Hallo zusammen,
ich würde gerne wissen ob jemand schon Erfahrungen mit Optikamikroskopen, speziell der B-500er Serie gemacht hat.
Bisher habe ich im Internet nichts dazu gefunden, obwohl es diese Firma wohl auch schon seit 40 Jahren gibt.
Danke und viele Grüße,
Paip
Hallo Paip,
eine Recherche in google mit "Optika Mikroskope" ergibt doch sofort dieses kompetente Expertenurteil
http://www.naturheilpraxis-brandstetter.de/dunkelfeld-mikroskop-optika-b-500-tdk-test-und-beschreibung/
was allerdings die "Schulmediziner" oder gar die "Schulmikroskopiker" dazu meinen konnte ich leider nicht ergoogeln ;D
viele Grüsse
Wilfried
Hallo Paip,
Optika ist ein Mikroskop-Vertieb ohne eigene Fertigung mit Sitz in Italien. Ich kenne deren Vertriebsstruktur nicht, hatte aber bisher den Eindruck, dass Mikroskope ganz ähnlicher, fernöstlicher Bauart in Deutschland durch andere Firmen vertrieben werden.
Die fernöstliche Herkunft heißt weder etwas Gutes noch etwas Schlechtes. Es gibt ein breites Spektrum der Qualität. Wichtig sind außerdem die Qualität von Beratung und Betreuung durch den Vertrieb, wenn Du wild entschlossen bist, ausgerechnet diese Marke kaufen zu wollen. Was ist eigentlich der Grund für die Wahl von Optika?
Schönen Gruß
Thomas
Hallo,
danke für die Antwort - diesen Test hatte ich nicht gefunden. Allerdings gibt es auf Naturheilpraxisseiten ja zahlreiche Berichte, meist über deutlich billigere Mikroskope.
Ich benötige das Mikroskop v.a. fürs Hobby: um botanische Details anzusehen (und auch zu vermessen) wie Pilzsporen, Paraphysen etc.
Und Bilder der Objekte möchte ich auch machen.
Der Preis sollte unter 2000€ liegen und es sollte eine LED-Beleuchtung haben. Mit Gebrauchten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht.
Optika war nur eine Wahlmöglichkeit - das Motic B310E oder das Zeiss Primostar; die beide ja von Herrn Linkenfeld angeboten werden sind auch in der Auswahl.
Dass Optika auch fernöstlicher Produktion ist - wusste ich nicht. Eine Anfrage bei einem Vertrieb, wurde mit "es ist eine italienische Firma" beschieden. Verglichen mit dem Motica sah es nicht schlecht aus.
Viele Grüße,
Paip
Zitat von: Paip in Oktober 21, 2013, 13:28:48 NACHMITTAGS
. Mit Gebrauchten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht.
Hallo Paip
das könnte aber daran gelegen haben, daß Du keine Beratung hattest. Magst Du das hier mal durchlesen? :
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=9026.0
Du wirst hier im Forum bestimmt guten Rat und vielleicht sogar auch ein Mikroskop finden!
Viele Mikrogrüße
Bernhard
Hallo,
aus eigener Kenntnis des Gerätes kann ich sagen, dass das Motic BA 310 Trino mit LED ein gutes solides Gerät ist. Wenn man - aus welchen Gründen auch immer - ein Neugerät für Deinen Einsatzzweck haben möchte, ist man damit - auch unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses - nicht schlecht bedient. Du solltest Dich mal an Christian Linkenheld wenden, er wird Dich sicher gut beraten.
Alternativ käme natürlich auch ein gutes Gebrauchtgerät in Betracht.....aber das muss eben jeder für sich entscheiden.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo Pilzkollege,
Optika kenne ich nicht, Motic schon. Ich hatte mal das BA210 (nicht köhlerbar) mit LED-Beleuchtung und war eigentlich zufrieden. Was mich aber sehr gestört hat, waren die starken Halos um dunkle Sporen bei 1000facher Vergrößerung. Nachfolgend mal ein Beispiel:
Sporen von Coprinopsis echinospora mit Motic BA210:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/135889_61141580.jpg)
Zum Vergleich ein Bild von einem älteren Zeiss KF2 mit Halogenbeleuchtung:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/135889_47645948.jpg)
Vielleicht hat Motic die LED-Beleuchtung verbessert oder man kann mit einem köhlerbaren Gerät wie das BA310 die Halos reduzieren. Mich hat es zu sehr gestört. Deshalb habe ich wieder ein Mikroskop mit Halogenbeleuchtung (gibt es ja für das BA310 auch).
