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Bibliothek => Mikro-Know-How => Thema gestartet von: Adalbert in Januar 21, 2015, 18:22:20 NACHMITTAGS

Titel: bitte löschen, danke !
Beitrag von: Adalbert in Januar 21, 2015, 18:22:20 NACHMITTAGS
bitte löschen, danke !
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Herbert Dietrich in Januar 21, 2015, 18:55:55 NACHMITTAGS
Hallo Adi,

herzlich willkommen im Forum.

Natürlich lohnt sich ein altes Mikroskop zu restaurieren, wenn, ja wenn....
...Du die nötiger Erfahrung hast,
..das Mikroskop nicht im feuchten Keller gelagert
...die Optiken nicht verschimmelt
...und, und, und
dazu wäre ein Bild sehr hilfreich

Herzliche Grüße

Herbert
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: olaf.med in Januar 21, 2015, 19:56:23 NACHMITTAGS
Lieber Adi,

ZitatLohnt sich ein sehr altes Mikroskop mit einem Spiegel (ohne elektrische Beleuchtung) zu restaurieren?

Ja, wenn man Sammler ist, Freude an solchen Arbeiten hat und das Objekt die Mühe lohnt! Ansonsten würde ich mir ein moderneres Stativ zulegen, vor allem, wenn Du auch noch damit fotografieren möchtest.

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Januar 21, 2015, 21:31:58 NACHMITTAGS
Hallo.
Meiner Meinung nach lohnt sich eine Aufarbeitung fast immer. Siehe mein KF2:
Zitat von: the_playstation in April 19, 2013, 19:41:51 NACHMITTAGS
Hier mal meine kleine Reinigungsaktion des Carl Zeiss KF2:

Ich habe die Objektive poliert (Metallflächen) und die Glasflächen gereinigt.
Ich habe den Kreuztisch neu lackiert.
Die Klemme gesäubert, poliert, justiert und geölt.
Den Kondensor gereinigt und den Phasenkontrastring freigelegt.
Den Objektivrevolver neu geschmiert.

Hier nochmal die alten Bilder:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/164433_48807675.jpg)

(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/164433_48861755.jpg)

Und hier die Bilder nach der ersten, groben Reinigungsaktion:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/164433_51295333.jpg)

Und hier der Kreuztisch nach der Reinigung und Neulackierung:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/164433_26588624.jpg)

Und hier die mit Grünspan überzogenen und oxydierten Objektive nach der Reinigung und Politur:
(https://www.mikroskopie-forum.de/pictures004/164433_55637413.jpg)

Ich denke, das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Gerd Schmahl in Januar 21, 2015, 22:28:40 NACHMITTAGS
Hallo Jorrit,
war das ein Flutopfer der Elbe? :o
Schön, dass manch altes Mikroskop ein zweites Leben leben darf.
Beste Grüße
Gerd
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Januar 22, 2015, 01:09:42 VORMITTAG
Hallo Gerd.
Es war ein Ebaykauf von einem "geschickten" Verkäufer, der es sehr geschickt verstand, durch Licht und Schatten nahezu alle Probleme und Problemstellen zu kaschieren. Z.B. das fehlende zweite CPL Okular und der bedauernswerte Erhaltungszustand des Mikroskops. Es sah, als es bei mir ankam so aus, als habe es Jahre in einer Jauchegrube verbracht. Die Instandsetzung hat daher ein paar Stunden gedauert. Ich habe z.B. die Metaloberflächen der Objektive mit Stahlfix Classic poliert und den Grob- und Feintrieb komplett demontiert, gesäubert und neu geschmiert. Der Kondensor war nicht das dreckigste Bauteil. Seit der Instandsetzung nutze Ich es als portables Mikroskop, wenn ich mich mit der Mikrogruppe Hamburg treffe. Es ist recht leicht, kompakt und durch die gebastelte LED-Beleuchtung sehr gut zum Mikroskopieren geeignet. das fehlende CPL Okular habe Ich nachgekauft.

Sofern keine Teile verbogen oder gebrochen sind, ist eine Instandsetzung oft möglich.

Bei einem Lomo und einem Carl Zeiss Jena hatte ich massive Probleme mit altem Fett. Eigentlich ist Fett der falsche Ausdruck für eine Masse, deren Konsistenz sich irgendwo zwischen 2 Komponentenkleber, Bitumenmasse und Plastikgranulat bewegt. Mit Gewalt, Wärme, ... habe ich dann aber z.B. den Feintrieb des Lomo und die Okularverstellung des CZJ reparieren können. Abzuschätzen, wieviel Kraft eine Baugruppe ohne Schaden zu nehmen verträgt, ist schon eine sehr unangenehme Sache. Aber man freut sich, wenn ein Mikroskop danach fast wieder wie neu aussieht oder die Funktion wieder hergestellt ist.

