Hallo liebe DSLR-Adaptions-Spezialisten!
Ich habe gestern versucht meine Nikon D3 (Vollformat) an mein PHOMI II zu adaptieren. Dazu habe ich mit einem einfachen HAMA Klemmtubus mit T2 Adapter meine Nikon D3 am Fototubus des PHOMI II angeschlossen. Getestet habe ich ein Carl Zeiss Jena Projektiv 4x und das Carl Zeiss KPL 10x/18Br. Die Okularhöhe werde ich noch "feintunen" müssen, um die Kamera parfokal (heisst das so?) auszurichten, damit die Fokusebene im Bino-tubus mit dem Kamerabild hinsichtlich der Scharfstellung einheitlich sind. So konnte ich nur über "Helicon Remote" mittels live view scharfstellen.
Was mir aber auffällt ist, dass das CZJ 4x Projektiv eine vermeintlich höhere Schärfentiefe besitzt, allerdings bei kleinerem Sehfeld (d.h. ich verschenke hier wohlmöglich unnötig Pixel der möglichen 12MP). Da KPL 10x/18Br liefert fast eine komplette Ausleuchtung des Sensors, allerdings scheint hier die Schärfentiefe geringer (wenngleich ich mir einbilde, dass es feiner auflöst).
Bilder habe ich angefügt und würde mich für Eure Meinungen hinsichtlich meiner "Beobachtungen" bezogen auf die "Schärfe" und den Bildkreis interessieren. Auch wäre ich für weitere Verbesserungen zur Adaption meiner Nikon D3 am PHOMi sehr denkbar.
Anschluß Nikon D3 an PHOMI:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115830_13285292.jpg)
Carl Zeiss Jena Projektiv 4x:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115830_7826085.jpg)
Carl Zeiss KPL 10x/18Br:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115830_52434055.jpg)
Die Aufnahmen sind in Photoshop lediglich farbkorrigiert und nachgeschärft worden (die PS-Einstellungen sind aber für alle kommenden Bilder dieselben).
Verwendet wurde das "altes" DIK mit Prisma II und Planapo 25x:
Sehfeld mit CZJ Projektiv 4x:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115830_2312618.jpg)
Ausschnitt CZJ Projektil 4x:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/115830_16493105.jpg)
Sehfeld mit CZ Okular KPL 10x/18Br:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115830_27708496.jpg)
Ausschnitt CZ Okular KPL 10x/18Br:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures007/115830_5128689.jpg)
Bei diesem Bild, kann es auch sein, daß der Fokus durch das Fokussieren am Bildschirm nicht 100%ig getroffen war.
Für Meinungen und Tips zur Verbesserung meiner Kamera-Adaption bin ich sehr dankbar!
Vielen Dank schon einmal!
Liebe Grüße
Christian
Halo Christian,
ZitatAusschnitt CZJ Projektil 4x:
da müsstest Du aber schon etwas genauere Angaben machen, wenn wir Dir helfen sollen. Mich würde zum Beispiel intzeressieren: Welches Kaliber?
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Christian,
die nötige Okularanhebung und den dazu erforderlichen Abstand der Kamera bei Parfokalität kannst du einfach ermitteln:
Nimm ein Stück Pergamentpapier, auf dem du das Aufnahmeformat der Kamera markiert hast und halte es bei eingestelltem Bild (am besten Objektmikrometer) über das Okular. Hebe es so lange an, bis das Bildformat auf dem Pergament passt.
Nun kommt es darauf an, ob sich deine Kamera mit dem Klemmtubus in diesem Abstand zu dem Okuklar bringen lässt.
Bei machen Klemmtuben geht das, aber es gibt Ausführungen mit mechanischen Begrenzungen.
Wie es dann aber mit der Bildfeldebenung aussehen wird, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.
