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Foren => Mikrofoto-Forum => Thema gestartet von: Heiko in September 22, 2014, 23:54:09 NACHMITTAGS

Titel: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: Heiko in September 22, 2014, 23:54:09 NACHMITTAGS

... einer ,,echten" Werkstatt finden sich Spuren der Zerspanungstätigkeit längst vergangener Epochen. Mitunter ging es wohl auch heiß her, wie diese gebläuten Metallfragmente erahnen lassen:

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/157231_20701736.jpg) (http://www.directupload.net)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/157231_27766755.jpg) (http://www.directupload.net)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/157231_20737003.jpg) (http://www.directupload.net)

Viele Grüße,
Heiko
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: Heiko in September 23, 2014, 21:55:40 NACHMITTAGS
Hallo Safari,

der Bildausschnitt ist jeweils fast so groß wie das Metallteilchen selbst – aufgenommen mit dem 10er. Sie fanden sich vereinzelt in einem Wust von normal silberglänzenden Spänen, die ,,schreckliche" Reflexionen verursachten (weshalb ich auf die Zumutung eines Übersichtsbildes verzichten möchte ;)).

Viele Grüße,
Heiko
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: beamish in September 23, 2014, 23:21:46 NACHMITTAGS
Hallo Heiko,

ist das angeglühte (warum auch immer) Stahlwolle?

Grüße
Martin
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: the_playstation in September 24, 2014, 13:40:43 NACHMITTAGS
Hallo Heiko.
Tolle Bilder! Ich war/bin auch immer wieder überrascht, wie fein strukturiert Metallspäne sind. Das erwartet man nicht unbedingt. Dann mal weiter gutes hobeln, zerspanen, schaben und bohren. Und die Schutz- 8) nicht vergessen. ;)

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: Heiko in September 24, 2014, 20:36:45 NACHMITTAGS
Hallo Martin,

Stahlwolle kann ich zwar nicht ausschließen, halte aber diesen Erklärungsversuch auch nicht für wahrscheinlich. Dafür liegen mir zu viele "Fäden" viel zu parallel/kompakt in einer Ebene. Ich tippe auf ein Spänchen, das beim Bohren oder Flexen diese Oberflächenstruktur ,,mitbekommen" hat.
Für die Zukunft heißt das nun, das eigene Werkstattverhalten aufmerksam zu beobachten und gelegentlich erneut Stichproben zu ziehen ...  :D

Viele Grüße,
Heiko
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: peter-h in September 24, 2014, 23:06:07 NACHMITTAGS
Hallo Stahlkocher,
wer diese blaue Farbe liebt, der kann sich aus der Uhrenindustrie nette Schräubchen besorgen. Sieht gut aus und hat keine Funktion !  ;D
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/157361_28630520.jpg)

Am 1. Nov. gibt es in München wieder die Munichtime, eine Ausstellung "Die Welt der feinen Uhren".

Ohne gebläute Schräubchen gehts dort nicht  ;D
Viel Spass
Peter
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: the_playstation in September 25, 2014, 09:58:45 VORMITTAG
Hallo Peter.

Doch. Die blauen Schrauben haben die Funktion potentielle Käufer zum Kauf zu animieren. Das ist der "Elster-Effekt". ;) :D Sie passen zu den roten Rubinen, ... die als Lager benutzt werden. Ohne Glasboden wären Sie vieleicht nur normalfarbig.

Zu den Spänen. Ähnlich Späne produziere ich ab und zu mit meiner kleinen Drehbank.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: olaf.med in Oktober 09, 2014, 09:43:35 VORMITTAG
Lieber Peter,

ZitatSieht gut aus und hat keine Funktion !

Das stimmt nicht ganz. Das sogenannte Anlassen bis zur Blaufärbung (bei ca. 400°C) erzeugt eine Oxidhaut auf Stahl, die die Oberfläche deutlich korrosionsbeständiger macht. Natürlich sieht's auch schön aus....

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: reblaus in Oktober 09, 2014, 12:56:00 NACHMITTAGS
aber viel nützt's nicht  ;)

Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: JüSchTü in Oktober 09, 2014, 13:29:50 NACHMITTAGS
Hallo zusammen,

es handelt sich um die Anlassfarben, die bei Stahl schon bei relativ niedrigen Temperaturen auftreten: Anlassen (http://de.wikipedia.org/wiki/Anlassen).

Zitat von: Safari in September 24, 2014, 22:28:25 NACHMITTAGS
... Ich glaub nicht das bei Dir die Bohrspäne glühen.

Für das schöne Kornblumenblau reichen also schon 300 °C. Glühen (http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BChen) tritt erst bei weit höheren Temperaturen auf.

Viele Grüße, Jürgen
Titel: Re: Rund um den Schraubstock …
Beitrag von: Rawfoto in Oktober 10, 2014, 06:53:42 VORMITTAG
Guten Morgen

Um so stumpfer das Werkzeug um so mehr Stauchungsstruktur haben die Späne .-) Nebenbei treibt's auch die Temperatur nach oben ...

Liebe mechanische Grüße

Gerhard

PS: Kühlmittel werden gerne eingespart ...