Bei einem Olympus Stereomikroskop habe ich den Binotopf ausgebeult, die Optik neu justiert und ein Stativ gebaut.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Januar 22, 2015, 12:44:46 NACHMITTAGS
Hallo Adi.
Ich benutze nur 2x Schraubendreher-Sets (eines mit feinen Bits und eines mit feinen, austauschbaren Aufsätzen).
Dann noch div. Putzmittel wie Stahlfix Classic, Optical Wonder, Reinigungsbenzin, Caramba, ... Lederläppchen, Taschentücher, Q-Tipps, ... Man muß nur aufpassen, z.B keine Glaslinsen, Lacke, ... mit ungeeigneten Putzmitteln zu säubern. Als letztes benötigt man 3x Öle / Schmiermittel. Nähmaschinenöl, Kugellagerfett und schwergängiges, langkettiges Fett. Paßt Alles in einen kleinen Pappschuhkarton. In der Summe kostet es auch nicht viel. Vieleicht 20-30 Euro. Mit Pech benötigt man noch eine kleine Menge Lack zum Ausbessern. Den Tisch vom KF2 mußte Ich leider neu lackieren.
Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Januar 31, 2015, 15:13:04 NACHMITTAGS
Hallo Safari.
Ich repariere halt gerne (wenn ich Zeit habe). Ein recht schwerer Fall war z.B. ein 100 Apo, bei das Einfedern nicht mehr funktionierte.
Oder eine CZJ Dioptrin-Verstellung, bei der das Fett die typische 2-Komponentenkleber-Konsistenz hatte. Ich frage mich manchmal wirklich, was CZJ als Schmiermittel verwendet hat. ;D

Die Objektive des KF2 hatten eine grüne "Oxyd-Patina". Der Tisch war ziemlich zerkratzt und abgeschliffen. Nun ist es quasi fast neu. ;)
Die Originalbeleuchtung habe Ich repariert. Aber Sie liegt in einem Kasten, da Ich es nur noch mit meiner selbstgebastelten LED-Beleuchtung betreibe. Das Okular mußte Ich demontieren und reinigen. Das zweite nachgekaufte war neu. Jetzt sehen Beide neu aus. :)

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 02, 2015, 23:58:39 NACHMITTAGS
Hallo -

der Tisch ist Bakelit, wenn die rauhen Oberflächen der Bruchstücke gut ineinanderpassen kannst du das gut mit Sekundenkleber erledigen. Wenn nicht, dann mit UHU-Plus. An PVC u.ä. würde das nicht halten.

Gruß

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Februar 03, 2015, 01:14:28 VORMITTAG
Hallo Adi.
Uhu hart ist auch nicht schlecht. Bakelit muß man anders kleben als Plastik. Bei Plastik kann man quasi die Teile wieder verschmelzen, indem man das Plastik anlöst. Bei Metall gibt es 2-Komponenten-Spezialkleber mit 99% Stahlpulveranteil.

Schrauben:
In Hamburg habe Ich glücklicherweise 3 Baumärkte, einen Schraubenhersteller und ein paar Fachgeschäfte in der Nähe. Am besten, man geht mit den Überresten oder einer noch heilen Schraube zu einem Fachhandel mit großer Auswahl.

Das größte Problem wird sein, den Rest der abgebrochenen Schraube wieder herauszubekommen.
Eine Möglichkeit: einen kleinen Schraubendreher mit einem kleinen Hammer in den Schraubenrest schlagen und dann versuchen, den Rest herauszudrehen. Alternativ ein Stück Federstahldraht an dem Rest der Schraube hartlöten/...
En bischen Caramba oder Nähmaschinenöl hilft zusätzlich.

Für Spiegel gibt es Spezialfirmen, die auch oberflächenverspiegeln. Ist aber leider etwas teurer. Es gibt (leider selten) manche Chrom-Lacke, die quasi sehr gut spiegelnde Oberflächen erzeugen. Aber die Qualität wird nie die einer echten Verspiegelung entsprechen. Alternative. Einen neuen etwas größeren Spiegel kaufen und zurechtschleifen.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 03, 2015, 11:29:05 VORMITTAG
Guten Morgen Adi!
Schraubenrest Herausdrehen:
An der abgebrochene Schraube den ungefähren Kerndurchmesser des Gewindes feststellen. Je nach Tiefe des abgebrochenen Schraubenrests mit einem entsprechend angeschliffenen Körner den Schraubenrest ankörnen. Dann ein Durchgangsloch bohren. Im Baumarkt gibt es einen Satz Schraubenausdreher: d. s. konische Schrauben mit starker Steigung und Linksgewinde. Mit Caramba vorher arbeiten. Das ist die klassische Methode. Die  hier vorgeschlagene Schraubenziehermethode funktioniert nur, wenn man den Schraubenzieher vorher härtet: Spitze des Schr.z. in der Flamme rotglühend machen, dann in Autoöl (kein Wasser!,dann wird er zu hart und splittert) tauchen. Keine Angst, das Öl entzündet sich nicht.
Vielleicht hat Harald (er ist, wie er mir sagte, Werkzeugmacher) noch einen besseren Vorschlag.
Wenn Du in der Nähe von Lorsch wohnst, können wir das in meiner Werkstatt machen. Sonst kannst Du mir auch das Teil schicken