Viele Grüße
Bernd
Hallo Christian,
gegen deine Adaption ist überhaupt nix einzuwenden. Die Kombination dieser beiden Okulare mit deiner Vollformat-Kamera bringt zwangsläufig eine kräftigen Vignettierung. Das ist das Los des Luxusgüterbesitzers ;D
Verbessern könntest du nur mit einem Okular KPL 6,3 Weitfeld Brille (selten und teuer) oder mit der "Panzerfaust", die Bernd schon öfter hier vorgestellt hat. Das CZJ-Projektiv 4:1 hat wenn ich mich recht erinnere das selbe Sehfeld, wie das KPL 10? Du hast in deinen Beispielbildern unterschiedliche Stellen im Präparat gewählt, was einen Vergleich der beiden Okulare unmöglich macht.
Zitat von: Klaus Herrmann in Januar 19, 2013, 12:22:27 NACHMITTAGS
Hallo Christian,
gegen deine Adaption ist überhaupt nix einzuwenden. Die Kombination dieser beiden Okulare mit deiner Vollformat-Kamera bringt zwangsläufig eine kräftigen Vignettierung. Das ist das Los des Luxusgüterbesitzers ;D
Verbessern könntest du nur mit einem Okular KPL 6,3 Weitfeld Brille (selten und teuer) oder mit der "Panzerfaust", die Bernd schon öfter hier vorgestellt hat. Das CZJ-Projektiv 4:1 hat wenn ich mich recht erinnere das selbe Sehfeld, wie das KPL 10? Du hast in deinen Beispielbildern unterschiedliche Stellen im Präparat gewählt, was einen Vergleich der beiden Okulare unmöglich macht.
Dem möchte ich mich anschließen und noch ergänzen: Bitte für Vergleiche nur astreines, gerades Hellfeld. Kein DIK (und kein Phako), keine schiefe Beleuchtung. Mit DIK ist es kaum möglich, dieselbe Schärfenebene zu treffen.
Eine wie auch immer geartete "Schärfentiefe" eines Okulars können Sie vergessen. Seine Aufgabe ist es, das Zwischenbild, das im Tubus "schwebt", das sogen. Luftbild zu vergrößern. Das aber existiert nur in eine optischen Ebene, es hat keine Tiefenausdehnung. Für eine Tiefenabbildung ist nur das Objektiv zuständig.
Das Projektiv von VEB Carl Zeiss Jena nimmt ein Zwischenbild auf, das 13 mm unter dem Tubusrand liegt, bei Zeiss West 10 mm. Das wird sich beim Versuch der perfokalen Abstimmung immer störend bemerkbar machen. Das P. liegt also zu hoch. Das 10er Okular KPL muß um genau 5 mm angehoben werden - siehe Mikrofibel S. 149.
Gruß
KH
Hallo Christian,
der Autor der Mikrofibel hat sich ja schon selbst gemeldet, denn auf die wollte ich soeben verweisen. Da ist alles beschrieben wie Du mit Deiner Kamera zu einem bestmöglichen Ergebnis kommst.
Ein Hinweis noch von mir, überprüfe in diesem Zusammenhang auch die Länge Deines Fotoadapters. Mir scheint das er etwas zu kurz geraten ist (siehe Hinweis von Bernd und auch Anmerkungen hierzu in der Mikrofibel).
Viele Mikrogrüße
Rolf-Dieter
Hallo,
also zum x-ten Mal, ohne Objektiv kann man eine DSLR an endlich Optik nicht sauber adaptieren.
Die richtige Adaption wäre über die Zeiss "Panzerfaust" mit dem 63 mm Objektiv hinter dem KPL Okular.
Den unteren Teil dazu hast du ja schon und das Zeiss Teil mit der alten analogen 35mm Kamera gibt es für kleines Geld oft in der Bucht (dann muss Nomarski halt mal wieder ein Anpassungsstück auf T2 oder M42 drehen).
Man kann sich allerdings auch mit einem Kamera-Festobjektiv behelfen (sollte möglichst nahe bei 63 mm liegen).