Viele Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen
ja autsch..der Vergleich spricht aber Bände!
Das ist eben immer die Krux mit den bezahlbaren neuen Sachen: spätestens bei der 100x Ölimmersion trennt sich die Spreu von der Markenoptik.
Nun müsste man natürlich die genauen Objektive kennen, die Du hier vergleichst. Vielleicht hat Motic ja auch noch was höherwertigeres im Programm!
Viele Mikrogrüße
Bernhard
Zitat von: Paip in Oktober 21, 2013, 13:28:48 NACHMITTAGS
Ich benötige das Mikroskop v.a. fürs Hobby: um botanische Details anzusehen (und auch zu vermessen) wie Pilzsporen, Paraphysen etc. Und Bilder der Objekte möchte ich auch machen. Der Preis sollte unter 2000€ liegen und es sollte eine LED-Beleuchtung haben. Mit Gebrauchten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht.
Du benötigst also ein richtig gutes trinokulares Mikroskop. Eher neu, weil du schon schlechte Erfahrungen mit Gebrauchtgeräten gemacht hast. Ein Mess-Okular dürfte für dich wichtig sein, um die Pilzsporen sehr schnell messen - und damit auch leichter bestimmen zu können. Oh, und du bist mit deinen Pilzsporen auch prinzipiell jemand, der Verwendung für ein gutes 100-fach Öl-Objektiv hat.
Das Schöne an der heutigen Zeit ist, dass es für - sogar deutlich unterhalb von 2000,- Euro - wirklich gute Mikroskope gibt. Ich würde an Deiner Stelle so im Groben sogar "nur" rund 800 Euro dafür ansetzen. Damit bleiben in deinem Budget noch Raum a) für ein schickes "Reisemikroskop", das du auch mal ins Feld mitnehmen kannst und b) die Austattung mit diversen "Kleinkram" wie Färbe- und Einschlussmittel, dazu evtl. ein Handmikrotom, die sich in der Summe ganz schön hübsch läppern können. Außerdem könnte c) später vielleicht der Wunsch für eine Phasenkontrasteinrichtung entstehen, und dafür sind dann doch etliche hundert Euro von Nöten.
Neben den Empfehlungen oben (Motic BA310, Axiostar) halte ich für empfehlenswert:
a) Novex-B-Reihe (zum Beispiel dies hier (http://www.burkhards-shop.de/shop/d_86_041_86_041_NOVEX_trinokulares_Mikroskop_BTS.php) für 700 Euro)
b) Müller Germany (zum Beispiel dies hier (http://www.mueller-optronic.com/Mikroskope/Biolog-Mikroskope/BIOLAB-T-Biol-Mikroskop-40-2000x::235.html)für 430,- Euro)
(köhlerbar, preiswert ausbaubar, und tatsächlich wirklich gut - und kein "China-Müll")
In beiden Fällen musst du mit Extrakosten für die Photoadaption rechnen - oder du setzt auf eine Mikroskopkamera. Außerdem wirst du deine Ausstattung sinnvoller Weise noch um einige Okulare erweitern, vielleicht später auch zusätzlich ein oder zwei zusätzliche Objektive.
Was den Gebrauchtkauf angeht (besonders bei der allseits beliebten Schnäppchenjagd in Ebay), hast du schon recht: Da kann man recht schnell Schiffbruch erleiden. Meine ersten beiden Gebrauchteinkäufe waren auch
furchtbare Fehlschläge. Einmal habe ich 100 Euro Sofortkauf für ein wild zusammengestümpertes russisches Mikroskop ausgegeben, das ich in meiner Ahnungslosigkeit mit einem Zeiss Standard verwechselt habe (heute ist mir das immer noch sehr peinlich - die Unterschiede sind - ähem - gewaltig). Völlig unbrauchbar. Danach gab ich 60 Euro für ein altes Zeiss Winkel aus (die Idee: "endlich mal was Anständiges"), dessen Mechanik völlig defekt war. Weder funktionierte der Kreuztisch, noch die Grobeinstellung, welche ständig "durchrutschte". Eigentlich auch ein Totalschaden. Hinterher fand ich allerdings heraus, dass das mitgelieferte 40er-Achromat-Objektiv absolut vorzüglich ist, dass der Kondenser immerhin noch einen Handelswert von 30 Euro besitzt, und das mitgelieferte 3er Lupen-Objektiv ist stolze 50 bis 70 Euro wert, und dazu in vorzüglicher Erhaltung. Nunja: Also kein wirtschaftlicher Fehlschlag - aber arbeiten konnte ich damit noch lange nicht...