Gruß vom Maschinenbauer  Peter aus Lorsch
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Februar 03, 2015, 15:18:54 NACHMITTAGS
Hallo Peter.
Ist die Schraube (nach dem Bild würde Ich 1 bis max. 1,5 mm schätzen) nicht zu klein für Bohrung + Ausdreher. Da bräuchte man einen Ausdreher mit 0,5 bis max. 0,8mm Durchmesser. Daher würde Ich die Schraubenziehermethode bevorzugen. Härten nur, wenn der Schraubenzieher nicht so hart, ... ist (Stahlqualität).

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 03, 2015, 17:03:18 NACHMITTAGS
Hallo Jorrit!
Du hast doch den oberen Teil der Schraube.  Miß doch mal deren Durchmesser. Wie tief sitzt der Rest der Schr. im Gewindeloch?
Dann sehen wir mal weiter. Ich kann Dir auch den Schr.-Ausdreher schicken.
Wenn Du den Schr.-Rest draußen hast, ist das Problem u. U. noch nicht gelöst. Es könnte sich um eineexotisches Gewinde handeln, zu dem Du keine oder nur schwer eine entsprechende Schr. bekommst. Dann hilft nur eine neues Gew. bohren.
Gruß Peter

Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: beamish in Februar 03, 2015, 18:17:28 NACHMITTAGS
Hallo Adi,

hier gibts grade Ersatzteile:
http://www.mikroskopie-forum.de/index.php?topic=17214.msg165298#msg165298

Grüße

Martin
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: olaf.med in Februar 04, 2015, 09:55:33 VORMITTAG
Hallo Adi,

schick mir doch bitte Deine Adresse, dann bekommst Du die passende Schraube.

Gruß, Olaf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Läpplappen in Februar 04, 2015, 09:57:11 VORMITTAG
Hallo Adi,

wegen der M1,5er Schraube mache ich Dir kaum Hoffnung. Vermutlich wirst Du die bestellen oder wenigstens zum Schraubenfachmarkt müssen. Alles was unter M2 ist, ist relativ selten. Ich bezahle etwa 1€/Stück M1,5 in Edelstahl, von M2 gibt es für das Geld mehrere Dutzend.

Viel Glück,
Raphael
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Läpplappen in Februar 04, 2015, 15:35:39 NACHMITTAGS
Hallo Adi,

ich habe erst etzt auf die erste Seite geblättert.
Hast Du schon eine Lösung für Dein Spiegelproblem?

Ich kenne das Mikroskop nicht, wo sitzt der Spiegel denn? Was macht er und wie exakt muss die Außenkontur sein (Wegen Fassung)?
Vielleicht kann ich Dir helfen.

Viele Grüße,
Raphael
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: olaf.med in Februar 05, 2015, 10:58:39 VORMITTAG
Lieber Adi,

wäre gerne geschehen, aber was waren es denn nun für Schrauben? M 1,5 gibt es meines Wissens nicht, sondern entweder M 1,4 mit 0,3 Steigung, oder M 1,6 mit 0,35, oder gar M 1,7 mit 0,35???

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Wutsdorff Peter in Februar 05, 2015, 16:22:52 NACHMITTAGS
Hallo Olaf,
wie der Berliner sagt:"Det fiel mir oooch uff"
Aber erst seitdem Georg Schlesinger das Normwesen installiert hatte, hatte jede Fa. ihre eigene Norm.
Ich habe auch sofort auf M1,6 getippt. Aber ob die Steigung und der Flankenwinkel stimmen, ist auch fraglich.
Man kann natürlich so ein Minischräubchen in ein etwas anderes Gewindeloch hineindrehen. Aber dann gilt die alte Schlosserregel:

Nach fest kommt ab!!

Gruß vom Masch.b. aus Lorsch
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: olaf.med in Februar 05, 2015, 17:02:37 NACHMITTAGS
Lieber Peter,

dieses Mikroskop ist ja nicht sehr alt und da wurden mit absoluter Sicherheit metrische Normschrauben "aus der Kiste" verwendet, sodaß Fehler des Flankenwinkels ganz unwahrscheinlich sind. Ich tippe auch auf M 1,6, aber Du hast natürlich recht, eine M 1,7 kann man in dem Gewindeloch schnell mal abreißen.