Natürlich erhälts du mit deiner rein mechanischen Adaption auch ein Bild (aber es ist nicht parfokal, der
Objektivabgleich stimmt nicht mehr und du hast sicher auch gewaltig Verzeichnung).
Wenn du ein Strichgitter als Objekt nehmen würdest, würde das schonungslos offengelegt.
Dass Kamera und Okular in deinem Fall in der völlig falschen Ebene liegen siehts du schon daran, dass ein 4 x Projektiv eine Vignettierung erzeugt. 20mm Zwischenbilddurchmesser x 4 ergibt 80 mm Bilddurchmesser, d.h. auch dein grosser Chip müsste voll ausgeleuchtet sein wenn die Abbildungsbedingungen stimmen würden.
Aber ein Bild gibt es natürlich immer, nur eben bei den Mikroskopeinstellungen für die weder das Objektiv noch das Okular gerechnet sind.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo zusammen!
Ersteinmal vielen Dank für die zahlreichen und hilfreichen Antworten.
@Peter:
Ja ich weiß, mit der D3 verwende ich ein "grosses Kaliber" - weshalb das mit dem PROJEKTIL 4x von CZJ wohl auch nicht so klappt ;)
@Klaus Herrmann:
die Übersichtsbilder stellen das auf dem Sensor der DSLR "ankommende" Bild dar. Beim 4x Projektiv ist das entsprechend klein, beim Übersichtbild des KPL10x sind nur an den äusseren Rändern die Begrenzungen des Sehfeldes sichtbar.
Die "Panzerfaust habe ich auch, aber dort befindet sich neben der Optik auch eine Blende (die müsste ich ohne MC63 ersteinmal öffnen, bzw. ausbauen). Mein ursprünglicher Gedanke war, neben dem notwendigen Okular bei endlich Optik, so wenig zusätzliches Glas wie möglich zu verwenden. Das scheint nicht der richtige Weg zu sein, wie ich jetzt verstanden habe...
@Klaus Henkel/Rolf-Dieter Müller:
Selbstverständlich habe ich die Mikrofibel schon gelesen (und das nicht nur 1x)... Auch habe ich in diesem Forum ausgiebig gesucht. Doch beides stellte für mich keine "konkrete" Lösungsmöglichkeit dar, welche ich mit meinen vorhandenen Mitteln und Geräten umsetzen könnte. Hilfreich wäre es für mich, von jemanden der schon eine D3 oder andere Vollformatkamera an einem PHOMI adaptiert hat, konkrete Hinweise zu erhalten, welche Teile (gerne auch mit Foto oder Zeiss Teilern.) in welcher Reihenfolge wie zu "stapeln" wären. Dann könnte ich mich konkret auf die Suche nach den fehlenden Komponenten machen. Somit stellt mein Versuch dieser Adaption für mich den Anfang meiner Bemühungen dar, die ich nun verbessern möchte.
Der "Schärfentiefeeindruck" war auch meinem rein subjektiven Empfinden geschuldet. Ich verstehe nun aber, dass dies technisch nicht möglich ist.
Die Anhebung des KPL10x zum per-fokalen Abgleich werde ich gleich versuchen. Auch werde ich danach entsprechend geeignete Bilder (Hellfeld) zum Vergleich
einstellen. Diese DIK Bilder sind aus reiner Neugier entstanden, da ich nun endlich mein "altes" Zeiss DIK zusammen habe und gestern und vorgestern damit "herumspielen" durfte...
@Wilfried:
wie gesagt, habe ich versucht, erst einmal mit so wenig Glas wie möglich zwischen Okular (nötig v.a. wegen der Kompensation) und dem Sensor meiner Kamera auszukommen. Die "Panzerfaust" habe ich und so wie ich das sehe, werde ich zur Adaptierung bzw. für den Zwischenring, gerne die Hilfe von Bernd in Anspruch nehmen, da ich sonst keinerlei "Verbindungsmöglichkeit" meiner Nikon zu dem oberen Ende der "Panzerfaust" sehe, von dem dauerhaften Öffnen der Blende (bzw. Ausbau derselben) der "Panzerfaust" ganz zu schweigen...