(meine Gebrauchtmikroskop-Odyssee wäre vielleicht einen eigenen Thread wert)
Ein erstes, sehr gut brauchbares Mikroskop erwarb ich allerdings dann später (auf Ratschlag hier im Forum) bei Thilo Immel, ein Leitz SM für 100 Euro. Für die Arbeit im Feld habe ich mir ein billiges (und an vielen Stellen doch etwas schwundiges, andererseits durchaus einigermaßen brauchbares) "Traveller"-Mikroskop für 5 Euro auf dem Flohmarkt zugelegt. Auch das: Ein guter Kauf. Später schoss ich gebraucht in der Bucht noch ein exzellent ausgestattetes Novex-B mit unendlich Optik, zusammen mit einer Reihe von Mikroskop-Klassiker-Büchern und für einen - ähem - Spottpreis.
Ende gut, alles gut.
Oh, und Thilo Immel für einen Gebrauchtkauf mit Garantie: Das wäre auch für dich ein guter Tipp.
Link zu Thilo Immel Optics (http://www.thilo-immel-optics.de/komplettmikroskope.htm)
Im Moment hat er ein sehr brauchbar ausgestattetes Zeiss KF2 für 420 Euro im Angebot (das halte ich für dich für einen berücksichtigenswerten Tipp - auch wenn es nicht ganz so großartig ausbaubar ist wie ein Zeiss Standard 16 oder Zeiss Standard 20 etc. - für deine Zwecke ist es aber schon toll - einen Trikopf musst du hier natürlich noch besorgen bzw. einen anderen Weg der Photoadaption wählen). Und sogar mit dem aktuell angebotenen Leitz HM für 60 Euro kann man "für die ersten Schritte" einigermaßen gut arbeiten - jedenfalls bei Vergrößerungen bis 450-fach (das wäre ggf. durch ein ergänzendes Okular noch geringfügig in die Höhe zu treiben). Natürlich ist das Leitz HM für Mikrofotografie untauglich - aber du könntest hier die vorhandene Beleuchtungseinrichtung am Gebrauchtmarkt für ca. 20 bis 30 Euro veräußern, dir für etwa das gleiche Geld eine batteriegespeiste LED-Beleuchtung drunterbasteln - und voilá: Schon hast du ein erstaunlich brauchbares Reisemikroskop fürs Feld.
Hoffe, diese Hinweise helfen schon einmal ein wenig.
Oh, und hier noch ein PDF-Link u.a. zur Präparate-Präparation (inkl. diverser Tipps) von der Mikrosk. Ges. Berlin, der auch dir Laune machen sollte:
http://www.berliner-mikroskopische-gesellschaft.de/Einfuhrungskurs_in_die_Mikroskopie.pdf
:)
P.S.
Meine Empfehlung für dich ist ganz klar Variante b). Knapp dahinter: Das gerade erhältliche KF2. Falls du "bastel-tüchtig" bist und Interesse an einem wirklich sehr brauchbaren Reisemikroskop hast, würde ich auch beim Leitz HM zuschlagen.
Zitat von: Bernhard Lebeda in Oktober 21, 2013, 19:09:24 NACHMITTAGS
Nun müsste man natürlich die genauen Objektive kennen, die Du hier vergleichst. Vielleicht hat Motic ja auch noch was höherwertigeres im Programm!
Planachromat von Motic
Schwarzer Achromat von Zeiss
VG
Jürgen
Hallo Jürgen,
da kann das Objektiv von Motic nix für!
Das Problem ist eben die korrekte Beleuchtung und die geht eben nicht für billig.
Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
schon klar, die Auflösung der Objektive war auch gut. Mich würde wirklich mal die Halogenvariante interessieren.
VG
Jürgen
@ Paip
War das jetzt ein gescheiterter Versuch von dir, eine Firma und ihre - uns - unbekannten Chinesenmikroskope zu vermarkten oder gibt es andere Gründe dafür, dass du dich hier nicht mehr meldest?