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: mikromeister in Februar 05, 2015, 17:33:20 NACHMITTAGS
Zitat von: the_playstation in Februar 03, 2015, 01:14:28 VORMITTAGBakelit muß man anders kleben als Plastik. Bei Plastik kann man quasi die Teile wieder verschmelzen, indem man das Plastik anlöst.
Man kann das sicher differenzierter sehen.
Mit Uhu Plus, warm ausgehärtet und die Flächen perfekt vorbereitet liegt man bei praktisch allen klebbaren Materialien nie ganz daneben.
Hier würde ich aber auch erstmal Sekundenkleber probieren.

ZitatAm besten, man geht mit den Überresten oder einer noch heilen Schraube zu einem Fachhandel mit großer Auswahl.
Für so kleine Schrauben wird man oft im Modellbaubereich fündig.

ZitatDas größte Problem wird sein, den Rest der abgebrochenen Schraube wieder herauszubekommen.
Eine Möglichkeit: einen kleinen Schraubendreher mit einem kleinen Hammer in den Schraubenrest schlagen und dann versuchen, den Rest herauszudrehen. Alternativ ein Stück Federstahldraht an dem Rest der Schraube hartlöten/...
Dann ist das Teil fast sicher kaputt, vernietet oder auf immer festgelötet. Diese Tipps halte ich für praxisfremd
Ich würde das Teil als erstes ins Ultraschall geben und mit etwas Glück fällt die Schraube von selber raus.
Zweite Möglichkeit ist ausbohren, aber das ist grade bei einer Stahlschraube in Messing wirklich schwierig.

ZitatEs gibt (leider selten) manche Chrom-Lacke, die quasi sehr gut spiegelnde Oberflächen erzeugen.
Hier wäre ich wirklich interessiert. Wie kann man sich das vorstellen?

Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Februar 05, 2015, 18:27:09 NACHMITTAGS
Hallo Markus.
Beim Kunststoff gebe ich Dir Recht. Hier muß man zwischen verschiedenen Kunststoffarten unterscheiden. Z.B. Thermoplast und Duroplast, ...

Zum Herausdrehen:
Hat doch scheinbar funktioniert. Sogar ohne eine entsprechende Kerbe für den Schraubenzieherkopf zu schaffen. Ausbohren währe für mich nur die allerletzte Möglichkeit. Gerade bei Materialmix (z.B. Stahlschraube in Messing oder Alu) ist das Risiko, etwas von dem umgebenden Material zu beschädigen, sehr hoch. Ohne Standbohrmaschine und Fixierung auch nahezu unmöglich.

Zum Chromlack:
Ich hatte mal einen sehr guten Felgen-Chromlack (von der Billigkette Kodi) der nahezu perfekte Spiegeloberflächen erzeugt hat. Leider habe Ich die Marke nicht mehr im Kopf. Aber mit dem könnte man entsprechende Oberflächenspiegel erzeugen.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: MikroTux in Februar 05, 2015, 22:43:28 NACHMITTAGS
Zitat von: Adalbert in Februar 05, 2015, 21:49:29 NACHMITTAGS

Vielleicht kann man auf dem Foto besser erkennen, ob das 1,5 oder 1,6 mm sind.


An dem Nonius ist zu erkennen, daß der Messchieber exakt bei 1,6mm steht.
[Nonius Skala: 6 exakt gegnüber 13mm Linie, wärend 5 neben die 11mm Marke nicht trifft. Also ist es 1,6 nicht 1,5]
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: olaf.med in Februar 05, 2015, 22:46:18 NACHMITTAGS
Lieber Adi,

das ist definitiv 1,6 auf der Schieblehre, und damit eher eine Schraube mit M 1,7! Schrauben haben immer Untermaß, sonst würden sie nicht passen. Komisch ist nur, dass Du auf Deinem Foto und der Skizze eine Senkkopfschraube zeigst, nun aber eine Zylinderkopfschraube mit balliger Oberseite zeigst. Paßt die wirklich in Deinen Kreuztisch ???

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: mikromeister in Februar 06, 2015, 09:02:52 VORMITTAG
Ich würde zwar nicht ausschließen, dass es mal eine M1,6 Schraube mit 1,6mm Aussendurchmesser gibt, aber es ist nicht normal.
Für ein M1,6 spricht die ungleich größere Verbreitung gegenüber M1,7 das wirklich sehr exotisch ist.

Glücklicherweise haben beide Größen 0,35mm Steigung und wenn es nicht auf die Festigkeit ankommt, kann man auch eine M1,6 Schraube in ein M1,7 Mutterngewinde drehen und vorsichtig anziehen.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: mikromeister in Februar 06, 2015, 16:01:15 NACHMITTAGS
Frag nach M1,6 und nimm am besten das Gegenstück mit.