Vielen Dank für Eure Hilfestellungen!
Christian
Hallo Christian,
ZitatHilfreich wäre es für mich, von jemanden der schon eine D3 oder andere Vollformatkamera an einem PHOMI adaptiert hat, konkrete Hinweise zu erhalten, welche Teile (gerne auch mit Foto oder Zeiss Teilern.) in welcher Reihenfolge wie zu "stapeln" wären.
Der langwierige sowie nicht sooo ganz billige (weil die Teile recht selten zu bekommen sind und auch nicht gerade für Hosenknöpfe gehandelt werden)
Königsweg wäre:
Den verstellbaren Gerad-Tubus mit Zeiss Nr. 47 30 24 hast Du ja schon.
Dazu brauchst Du einen Klemmtubus 47 60 05, als Zwischenoptik den Stutzen 47 60 29 mit eingebauter Optik f=63mm, als Okular das Zeiss S-KPL 10x/20 Br (46 40 40) sowie einen T2-Adapter auf Nikon-Bajonett.
Mit dieser Zusammenstellung kannst Du Dein Vollformat relativ verlustfrei ausnutzen.
Der Klemmtubus umgreift das Aluminiumrohr des Geradtubus und hält mit seiner oberen Ringschwalbenhalterung die Zwischenoptik fest. Unter der Optik befindet sich das Foto-Okular im (verstellbaren) Geradtubus, und am oberen Ende der Zwischenoptik befindet sich ein T2-Gewinde, welches den Adapter zur verwendeten DSLR aufnimmt.
Das Ganze ist ein sehr stabiler Aufbau, der - bedingt durch den verstellbaren Geradtubus - eine saubere Parfokalität zum visuell sichtbaren Bilde sicher stellt.
Das genannte Okular kann durch ein 'normales' KPL 10x/18 Br oder 10x/20 Br ersetzt werden, allerdings möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich keine Diskussion zur Bildqualität lostreten, das hatten wir ja schon mehrfach ;D ;D
Viele Grüße
Joachim
ZitatDas genannte Okular kann durch ein 'normales' KPL 10x/18 Br oder 10x/20 Br ersetzt werden, allerdings möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich keine Diskussion zur Bildqualität lostreten, das hatten wir ja schon mehrfach Grinsend Grinsend
...und das wird auch nicht die letzte gewesen sein... ;D ;D ;D
Hallo Joachim,
vielen Dank für die Aufführung der benötigten Teile :). Jetzt habe ich "endlich" wieder eine Aufgabe ;) - DIK alt ist ja jetzt *gottseidank* komplett, da kann ich mich auf die Suche nach den fehlenden Teilen für die Kamera-Adaption machen. Der Mensch braucht halt neben seinen Hobbys auch noch eine Beschäftigung...
Schönes Wochenende!
Christian
Was mir auffiel:
Alle Bilder haben einen Farbsaum an der Sehfeldblende, was wohl von den Kompensationsokularen kommt, sieht nach Überkorrektur aus.
Kann es sein, daß das Phomi irgendwo eine kompensierende Zwischenlinse hat oder sind evtl. auskorrigierte Objektive eingeschraubt?
Ist mit einem unkorrigierten Okular der Farbsaum weg? - dann wäre das das richtige.
Gruß - Werner
Hallo Werner,
diese "Farbsäume" habe ich allerdings auch, wenn ich durch den Bino schaue. Dort zeichnet sich der gleiche Farbverlauf ab. Ich hatte testweise einmal ein Zeiss KF 10x bzw. ein C 6,3x probiert (die hatten eher bläuliche Farbsäume), waren aber von der Bildfeldwölbung und Auflösung schlechter...
Lieben Gruß
Christian
Hallo Werner. hallo Christian,
diese Farbsäume an der Sehfeldbegrenzung sind bei Zeiss / West normal und Zeichen der korrekten Kompensation des Farbfehlers. Das Phomi hat keine weitere interne Kompensation für den visuellen Bildkanal, für den eingebauten photografischen natürlich schon.