Irgendwie komme ich mir von dir verarscht vor. Wozu genau, pardon, haben wir uns für dich eigentlich die Mühe gemacht?? Oder bist du jetzt aller Fragen ledig, und hast dich inzwischen mit einem für dich geeigneten Mikroskop versorgt? Eine Rückmeldung von dir empfände ich als sogar höflich. Ganz ernsthaft.
Hallo zusammen,
danke für die Hinweise!
Was mich aber wirklich überrascht, ist dass hier keiner Optika benutzt. Immerhin gibt es die Firma nach eigenen Angaben schon seit 40 Jahren.
Und ein Optiker in Stuttgart hat Geräte vorrätig. Allerdings nur bis zur B300er-Serie. Und diese fand ich zwar nicht schlecht, aber irgendwie doch zu "billig".
@Jürgen
genau solche Holas möchte ich eben nicht haben, da ist die Beleuchtung halt wichtig.
Allerdings muss ich sagen, ich habe die 1000x bisher kaum benutzt, ich hatte zu letzt ein (geliehenes) altes Olympus EHT mit einem 63er-Objektiv.
Das hat gereicht und ich konnte mir das Öl sparen :)
@Lothar
hm - was soll ich dazu schreiben? Einerseits hast du dir wirklich viel Mühe gemacht und einiges Informatives geschrieben, andererseits finde ich die Unterstellung der Vermarktung von Chinesenmikroskopen und den Vorwurf des nicht-mehr-meldens auch nicht "höflich".
Ich bin nicht jeden Tag im Netz und mein letzter Beitrag ist jetzt exakt 3 Tage alt. Soooviel ist das nicht. Gell?
Aber was die Chinesenmikroskope angeht: Motic ist chinesisch, Optika scheinbar auch, aber auch wohl Euromex/Novex und sogar das Zeiss Primostar
- habe ich heute in feolgendem thread gelesen: http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=11760.0
Scheinbar ist es unter 2000€ wohl egal für was für eine Firma man sich entscheidet.
Zu den Novex-B Modellen. da habe ich Bedenken, dass hier die Qualität schon ausrreicht; sie sind nicht köhlerbar und dann könnten die Bilder wie die oberen Sporenbilder bei Jüren ausssehen. Immerhin gibt es auch Modelle mit Planachromaten...
Euromex OXION wäre dann vielleicht noch eine Alternative? Ausstattung und Aufmachung ähnlich wie Zeiss Primostar und Motic BA310 und preislich genau dazwischen.
Viele Grüße,
Paip
Hallo Paip,
Zitatsie sind nicht köhlerbar und dann könnten die Bilder wie die oberen Sporenbilder bei Jüren ausssehen.
Die Farbsaumen in das Bild von Jürgen haben nichts mit eine nicht-Köhlerbare Beleuchtung zu tun. Das Zeiss KF2 hat auch kein Köhlerbeleuchtung. Die Farbsaumen wirden warscheinlich gestärkt durch das hohe Anteil an Blaues Licht in die gezeigte LED Beleuchtung. Beste Grüsse,
Rolf
Hallo Paip,
es hat wenig Sinn, immer wieder neue Mikroskope in Runde zu werfen, die hier mit höchster Wahrscheinlichkeit niemand besitzt. Dazu gehören auch die "Oxions" von Euromex.
Was spricht denn nun gegen das BA 310 mit Halogen von einem seiösen Händler, z.B. Christian Linkenheld? Du hast doch den Beitrag von Muchelblümchen gelesen, der die Vorteile des BA 310 gut herausgearbeitet hat. Motic hat immerhin früher die Zeiss Primostars produziert und liefert meines Wissens auch immer noch die Optik für die Primostars. Mit Motic machst Du sicher nichts falsch.
Herzliche Grüße
Peter
@ Paip
Ja, die Sache mit den "Novex B" ist auch wegen der bekannten Qualitätsschwankungen bei diesem Hersteller - etwas diffiziler. Lag darum bei mir auch nicht an Platz 1 der Empfehlungen, trotz einer i.d.R. sehr guten optischen Qualität. Allerdings ist der Hersteller für sehr guten Service bekannt. Jemand wie du, der hohe Ansprüche verwirklichen möchte - und vermutlich auch seine eigenen Interessen durchzusetzen weiß, sollte dann - im Falle etwaiger Qualitätsmängel - eigentlich in der Lage sein, am Ende einer eventuellen Reklamation etwas sehr Befriedigendes in der Hand zu halten.