M1,7 bekommst du ohnehin nirgendwo.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Rolf in Februar 06, 2015, 17:12:06 NACHMITTAGS
Zitat von: Adalbert in Februar 06, 2015, 12:26:48 NACHMITTAGS

.....
BTW, ich habe in dem Kreuztisch noch eine weitere abgebrochene Schraube entdeckt :-(


Im Uhrenbereich hat man es öfter mit abgebrochenen Schrauben zu tun, und wendet da öfter die Herausätzmethode an mit Phosphorsäure, die das Messing nicht angreift, aber die Stahlschraube auflöst. In Rostlöser aus dem Baumarkt ist 24%ige Phosphorsäre enthalten.
Man muß allerdings vorher alles andere aus Stahl oder sonstiges Empfindliche abbauen bevor man das Teil in´s Bad gibt.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Klaus Herrmann in Februar 06, 2015, 17:18:40 NACHMITTAGS
ZitatMan muß allerdings vorher alles andere aus Stahl oder sonstiges Empfindliche abbauen bevor man das Teil in´s Bad gibt.
   

.... und sicher stellen, dass das Teil nicht aus Alu besteht, was bei einem Tisch schon wahrscheinlich ist! ;)
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Rolf in Februar 06, 2015, 17:35:58 NACHMITTAGS
Wohl wahr.


Gruß

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: klausLM in Februar 06, 2015, 20:19:04 NACHMITTAGS
Moin,
die alte DIN 13 hatte die Stufung M1- M1,2 - M1,4 - M1,7 -  M2.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Rolf in Februar 06, 2015, 21:17:19 NACHMITTAGS
Zitat von: klausLM in Februar 06, 2015, 20:19:04 NACHMITTAGS
Moin,
die alte DIN 13 hatte die Stufung M1- M1,2 - M1,4 - M1,7 -  M2.

Gruß
Klaus

Wenn man im Net nachschaut gibt es mehrere Firmen die solche M 1,7 anbieten, und nach der gesenkten Bohrung auf dem Foto muß es auf jeden Fall eine Senkkopfschraube sein. Da eine Zylinderkopfschraube einzusetzen wäre Huddel, wie man in unserer Ecke sagt, weil sie keine Zentrierung bringt.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Rolf in Februar 06, 2015, 22:34:16 NACHMITTAGS
Hallo Adi,

Ich würde dir empfehlen eher doch Schrauben nach M 1,7 kaufen, so wie hier z.B. angeboten: http://www.rosentaler-schrauben.de/Schrauben-Metrisch-A2/A4/8-8-/Schlitzschrauben/Senkkopf-Schraube-Schlitz-DIN-963-A2/DIN-963-A2-M1-7/DIN-963-A2-M1-7-x-4--4059.html?MODsid=3d3aadbf3009a435df4c498f927a846e
So wie weiter oben Olaf angemerkt hat haben die Schrauben immer leichtes Untermaß, damit sie z.B. in eine Gewindebohrung M 1,7 leichtgängig gedreht werden können ohne zu klemmen oder gar abzureißen.
Wenn Du 1,6er nimmst haben die ebenfalls Untermaß, was bei einer 1,7er Gewindebohrung zu Festigkeitsproblemen führen kann.

Gruß

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: olaf.med in Februar 07, 2015, 09:36:47 VORMITTAG
Hallo Adi,

Du könntest ja auch einfach mein Angebot annehmen - dann brauchten wir schon seit Tagen nicht mehr diskutieren ;D

Gruß, Olaf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: olaf.med in Februar 07, 2015, 18:01:07 NACHMITTAGS
Lieber Adi,

soweit ich es beurteilen kann brauchst Du 3 Schrauben, und die kann ich Dir leider nicht verkaufen, sondern nur schenken.

Herzliche Grüße,

Olaf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: knipser009 in Februar 09, 2015, 16:21:16 NACHMITTAGS

hallo Adi

Zitat : Reicht die Leistung von 10W aus?

Da haut es Dir die Augen aus den Ohren heraus.  ;D

Die im nachfolgenden Link angebotene LED mit 2 W muss je nach Verfahren noch zu 1/2 abgeblendet werden.
Sie ist ideal für mikroskopische Zwecke.

http://www.led-tech.de/de/High-Power-LEDs-Cree/CREE-XM-Serie/CREE-XM-L-T6-auf-Star-LT-1734_120_170.html
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Mikroman in Februar 09, 2015, 17:28:41 NACHMITTAGS
Hallo Adi,

zwei Watt reichen völlig aus. 10 Watt Leds haben / machen / verursachen ggf. auch thermische Probleme, da die entstehende Hitze auch abgeleitet werden muss. Was mich jetzt irritiert: warum nimmst Du keine Tageslicht-LED, stattdessen warmweiße (3000-3200 K)