Beste Grüße !
JB
Hallo Christian
Wenn Du die Aufnahmen nicht blitzen willst würde ich die Kamera auf einem stabilen Reprostativ abstützen, das reduziert die Schwingungen extrem. Gerade bei Nikon, wo der Livevew nicht so erschütterungsarm bei der Belichtung von Einzelbilder arbeitet ein muss ...
Liebe Grüße
Gerhard
Zitat von: Blitzi72 in Januar 19, 2013, 14:04:19 NACHMITTAGS
@Wilfried:
wie gesagt, habe ich versucht, erst einmal mit so wenig Glas wie möglich zwischen Okular (nötig v.a. wegen der Kompensation) und dem Sensor meiner Kamera auszukommen. Die "Panzerfaust" habe ich und so wie ich das sehe, werde ich zur Adaptierung bzw. für den Zwischenring, gerne die Hilfe von Bernd in Anspruch nehmen, da ich sonst keinerlei "Verbindungsmöglichkeit" meiner Nikon zu dem oberen Ende der "Panzerfaust" sehe, von dem dauerhaften Öffnen der Blende (bzw. Ausbau derselben) der "Panzerfaust" ganz zu schweigen...
Hallo Christian,
das ist halt der Nachteil der Endlichoptik, dass man nicht ohne viel Glas auskommt, weil man nicht direkt auf das Zwischenbild kann. Man muss dann halt bei dem Objektiv auf Qualität achten, so wie beim Original Zeiss 63 mm Objektiv. Also eine Spiegelreflexoptik mit möglichst wenig Linsen. Aber selbst die mitgelieferten Kit Zoom Objekive taugen optisch noch gut. Kein Vergleich zu den Kompaktkameras mit den im Schleuderverfahren hergestellten Plastiklinsen.
Den Verschluss bei der Panzerfaust MC63 würde ich drin lassen, du kannst ihn ja auf B(Dauerbelichtung stellen).
Und wenn dann die Nikon bei hohen Vergrösserungen zu starke Schwinungen hat, kannst du diese auf Dauerbelichtung stellen und mit dem Verschluss belichten.
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Christian, hallo Jürgen!
Das sind aber auch Kompensationsokulare, glaube ich. Kennzeichnung "K" oder "C" - was für Zeiss-Kenner.
Einfacher Test: Das Okular allein gegen den Himmel gerichtet - unkompensiertestes ohne, kompensiertes mit Farbsaum an der Blende.
Der Farbsaum deutet auf einen Farblängsfehler hin, der bei den Kompensationsokularen bewußt hineinkonstruiert ist, die sollen ja den des Objektivs auslöschen.
Wenn im System alles zusammenpaßt ist das Bild am Rand ungefärbt (evtl. unscharf, aber ohne Farbe)!
@Jürgen: Eine korrekte Kompensation heißt: Kein Farbfehler! - eine unkorrekte: Farbfehler evtl. vermindert, aber noch da!
Dass Zeiss das bewußt so macht, kann ich nicht glauben - die würden sonst von der Konkurrenz genüsslich zerpflückt werden.
Gruß - Werner
Hallo Werner,
der Farbsaum bei dem System ist völlig korrekt wie Jürgen geschrieben hat. Das Bild ist farbkorrigiert, lediglich die Gesichtsfeldblende des Okulars wird mit Farbsaum abgebildet, da das Okular ja diesen Farbfehler besitzt. Anders würde es sich verhalten, wenn die Gesichtsfeldbegrenzung vom Objektiv vorgegeben wäre.
Liebe Grüße
Manfred
Hallo Werner,
doch, Bei Zeiss / West war das definitiv so. Die Kompensation wurde dort augenwärts von der Feldblende bewirkt. Das bedeutet aber auch, dass die Kompensation durch die Okular-Optik nun relativ zur Feldblende und evtl. eingelegten Strichplatten eben einen Farbfehler "mitbringt", der sich in den orangenen Säumen zeigt.