Bei der Oxion-Serie sind mir einzelne Rückmeldungen von Mikroskopikern erinnerlich, die hier eher enttäuscht waren. Gut denkbar ist es, dass der Hersteller von dieser Serie deutlich weniger herstellt, als von einem seiner "Verkaufschlager" wie dem Novex B - und dementsprechend dort dann nochmals größere Qualitätsprobleme hat.
Ist natürlich etwas spekulativ diese Überlegung. Real ist: Sofern man im Fall der Fälle sein Rücktrittsrecht im Internetkauf nutzt und vielleicht noch einen erfahrenen Mikroskopiker bzw. eine mikroskopische Gesellschaft an seiner Seite weiß, lässt sich "mit gemeinsamen Kräften" ein Fehlkauf ausschließen. Zur Not muss das gewählte Modell dann halt wieder an den Händler zurück.
Hier im Forum wirst du allerdings eher Rückmeldungen hinsichtlich von Mikroskopen erhalten, die eine gewisse Verbreitung bei Mikroskopikern haben. Die Anzahl chinesischer Mikroskophersteller ist sehr groß, erst recht das Angebot, was diese bieten. Das ist riesig! Aber noch relativ klein scheint die Anzahl derjenigen Hersteller darunter zu sein, die tatsächlich sehr hohe Qualität, und dass dann auch noch beständig, zu liefern in der Lage sind. Sogar Zeiss hat seine liebe Mühe mit "seinen" sicher nicht inkompetent ausgewählten Chinesen. Es gibt jedenfalls jede Menge Enttäuschungen bei "China-Mikroskopen", die hier noch nicht als qualitativ positiv aufgefallen sind.
Die Größe und Ausstattung eines Stativs aus aktueller chinesischer Produktion hat - leider - wenig mit der damit verwirklichten Qualität zu tun. Ich habe (für 20 Euro beim Trödler erstanden - irgendwo steht es für einige tausend Euro im Katalog) ein hochaktuelles "Chinesen-Mikroskop" reichlich unbekannter Herkunft (und mäßiger Qualität) bei mir herum zu stehen. Vom Dessign her ganz massiv am Axiostar angelehnt.
Aber abgesehen vom recht gut gelungenen Kreuztisch ist es eben "Schrott", besonders hinsichlich der Qualität der Okulare/Objektive. Und qualitativ meilenweit ist es auch von einem Novex B entfernt. Sogar ein "Bresser Researcher" (bbrrrr) liefert da bessere Bilder. Damit soll gesagt werden: Der Kauf eines unter Mikroskopikern unbekannten chinesischen Mikroskops ist zunächst einmal ein Risiko.
Insofern raten wir dir hier alle zu Vorsicht. Und eben nicht zur der Vorgehensweise, mal zu gucken, was die Kistenschieber/Internethändler so alles im Angebot haben. Die meisten davon verstehen von Mikroskopie: Nichts. Frag lieber danach, was sich bei Mikroskopikern bewährt hat. Meine Ratschläge gingen davon aus, dass du eher ein Neuling in Sachen Mikroskopie bist - und größere Risiken darum scheuen solltest.
Mit einem BA310 wirst du erst einmal ziemlich weit kommen - und deine mikroskopische "Kriegskasse" bleibt dann erst einmal gut gefüllt. Später dann, zusammen mit deiner gewachsenen Erfahrung, kannst du daraus Nutzen ziehen.
Wenn Geld keine große Rolle spielt für dich, kannst du natürlich auch eine etwas riskantere Vorgehensweise wählen, und dich für etwas entscheiden, was hier niemand kennt - und demnach auch niemand beurteilen kann...
Zu:
ZitatScheinbar ist es unter 2000€ wohl egal für was für eine Firma man sich entscheidet.
Ach? Das war es, was wir dir geschrieben haben? ???
Na dann. Wenn du die Ratschläge hier so auffasst, dass éh alles egal ist... - von mir bekommst du dann halt keinen Ratschlag mehr. Nicht von mir. Okay? Danke fürs Verständnis.
Hallo Lothar,
ZitatAch? Das war es, was wir dir geschrieben haben?
