-Okularadapter" ein paar Fotos aufgenommen, wobei diese sehr unterschiedlich ausfallen, weil die Moticam sehr viele Einstellungen zuläßt.
Letztlich ist es auch sehr schwierig, aus der Ferne zu sagen, ob Deine Kamera bzw. die Adaption wirklich so schlecht ist oder ob die Qualität nicht schon das ist, was man in dieser Preisklasse üblicherweise erwartet. Die Ansprüche / Erwartungen sind ja auch sehr unterschiedlich.

Ach ja - ich denke aber, dass aus Deinem Beispielbild mit óptimierten Kameraeinstellungen und Photoshop noch mehr herauszuholen wäre. Auch weiß ich nicht, welchen Anteil die Beleuchtung an der nicht ganz so dollen (aber auch nicht soooo grottigen) Qualität Deinen Kugelschreiberkreuzbildes hat.

Hier man ein paar Beispiele, nicht gephotoshoppt (und sich auch noch nicht in den Kameraeinstellungen optimiert):

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_65483769.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_480008.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_19680358.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_1588315.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_65120920.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_52712056.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_13710649.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/112113_25265735.jpg)

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Werner in Dezember 14, 2012, 09:09:40 VORMITTAG
Hallo Wolfram!
.. nur so ´ne Idee:
Lass Deine Schüler doch mal recherchieren / nachrechnen, warum USB-Cams nix g´scheids für Videoaufnahmen sind. Wikipedia müßte dafür schon ausreichen.
Vielleicht wird ja jemand durch die (freiwillige) Aufgabe motiviert, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen.

Ich war bei der Begleitung meiner Töchter zu "Jugend forscht" in Ottobrunn erstaunt, zu welchen außergewöhnlichen Leistungen manche fähig sind - wenn sie mal motiviert wurden.

Gruß   -   Werner
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 14, 2012, 09:52:46 VORMITTAG
Hallo Werner,

das ist ein guter Tipp und könnte sogar Teil der Dokumentation werden. Ich werde es den technisch interessierten Teil meiner Schüler mitteilen. Danke für den Hinweis.

Hallo Peter,

Dir danke ich auch für die Klarstellung und die Beispielsbilder - das sieht für meine Augen schon etwas schärfer aus (es gibt scharfe Bereiche). Die Moticam 2300 mit Adapter dürfte schon um einiges teurer sein, oder?

Weißt Du, ob die Kameras, die auf Objektive gesteckt werden anstatt in den Tubus gegeben werden einen generellen Vorteil besitzen?

Hallo Rainer,

danke für die Empfehlung. Ich habe mal eine Anfrage gesendet.

Liebe Grüße,

Wolfram
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 14, 2012, 11:28:11 VORMITTAG
Hallo,

hier mal ein Beispiel einer Aufnahme (bzw. dreier - wie ich jetzt weiß, schlecht - gestackter) Aufnahmen einer Marienkäferlarve mit einer der einfachsten Okularkameras, einer 1,3 MP-Kamera´"DCM 130".
Was zeigt, dass die Qualität nicht immer soooooo schlecht ist.

http://www.mikroskopie.de/mikforum/read.php?2,46985,46985#msg-46985

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Detlef Kramer in Dezember 14, 2012, 14:12:13 NACHMITTAGS
Hallo Wolfram,

ZitatWeißt Du, ob die Kameras, die auf Objektive gesteckt werden anstatt in den Tubus gegeben werden einen generellen Vorteil besitzen?
Ich nehme an, Du Okulare meinst!? Peter hat es angedeutet: es hängt davon ab, ob das Mikroskop ein auskorrigiertes Zwischenbild liefert. In dem Fall kann man die Eisteckkamera benutzen oder evtl direkt auf den Chip projezieren (am besten auf einen FourThird-Chip). Im anderen Fall, beispielsweise bei fast allen Endlich-Mikroskopen muss das Okular eine Menge Korrektur vornehmen (Stichwort: Chromatische Vergößerungsdifferenz), die zudem gerätespezifisch ist.

Auf der anderen Seite darf man aber auch nicht übersehen, dass die Auflösung der üblichen Beamer nicht gerade berauschend ist. 3 MP kameraseitig reichen da in jedem Fall. Ich vermute Deine Probleme woanders. Das ist aber von hier aus nicht zu klären.