Gruß
Peter
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 09, 2015, 17:44:43 NACHMITTAGS
Hallo -

die Angaben verwirren etwas. Ich habe die Cree XM-L, die in dem Link mit 2,03 W erwähnt wird, bei einem max. Strom von 3000 mA immer für eine 10W-Type gehalten, denn bei diesem Strom liegen etwa 3,5 V an.
Im Datenblatt finde ich keine Leistungsangaben, aber viele Angaben gehen von einem Basiswert von 700 mA aus. Dann liegen etwa 2,9 V an, was dann wirklich in 2,03 W ergeben würde.
Aber bei optimaler Kühlung hat man mit 3 A keine Probleme, vielleicht wird ja die Lebensdauer etwas reduziert, die aber dann immer noch ein Vielfaches einer 3x so teuren Halogenbirne wäre.

Wie dem auch sei - die Maximalleistung wird höchstens mal benötigt, wenn man die LED für Fluoreszenzbeleuchtungen einsetzt, normalerweise hat man eher Probleme mit zu viel Licht.

Den Hinweis von Peter möchte ich unterstreichen - nimm eine Tageslichtfarbe und kein Schmutzigweiß!

Gruß

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 09, 2015, 19:10:51 NACHMITTAGS
Hallo Adi -

das Problem ist, dass das sog. Warmweiß bei LEDs derzeit noch wenig mit dem Halogenlicht zu tun hat, sondern z.B. Rottöne ziemlich verfälscht. Kann ich an den unterschiedlichen Bildbeleuchtungen bei mir zu Hause unfreiwillig studieren.
Meine erste LED-Beleuchtung war warmweiß, weil mir der Tageslichtton aus alter Gewohnheit zu bläulich schien. Im Laufe der Zeit habe ich dann bei allen Mikroskopen auf letzteren (cool white = blauer Himmel mit vielen weißen Wolken) umgestellt.  Die preiswerteren LEDs streuen in der Farbtemperatur allerdings nicht unerheblich.
Vor allem kann man diese Dioden mit entsprechendem Sperrfilter auch bei Auflichtfluoreszenz mit blauer oder grüner Anregung einsetzen.

Viele Grüße

Rolf

Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Februar 09, 2015, 21:00:38 NACHMITTAGS
Hallo Adi.
Ich benutze meißt die CREE XM-L U2 auf einer Kupferplatine. Sie reicht völlig aus. Die Kupferplatine kann man prima auf kleine Kühlkörper, Bleche, ... kleben oder schrauben.
Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Rawfoto in Februar 09, 2015, 21:31:16 NACHMITTAGS
Hallo Adi

Wir Fotografen in Mitteleuropa brauchen 5000 k um farbecht durch den Workflow zu gehen, der Rest der Welt 6500. Den Rest wuerde ich nicht empfehlen wenn es Dir um Farbe geht. Bei der Halogenlampe frisst der permanent benoetigte Blaufilter Licht ...

Also wenn man die Wahl hat, DIK und Dunkelfeld brauchen Licht .-)

Liebe Gruesse

Gerhard
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: knipser009 in Februar 09, 2015, 22:51:17 NACHMITTAGS
http://www.reichelt.de/Labornetzgeraete/PEAKTECH-6080/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=4984&ARTICLE=87318&OFFSET=16&
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Februar 09, 2015, 22:57:32 NACHMITTAGS
Hallo.
Ein bischen groß und schwer aber ein Labornetzteil mit Stromregelung geht super. Nur nicht zu weit aufdrehen. ;)
Eventuell könnte man ein solches Netzteil auch mit zwei zusätzlichen Potis nachrüsten, um die Maximalwerte einzustrellen. :)

Liebe Grüße Jorrit
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 10, 2015, 00:05:07 VORMITTAG
Hallo -

weil wieder mal das Thema Labornetzgerät für Mikroskopbeleuchtung erwähnt wird, hier nochmal ein editiertes  Selbstplagiat:

Zwar besitze ich eine gewichtige regelbare Stromversorgung für max 15 V und 25 A (mit echtem Trafo) , aber die wird m.W. hauptsächlich von Amateurfunkern verwendet um ihre Station zu versorgen und ist mit einer Mindestspannung von 3 V zwar sehr gut für 100 W Halogen, aber eher nicht so recht für LEDs geeignet .