Farbfreie, scharf abgebildete Feldblenden und insbesondere auch evtl. in der Feldblendenebene eingelegte Skalen / Rasterplatten, sind ein wesentlicher "Vorteil" der im Zwischenbild auskorrigierten Systeme.
Beste Grüße !
JB
Hallo Christian,
Wenn Sie schon ein Kpl 10 W und eine Zeiss "Panzerfaust" (Zeiss 47 60 12) haben, koennen Sie sich auch eine einfache Uebergangsloesung basteln!
Voraussetzungen:
- die Zwischenoptik f=63 mm ist dafuer geeignet (siehe Beitrag von JS)
- die "Nase" der Nikon ist nicht im Weg (bestaetigt von "Nomarski" hier: https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2962.15 )
- die Auflageweite (heisst das so??) von Nikon weicht nicht zu sehr von der von Canon ab
- 10 Euro fuer die Adapterringe
Umsetzung fuer Canon 500D:
- die Lamellen des Verschlusses vorsichtig mit einem sauberen Pinsel aufschieben
- festkleben mit schwarzen Isolierband (Achtung: der Klebstoff wird sich moeglicherweise dauerhaft auf den Lamellen festsetzen; moeglicherweise wird der Verschluss dadurch dauerhaft unbrauchbar) (Bild 1)
- ich bin damals daran gescheitert die 2 Schrauben oben im Zeiss 47 60 12 herauszudrehen; die sind fest eingeklebt https://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=2962.15
- deshalb: einen Adapterring 67mm-62mm genommen; dieser passt zufaellig perfekt zentriert zwischen die Klemmschrauben
- in den Adapterring kam ein Adapter 62mm male - EOS (Bild 2) - ersetzt die Nomarski-Ananas
- einklemmen (die Stellen an der die Klemmschrauben ansetzen kann man auch mit etwas Isolierband schuetzen
Fertig! (Bild 3)
Die Kamera vorsichtig auf den Bayonettverschluss aufdrehen. Diese Bastelloesung ist fuer Canon parfokal mit den Okularen. Der Aufbau ist "metastabil"; wenn man die Kamera abnimmt loest er sich gelegendlich; einfach wieder festklemmen!
Viel Erfolg,
Jon
Bild 1: Verschluss
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115870_9765387.jpg)
Bild 2: Adapterringe, zusammengebaut
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115870_64836579.jpg)
Bild 3: Zeiss "Panzerfaust" mit Canon-Adapter
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures003/115870_41054071.jpg)
Zitat von: Jürgen Boschert in Januar 19, 2013, 16:19:48 NACHMITTAGS
Hallo Werner,
doch, Bei Zeiss / West war das definitiv so. Die Kompensation wurde dort augenwärts von der Feldblende bewirkt. Das bedeutet aber auch, dass die Kompensation durch die Okular-Optik nun relativ zur Feldblende und evtl. eingelegten Strichplatten eben einen Farbfehler "mitbringt", der sich in den orangenen Säumen zeigt.
Farbfreie, scharf abgebildete Feldblenden und insbesondere auch evtl. in der Feldblendenebene eingelegte Skalen / Rasterplatten, sind ein wesentlicher "Vorteil" der im Zwischenbild auskorrigierten Systeme.
Beste Grüße !
JB
Das ist schonmal gut! Sozusagen: "It's not a bug - it's a feature" ;D
Hallo Jon,
vielen Dank für die Beschreibung und die Bilder. Da die Nikon D3 aber auch ohne Objektiv schon einiges an Gewicht mitbringt, würde ich da eine "bombenfeste" Lösung à la "Nomarski" bevorzugen.
Ich werde mir meine "Panzerfaust" einmal genauer anschauen. Extra ein MC63 dafür zu kaufen, schwebt mir eigentlich nicht vor, da auch der Platz in unserem kleinen Hobbylabor nur beschränkt ist. Daher scheidet auch die Reprostativ-Lösung aus. Das PHOMI passt gerade eben so auf den Tisch :(.