Herzliche Grüße
Detlef
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 14, 2012, 15:44:59 NACHMITTAGS
ZitatIch vermute Deine Probleme woanders. Das ist aber von hier aus nicht zu klären.

Lieber Detlef,

ich hatte es nicht so klar formuliert, aber auch ähnlich gemeint: Vermutlich ist die Windaus-Kamera (mit allen Abstrichen, die man bei solchen Kameras machen muss) gar nicht so schlecht. Auch mit der Moticanm kann man halbwegs ordentliche (und wie Ronald zeigt, sogar hervorragende) Bilder aufnehmen, man kann aber auch - wenn man sie nur mal eben ratzfatz eisentzt - zu wirklich gruseligen Ergebnissen kommen. Und es spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass eine Ferndiagnostik generell schlecht durchführbar ist. Da gibt es einfach zu viele Fehlerquellen.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 14, 2012, 18:39:30 NACHMITTAGS
Hallo an alle,

ich Danke Euch allen für eure geduldige und ausführliche Erklärungen und Tipps. Ich sehe, dass ich mit der Wahl der Kamera doch gar nicht so daneben lag. Ich bin etwas mit einer zu großen Erwartungshaltung wohl herangegangen. Ein paar Sachen, die mich an der Windaus-Kamera stören, müssen wohl durch andere Software-Lösungen gelöst werden. Von der Handhabung ist die Kamera sehr gut für die Schüler zum Selbständigen Arbeiten geeignet.

Ich werde beim eigentlichen Hersteller/Vertreiber nochmals nachfragen, ob es andere Treiber gibt, so dass die Kamera auch von anderer Software besser genutzt werden kann. Bisher schaffe ich es nur über die TWAIN-Schnittstelle.

Außerdem werde ich, falls es die Kamera zulässt, auf 5 MP aufstocken, sofern man sie auch mit 3 oder 1,3 MP "fahren" kann, so dass es der USB-2 Port auch halbwegs beim Live-Bild mitarbeiten kann.

Für Aufnahmen zur Dokumentation werde ich dann mir noch einen Canon-Adapter besorgen und Aufnahmen mit der Spiegelreflex machen. Dafür habe ich jetzt ja auch die richtigen Tipps.

Nochmals vielen Dank. Für mich ist dieser Thread und eure Beiträge eine große Hilfe. Wenn man so gar keine Erfahrung hat, kann man es wenig einschätzen.

Liebe Grüße,

Wolfram
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: peter-h in Dezember 21, 2012, 15:50:35 NACHMITTAGS
Hallo Wolfram,

ich mache mich sicher nun etwas unbeliebt, wenn ich sehr einseitig mal ganz vorsichtig für eine Kamera Reklame mache, welche mich garnichts angeht. Na gut ich besitze von der Firma 3 Typen und war Tester für TIS.
Schau doch einfach die technischen Spezifikationen der Kamera DFK72 xxxx für USB2.0 von ImagingSource an.
http://www.theimagingsource.com/de_DE/products/cameras/usb-cmos-color/

Die Kamera ist vom Grundprinzip eine 5 MP CMOS Kamera und kann dann nur 6 Bilder/s, aber wenn es für eine Beamerprojektion sowieso mit 5 MP übertrieben ist, weil das letzte Glied in der Kette nur 1024 x 768 kann, dann schafft die Kamera (USB2) schon 27 Bilder/s. Und manche Videos reichen auch mit 640 x 480 noch bei 50 Bilder/s.
Dazu kommt, dass die Kamera bei genügend Licht bis zu 1/10 000 s belichten kann, also man spart auch noch die Blitzeinrichtung.

Die Kamera wird von unserem Forenchef Christian vertrieben und er hat dazu auch noch eine extra Software geschrieben. Nach meinem ganz persönlichen Empfinden ist die Kamera auch noch preiswert. Als laut gedacht zu verstehen !!!