Na dann. Wenn du die Ratschläge hier so auffasst, dass éh alles egal ist... - von mir bekommst du dann halt keinen Ratschlag mehr. Nicht von mir. Okay? Danke fürs Verständnis.
das ist hier leider (fast) immer der gleiche Ablauf... :-\
Da wird um Rat ersucht, der dann auch erfolgt, oft mit konkreten Empfehlungen. Aber statt nun diesen Ratschlägen zu folgen, wird weiterhin der ganze Mikroskopmarkt (Ebay und diverse Internethändler) abgegrast und ein China-Modell nach dem anderen "vorgestellt" und gefragt, was man denn davon halte. Und es sind fast immer Modelle, die eh niemand hat wie das Optika, Oxion und wie sie nicht alle heißen.
Da machse nix.... ;)
Herzliche Grüße
Peter
Hallo zusammen,
irgendwie habe ich das Gefühl, das man in diesem Forum gerne missverstanden wird:
Zitat von: Lothar Lammfromm in Oktober 24, 2013, 21:30:56 NACHMITTAGS
Zu:
ZitatScheinbar ist es unter 2000 wohl egal für was für eine Firma man sich entscheidet.
Ach? Das war es, was wir dir geschrieben haben? ???
Na dann. Wenn du die Ratschläge hier so auffasst, dass éh alles egal ist...
Das habe ich nicht herausgelesen, sondern geschlussfolgert:
Optika - aus China,
Euromex - aus China
Zeiss Primostar - aus China
Motic ist eine chinesische Firma
Also was ist dann sooo falsch, zu sagen, wenn man unter 2000€ bleibt, bekommt man immer Chinaware?
Zitat von: Peter V. in Oktober 24, 2013, 21:52:50 NACHMITTAGS
das ist hier leider (fast) immer der gleiche Ablauf... :-\
Da wird um Rat ersucht, der dann auch erfolgt, oft mit konkreten Empfehlungen. Aber statt nun diesen Ratschlägen zu folgen, wird weiterhin der ganze Mikroskopmarkt (Ebay und diverse Internethändler) abgegrast und ein China-Modell nach dem anderen "vorgestellt" und gefragt, was man denn davon halte. Und es sind fast immer Modelle, die eh niemand hat wie das Optika, Oxion und wie sie nicht alle heißen.
Da machse nix.... ;)
Herzliche Grüße
Peter
Zu diesem Zitat. ich habe den Thread gestartet mit der Frage, ob jemand Erfahrung mit Optika B-500er Serie hat; eben auch deshalb, weil ich kein Mikroskop chinesischer Fertigung haben wollte (evtl. Ersatzteilprobleme, Qualität,...).
Und in anderen Threads (auch in diesem Forum) wird das Motic BA310 nicht nur mit Lob überschüttet, sondern es hat halt auch gelegentlich seine Problemchen/Nachteile.
Im Rahmen der Diskussion habe eine einzige(!!!) weitere Modellreihe in Spiel gebracht - die Euromex Oxions. Immerhin wirbt die Firma mit 20 Jahren Ersatzteilgarantie.
Also verstehe ich die empfindliche Reaktion nicht, wenn ich nicht gleich auf das BA310 anspringe...
In der Tat ist nun so, ich kann das Motic BA310 nehmen oder zusätzlich(?) so ein OXION ausprobieren.
Und da finde ich es schade, dass Lothar aus diesem Satz:
Zitat von: Lothar Lammfromm in Oktober 24, 2013, 21:30:56 NACHMITTAGS
Bei der Oxion-Serie sind mir einzelne Rückmeldungen von Mikroskopikern erinnerlich, die hier eher enttäuscht waren. Gut denkbar ist es, dass der Hersteller von dieser Serie deutlich weniger herstellt, als von einem seiner "Verkaufschlager" wie dem Novex B - und dementsprechend dort dann nochmals größere Qualitätsprobleme hat.
nicht ein klein wenig mehr gemacht hat...
Trotzallem, danke für die Rückmeldungen,
Paip
Hallo Paip,
wäre es Dir lieber gewesen, wenn wir auf Deine Frage "Erfahrung mit Optika-Mikroskopen" einfach geschrieben hätten: "Nein. Hat keiner." und das wäre es dann gewesen?
Und ebenso auf das Oxion: "Nein. Hat auch niemand". Fertig.