Deshalb habe ich mich von Foto und Daten im C....d-Katolog beeindrucken lassen und mir zu Weihnachten was Kleineres gegönnt:

http://www.conrad.de/ce/de/product/511632/Labornetzgeraet-einstellbar-VOLTCRAFT-LSP-1403-0-36-VDC-0-5-A-80-W-Anzahl-Ausgaenge-1-x-MasterSlave-Funktion/?ref=detview1&rt=detview1&rb=1


Hier eine Kritik für Leute, die eventuell auch so was suchen - auch als Ergänzung zu der ungenügenden Beschreibung und Gebrauchsanweisung:

Das Teil hat eine sehr schmale Frontseite (55 x 130 mm) und nimmt z.B. neben einem Mikroskop wenig Platz ein.
Es ist mit knapp 150.- € nicht teurer als manche luxuröseren Regelkästchen für Mikroskop-LEDs die so im Angebot sind, kann aber bei Bedarf auch mal 5 A liefern, während diese Gerät in der Regel ein Maximum zwische 1 und 2 A liefern.
Allerdings ist das Teil doch nicht so kompakt wie es scheint, denn nach hinten braucht man mindestens 300 mm Platz. Der ist in diese Richtung allerdings meist eher vorhanden als in der Breite.

Das Teil hat 3 per Tastendruck wählbare Bereiche (16V/5A, 29V/3A und 35V/2,2A). Nach dem Einschalten liegt zunächst keine Spannung am Ausgang, man kann die Werte per Tastendruck überprüfen und bei Bedarf auch vor Anschalten des Ausgangs noch einstellen. Die Stromstärken, die man während des Betriebs einstellt, bleiben allerdings nach dem Ausschalten erhalten - und zwar für jeden Bereich getrennt (steht nicht in der Anleitung). Die Werte gehen also nicht auf die vorher eingestellten sicheren Standardwert zurück.

Man kann zwar ein Spannungsmaximum einstellen (für alle Bereiche identisch). Wenn man dieses beim Betrieb durch Drehen an den Regelknöpfen überschreiten will, schaltet das Gerät ab. Besser wäre es aber, wenn man nach Erreichen des Maximums einfach nicht höher gehen könnte. Leider kann man aber keine maximale Stromstärke fixieren, was für LEDs eher wichtig wäre. Außerdem ist die Einstellung der Maximalspannung so fummelig, dass man es gerne bei 35 V lässt, zumal bei der Versorgung von LEDs die Stromstärke wichtig ist und nicht die Spannung.

Das Gerät schaltet auch ab, wenn man während des Betriebs den Bereich wechselt. Das ist sinnvoll, weil dort ja ein völlig anderer Stromwert voreingestellt sein könnte. Weil aber die Tasten recht klein und leichtgängig sind, ist es mir in der Eingewöhnungsphase trotzdem gelungen, durch versehentliches Umschalten eine 700 mA Royal-Blue LED einige Sekunden mit 2,5 A zu versorgen - sie hat es überstanden! Offensichtlich habe ich in meiner Nervosität den Ausgang wieder eingeschaltet statt den alten Strombereich wieder einzustellen (die Tasten liegen dicht nebeneinander).
Eine weitere Beobachtung. Wenn das Gerät auf eine geringe Stromstärke voreingestellt ist, leuchtet die LED beim Einschalten zunächst mal blitzartig auf, bevor der Strom reduziert wird. Ob das gefährlich ist, kann ich nicht beurteilen, bin aber vorsichtig, seit bei mir mal eine teure UV-LED den Geist aufgegeben hat, obwohl sie an eine geregelte Stromversorgung angeschlossen war, die nur 700 mA max. liefern sollte.

Fazit:

Ich kann ein solches  Teil für Leute mit einschlägiger Vorbildung empfehlen, die gerne mit neuen Beleuchtungen, Mikroskopen und sonstigen Stromverbrauchern experimentieren und da auch mal genau wissen wollen (oder müssen), welche Spannungen und Ströme so anliegen.
Wer seine Gedanken nur aufs Mikroskopieren konzentrieren will, soll sich eine robuste LED-Beleuchtung mit einfacher aber narrensicherer Regelung beschaffen, wie sie im Forum öfter angeboten werden.

Viele Grüße

Rolf

Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Rolf in Februar 10, 2015, 15:27:12 NACHMITTAGS
Zitat von: reblaus in Februar 10, 2015, 00:05:07 VORMITTAG
... Leider kann man aber keine maximale Stromstärke fixieren, was für LEDs eher wichtig wäre. Außerdem ist die Einstellung der Maximalspannung so fummelig, dass man es gerne bei 35 V lässt, zumal bei der Versorgung von LEDs die Stromstärke wichtig ist und nicht die Spannung.

Das Gerät schaltet auch ab, wenn man während des Betriebs den Bereich wechselt. Das ist sinnvoll, weil dort ja ein völlig anderer Stromwert voreingestellt sein könnte. Weil aber die Tasten recht klein und leichtgängig sind, ist es mir in der Eingewöhnungsphase trotzdem gelungen, durch versehentliches Umschalten eine 700 mA Royal-Blue LED einige Sekunden mit 2,5 A zu versorgen - sie hat es überstanden!....