Und nun dürfen ALLE über mich herfallen  ;D ;D ;D oder für den Preis eine besser Kamera incl. brauchbarer Software empfehlen.
Frohes Fest
Peter (H)
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 21, 2012, 16:24:10 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

Du hast zweifellos völlig Recht mit Deiner "Werbung" für die Kameras von TIS. Abgesehen von vereinzelten fehlenden Funktionen, die meines Erachtens doch relativ "basal" sind (z.B. eine Art Regelung für Kontrast und Sättigung, wenn ich mich recht an die TIS erinnere, die ich mal hatte), sind die TIS sicher gut und das Preis-Leistungs-Vehrältnis sicher ebenso.
Allerdings vernachlässigst Du ein ganz entscheidendes Problem - weil es nämlich für Dich keines ist, für andere Anweder aber eine schier unüberwindbare Hürde: Die Adapation! Der Bastler und Optiker mit entsprechenden Fähigkeiten und Hintegrrundwissen wie Du hat damit kein Problem. Unser Fragesteller sucht aber vermutlich eher nach einer "Plug-and-play"-Lösung. Und selbst, wenn sich jemand fände, der dem Fragesteller eine solche Adaption preinwert bauen könnte, wäre es für eine Schule absolut unmöglich, das zu "kaufen". Ohne hochoffiziellen Weg der Schulbürokratie via Händler - ganz bevorzugt die üblichen Verdächtigen wie Windaus etc. - läuft da rein gar nichts. Behördenapparat halt.... :-\
Mir ist insofern nicht klar, wie Wolfram die TIS an sein Stemi bekommen sollte.....

Herzliche Grüße
Peter (tiefer Bewunderer Deines schönen Mikrofossilien-Weihnachtsbaumes!)
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: peter-h in Dezember 21, 2012, 17:05:13 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

Du hast recht !
Es gibt immer wieder kleine Kritikpunkte an der TIS. Aber kennst Du die Software von Christian ?
http://www.mikroskopie.de/mikrolive_sml.pdf

Da suchst Du schon auf dem Markt etwas, bis Du alle diese Funktionen vereint hast. Zugegeben die optisch-mechanische Adaption ist nicht für 20 Euro von Leitz,Zeiss,Nikon,Olympus............. zu bekommen und dann noch mit Rabatt für Schulen.
Wenn ich aber die Bilder von Christian und dem Vorführraum sehe
http://www.mikroskopie.de/showroom.html

dann sieht das nicht nach Bastellösung aus. Vielleicht finden die Schüler DIE Lösung und einen Sponsor dazu  ;D

Grüße
Peter (H)

P.S. gerade den Versuch gemacht und ein kleines ROI als AVI mit 95 Bilder/s aufgenommen - geht !

PPS
nun habe ich die alte Seite wieder gefunden. Hier wird der
Focusable Digital Camera Lens with C-mount Thread
und
Eyepiece couplers

angeboten.

http://www.tedpella.com/cameras_html/camera1.htm

Vor einem Jahr habe ich dieses Angebot erhalten.:
Menge  Artikel-   Preis     Beschreibung
        Nummer    Euro

  1    2290-781   50,00     12mm Focusable Lens for 1/3"
                            Chip camera, C-mount Thread

  1    2290-782   65,50     16mm Focusable Lens for 1/2"
                            Chip camera, C-mount Thread


  Der angebotene Preis versteht sich zuzüglich
  Transportkosten  und Mehrwertsteuer. ..............

mit freundlichen Grüßen
   PLANO GmbH
   Ernst-Befort-Str. 12
   35578 Wetzlar

   ppa. Jürgen Thorn



Es geht auch ohne Bastelei !!!, ohne Kamerakauf, nur der Adapter
Im Januar bestelle ich mir den Adapter zum testen.


Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 21, 2012, 22:16:48 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

aber hattest Du nicht mal früher gepostet, dass es zwar gute Adapter von Motic gibt, sich Motic aber beharrlich weigere, diese Adapter einzeln ohne Kamera zu verkaufen?
O.k., wenn es da Möglichketen gäbe....

Aber dennoch ein kleiner Eiwand:
ich vermute mal, dass der Fotoausgang des Mikroskopes von Wolfgang nicht mit einem Okular ausgestattet ist. Die von Dir angeführte Linse muss aber noch an ein Okular konnektiert werden, wenn ich das recht verstehe.