Es hat doch keinen Sinn, über die Geräte zu diskutieren, die niemand kennt oder besitzt. Ersatzteilgarantie von angeblich 20 Jahren hin oder her (wer's glaubt, wird selig). Man bekommt leider nicht einmal mehr bei Zeiss sicher Ersatzteile für 20 Jahre alte Mikroskope.
Und wenn Du konkreten Ratschlägen wie zum BA 310 nicht folgen magst, ist das Dein gutes Recht. Dann mußt Du halt sehen, wo Du etwas ausprobieren kann oder kaufen, was Dir - aus welchen Gründen auch immer - geeigneter erscheint.
Herzliche Grüße
Peter
Hallo "Paip",
wer immer sich dahinter auch verbirgt.
Wenn Sie sich hier mit Vorstellung korrekt anmelden, haben Sie auch Zugriff auf den Mikromarkt. Da könnten Sie z. B. auch fündig werden. Und hier haben eigentlich alle gute Erfahrungen gemacht.
Als langjähriger Pilzmikroskopiker rate ich grundsätzlich ab, ein Mikroskop zu kaufen, nur weil es irgendwelche Versprechungen der anbietenden Firma gibt. Da haben einige schon richtig Lehrgeld gezahlt.
Köhlern oder nicht, das ist egal (bei relativ jungen Mikroskopen). Davon hängt es nicht ab. Sie brauchen ein Mikroskop mit solider Mechanik und hochwertiger Optik. Das 100er Öl Objektiv wird das wichtigste sein, zudem unumgänglich ist eine Messmöglichkeit (am einfachsten direkt mit einem Messokular).
Meine direkte Empfehlung ist:
- bei Neukauf: Christian Linkenheld (den Forumsbetreiber hier) kontaktieren, der hilft Ihnen weiter und zieht niemanden über den Tisch.
- bei Gebrauchtkauf: Olympus, Zeiss, Nikon
Pilzler haben in meinem Bekanntenkreis zu 80% Olympus, gefolgt von den anderen Marken.
Die von Ihnen vorgeschlagenen Marken kenne ich leider auch nicht und kann mir kein Urteil erlauben.
Vielleicht haben Sie aber auch in direkter Nähe einen Pilzverein. Da können Sie mal die vorhandenen Mikroskope ansehen und direkt testen. Dann fällt die Entscheidung noch leichter.
Freundliche Grüße
Peter Reil
Mit etwas mehr - und imho überwindbaren! - Problemen bei der Photoadaption sind ja durchaus auch die passenden Modelle von Novex B und Müller Optronic beachtlich. Mit Neuware wird es jedenfalls in Sachen Preis/Leistung ansonsten schwierig.
Bei der angesprochenen "20-Jahre-Garantie" wäre ich ebenfalls zurückhaltend. Allerdings sind Euromex/Novex für guten Service bekannt. Das ist ja schon immerhin etwas. Es hat allerdings schon seine guten Gründe, wenn erfahrene Mikroskopiker auf den Gebrauchtmarkt setzen.
Da stellt sich glatt die Frage: Was für schlechte Erfahrungen hast du denn konkret mit gebrauchten Qualitätsmikroskopen gemacht? Ein Zeiss 14/16/18/20 ist ja beinahe unkaputtbar - wenn da etwas defekt geht, dann am ehesten durch eine fehlerhafte Versandverpackung. Okay, dann gibt es noch eine Objektivtypen, die nach 30 bis 60 Jahren irgendwann mal zu Delamination neigen. Wobei es im Trend eher exakt umgekehrt ist: Es ist nämlich schier erstaunlich, wie gut (nein: ausgezeichnet) derart alte Geräte sich machen - auch im Vergleich zu sehr teuren aktuellen Geräten.
Wer mit wenig Geld zu guten Ergebnissen kommen möchte, für den gibt es - wenn er bereit ist ein wenig zu basteln (z.B. Spiegel auf LED-Beleuchtung umrüsten) auf dem Gebrauchtmarkt geradezu ein Mikroskopikerparadies. Insofern ist es bei diesem Hobby, imho, nicht unbedingt sehr logisch, Neugeräte zu bevorzugen.