Lieben Gruß
Christian
Hallo,
noch eine Bemerkung zur Panzerfaust MC63: Ideal wäre sie mit dem Steuermodul: Der Magnet-Zentralverschluss arbeitet seidenweich! Vorgang: Nikon auf B (Bulb, offen), mit MC 63 auslösen, Nikon B schließen. Das Vorgehen ist etwas umständlich, aber man gewöhnt sich dran. Gerade Nikon hat einen heftigen Verschlussschlag!
Weiterhin: Es wird immer wieder auf die Stabilität von Repro- und Vergrößererstativen hingewiesen. Die sehen oft nur stabil aus! Die Kamera sollte möglichst dicht am Stativ sitzen, d.h. man sollte die Befestigungsvorrichtung ändern. Viele Stative sind meist älter und die Führungen sind etwas ausgeleiert. Die Führungsbacken kann man zwar nachziehen, aber ein geringer Verzug wird sicher noch übrigbleiben. Das liegt hauptsächlich an den einseitigen Plastikzahnstangen.
BTW:Für Makroaufnahmen (z.B. Stacken) empfiehlt es sich das Objekt zu bewegen und nicht die Kamera am Stativ.
Viele Grüße
Günther L.
Hallo Christian
Dann muss halt eine Säule an die Wand, das ist weniger Platzintensiv .-)
Gerhard
Hallo Günther,
bevor ich jetzt die "Panzerfaust" zerlege ;) noch eine Frage zum MC63. Kann die MC63 die Blende der "Panzerfaust" auch dauerhaft auf offen ("Bulb") stellen? DEr Grund ist, dass ich mit Helicon Remote arbeite und es sehr zu schätzen weiß, die Nikon im live view Modus zu betreiben. Das "live" Bild von HF remote ist auch sehr flüssig und somit für "Mitbedachter", wie meinen Sohn Philipp geeignet...
Daher benötige ich eine Lösung ohne Blende im Zwischentubus.
Vielen Dank
Christian
Hallo Christian,
ja, das geht:
Den Auslöseknopf etwas im Uhrzeigersinn drehen, dann auslösen: Verschluss öffnet und bleibt offen.
Zum Beenden den Knopf zurückdrehen.
Grüße
Jens
Zitat von: Blitzi72 in Januar 19, 2013, 19:07:16 NACHMITTAGS
Hallo Günther,
bevor ich jetzt die "Panzerfaust" zerlege ;) noch eine Frage zum MC63. Kann die MC63 die Blende der "Panzerfaust" auch dauerhaft auf offen ("Bulb") stellen? DEr Grund ist, dass ich mit Helicon Remote arbeite und es sehr zu schätzen weiß, die Nikon im live view Modus zu betreiben. Das "live" Bild von HF remote ist auch sehr flüssig und somit für "Mitbedachter", wie meinen Sohn Philipp geeignet...
Daher benötige ich eine Lösung ohne Blende im Zwischentubus.
Vielen Dank
Christian
Hallo Jens,
um den Knopf zu drehen (t ->), muss man erst das Steuergerät haben.
@Christian: Hast Du das Steuergerät zum MC63?
Viele Grüße
Günther L.
Zitat von: Günther Langer in Januar 20, 2013, 00:31:27 VORMITTAG
@Christian: Hast Du das Steuergerät zum MC63?
Viele Grüße
Günther L.
Hallo Günther,
das Steuergerät MC63 habe ich nicht. Ich habe die "analoge" Kamera MA35 mit der "Panzerfaust" dran.
Hättest Du ein Steuergerät übrig?
Liebe Grüße
Christian
Hallo Christian,
nein, ein Steuergerät habe ich nicht übrig. In der Bucht sind aber immer wieder Angebote (meist recht günstig) mit oder ohne "Panzerfaust" zu finden.
Viele Grüße
Günther L.