Herzliche Grüße
Peter

Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: peter-h in Dezember 21, 2012, 23:58:09 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

wenn das Angebot noch Gültigkeit hat (nicht der Preisrahmen), dann habe ich den Adapter im kommenden Jahr. Dann werde ich ganz sicher auch einen Bericht schreiben, denn es wurmt mich wirklich, dass die Händler/Firmen sich so anstellen und nur die Adapter incl. Kameras verkaufen wollen. Versteht jemand diese Verkaufsstrategie ? Bringt doch auch Umsatz und Gewinn.

Ich hatte vor einem Jahr leihweise den Adapter und war damit sehr zufrieden.
Meine Tests waren zusammen mit KPL 8x , KPL 10x , KPL 12,5x und S-KPL 10x. D.h. es geht also auch ohne Trino wenn man einen Einblick opfert. Sicher funktioniert es dann auch mit anderen Okularen. Ich werde diesmal nicht locker lassen.

Nun erst mal schöne Bescherung und Grüße
Peter (H)
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: A. Büschlen in Dezember 22, 2012, 11:02:15 VORMITTAG
Hallo

siehe dazu auch: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=14690.0

Gruss

Arnold Büschlen
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 24, 2012, 10:13:29 VORMITTAG
Hallo an alle,

ich Danke euch, dass ihr das Problem weiter erörtert. Nachdem ich nochmals die zuständige Person von Windaus kontaktiert habe, machte er mich darauf aufmerksam, dass ich die falsche kostenlose Software runtergeladen habe. Jetzt habe ich die richtige und die Bilder wurden schon mal viel besser.

Wie auch schon in anderen Fotografie-Foren nachzulesen saß in meinem Fall das Problem auch hinter der Kamera/Mikroskop. Nach einem Fotografier-Marathon fand ich meine Fehler und konnte sie zum Großteil abstellen. Mir viel auf, dass ich bei der größten Vergrößerung scharfe Bilder bekomme, aber bei mittleren und kleinen Vergrößerung nicht. Erst als ich eine Nacht darüber geschlafen habe, kam mir die Idee, dass das Licht einfach zu hell ist. Ich habe natürlich, um die Belichtungszeit kurz und die ISO-Zahl niedrig zu halten die maximale Beleuchtungsstärke gewählt. Beim Dauerpräparat schien das keine gute Lösung zu sein. 

Ein Kritikpunkt bleibt bei der Kamera: Sie hat für C-Mount-Anschluss etwas zu viel Spiel. Ich denke, dass ich vielleicht mit einem dünnen Stück Leder das Problem etwas verringern kann.

Nochmals einen Dank an Euch allen. Ohne Euren Rat, Empfehlungen, Links und geposteten Bilder hätte ich viel schneller aufgegeben. So habe ich eine äußerst preisgünstige, vielseitige und halbwegs einfach zu bedienende Kamera für meine Schüler gefunden.

Grüße und frohes Fest,

Wolfram
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Peter V. in Dezember 24, 2012, 12:22:20 NACHMITTAGS
Hallo Wolfram,

siehste!?
Und alles wird gut....!

bei aller berechtigten Kritik an Okularkameras dachte ich mir doch, dass sie nicht so schlecht sein kann, dass sie nicht für die üblichen Arbeiten von Schülern geeignet sein sollte.

Herzliche Grüße
Peter
Titel: Re: Welche USB-Kamera für Mikroskop und Bino-Lupe?
Beitrag von: Tegenarius in Dezember 24, 2012, 13:55:12 NACHMITTAGS
Hallo Peter,

Zitat von: Peter V. in Dezember 24, 2012, 12:22:20 NACHMITTAGS
siehste!?
Und alles wird gut....!

Übliche Arbeiten sind es zwar nicht, aber zur Not muss ich halt zusätzlich noch an eine Spiegelreflex-Kamera-Lösung basteln. Es zeigt sich aber auch, dass solche Foren einen unschätzbaren Wert haben. Auf mich alleine gestellt, hätte ich die Kamera wieder zurück geschickt und hätte wohl noch immer keine Lösung.  ;D

Weihnachtliche Grüße,

Wolfram