Hallo Lothar,
jetzt war ich doch neugierig, ob ich ein hinterwälderischer User bin und habe imho gegoogled. Na klar bin ich! ;D
Meiner maßgeblichen Meinung nach hast du recht mit dem was du schreibst - ob es allerdings fruchtet kann bezweifelt werden! :D
Zitat von: Peter V. in Oktober 27, 2013, 17:36:20 NACHMITTAGS
Es hat doch keinen Sinn, über die Geräte zu diskutieren, die niemand kennt oder besitzt. Ersatzteilgarantie von angeblich 20 Jahren hin oder her (wer's glaubt, wird selig). Man bekommt leider nicht einmal mehr bei Zeiss sicher Ersatzteile für 20 Jahre alte Mikroskope.
Hallo miteinander,
wir geben bei Hund genau für diese Zeitspanne eine Instandsetzungsgarantie. Da sich das Design unserer Geräte selbst seit Will-Zeiten nicht wesentlich geändert hat, geben die Schränke unserer Serviceabteilung noch viel her, womit auch noch ältere Geräte durchause noch "gerettet" werden könnten. Ein BX200, ein BX300 oder auch ein älteres V-Mikroskop sind daher für alle Hobbyisten mehr als empfehlenswert - es lohnt sich auch bei älteren Geräten immer mal, bei bekannten Defekten in unserem Service nachzufragen, ob noch eine Reparaturmöglichkeit besteht.
Aber Peter V. hat natürlich in einem Recht: Nach einer gewissen Zeit können auch skurrile Defekte schon zur Irreparabilität führen. So ist z. B. mittlerweile das Planglas für den Beleuchtungsstutzen des BX300 nicht mehr erhältlich, so dass wir entsprechende Schäden nicht mehr reparieren können. Für das gleiche Modell kann auch ein Defekt der Leiterplatte für manche professionelle Kunden Anlass sein, dass wir das Gerät verschrotten sollen - es ist ihnen "für so ein altes Mikroskop" dann einfach zu teuer ???.
Gruß,
Jörg (Haus@Hund)
@ Peter V.
Zitat von: Peter V. in Oktober 27, 2013, 17:36:20 NACHMITTAGS
Hallo Paip,
wäre es Dir lieber gewesen, wenn wir auf Deine Frage "Erfahrung mit Optika-Mikroskopen" einfach geschrieben hätten: "Nein. Hat keiner." und das wäre es dann gewesen?
Und ebenso auf das Oxion: "Nein. Hat auch niemand". Fertig.
klar, so eine Antwort wäre auch nicht toll gewesen ...
Mir erschien nur die Kritik an "Chinamüll" etwas zu pauschal, gerade wenn man die Geräte nicht kennt.
Aber es kamen doch auch einige gute hilfreiche Antworten zusammen. Ich habe mich immer noch nicht entschieden; auch das BA310 ist noch nicht aus dem Rennen ;)
Und vielleicht ja doch ein Gebrauchtes, aber...
@ Lothar
ich bin kein wirklich kein Bastler und denke, ich kenne mich zu wenig aus. Um ein gutes Bild zu bekommen muss doch alles zusammen passen und veröffentlichungfähige Fotos möchte ich auch erhalten.
Z.B. Spiegel auf LED umrüsten? Da weiß ich gar nicht, was ich machen soll. Also ich bin einfach ein "Anwender" mit ca. 2 Jahren Mikroskoperfahrung, habe hunderte von Flechten- und Pilzbelegen daheim rumliegen, die auf ihre Bestimmung warten - und möchte einfach loslegen!
Die Zeiss 14-20 kenne ich nicht, ich hatte (geliehene) Geräte: ein Leica, da war der Trieb nicht in Ordung, es hat sich immer wieder verstellt und die Optik war wohl auch nicht mehr in Ordnung - vermutlich verpilzt. Das russiche Gerät erwähne ich nicht, das war wohl ein Billigprodukt mit schlechter Bildqualität. Zuletzt hatte ich ein Olympus EHT, dass ließ sich nicht richtig köhlern, die Beleuchtung war immer randlich. Und dann ging etwas an der internen Beleuchtung kaputt, das wäre dann ein klassischer Bastelfall gewesen. Das kaputte Teil (Elko) gab es auch nicht mehr. Naja.
Ich habe dann ein externes Netzteil angeschlossen, aber sicherlich hätte man hier was Besseres machen können...
Ich habe jetzt 3-4 Mikroskope in der Auswahl, nicht mehr genau das wie anfänglich und werde sie demnächst mal ausprobieren,
viele Grüße,
Paip