Sozusagen von Rolf zu Rolf...

Mit der Stromversorgung von LED´s habe ich mich noch nicht genauer befaßt...

Nach der Ohmschen Regel ist ja für einen Verbraucher die Höhe der Spannung entscheidend. Er zieht von einem Netzteil nur die Stromstärke die er benötigt. Wenn also beim Verbraucher als benötigte Stromstärke 700 mA angegeben ist spielt es keine Rolle ob er an einem 1, 2, 5, oder 20 Ampere - Netzteil angeschlossen ist, wenn die erforderliche Spannung korrekt eingestellt ist.
Ist das bei LED´s anders?

Gruß

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 10, 2015, 16:50:36 NACHMITTAGS
Ja - bei LEDs ist es anders - es sind Halbleiter, keine Ohm'schen Widerstände!

Eine typische LED leitet (und leuchtet) erst, wenn eine Minimalspannung von etwa 2,6 V überschritten wird, bei 3,6 ist dann schon der maximal zulässige Strom erreicht. Der Bereich dazwischen verhält sich aber auch nicht linear wie ein Ohm'scher Widerstand und die Werte variieren bei den verschiedenen LED-Typen und der Widerstand vermindert sich durch die Erwärmung der Diode - bei einem Ohmschen Widerstand steigt er.

Wenn du also hier ein billiges Netzgerät mit Spannungsregelung anlegst und durch vorsichtiges Einstellen der Spannung (in einem Bereich von etwa 1 V !!) z.B. 1000 mA eingestellt hast und wegschaust, erwärmt sich die Diode, der Widerstand sinkt, der Strom steigt .... usw.

Bei Billiglösungen hilft man sich, in dem man einen Widerstand hinter die Diode schaltet und eine wesentlich höhere Spannung anlegt als die Diode eigentlich benötigt, sodass der Strom vom Widerstand begrenzt wird, der die überflüssige Spannung verheizt.

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: Rolf in Februar 10, 2015, 18:31:24 NACHMITTAGS
Hallo Rolf,

Danke für den Hinweis, man lernt doch nie aus.


Herzlicher Gruß

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: piu58 in Februar 11, 2015, 06:28:26 VORMITTAG
> Bei Billiglösungen hilft man sich, in dem man einen Widerstand hinter die Diode schaltet und eine wesentlich höhere Spannung anlegt als die Diode eigentlich benötigt, sodass der Strom vom Widerstand begrenzt wird, der die überflüssige Spannung verheizt.

Eine sogenannte Stromquelle (im Gegensatz zur Spannungsquelle).
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 11, 2015, 11:29:36 VORMITTAG
Hallo Adi -

das eingelinkte Teil sieht ja sehr interessant aus, vor allem mit Strom- und Spannungsanzeige. Leider geht aus der schagwortartigen Beschreibung nicht hervor, was es nun genau macht. Berichte bitte über deine Erfahrungen damit!
Vielleicht wäre am Anfang ein höherer "Schutzwiderstand" interessant, falls es mit der Stromregelung bei dem Kästchen doch nicht so klappt.

Viele Grüße

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: the_playstation in Februar 11, 2015, 13:14:17 NACHMITTAGS
Hallo:
So wie ich die Ebay-Anzeige lese ist es eine Anzeige für Spannung und Strom + eine 5V Spannungsversorung (nicht regelbar).
Ohne genaue Angaben, was so eine Platine definitiv macht, würde ich nicht zuschlagen bzw erstmal nachfragen.

Liebe Grüße Jorrit.
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 11, 2015, 21:47:11 NACHMITTAGS
Hallo Adi-

zwischen den Klammern des Objektführers und der Tischoberfläche darf nur ein minimaler Abstand sein. In deinem Fall wurde dieser wohl durch das Ereignis vergrößert, das auch die Schraubenköpfe abgeschert oder -gerissen hat.

Alu klebt sich sehr gut mit UHU-Plus, Acrylglas eher nicht so gut, aber für den Spiegel wird das wohl ausreichen. Du könntest auch einfach schmale Streifen von Teppichklebeband verwenden.

Gruß

Rolf
Titel: Re: Reparatur eines alten Mikroskops
Beitrag von: reblaus in Februar 11, 2015, 23:07:09 NACHMITTAGS
Wenn es Messing wäre, könntest du es mit Unterlagsklötzchen an den richtigen Stellen in eine Schraubstock spannen und vorsichtig gerade drücken.
Sieht aber eher wie Aluguss aus und da wäre ich ääääuuuuserst vorsichtig. Außerdem müsstest du zum Einspannen auch vorher den ganzen Zahntrieb demontieren, damit diese nicht ruiniert wird und dann wird's irreparabel für Bordmittel.
Gruß
Rolf